Montag, 31. März 2014

Ich wär für Montagsdemo's - wer noch?

Ich glaube, dass es verhältnismäßig noch nicht wirklich lange her ist, dass ich mal schrieb, ICH hätte keine Probleme mit Montagen. ICH wäre diejenige, die schon morgens auf dem Weg in die Arbeit singt und jubiliert und sich z. B. aktuell daran freut, dass der Frühling in diesem Jahr so zeitig begonnen hat, dass selbst meine geliebten Kastanienbäume bereits ihre grünen Fingerchen nach der Welt ausstrecken.
Mittlerweile aber bin ich mir in meiner gesamten Einstellung nicht mehr so sicher. Nein, ich fürchte mich nicht vor Montagen - aber so langsam bin ich geneigt, diese zu boykottieren und direkt vom Sonntag in den Dienstag zu starten.

Irgendwie wird es langsam zur Gewohnheit, dass die Wochenenden, die die Jugend - wenn denn überhaupt mal - beim Vater verbringt, zu regelrechten Kotztagen werden. Insbesondere für meinen Großen. Ich bin oft gefragt worden, warum der Junge mit seinen 24 Jahren noch immer beim Vater lebt, grad weil das dort so erniedrigend ist. Warum er trotz Bafög und zwei Minijobs nicht in der Lage sei, eigenen Wohnraum zu beziehen - und sei es in einer WG.
Dazu müsste man weiter ausholen. Dazu müsste man wissen, wie der Junge groß geworden ist, wie er als kleiner Junge schon wesentlich schneller dachte als er sprechen konnte, sich entsprechend oft verhaspelte und der Vater übernervös reagierte: "Ich hab keine Ahnung, was der von mir will, den versteht doch kein Mensch!" Dazu müsste man auch wissen, wie sehr der Junge von klein auf an mit der Familie verbunden ist, mit Herz und mit Seele, ein wahnsinnig sensibles Kind mit den feinsten Antennen, die ich bislang kennen gelernt habe - und ein ebenso liebebedürftiges Kind. Und so ist er bis heute. So wie er auch bis heute den Kampf um die Liebe des Vaters kämpft, um dessen Anerkennung und dessen Lob - das aber, wenn überhaupt, nur der Jüngere genießt. Der Jüngere, von dem er neuerdings wieder anfängt: "Wer weiß, ob das überhaupt meiner ist, deine Mutter ist doch eh nur ne Schlampe, die hat nur das F**en im Kopp."
Das ist mir nicht neu, ich hab das damals schon zu hören bekommen, als ich mich 2003 von diesem Menschen trennte. Junior II übrigens, der das bis gestern Abend noch nicht wusste, fragte mich dann, ob er seinen Vater darauf ansprechen dürfte. "Natürlich, warum nicht? Sag bitte nur, dass du und ich uns darüber unterhalten haben. Sag nicht, dass wir jetzt durch deinen Bruder darauf gekommen sind, sonst kriegt er nur wieder neuen Ärger."
Mein Großer... Ein groß gewachsener junger Mann, so liebebedürftig wie unsicher, aber dennoch inzwischen gefestigt genug, sich nicht mehr alles sagen zu lassen. Der jeden Tag duschen soll, bevor der Vater zu Bett geht, weil den das sonst stört. Der sein Brot nicht selber schmieren soll, weil den Vater stört, dass der Junge die Butter von mehren Seiten anschneidet. Der abends nicht zu seinen Freunden gehen darf, weil er morgens früh aufzustehen hat. Wohlgemerkt... Junior ist 24... Dem permanent vorgerechnet wurde, wie wenig er sich eigenen Wohnraum leisten könne und das einzig Machbare sei und bleibe, bis zum Ende der 2. Ausbildung zu Hause wohnen zu bleiben. (Mein Vater sagte dazu: "Passt mal auf, wenn der kein Anspruch mehr auf das Kindergeld hat, dann schmeißt er den Jungen raus." Denn das Kindergeld kassierte der Vater - bis zum Schluss. Vielleicht seh ich das falsch, jedoch ich bin der Meinung, dass ein volljähriges Kind mit Anspruch auf Kindergeld, das für seine Sachen selber aufkommt und ansonsten Kostgeld zahlt, auch sein eigenes Kindergeld beziehen darf. So handhabe ich das zumindest mit Junior II, seit er 18 geworden ist und seitdem über ein eigenes Konto, eine eigene Geldkarte verfügt und spätestens jetzt auch lernen soll, damit umzugehen.)
Täglich wird dem Jungen vom Vater und auch von dessen Freundin, die ich aufgrund ihres seit Jahren unmöglichen Benehmens ab sofort "den Terrier" nenne werde, vorgeworfen wird, wie unselbständig er ist. Dem jeden Tag, wirklich jeden Tag gesagt wird, dass er doch dankbar sein solle, dass er ein schönes Zuhause habe und jeden Tag gutes Essen vorgesetzt bekomme. Worauf Junior gestern der Hals platzte und er zum Vater sagte: "Ja dann hättest du besser mal ein Kondom genommen, wenn du ein Problem damit hast, dass du Kinder hast."
In jeder Auseinandersetzung wird dem Jungen vorgehalten, dass er es noch immer zu nix gebracht habe im Leben - scheiß auf den guten Schulabschluss (wo es doch in der 1. Klasse noch hieß, aufgrund der recht ausgeprägten Absencen solle man den Jungen unbedingt wieder ausschulen, man überfordere das Kind komplett), den beiden abgeschlossenen Ausbildungen, den Führerschein und wie gut er Auto fährt (jedenfalls, wenn er mit mir fährt, und abgefahrene Spiegel und so... na ja, da war er halt noch Fahranfänger) und so weiter und so weiter... Ich bin mir sicher, dass der Vater das sieht und weiß, aber so wie für dessen Vater ist auch für ihn nichts gut genug, gibt es kein gutes Haar an dem Jungen, weil er sich wohl selber so minderwertig fühlt (was nachvollziehbar ist bei der eigenen Kindheit), dass er immer jemanden braucht, den er in den Dreck treten kann, nur um sich selbst besser zu fühlen.
Bei seiner vorletzten Verbalentgleisung, als der Vater dem Jungen sagte, er tauge doch eh nix, genauso wenig wie seine letzte Ausbildung, das könne doch jeder Plebs, da antwortete Junior: "Und wer will mir das jetzt sagen? Ein kleiner pummliger Busfahrer?"
Mit seinen Antworten können Vater und der Terrier nicht umgehen, mit Kritik sowieso nicht, aber auch eben nicht mit Konter. Irgendwann, vor zwei Jahren oder so, beklagte sich der Vater bei mir (!), dass der Junge sich im Ton vergreife etc. Ich bügelte ihn ab: "Na endlich wehrt der Junge sich. So wie ihr seit Jahren mit ihm redet, brauchst du jetzt nicht rumzuheulen, ihr seid selber schuld."

