Donnerstag, 11. September 2014

Die Kraft der Sinne

Als sie erwacht, ist es immer noch Nacht. Hat sie gerade geträumt oder warum ist sie erwacht? Und überhaupt, woher kommt dieses Knistern? Sie liegt still in ihrem Bett, rührt sich nicht, lauscht nur. Dieses Knistern. Wie Folienpapier, das zusammen geknüllt wird. Wer um Himmels willen knüllt mitten in der Nacht Folie zusammen? Und überhaupt… Wie kommt dieser Jemand eigentlich in ihr Haus?
Ist da jemand? möchte sie fragen, doch nicht nur ihr Körper ist erstarrt, ebenso auch ihre Stimme. Kein Laut kommt über ihre Lippen. Dann hört sie das Pfeifen. Eine leise Melodie – oder ist es das Radio in der Küche? Wie kommt es, dass mitten in der Nacht ihr Radio zu spielen beginnt? Sie befreit sich von ihrer Decke, steht langsam und sehr zögerlich auf. In ihr ist alles voller Angst. Sie ist allein in diesem Haus. Wenn sie Filme gesehen hat, in denen die Frauen losgingen, obschon das Grauen aus jeder Ecke zu schauen schien, hatte sie immer den Kopf geschüttelt und gesagt: “Kein Mensch geht drauf zu, wenn er Angst hat. Er rennt weg und versteckt sich. Oder stellt sich tot.” Doch jetzt und hier geht sie los. Und sie fühlt sich umso mehr allein, weil sie die Frage, wer ihr jetzt zur Seite stehen könne, nicht zu beantworten weiß.
Licht macht sie keins, sie befürchtet, damit erst auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht weiß man ja gar nicht, dass sie da ist? Sie tappt auf nackten Füßen durch ihr Schlafzimmer, durch ihr Wohnzimmer, betritt den dunklen Korridor. Die Musik ist deutlicher geworden, ja, sie kommt aus der Küche. Und ebenso deutlich ist zu hören, dass jemand zu dieser Melodie pfeift. Leise und sorglos. So als sei es das Natürlichste der Welt, nachts in fremde Häuser einzusteigen und die Musik anzustellen und dabei, so hat es den Anschein, alle möglichen Dinge in Folie einzuwickeln und in Kartons zu packen.
Warum nur, fragt sie sich beklommen, wieso lässt du abends auch immer die Tür zur Terrasse offen stehen? Das muss doch solche Leute anlocken!
Sie schaut vorsichtig in die Küche hinein. Was sind das für Möbel? fragt sie sich verwundert. Wieso nehmen sie mir meine schönen Möbel weg und stellen mir so einen alten Kram dafür rein? Wieso stellen sie mir überhaupt andere Möbel rein? Alte Möbel, wie sie sie noch aus den Zeiten kennt, als sie mit ihrem Ehemann zusammen gelebt hat. Alte Möbel, deren Stil sie immer hasste und sich dennoch nicht durchzusetzen vermochte, dass man etwas schuf, das beiden gefiel. Mit zitternden Händen greift sie zu ihrem Telefon, doch sie kann die Zahlen nicht finden, sie kann die Tasten nicht tippen. Was ist nur los, um Himmels Willen, was ist hier eigentlich los? Endlich kann sie den Polizei-Notruf bedienen, doch am anderen Ende erklingt nur eine Bandansage. „Tut uns leid, dass Sie außerhalb der Sprechzeiten anrufen. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.“ Ist die ganze Welt verrückt geworden? Oder… oder nur sie selbst? Seit wann gibt es auf einer Polizeistation eine Bandansage?
