Dienstag, 15. September 2015

Ist das Alter tatsächlich eine miese Gegend?

Letzte Nacht las ich bei Frau RRP diesen Post, den ich jetzt nicht verlinke, weil er nicht für die Allgemeinheit bestimmt ist. Die darin ungestellte Frage beschäftigt mich aber seither: Ist das Alter wirklich eine so miese Gegend? Oder ist es eher die Gegend, die wir doch selber gestalten?
Zunächst denke ich ja, dass es auch so ein Generationending ist: Unsere Großeltern sind andere "alte Menschen" gewesen als es heute unsere Eltern sind und morgen eben wir. Es wiederholt sich vieles, ja. Aber irgendwie ist es trotzdem anders. Ob es damit zusammenhängt, dass heutzutage das Leben doch wesentlich offener, freier ist als es das noch vor dreißig oder fünfzig Jahren war? Ob wir uns damit selber... jünger fühlen? Oder liegt es an dieser "Trimm dich jung"-Einstellung, die uns seit gefühlt ewigen Zeiten vermittelt wird und die uns suggeriert, dass wir nur jung gesehen werden wollen?
Ich meine, betrachte ich mich im Spiegel, sehe ich auch die Veränderungen. Die einzelnen Silberfäden im Haar. Die Veränderungen der zarten Haut um die Augen herum oder zwischen den Schlüsselbeinen. Manchmal ziehe ich mit den Fingern an meinen Wangenknochen und stelle mir vor, man würde das so liften - und dann muss ich lachen, weil ich dann einfach nicht mehr ich bin. Faltenfrei, aber grotesk.
Bei Ina Müller war übrigens letztens die Jutta Speidel zu Gast, und zuerst war ich ein wenig erschrocken: "Huch, ist die aber alt geworden!" Bis mir dann auffiel: Sie hätte sich vermutlich einfach nur weniger stark schminken lassen sollen - das hätte wesentlich natürlicher gewirkt - und damit frischer, weniger maskenhaft.
Doch Alter ist ja nicht nur äußerlich.

Quelle: http://pix.echtlustig.com/1306/aelter-werden-ist-unvermeidbar-
-erwachsen-werden-ist-optional.jpg
Das Altern findet auch im Kopf statt: Als wilder Teenie gibt es kaum andere Themen als Mode, Parties, Jungs und Mädchen. Als junge Mama gibt es für diese kaum andere Themen als ihre Babies. Als Mitt- oder latenter Enddreißiger endlich genießt du dein Leben und nach der 40 fängst du an zu klagen, dass es das jetzt womöglich gewesen war. Die bis dahin allgemeine Frage "Und? Als was arbeitest du?" (Eine Frage, die ich übrigens zu den unmöglichsten Fragen zähle.) wandelt sich in "Und? Welche Pillen nimmst du?" Die Pumps von einst wurden getauscht gegen Birkenstock, weil man so besser den Kindern hinterherrennen konnte und sich dann daran gewöhnte. Sie sind ja einfach so bequem und gesund und überhaupt! Während er zufrieden sein Wohlstandsbäuchlein streichelt und das spärlicher werdende Haar von rechts nach links pattet. Oder umgekehrt. Und während du noch überlegst, wie du unverfänglich auf ne hoffentlich ordentliche Party zum 60. anspielst, berichtet er stolz, dass er auch mit seinen Vierzig noch nicht zum alten Eisen gehört.
Doch Moment, stopp. Das kann so, das ist auch manchmal so - aber das ist nicht bei jedem so.
Du kannst mit 30 ein vermotteter Oldie und demgegenüber eine taffe 70erin sein, die auf Etikette pfeift und ihr Leben lebt, wie es ihr gefällt. Mit oder ohne Pillen, die sich aber lieber mit nem Glas Prosecco in der Hand fotografieren lässt als mit der Hand auf der Pillendose und einem verdrießlichen Lächeln.
Ich glaube, das liegt ganz an einem selbst. Wie das fast immer so ist.
Und deswegen lächle ich insbesondere über die männliche Gattung in meinem Umfeld, die sich um "den Rest ihres Lebens" sorgt, anstatt einfach zu genießen, was sie haben und dass es ihnen gutgeht.
Wenn es etwas gibt, vor dem ich keine Angst habe, dann ist es das Alter.
Jedenfalls bis jetzt gilt das so.