Nach dem gestrigen Telefonat am Abend konnte ich in der Nacht lange nicht zur Ruhe finden. Wie mein Ex seit 11 Jahren über mich in Gegenwart Dritter spricht, kann ich nicht verhindern, es kümmert mich aber inzwischen auch nicht mehr. (Wenn damals, kurz nach der Trennung, in meinem ehemaligen Wohnort jemand nett und freundlich zu mir war, und seis die Verkäuferin im Supermarkt, dann war ich immer eher überrascht und dachte: "Na vielleicht hat er mit ihr ja noch nicht gesprochen." Man muss hinzufügen: Das, wo ich mal gewohnt habe, ist einfach nur ein Kuh-Kaff, jeder kennt jeden, und die Familie meines Ex-Mannes war dort sehr bekannt; der Vater wohl ziemlich beliebt und die Mutter - die war übrigens wirklich eine Seele von Mensch, nur leider viel zu früh gestorben - führte einen Laden für Kinderkonfektion, zu Ost-Zeiten war man ja froh über solche "Kontakte"). Womit ich aber bis heute ein Problem habe, ist, wenn seine Verbalattacken auf die Kinder einprügeln. Ich glaube mittlerweile, dass ich nicht alles weiß, aber zumindest hat mir Junior vor drei Jahren in einer seiner bisher schwierigsten Stunde gebeichtet, bis wohin es fast geführt hätte - und das zerreißt mich bis heute. Bis heute zerreißt mich, wieso ich den Jungen nicht besser geschützt habe, wieso ich mich nicht durchgesetzt habe, ihn mitzunehmen - und wenn mein Ex zehnmal schwor "Wenn du das versuchst, bring ich dich um, endlich!" So wie er mir auch immer versprach: "Eins solltest du wissen: Ich habe mir Geld gespart für jemanden, der die Drecksarbeit erledigt und dich entweder kaltmacht oder wenigstens dir so schadet, dass du keine Freude mehr am Leben hast" - und fast war ich damals versucht zu fragen, ob er da das Geld gespart hat, das ich jeden Monat als Unterhalt für den Jungen überwiesen und auch überlassen hatte. Aber ich war damals ganz schön alleine. Niemand war da, als er mir die Schulter unwiderruflich verletzte. Doch - stop, die Kinder waren da, die Kinder saßen daneben. Nicht mal davor hat der Typ Halt gemacht. Niemand war da, wenn der Typ vor meinem Auto stand und dagegentrat. Doch - stop, mein Kleiner, der neben mir im Kindersitz saß und heulte. Niemand war da, als er mitten im Kinderhort stand, mit dem Finger auf mich zeigte und schrie: "Von dir lass ich ein psychiatrisches Gutachten anfertigen, du  bist doch nicht zurechnungsfähig!" Doch - stop, da waren schätzungsweise dreißig Kinder und, ich glaube, drei Hortnerinnen.
Für mein Umfeld war sowieso ich an allem schuld.
Für meinen Vater war ich an allem schuld.
Was musste ich mich auch in einen verheirateten Mann verlieben und dann auch noch die Familie verlassen, obwohl doch der andere zu seiner Familie zurückgekehrt war. Ja, daran bin ich schuld und dazu habe ich auch immer gestanden. So wie ich auch immer sagte: "Niemand hat es im Grunde verdient, so verlassen zu werden. Man muss was Altes beenden, bevor man was Neues anfängt." Ja, klingt gut und richtig und klug und weise. So war ich aber nicht, nicht so gut und nicht so richtig, nicht so klug und nicht so weise - und auch nicht konsequent. Dann war mein Weg eben beschissen - aber ich bin heute trotz allem froh, dass ich ihn trotzdem gegangen bin. Ich denke, ich hätte sonst den Absprung nicht mehr geschafft.

