Dienstag, 6. Oktober 2015

...und morgen bin ich frei

Irgendwann erzählte mir eine Freundin nach einer Therapiesitzung, dass sie gefragt wurde, warum sie sich um das Kind in sich selbst so wenig kümmerte. Zu ihrem - und letztlich auch zu meinem - Verständnis setzte die Therapeutin hinzu: "Wenn Sie ein Kind haben, kümmern Sie sich um dessen Bedürfnisse, die mehr sind als nur essen und schlafen. Sie kümmern sich, dass es ihm gut geht, dass es fröhlich sein kann - und dass es bekommt, was es braucht, um wohlbehalten und glücklich zu sein."
Ja. Natürlich.
"Und warum tun Sie das nicht für sich? Für das innere Kind in Ihnen?"
Hm.
"Ist das Kind in Ihnen es nicht wert, dass Sie sich um dieses Kind kümmern? Um sich selbst? Um Ihre Bedürfnisse?"
Ein neuer Betrachtungswinkel, der mich seither immer mal wieder beschäftigt.

Das eigene Avalon.
Nana schrieb in einem Kommentar zu meinem letzten Post davon - und es lässt und lässt mich nicht los. Auch schrieb sie von Häutungen, und ich erinnerte mich, dass ich vor Jahren schon mal solche bzw. ähnliche "Diskussionen" führte. Über das Leben philosophierte, die Ereignisse darin, die Wunden, die wir aus "Kriegen" davontragen, die eigenen Reifungsprozesse - und was das schlussendlich mit uns macht. Oft habe ich mich gefragt, ob das ICH bin, die nach dem x-ten Prozess zum Vorschein kommt. Ob ich dieses ICH annehmen wollte, könnte - und wie viel ich von dem Kind in mir vermisse. Manchmal kam ich mir selber fremd vor, erkannte mich nicht und wollte mich nicht. Ich wollte mich nicht so, ich wollte mich anders. Dann begann ich mich zu fragen: Wie sieht es denn aus, dieses anders? Wollte ich womöglich nur wie früher sein, wie ich mich selber kannte, weil mir mein neues (eigentliches) Ich Angst bereitete?
Wer bin ich denn?
Was will ich denn?
Wie fühle ich denn?
Um das zu erkennen, zu wissen, muss ich die Reise ins eigene Ich wagen. Und ich habe mich oft, sehr oft ablenken lassen. Das geht immer so leicht, das ging schon immer so leicht, in der Schule stand das hin und wieder im Zeugnis. Frl. K. hatte das auch in einem Kommentar angesprochen: Nein, aktuell langweile ich mich nicht in meinem Leben. Genau genommen langweile ich mich seit vielen Jahren nicht in meinem Leben. Nicht im alltäglichen Leben, nicht im Beziehungsleben. Ein ständiges Auf und Ab, Hin und Her, mal wirft es mich hoch, mal zieht es mich hinunter.
Zeit zum Lachen, Zeit zum Weinen - aber Zeit zum Verarbeiten? Zeit, herauszufinden, was ich geben will, und wem? Ich weiß nicht genau, ob ich die Zeit dazu nicht habe oder ob ich sie mir nicht nehme.
Ich bin so verdammt ungeduldig geworden.
Als ich heute Abend mit meiner Kollegin die Bürotür hinter mir zuschloss, da war ich so stehend k.o., dass ich mich fragte: "Nur zwei Tage im Büro, und ich bin so unendlich müde - wie habe ich das all die Jahre davor gemacht?" Vermutlich, indem ich einfach nicht darüber nachdachte. Weil es keine adäquate Alternative für mich gab - oder konnte bzw. wollte ich sie nicht sehen?
Ich male so gern und habe in den letzten drei, vier Jahren so wenig gemalt, dass mir inzwischen die Farben eingetrocknet waren und ich mir vor kurzem in Berlin neue kaufte. Das ist zehn Tage her - und habe ich sie benutzt? Hatte ich die Möglichkeit dazu? Nur ein einziges Mal - und ich habe diese Chance nicht ergriffen. Ich habe so viele Ideen, fühlte mich wahnsinnig inspiriert - und habe es trotzdem noch nicht begonnen. Dafür gearbeitet, zuviel gearbeitet, das Auto zwischendrin verkauft, das andere gekauft, dringend notwendige Gespräche mit den Söhnen geführt, zweimal in der Badewanne gelegen, aber nur einmal den dringend notwendigen Sport gemacht - und einmal in der Thai-Massage gewesen, die mir vor Augen führte: "Du viiielll ssssu verspannt. Nich nur verspannt, nich nur der Mussel, au der Nerv. Es ist au der Nerv." Die Nerven an der Innenseite der Oberarme. Jeden anderen Schmerz an diesem Nachmittag hatte ich ausgehalten, ich hatte ihn aushalten wollen, weil man mit Musche-Bubu nichts bewirken kann. Aber den Schmerz an den Innenseiten, den konnte ich nicht aushalten, der trieb mir die Tränen in die Augen und verschmierte mir die Wimperntusche auf den Wangen.
Wir haben gleich einen weiteren Termin ausgemacht. Für eine ganze Stunde. Es werden noch mehrere folgen. Wir haben zu lange gewartet. Wir warten immer... irgendwie zu lange, aber nicht alles lässt sich aussitzen.
Das Auge im Hurrikan erkennen, die Stille darin wahrnehmen - und sie für sich nutzen.
Nana, das lässt mich nicht los. Weil ich weiß, dass es mir zu selten gelingt.
Ich fühle mich wohl damit, bei meinen Jungen zu sein. Ich fühle mich wohl damit, sie zu umsorgen, an den vier Tagen im Monat. Für sie kochen, backen, Wäsche waschen, trocknen, bügeln, Behördenkram mit ihnen erledigen, Zukunftsperspektiven durchsprechen und mit ihnen angehen.
Es ist mir ein Bedürfnis.
Aber ich gebe zu, dass ich auch froh bin, wenn ich mich in Black Beauty schwingen und wieder davonfahren kann. Zurück auf meine einsame Insel. Zurück in mein persönliches Avalon, wo die Tage ruhiger sind, die Nächte entspannter, wo das Bewusstsein sich einpendelt und zurück findet zum eigenen Kind. Und mir ebenso klar wird: Ich kümmere mich um das Kind in mir so wenig wie ich es mit meinen Söhnen nicht halte. Niemals halten würde.
Morgen fahre ich ans Meer. Dringend notwendige Auszeit - von allem.
Nächste Woche fahren wir in ein Hotel, weit außerhalb von M.
Dann komme ich hierher zurück zu den Söhnen, weil ich da sein möchte, wenn mein Sohn Geburtstag hat. Und er den Termin hinter sich hat, bei dem er - hoffentlich - erfahren wird, ob er bis nächstes Jahr August zur Bundeswehr geht (alles unter 12 Monate keine Pflicht für Auslandseinsätze, alles besser als dieser widerlich verbissene Versicherungsterrier an seiner Wade, der bis heute keine Ruhe gibt). "Was hast du denn gegen die Auslandseinsätze?" - "Du bis mein Kind, das wirst du immer sein. Und ich will nicht, dass mir jemand mein Kind wegnimmt, der von Frieden redet und im selben Atemzug Waffen verkauft. Ich will nicht, dass mir jemand mein Kind nimmt für völlig wahnsinnige Machtspielchen, die keiner gewinnen kann. Nur verlieren." - "Süß!"
Irgendwo dazwischen habe ich einen Termin bei meinem Arzt: Die Nadel aus meinem Fuß muss raus. Endlich, nach etwa 35 Jahren.
Mich kümmern, aber irgendwie fühlt es sich noch zu halbherzig an. Zu wenig. Dafür, dass ich mich kümmere, fühle ich mich noch immer zu erschöpft. Und müde.