Kommentare:

Capitano hat gesagt…

Finde schon. Das Alter (als auch das Herz, nach dem gleichnamigen Buchtitel ist der Beitrag wohl benannt) ist eine miese Gegend. Die einzige Alternative, jung zu sterben, ist natürlich noch beschissener...
Sich des körperlichen Verfalls und dem allmählichen Verlust der jugendlichen Unbeschwertheit sorgenvoll bewusst zu sein, sehe ich aber nicht als Fehler an. jedenfalls solange man dadurch nicht in Passivität oder eine Art Schockstarre verfällt. Führt es doch (zumindest ab und an) dazu, die Gegenwart möglichst voll und ganz auszukosten und etwas zu tun, den Verfall etwas abzubremsen. (Bin aber trotzdem nach wie vor überzeugt, eines Tages den Jungbrunnen zu finden.)

Goldi hat gesagt…

Alter? Derzeit bekomme ich die Folgen vom Alter sehr nah mit, zwei Menschen in direkter Nähe liegen schwer im KH. Ich selber bin ja noch nicht alt (oder?), wenn ich allerdings Richtung Arbeitsmarkt, den ich sicher noch mind. 25 Jahre aufsuchen muss*, schaue, dann fühle ich mich verdammt alt, wenn da steht mit ü40 zu alt (ey ich bin gerade mal +1). Und sonst? Ist es scheißegal was der Kalender sagt, wenn man so lebt und das für sich erlebt, dass man in der nächsten Minute sagen kann "es war genau all das was ich machen wollte, schade das es vorbei ist, denn es hätte noch mehr kommen können, aber ich habe für mich alles getan was ich leben konnte."




*es sei denn, es findet sich doch noch ein charmanter-, liebevoller-, gut aussehender- und solventer Zusatzpartner (denn Herr Gold wird nicht verlassen) der mir ein Leben ohne tägliche Arbeitspflicht ermöglichen möchte ;)