Doch was ich mir nie niemals verzeihen werde: dass ich eingeknickt bin und den Großen nicht mitgenommen habe. Nicht nur der Morddrohungen wegen. Sondern auch, weil der Junge damals sagte: "Ich will beim Vater bleiben." Heute sagt er: "Wenn du zu mir gesagt hättest, komm mit mir mit, ich wäre auch mitgegangen."
Und DAS ist es, was ich mir einfach nicht verzeihen kann. Warum ich nachts oft nicht schlafen kann und mir auch jetzt hier beim Schreiben das Heulen ankommt. Meine Finger sind eiskalt, sie zittern und die Stunde Telefonat, in der ich schließlich zum Jungen sagte - wie so oft in den letzten drei Jahren: "Komm rüber zu uns!" kommt wieder hoch mit all dem Schlamm, Schmutz und Dreck.

Wie können solche Menschen nachts ruhig schlafen und auch noch glauben, sie hätten alles richtig im Leben gemacht? Dass alle anderen schuld sind, nur nicht sie? Dass sie ja sowieso immer nur das Beste wollten - und alle Nachbarn könnten das bestätigen?
Ich hatte dann letzte Nacht doch noch eine zündende Idee. Eine Übergangslösung, aber es wäre eine. Eine für die Jungs und mich. Sie gärt und reift noch in mir, ich muss das mal mit der Jugend besprechen - und mit den gelben Seiten.

Und dann entdeckte ich gestern Abend einen ziemlich großen Knoten an einer etwas.. ungewöhnlichen Stelle. Wenn man ihn richtig ertastet, dürfte er etwas größer als 1 cm sein. Er ist ziemlich hart und lässt sich auch nicht hin und her schieben. Ich weiß, dass das - so gesehen - nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist. Aber ich hatte auch schon derart viele Zysten überall, dass ich mich gern schon wie ein innerer Streuselkuchen fühlte. Mittwoch um acht Uhr habe ich Termin.

Die Heizung ist übrigens auch ausgefallen, wir sitzen hier im Büro und frieren. Denn von den versprochenen 19 Grad fühlen wir hier nichts, gar nichts.

Sagte ich schon, dass ich den Montag boykottieren und gegen diesen demonstrieren möchte? Und wer macht mit?