Ich bin allein, sagt sie sich und weicht langsam und lautlos zurück, ich bin hier allein in diesem gottverdammten Haus mit irgendeinem wildfremden Menschen und ich hoffe nur, dass dieser Mensch nicht rausfindet, dass ich hier bin. Sie findet zurück in ihr Bett, sie verkriecht sich darin, wickelt die Decke um ihren Körper und sinkt tief in das Kissen hinein.
Das Pfeifen aus der Küche hat aufgehört. Ob er fertig ist und das Haus jetzt verlässt? Ohne sie zu entdecken und ohne ihr etwas anzutun?
Sie schreckt auf, als sie den Schatten vor ihrem Fenster sieht. Ganz starr und still ist sie, wagt keine Regung und als dieser Schatten sich von ihrem Fenster fortbewegt, fällt ihr Blick auf seine Schuhe. Das ist doch… Das sind doch… Sie erkennt diese Schuhe. Die Jeans, die Schuhe des Mannes, mit dem sie nur noch auf dem Papier verheiratet ist. Sollte er… sollte er wirklich in ihr Haus eingedrungen sein? Oder jemanden damit beauftragt haben? So wie er ihr immer gedroht hatte: „Ich hab Geld gespart, ich muss nur jemanden dafür bezahlen, ich muss es nicht mal selber machen. Froh wirst du jedenfalls nicht mehr, das verspreche ich dir!“ Der Schatten bewegt sich weiter fort, irgendwann hört sie das Quietschen des Hoftores. Sie atmet leise auf. Er ist fort. Die Gefahr ist vorüber. Zumindest glaubt sie das, bis sie sieht, wie sich langsam die Schlafzimmertür öffnet. Erneut erstarrt sie vor Angst, sie liegt völlig bewegungslos auch in der Hoffnung, man möge sie nicht entdecken. Großer Gott, was soll sie nur tun? Sie wagt kaum zu atmen, sie sieht, wie sich ein Mann durch das Zimmer bewegt, auf das Fenster zu, wie er dort stehen bleibt und hinausschaut in die Nacht. Als er sich umwendet und auf ihr Bett zukommt, hofft sie bis zuletzt, dass er sie nicht finden möge. Doch er hockt sich vor ihr Bett, natürlich weiß er, dass sie da ist. Er sagt nichts, er rührt sie auch nicht an, doch sie spürt diesen süßen, klebrigen Duft, den er ihr in das Gesicht zu fächeln scheint. Ebenso spürt sie, wie dieser Duft ihren Körper lähmt, ihre Gedanken lähmt und sie weiß, wenn sie jetzt nicht reagiert, wird er ihr etwas Schreckliches antun. In dem Moment, als er nach ihr greifen will, schreit sie laut, durchbricht diesen Bann, diesen lähmenden süßen Geruch – sie hebt den Arm und zerschlägt damit genau diesen Moment.
Alles ist vorbei. Der Mann ist fort. Der Geruch ist fort. Die Musik, das Pfeifen – nichts ist mehr zu hören. Sie fühlt ihren Herzschlag bis in den Hals hinauf, in ihren Schläfen pocht es. Mit zitternden Händen macht sie Licht. Da ist niemand. Hier ist niemand. Mit ebenso zitternden Beinen steht sie auf, macht in jedem Zimmer Licht, nimmt ihr Telefon in die Hand, geht weiter in die Küche. Alles ist wie immer, nichts ist gestohlen, nichts ist ausgetauscht. Sie berührt ihre Möbel, so als müsse sie sich vergewissern, dass alles wirklich so ist, wie sie es auch sieht. Die Tür zur Terrasse ist fest verschlossen, auch die Haustür ist wie immer von innen versperrt. Überall löscht sie wieder das Licht, nur nicht in ihrem Schlafzimmer. Bis zum Morgen liegt sie so, in der Angst, wieder einzuschlafen und so die Kontrolle über ihre Gedanken zu verlieren, in der Angst, dem ausgeliefert zu sein, das in ihrem Unterbewusstsein schlummerte.
Sie nimmt nur wahr, wie der Regen auf das blecherne Fensterbrett schlägt. Und es klingt wie… wenn Folie knistert.

