Sonntag, 24. März 2013

Herzenswünsche oder: Glaube kann Berge versetzen

Es heißt ja immer so schön: "Wenn man sich etwas ganz doll wünscht, geht es eines Tages auch in Erfüllung!" Und die Pessimisten fügen dann gerne hinzu: "Pass auf deine Wünsche auf, sie könnten eines Tages in Erfüllung gehen!" :)
Jedenfalls ich gehöre zu den Optimisten und bislang habe ich noch nicht bereut, was ich mir da so von Herzen wünschte und was davon auch schon in Erfüllung ging.
Also dachte ich, erhebe ich dieses Jahr den dringenden Herzenswunsch: "Möge es doch endlich, ENDLICH Frühling werden!" Und wenn ich mich so auf Fratzenbuch & Co. umsehe und die wildesten geposteten Karikaturen sehe von wegen Frau Holle und so, dann geht es Euch allen genauso :)
Und ich dachte, es kann vielleicht auch nicht schaden, wenn ich Petrus ein wenig dabei auf die Sprünge helfe? Einen Tulpenstrauß nach dem anderen ins Fenster stellen. Sommerkleider kaufen. Urlaubspläne schmieden, mit barfuss am Strand und so. Stoßgebete an Petrus senden. Nur... So nachts auf dem eiskalten Balkon stehen und Wünsche in den sternenklaren Himmel schicken hat leider so ein paar Nebenwirkungen, genauso wie schon mal ganz demonstrativ den Frühlingsmantel trotz der minus 2 Grad anzuziehen: Statt eines entspannten Wochenendes mit Massage, Kino, Essen gehen, bummeln, spazieren na und was da alles eben so dazugehört, liege ich hier mit zwei Strickjacken, dicken Socken und Wohlfühlhosen - huste mir tags und nachts die Seele aus dem Leib, nehme brav jede Stunde einen Teelöffel von igitt-Honig (Honig ist so eines der Sorte Lebensmittel, die ich gar nicht mag) und betrachte sehnsuchtsvoll den Kleiderschrank: Die Winterklamotten habe ich schon fast alle rausgeschmissen, bei all den neuen Flatterkleidern geht mir langsam das Budget aus, der Kleiderschrank will schier platzen - und was ist Petrus' Antwort? Dicke Schneeflocken trieben gestern wild vor meinem Fenster. Vollpfosten!
Oder hab ich falsch gemacht? Wär ja nich s erste Mal :) Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass mir vor lauter Apfelkuchenfrustesserei die jüngst erworbenen Frühlingskleider nicht schon zu eng werden, bevor ich sie überhaupt zum ersten Mal anziehen konnte?
Als Optimist glaube ich jedenfalls weiterhin an die Erfüllung meiner Wünsche.
Und als Realist weiß ich, dass der Frühling schon aus rein kalendarischen Gründen bald kommen MUSS! Also?
Durchhalten, Mädels :)

Kommentare:

Clara Himmelhoch hat gesagt…

Im "Honig-nicht-lieben" sind wir uns sehr ähnlich, im Frühlingskleider kaufen oder tragen eher nicht. Ich habe noch nicht einen Winterpullover nach hinten in den Schrank geräumt, dafür huste ich auch nicht. *grins*

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Na ja, ich dachte halt, so bisschen Frühlingsflüsterei könnte vielleicht nicht schaden :) Muss ich wohl noch mal bisschen üben ;)

lady_bright hat gesagt…

Ich mag Honig auch nicht (Bienenschiete) ;) Und Milch auch nicht. Das Schlimmste, was man mir antun kann, ist mich zu "Heißer Milch mit Honig" zu verdonnern, wenn ich erkältet bin.

Und was den Frühling angeht... hm.. Wie gestern im Stern zu lesen, gab es 1816 ein Jahr, in dem der Sommer buchstäblich ausfiel. Von April bis September Niederschläge, Regen, Schnee, Hagel, alles dabei. Und im August gabs Bodenfrost.

Übrigens nicht nur 1816 (das letzte Mal), sondern auch zuvor schon drei, vier Mal.

Schreckliche Vorstellung, daß könnte dieses Jahr auch passieren.. :(

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Oh Gott Lady, lass es bitte bloß nicht so einen Sommer werden :(
Ich hab mir grad drei Frühlingskleider gekauft :)
Im August Bodenfrost... Was würden die Medien da heute über globale Eiszeit zetern.. ;)

lady_bright hat gesagt…

Wie ich las, wurde dieser Eis-Sommer jedesmal durch eine vorangegangene Naturkatastrophe ausgelöst. 1816 war es ein heftiger Vulkanausbruch mit einer riesigen Aschewolke, die die Sonne nicht durchlies und es dauerte drei Jahre, bis das Klima wieder normal war.

Ich hoffe ja, daß der Sommer entsprechend länger bleibt, wenn er später kommt. :)