Kommentare:

Helga Nase hat gesagt…

Ach, Helma, ich glaub, du bist jetzt in einer Übergangsphase, lässt vieles und auch die Jungs zurück und da kommt gerade eben viel hoch.
Aktuell les ich grad so viele Horrorgeschichten, was in Familien alles schief gelaufen ist, es ist so erschreckend und tut weh.
Ich hoffe, es löst sich alles auf. Auch der Knoten.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Helga, es kommt hoch, weil Junior I mich gestern Abend anrief und von einer neuen Auseinandersetzung des Vaters berichtete - und auch sagte: "Ich halt das nicht mehr aus. Das mit der Wohnung soll erst Ende Juni klappen, aber bis dahin schaff ichs nicht mehr." Und weil Junior II letzte Nacht, als er mich von der Mitfahrgelegenheit abholte, stöhnte und sagte: "Hast du schon von dem Theater am Wochenende gehört? Meine Fresse, da war was los."
Es hört dort einfach nicht auf. Ich versuche meinen Jungen immer zu sagen: "Bezieht das nicht auf euch und glaubt nicht, ihr wärt schuld daran. Sie sind so frustriert mit ihrem eigenen Leben, dass sie alles andere auch kaputtmachen wollen. Ein Mensch, der zufrieden und gar glücklich ist, dem fiele sowas überhaupt nicht ein."
Aber ich weiß eben auch, was jahrelange Attacken in einem selbst bewirken :(

~ Clara Pippilotta ~ hat gesagt…

Meine Güte, diesen Irrsinn, den Du da beschreibst, diesen Terror - das kann ich so gut nachfühlen, weil ich auch mit solchen Menschen wie Deinem Ex groß geworden bin. Der Junior tut mir wirklich leid, ich hoffe wirklich, dass er ganz bald da raus kann! Und dann - nie wieder Kontakt zum Vater haben. Das ist krass, aber mir ging erst so richtig "ein Licht auf", als ich den Kontaktabbruch zu meiner Familie durchgezogen hatte. Solange man diese hässlichen Dinge täglich gesagt bekommt, spult man auch selbst diese Glaubenssätze ab und tut sich damit nichts gutes.

Ich kann verstehen, dass Du mit Deinem Anteil ringst, aber vielleicht wirst Du mal etwas milder mit Dir? Du hast bei dem Menschen so sehr gelitten und ich weiss, wie hart das ist, wenn man bedroht wird - dass Du da nicht die Kraft hattest, alles "richtig" zu machen (was ist auch schon richtig?), ist wohl normal. Du bist Deinen Weg gegangen und besser ist es doch, Du hast Dich da raus manövriert auf die Weise, wie es ging und kannst den Jungs heute eine gute Mutter sein.

Hab mehr Verständnis für Dich. Ich denke, wenn es anders gegangen wäre, dann hättest Du es anders gemacht. Und ob das dann "richtiger" gewesen wäre, weiss auch niemand.

Ich wünsch euch allen, dass der Schrecken sich irgendwann ganz auflöst!

Liebe Grüsse

ladybright hat gesagt…

Drücke ganz fest die Daumen, daß der Knoten harmlos ist! Und auch dafür das dein Großer das alles hinter sich lassen kann, auch im Kopf und im Herzen. :(

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Clara, ich häng heut ziemlich durch. Ich glaubte, wenn ich mir das Telefonat von gestern mit den Empfindungen von der Seele geschrieben hätte, ginge es mir besser, aber dieser Effekt lässt irgendwie noch auf sich warten.
Ja Du hast recht, man weiß nicht, ob anders richtiger gewesen wäre. Eine Mentorin, die meinen Jungen damals, als er 13 war, betreute, meinte, er hinge sehr an dem Vater und sei sehr auf dessen Lob und Liebe fixiert. Der Vater verkörpere den harten Kern, ich den weichen und weil der Junge selber einen weichen Kern besäße, bräuche er den harten, um sich gesund entwickeln zu können.
Wenn ich heute an diese Worte denke, möchte ich dort hinfahren und dieser Frau auf den Tisch kotzen: Eine gesunde Entwicklung sieht definitiv anders aus.
Andererseits - ich habe eben auch an dieser Stelle versagt und da kann ich mit mir nicht milder umgehen. Fakt aber ist: Ich kanns auch nicht mehr ändern, ich kann aber jetzt für ihn da sein. Bzw. seitdem. Und das bin ich.