Das ist einer der eindringlichsten Alpträume, die ich je in meinem Leben hatte. Ich weiß noch genau, wann das war: Im Juli 2004, in der Nacht von Freitag auf Samstag. Am darauffolgenden Montag erfuhr ich, dass an genau diesem Freitag meinem Ex-Mann mein Scheidungsantrag zugestellt worden war. Die Scheidung, die er nicht wollte, um keinen Preis... Ich habe mir auf Anraten eines Freundes damals schon diesen Traum auf ein Stück Papier und ihn vor zwei Jahren in einem anderen Zusammenhang in einen damaligen Blog geschrieben. 
Was mir vor allem Angst bereitete: Ich glaubte damals, diesen Traum live und wahrhaftig zu sehen, zu erleben, ich glaubte, ich sei wach und nicht im Traum. Es war, wie wenn du die Augen geöffnet hast und vor deinen Augen läuft dieser Film ab, nur dass dieser real wäre... 

Kommentare:

Helga Nase hat gesagt…

Es stellt mir bei Deinem Traum alle Haare auf, sehr plastisch und sehr angsteinflößend.
War diese Ehe von Anfang an schlimm? Oder ist das erst im Laufe der Jahre so geworden?

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Diese Ehe war von Anfang an ein Desaster. Ich hätte es erkennen müssen, aber ich war 19.. und damals "auf der Flucht". Ich wollte einfach jemanden haben, der für mich da war, der "für mich sorgte", bei dem ich keine Angst vor dem Morgen haben müsse.
Warum das so war, ist eine ganz eigene Geschichte, von der ich mich entschieden habe, diese nicht in diesem Blog zu verarbeiten. Dafür diente dieser andere Blog, den es nicht mehr gibt.

Und im Lauf der Jahre ist die Ehe nur schlimmer geworden. Ein psychischer Horror für mich. Wobei ich nicht so weit gehen möchte zu sagen: Er war an allem schuld.
Das ändert jedoch nichts daran, dass diese Ehe zum Kotzen war und dass ich mich heute noch damit quäle, warum ich meinen Kindern nicht achtsamer einen Vater "ausgesucht" habe.
Zumindest bin ich heute so weit, dass ich mich damit nicht mehr zerfleische: Ich kann es ja nicht mehr ändern.
Ich kann nur das Beste aus allem machen, und das versuche ich jeden einzelnen Tag.

Helga Nase hat gesagt…

Ich hab den Eindruck, dass Du jetzt sehr viel be- und auch verarbeitest, damit Du für den Neuanfang bereit bist.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Ja.. Ich kann mir gut vorstellen, dass Du damit recht hast! Wobei ich das Gefühl hab, dass das unbewusst geschieht. Also nicht explizit von mir gewollt oder gewünscht. Es ist eher so, als stürmten momentan tausend Dinge aus der Vergangenheit auf mich ein. Gedanken, Gefühle, Situationen, Begegnungen.
Manchmal, so wie letzte Nacht, wenn ich erwache und zwei, drei Stunden lang nicht wieder einschlafen kann, führen sich mir so viele Bilder vor Augen. Bilder von Erlebtem.
Und wenn ich es konkret betrachte, so habe ich selbst den Eindruck, dass dies umso intensiver abläuft, seit ich hier lebe. In einem anderen Bundesland, einer "anderen Welt".
Es ist aber auch so, dass mich Gedanken und Äußerungen anderer bewusster darauf bringen. So die Worte von Felina gestern über die Deutung meiner Träume mit den Schlümpfen. Irgendwie habe ich schon lange "bedauert", dass ich nicht mehr ich bin, so wie ich mich selber kenne. Nicht mehr so ausgelassen und unbekümmert wie ich mal war.
Ja natürlich: Ich bin ja auch älter geworden.
Aber... ist dieses Älterwerden der einzige Grund dafür, nicht mehr ausgelassen im Herbstlaub zu toben oder mit einem rotgefärbten Ahornblatt durch den Park zu laufen, dieses Blatt in die Lüfte zu halten wie ein.. Fähnchen?
Ist dieses Älterwerden der einzige Grund dafür, sich nicht mehr wie ein Kind über wunderbare Kleinigkeiten zu freuen, die den Alltag füllen und für die man die Wahrnehmung verliert?
Ist es das Älterwerden oder eher die Last dessen, das man mit sich herumträgt?
An einem Mann fasziniert mich, wenn er den Jungen in sich selbst bewahren kann und dennoch im Alltag eben ein Mann ist.
Dasselbe möchte ich auch wieder von mir sagen: Das Mädchen in mir bewahren und dennoch eine Frau zu sein..
Und zumindest habe ich verstanden, dass ich erst das loslassen kann, was ich begriffen und verarbeitet habe.
Und vermutlich will ich das jetzt umso mehr, weil ich äußerlich diesen Schritt bereits gelenkt hab. Jetzt muss das Innere nachkommen..

