Freitag, 13. Juni 2014

Die Frau mit dem roten Kleid...

...hat ihr Wochenende begonnen - ganz allein, und nach all den Wochen und Monaten, die sie kaum mehr für sich ganz allein sein konnte, genießt diesen Abend umso mehr, dreht die Musik auf, liegt hier in ihrem roten Kleid oder tanzt barfuss über den Holzfußboden, das Glas Wein in der Hand...


...im Wein liegt die Kraft, sich so federleicht zu fühlen wie sonst nicht... das Blut überdeutlich pulsieren zu fühlen, den Herzschlag überdeutlich zu fühlen und jeglichen Schmerz irgendwohin zu verdrängen...
Nein, ich habe kein Alkoholproblem *kicher*
Ich hab heut Abend den Rest des Weins getrunken, den ich schon vor einiger Zeit geöffnet hatte und bei dem ich irgendwie nicht dazu kam, ihn auszutrinken.

Bis heut Abend... Heut Abend, nachdem die Jugend gemeinschaftlich das Haus verlassen hatte, zog ich mir eben dieses rote Kleid an (ja Alex, das Bild kommt noch, aber es war... irgendwie schon zu dunkel für ein Foto, auf dem man auch was erkennen kann), schenkte mir eben diesen Rest vom Wein ein, legte die Musik auf.. und dann tanzte ich... So leichtfüßig und wie selbstvergessen...

Ich liebe diese Momente... Ich liebe es, wenn sich alles so leicht und wunderbar anfühlt, die Gedanken durch den Kopf treiben, die Phantasie bunte Seifenblasen sprüht und ich hier liege, die Arme ausbreite, die Augen schließe, das Kleid auf der Haut fühle wie eine zweite Haut... und da ist sie, die Gier nach dem Leben. Nach allem, das dieses Leben so lebenswert macht; nach allem, das dieses Leben so wunderbar macht.


"...I feel so naked... I feel so totally exposed..."