Danke, Lady :(
Im Kopf wird es schneller gehen, im Herzen... wirds wohl Jahre dauern.. Ich fürchte es. Erfahrungswerte.

allemeineleidenschaften hat gesagt…

Ich teile deine bisherige Meinung, keine Probleme mit Montagen zu haben, mein liebes Helmaleinchen ;)
Ich gehe allerdings auch nicht meinem Beruf nach (Industriekauffrau), sondern trödele so in den Tag hinein und verdiene auch noch Geld damit, lachh. Dann kann man sich ja über alles freuen, ne?
Für mich ist der Montag sogar der schönste Tag der Woche – uuaaaahahahaha – ich ducke mich ja schon!

WAAAAAAAAAAAAAAS???? WIE spricht der Vater der Jungs über dich???? Das ist ja das Allerletzte! Das ist respektlos dir gegenüber und auch dem Großen gegenüber, wenn der Vater solche privaten und ehelichen Dinge, die manchmal eben eskalieren und die man hinterher bereut(en sollte), den Kindern gegenüber erwähnt! Kinder lieben BEIDE Elternteile (ich spreche aus Erfahrung, liebe Helma. Meine Eltern sind seit 40 Jahren geschieden), und sollen es auch,
wenn sie es verdient haben. Die Eltern, wohlgemerkt. Meistens buhlen sie um die Liebe desjenigen, der es nicht verdient hat. So wie bei deinem Großen. So ist es halt.

Junge Junge, dann herrscht aber ein nicht ganz so freundlicher Umgangston dort zum Alltag, wenn die so miteinander reden. Hört sich schlimm an, Helma. Also ich würde das nicht aushalten. Seelisch nicht. Er fühlt sich ungeliebt und unverstanden. Wird wie ein Kind behandelt und kriegt Ärger, wenn er sich nicht an unsinnige Regeln hält. Davon mal ganz ab: Mein Sohnemann (fast 23), würde mir nen Vogel zeigen bei diesen Auflagen! Und ich könnte ihn sogar verstehen. Sicher muss man Rücksicht nehmen wenn man mit mehreren Personen unter einem Dach lebt. Das ist selbstverständlich. Aber SO??? phhh....

Meine Güte, was hast du alles erlebt, und die Jungs mit dir! Mein Mund steht gerade offen hier beim Lesen deines Blogs!
Wie solche Menschen ruhig schlafen können weiß ich auch nicht. Ich glaube aber, Männer im allgemeinen (man möge mir das Klischee verzeihen), können etwas viel leichter abstreifen und sich einfach hinlegen und schlafen, ohne zu grübeln, wenn sie Probleme haben.
Die Probleme sind am nächsten Morgen auch noch da, also warum sollte ich nicht erstmal ne Mütze Schlaf nehmen? ;)

Wieso können die Jungs nicht in deiner jetzigen Wohnung gemeinsam wohnen? Oder in einer anderen, aber beide zusammen? Du beteiligst dich an den Mietkosten, das wolltest du doch sowieso.

Der Knoten – wie ich dir schon über Whatts App schrieb mein Helmachen, ist vielleicht nur ein Griesbeutel. Soetwas hatte ich auch mal. Irgendwann, nach etlichen Woche wachsenderweise, hab ich so lange dran rumgefummelt, bis er platzte und die Suppe rauskam.. würg.... aber seither ist alles gut.
Man kann das auch vom Arzt machen lassen. Nur ich bin immer selber am rumdoktern bei mir.


Und: Terrier ist das falsche Wort, liebe Helma. Ein Terrier beißt sich fest, sagt man. (Stimmt übrigens auch nicht, wir hatten mal einen Foxterrier). Aber ein Terrier sieht soooo süüüüss aus! Das passt mit Sicherheit nicht zu der Tuse. Ich würde sie wenn dann Dackel nennen.
Die sind potthässlich und kläffen stundenlang wie meschugge, wir haben hier einen im Haus, über uns. Ich sage dir:
DER IST DER BLANKE HORROR, mit seinem Gekläffe. Schrill und hoch und ohne Unterlass.
Und der ist so hässlich mit seiner spitzen Schnauze und den kurzen krummen Beinen und dem breiten Rücken.

Ich drück dich mal.