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Siehst Du, ich kenne das Buch nicht mal, ich beziehe mich lediglich auf den Post von Frau RRP ;)
Nein, als Fehler sehe ich das nicht an - aber es macht mich nachdenklich hinsichtlich der eigenen Genussfreudigkeit. Ich glaube, dass eine Gratwanderung hier ziemlich diffizil ist, oder aber es gibt kein Zuviel und kein Zuwenig, weil jeder Mensch auch nur sein eigenes Tempo, sein eigenes Limit und seine eigenen Vorstellungen leben kann?
Letztlich bin ich trotzdem (noch) davon überzeugt, dass das Altern eine individuelle Kopfgeschichte ist. Der Körper ist das eine. Wirst Du aber im Kopf schon zeitig alt, dann nutzt Dir auch die (glattgezogene) Fassade nichts. Dann wirst Du eher einer derjenigen sein, bei denen das verkrampfte Bemühen um Jugendlichkeit albern und peinlich wird. Und diesem siehst Du das Alter wesentlich eher an als dem, der in seinem Kopf junggeblieben ist.
Zumindest ist das meine ganz persönliche Auffassung.
P.S. Damit will ich nicht sagen, dass man nichts für sich tun soll, ganz im Gegenteil. Sich selber aufzugeben fände ich schade.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Goldi, das Leben ist aber nicht so, dass es Dich nur ab einem bestimmten Alter in schwere gesundheitliche Schieflagen bringt :( Es passiert uns allen, bereits den Babies, den Teens, einfach allen.
Ja, was den Arbeitsmarkt betrifft, darin gebe ich Dir völlig recht: Zu Junior wurde immer gesagt: zu wenig Berufserfahrung - wie auch, wenn man ihn keine sammeln ließ? Während andere in meinem Alter, die ich kenne und die auf der Suche sind, abgelehnt werden mit der Begründung: "Zu überqualifiziert", was ja genau genommen nichts anderes heißt als "zu alt", denn letzteres dürfen sie offiziell ja nicht begründen. Manchmal denke ich aber, dass gerade diese "Trendwelle": Hauptsache JUNG! es komplizierter macht als es sein müsste. Wir haben in den letzten zwei, drei Jahren Jungingenieure und auch einige ältere Semester eingestellt. Keine Variante ist besser oder schlechter, alle fanden sich in ihren Job rein, machen eben diesen - und ergänzen einander. Es tut mir oft leid, dass in der Realität so viel Wert auf nackte Zahlen gelegt wird, denn die allein besagen gar nichts.
Und übrigens, zu Deinem Satz "es war genau all das was ich machen wollte, schade das es vorbei ist, denn es hätte noch mehr kommen können, aber ich habe für mich alles getan was ich leben konnte" kann ich nur sagen: Das war es, was mich letztlich veranlasste, die Scheidung auch wirklich durchzuziehen. Abgesehen von allem anderen, das vorgefallen war, wusste ich eins ganz genau: Wenn ich bleibe, werde ich innerlich sterben.
Ich bin nicht auf alles in meinem Leben stolz, das ganz sicher nicht, aber ich lebe heute in dem Bewusstsein, dass ich alles dazu getan habe, was ich konnte, um heute hier zu stehen - und dass ich sehr, sehr dankbar bin für das, was ich habe. Es ist so viel mehr als ich noch vor 10 Jahren hatte.

Goldi hat gesagt…

Das die Gesundheit in jedem Alter Schwierigkeiten machen kann ist klar, das ist mir schon lange bewusst, aber ich denke es ist auf gewisse Weise normal, dass man sich das nicht ständig vor Augen hält und dann wieder "akut" daran erinnert wird.

Ich für mich sehe es als "achte auf Dich aber übertreib es nicht, sondern lebe".

Deine persönliche Auffassung aus dem Kommentar an den Captain, teile ich übrigens zu 100%

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Genau so empfinde ich es!! Achte auf Dich, aber übertreib es nicht, sondern lebe!!
:*

Capitano hat gesagt…

Buch: "Das Herz ist eine miese Gegend", Thommie Bayer. Wenn ich mich recht entsinne, sehr lesenswert.

Was ich meinte, war weniger die "Fassade". Ich bin durchaus ein verhältnismäßig eitler Mensch, würde mich aber ziemlich sicher keinem "Lifting" unterziehen. Was ich meinte, ist das Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit, die ich mit Ende Dreißig in Grenzbereichen schon spüre, ich bin einfach weniger schnell, weniger kräftig als mit Mitte Zwanzig. Das ist etwas, was mich durchaus frustriert, weil es einem eine gewisse Endgültigkeit vor Augen führt. Und irgendwann wird auch die nachlassende geistige Leistungsfähigkeit spürbar. Insofern ist das Alter ein Scheißkerl.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Hier muss ich ein wenig lachen - sorry dafür. Aber das könnten glatt die Worte vom Liebsten gewesen sein, denn den treibt sehr, sehr ähnliches um. Er ist ein sehr aktiver Mensch und empfindet diese "Nachlässe" demzufolge sicherlich deutlicher als... äh... ich :)
Darüber habe ich mir persönlich dennoch weniger Gedanken gemacht. Solange es mir immer noch gut geht, solange ich immer noch das machen kann, wonach mir ist, was ich gerne mache etc., lebe ich nicht mit diesem Gedanken an den weiteren Verfall. Mein Fokus ist nicht darauf gerichtet, was ich nicht (mehr) kann, sondern darauf, was ich will und was geht. Jetzt und heute und hier. Wenn ich morgen am Rollator stünde, wäre das sicherlich etwas anderes. Aber darüber kann ich mir den Kopf zerbrechen, wenn es soweit ist.