Felina Felissilvestris hat gesagt…

Über diesen Traum brauche ich Dir sicher nicht viel zu sagen, liebe Helma... Dir ist sicher selber klar, daß das die Art war, wie Dein Unterbewusstsein Deine Ängste kompensiert hat. Der Tod oder die Angst vor dem (möglicherweise gewaltsamen) Tod haben im Traum aber nicht immer zu bedeuten, daß man befürchtet das Leben als Solches zu verlieren... In diesem Fall war es wahrscheinlich eher die Angst vor einer ungewissen Zukunft, die Dich nach einem "gewaltsamem" Ende (Tod) der Ehe erwartet hat. Daß dieser Traum jetzt wiederkehrt, liegt daran, daß Du wieder vor einem komplett neuen Lebensabschnitt stehst und Dein Unterbewusstsein die Situationen miteinander vergleicht, damit Du nicht eventuell falsche Verhaltensmuster wiederholst.
Liebe Grüße von Felina, die Dir verrät, daß es beim Träumen immer darum geht, unbewältigte oder unverstandene Dinge aufzuarbeiten. Dinge oder Menschen, von denen Du nicht träumst hast Du für Dich verstanden und eingeordnet.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Felina, dieser Traum ist nie wiedergekehrt, ich habe ihn nur ein einziges Mal geträumt, damals, im Juli 2004. Da war ich schon gut 1,5 Jahre von meinem Ex-Mann getrennt. Er wollte die Scheidung immer verhindern, er hat sie von Anfang an abgelehnt, aber nach 3 Jahren wird man geschieden, ob er wollte oder nicht. Zumindest, wenn mindestens 1 diese Scheidung begehrt.
Der Freund, der mir damals riet, diesen Traum aufzuschreiben, legte ihn so aus: "Könntest du dir vorstellen, dass da jemand versucht, dein neues Leben [nach der Trennung] umzukehren? Dass jemand versuchen möchte, dich in dein altes Leben zurückzuholen, alles auf Anfang zu setzen?"
Mir fiel damals (natürlich) nur mein Ex-Mann ein, auch wenn ich damals die gelben Seiten schon kannte und wir zu diesem Zeitpunkt zum zweiten Mal getrennt waren. Dieser Traum war von Freitag zu Samstag und am Montagnachmittag stand mein Ex-Mann in der damaligen Firma vor mir, wedelte mit dem Papier herum und wollte wissen, was das solle, es wäre immer klar gewesen, dass es keine Scheidung gäbe. Er hatte diese Unterlagen just an jenem Freitagabend bekommen, wonach ich nachts diesen Traum hatte..

Goldi hat gesagt…

Weißt du, manchmal braucht man für dieses innerliche "abheilen" einen Fachmann, der die richtigen Fragen stellt, damit man sortieren kann und die Gefühle mit den Bildern in Einklang bringt, damit sie wirklich "abheilen" können....Umärmel

lady_bright hat gesagt…

Da sträuben sich einem die Nackenhärchen.. Grauenvolle Bilder, vor allem, wenn man selbst mitten drin ist.