Goldi hat gesagt…

Hm, aber wenn Du morgen am Rollator stehen würdest (ersetzbar durch jede andere körperliche Behinderung) würdest Du dann damit hadern, dass Du nicht mehr 100 m frei rennen kannst oder Dich freuen, dass Du auf den 100m zum See Dich zwischendurch setzen kannst um die Sonne zu genießen?

@Captain: wo steht, dass Du geistig zerfallen wirst? Ist es nicht eine Angst vor einem vermeintlichen Zerfall? Und hindert es Dich daran heute mit MiniCptn die Zeit zu genießen? Hemmst Du Dich dadurch wirklich selber? Sind Fragen die gerade hoch schießen und die Du wie immer klar nicht beantworten brauchst ;)

rollringelpiez hat gesagt…

Ich war's ... mit dem Beitrag. Und deshalb kläre ich auf. Ich habe alte Verwandte besucht. Und deren Leben erschien mir als Käfig. Alters-Käfig. Eingegrenzt durch Gesundheitsprobleme, mangelnde Mobilität und rapide sinkenden Bewegungsradius, auch geistig. Immer gleiche Geschichten. Enge in Gewohnheiten. Da war noch mehr (oder eher: weniger), aber das breite ich nicht aus.

Angst vor Falten und Co. habe ich nicht. Nur die, irgendwann nicht mehr groß denken zu können und in ähnliche Selbsteinkerkerung zu verfallen wie meine Verwandten.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Goldi, wäre ich von jetzt auf gleich ein Fall für den Rollator oder überhaupt für die Pflege, ja, dann würde ich damit hadern!
Kennst Du "Million Dollar Baby"? Ich konnte verstehen, dass sie lieber gar nicht mehr da sein wollte als so.
Jedoch wenn alles gut läuft, haben wir noch unendlich viel Zeit. Und wer weiß, wonach es mich morgen zieht? Wer weiß, wofür ich morgen brenne? Nicht mal ich weiß das. Warum mich also belasten mit Dingen, die ich sowieso nicht ändern kann? Vielleicht werden meine Augen so schlecht, dass ich nicht mehr malen kann - aber vielleicht will ich dann ja endlich richtig Klavier spielen lernen, um der Sehnsucht in mir ihren Raum zu geben?
Geistig zerfallen... Keiner weiß das vorher. Wir können genauso gut rege bleiben bis zum Schluss.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Frau RRP, und genau das glaube ich bei Dir nicht. Jetzt kenne ich Dich persönlich, habe Dich betrachtet, Dir zugesehen - und Dein ganzes Wesen strahlt eine solche Energie aus - Du würdest jedem Käfig die Stangen verbiegen, nur um da rauszukommen.
Du bist auch im Geist so stark und beweglich und besitzt einen starken Willen - nein, bei Dir habe ich da echt keine Sorge. Aber ich verstehe Deine Gedanken!

Frl. K. hat gesagt…

Habe vor einiger Zeit in „Die Uhr zurückdrehen“ von Ellen J.Langer reingelesen (nur reingelesen, Buch liegt noch hier, fühle mich derzeit noch zu jung dafür) und das gab mir zu denken. Jetzt in den Vierzigern wird die Gesundheit eher zum Nervthema, finde ich, weil fast jeder irgendwas hat und schwupps wird über die besten Orthopäden, Physiotherapeuten etc. gefachsimpelt. Auch immer wieder gerne genommen: Die Feststellung, dass es ab jetzt „nicht mehr besser wird“ oder „dass es das war“. Ich höre da nicht mehr hin. Das schwächt mich.

In besagtem Buch berichtet Langer u.a. über die Counterclockwise-Studie [ich versuche auch gar nicht, das in eigene Worte fassen, die verlinkte Welt macht das viel besser] und das fand ich ziemlich spannend. Fakt ist: (Fast!)Alles beginnt im Kopf (so man von Unfällen oder Krankheiten verschont bleibt). Und wenn ich davon ausgehe, dass mit 70 alles vorbei ist, dann wird das wohl so sein. Zum Glück gibt es hier im Haus einige Vorbilder (70-90+), die zeigen, dass man auch im hohen Alter noch ziemlich gut drauf sein kann. Und möglicherweise höre ich deshalb zum Einschlafen immer die Drei ???. In der Hoffnung, dass mich das jung im Kopf hält. ;)

Ganz so souverän wie du gehe ich mit der unterschwelligen Angst vor dem Alter(n) aber doch nicht um. Einerseits denke ich zwar, dass man Freiheit gewinnt, weil man sich von verschiedenen Zwängen befreit. Aber die Vorstellung, körperlich oder geistig irgendwann nicht mehr so zu können, wie man will, weil da Dinge auf einen zukommen, die man nicht beeinflussen kann... schwierig. Andererseits, was im Leben kann man schon wirklich beeinflussen?

amorsolalex hat gesagt…

http://pix.echtlustig.com/1306/aelter-werden-ist-unvermeidbar--erwachsen-werden-ist-optional.jpg

;)

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Gnarf - allein diese Einstellung "Es wird nicht mehr besser" oder "Das war es jetzt" finde ich gähnend langweilig und viel zu destruktiv, da würde ich genauso weghören. Auch mich würde das auf Dauer schwächen.

Ich kenne das Buch nicht und habe mir jetzt auch noch nicht den Link angeschaut, aber das ist ja letztlich genau das, was ich selber mit meinem Post ausdrücken wollte: Sofern der Körper physisch verschont bleibt von Unfall, Krankheit etc., liegt es eher an Dir selbst, ob Du mit 40 auch 40 bist oder 28 oder 58.
Souverän... Weiß ich nicht - ich mache mir da einfach nur keine Gedanken drum. Warum sollte ich auch?? Wir können doch gar nicht wissen, ob wir mit 70 oder 80 einen Rollator schieben oder mit 95 einen Prosecco trinken und die Skatkarten mischen! Der Opa vom Liebsten ist vor 10 Tagen 99 Jahre alt geworden. Ja, der Geist ist schwach geworden - aber er liebt immer noch ganz doll die Musik, er liebt den Park und er hat lächelnd verkündet: "Eins muss ich euch aber jetzt mal sagen: Mir tut ü-ber-haupt nichts weh!" Dann hat er noch mal gelächelt und gesagt: "Ich möchte auch Schlagsahne haben! Aber jetzt ohne Kuchen!" :)

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Amorsolalex - dieses Bild "klaue" ich mir jetzt und stelle es nachträglich in den Post!!! :) Danke!

Capitano hat gesagt…

@Goldi: Das steht (noch) nirgends und ich habe auch nichts von "geistigem Zerfallen" geschrieben. Weder habe ich Angst noch hindert mich das an irgendwas. (Wenn Du meinen ersten Kommentar liest, siehst Du eventuell, dass ich eigentlich genau das Gegenteil meinte.) Dass ein Nachlassen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit mit dem Prozess der Alterung einhergeht, dürfte aber unbestritten sein. Nicht mehr, nicht weniger.

Frl. K. hat gesagt…

Musste gestern an dieses Posting denken, als ich über ein Interview mit dem Achtsamkeitsguru Jon Kabat-Zinn gestolpert bin. Darin schwärmte er nämlich über seine Mutter, die mit 80 Jahren ihren Ehemann (seinen Vater) verließ, mit 95 J. ihre erste Kunstausstellung hatte und ihren 100sten mit einer Einzelausstellung feierte. Heute ist sie 101 und sagt, dass sie damals mit 50 oder 60 J. einfach nicht genug Mut hatte, all das zu tun.

Berührt mich sehr, so eine "Geschichte" und ich hab schon wieder'n Tränchen im Auge, wenn ich das lese. Fuchtbar... ;D