Mir fielen die Schuhe auf, von Schuhen, bzw. Menschen, von denen du nur die Schuhe sahst, hast du ja kürzlich ein paar Mal geträumt.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Goldi, als ich Ende 2008 in eine Schmerzklinik kam, da glaubte ich in dem Moment tatsächlich noch, man würde sich mit mir und meinem Körper befassen.
Doch was in den ganzen acht Wochen ausschließlich erfolgte, war das Begutachten meiner Seele.
Da wurden Dinge ans "Tageslicht" geholt, die ich zuvor nie berühren wollte, weil sie einfach zuviel Schmerz verursachten, weil sie einfach weh taten und ich vergesse auch den Satz nicht, den die Thera mir damals sagte: "Dass Sie heute die Dinge besser verstehen und nachvollziehen, dass Sie [bestimmte Menschen] heute verstehen, ändert nichts daran, was es mit Ihnen gemacht hat, als Sie noch Kind waren."
Ihrer Meinung nach sollte ich auf [bestimmte Menschen] zugehen, doch allein bei dem Gedanken hats mich fast zerrissen. Also sollte ich wenigstens einen Brief schreiben und ihr vorlesen. Am Anfang hab ich mich dagegen gesträubt, ich wollte das nicht, und ich wollte auch nicht mein Innerstes an eine fremde Person herantragen, die ich nie im Leben wiedersehen würde. Ich fand, das ging sie nichts an - und trotzdem habe ich dann so einen Brief geschrieben. War selbst überrascht, wie viel und wie heftig verschiedene Dinge aus mir herausgekommen sind, war überrascht, was allein das Aufschreiben mit mir gemacht hat.
Anschließend, und so empfinde ich es bis heute, habe ich allein dadurch wirklich "meinen Frieden" mit Vergangenem gemacht. Ganz für mich allein.
Ich war dann später noch mal bei einer Schmerzthera, ganze zwei Jahre lang, die nebenbei auch Verhaltenstherapie anwendet: Wie gehe ich mit körperlichem Schmerz im Alltag um, wie lebe ich damit? Ein Teil dieser Thera ist - klar - auch eine Art "Betreuung der Seele" und ich muss ganz ehrlich sagen: Die Zeit in der Klinik war einfach nur eine riesengroße Pipi-Kaka, doch diese zwei Jahre waren echt wertvolle Jahre.
Und jetzt kommt dieses Thema "Aufarbeitung" zurück, ich denke schon auch, dass das mit der Veränderung meines Lebens zu tun hat. Momentan fühl ich mich kraftvoll genug, das "allein" zu bewältigen. Also "allein" im Sinne von: ohne eine Thera. Nicht allein im Sinne von "ich rede mit Menschen in meinem Umfeld, denen ich vertraue" :)

Liebe Lady, ja, das ist es eben: Es gibt Phasen, da habe ich überhaupt keine Alpträume, und es gibt dann wieder Phasen, wo ich beinah jede Nacht etwas träume. Eine Zeitlang war das regelmäßig im Wechsel eines halben Jahres. Und immer, echt immer ist es mir, wenn ich im Traum überfallen wurde, nie gelungen, demjenigen ins Gesicht zu sehen, überhaupt sein Gesicht zu erkennen und zu sehen: Wer ist dieser Mann?
Bis auf den Traum, den ich hier aufschrieb, da konnte ich dem Menschen zwar ins Gesicht schauen, aber nichts erkennen, weil es so dunkel war im Zimmer.. Doch was ich fast immer sehe, sind die Schuhe. Wobei die Schuhe, von denen ich seit kurzem träume, grober und dunkler sind als früher. Damals waren es Schuhe, die mein Ex tatsächlich trug.
Heute sind es Schuhe wie Doc Martens oder Springerstiefel.
Ich hatte schon als Kind Alpträume, einer davon kehrte immer und immer wieder: Ich stehe auf dem Grundstück meiner Eltern, der von einem Zaun begrenzt wird. Es ist stockdunkel und hinter diesem Zaun steht ein Mann, vollkommen schwarz gekleidet, und manchmal war sein ganzer dunkler Körper mit weißen Zahlenreihen übersät. Er steht immer nur da und schaut mich an, er will über diesen Zaun, und wenn er es versuchte, wachte ich meistens auf. Einmal hat er es nicht versucht, weil er wusste, es gelingt ihm nicht; dafür hat er mit einem Messer nach mir geworfen - und mich an der rechten Hand getroffen. Ich bin aufgewacht und die rechte Hand tat mir weh, real weh. Möglicherweise habe ich "um mich geschlagen" im Traum und bin mit der Hand an das Schränkchen neben meinem Bett gestoßen.

Goldi hat gesagt…

Schreib mich mal bitte an, damit ich Dir dazu antworten kann, ich finde Deine Mailaddresse nicht. Drücks

Clara Himmelhoch hat gesagt…

Wirklich, echt und ehrlich, mir wurde allein beim Lesen am hellerlichten Tag schon sehr angstvoll zumute. Ich weiß nicht, wie ich in so einer bedrohlichen echten Situation reagieren würde. - Nur gut, dass es nur ein Traum war.