Morgen fahre ich ans Meer.
Morgen fühle ich mich frei.

Es muss mehr Heute geben.
Es wird mehr Heute geben.

Kommentare:

AnnJ hat gesagt…

Liebe Helma, da sagst Du was ...
ich habe so lange gebraucht, mir Zeit für mich und für das Kümmern um mich selber zuzugestehen. Es fällt mir heute noch schwer, und regelmäßig habe ich ein mörderisch schlechtes Gewissen, wenn ich es tue.
Es gilt als egoistisch, sich selbst in den Fokus zu stellen.
Mir hat letztens die Aussage meiner Ärztin schwer zu denken gegeben: "Sie brauchen dringend Urlaub!" Und da ist es wieder: Aber ich kann doch nicht einfach, das geht doch nicht ... DOCH! Doch, verdammt. Es ist ein ziemliches Hin und Her.

rollringelpiez hat gesagt…

Genieß die Zeit am Meer ... die Zeit für DICH!
Mir hilft es, stundenlang am Wasser entlangzugehen ... dabei werden meine Gedanken klar. Kopf auspusten lassen. Und einfach mal den Schlaf zulassen. Auch tagsüber. Selbstbestimmt leben. Ohne Drängeln anderer.

Und ich persönlich würde nach dem "bin gut angekommen"-Anruf mit Ankündigung das Telefon ausschalten und für drei Tage in einer Tasche versenken. Damit sie alle ihre kleinen Katastrophen mal für DREI Tage alleine regeln. Und du wirklich zur Ruhe kommst.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe AnnJ, ich bin da wohl durch meine Mama geprägt. Als ich noch ein Kind war bis weit rein in die Pubertät, da habe ich sie nur ganz selten schwach erlebt. Immer stehen, aufstehen, sich durchbeißen, sich keine Schwäche leisten. Nicht jammern, nicht klagen usw.
Heute denke ich manchmal: Sie war wohl so, weil sie gar nicht anders konnte. Vollzeitjob, das Haus an der Backe, der Garten, drei Kinder. Da muss man funktionieren, wenn man nicht "untergehen" will. Es hat auch bei mir lange gedauert, ehe ich begriff und vor allem umsetzte, dass Schwäche nichts mit Jammern und sich gehenlassen zu tun hat.
Der Umzug vor einem Jahr war ein erster Schritt.

Liebe RRP, das Handy drei Tage ausschalten werde ich nicht können. Oder erlaube ich es mir nicht? Der Chef für drei Tage in Marseille, mein Sohn hat Urlaub und der Azubi sich gestern krank gemeldet: Das heißt, dass die einzige Assistentin, die noch da ist, alles allein an der Backe hat. Sie schafft das, das weiß ich. Aber sie fühlt sich in manchen Dingen unsicher - und das verstehe ich nur allzu gut. Mein Diensthandy bleibt aus die drei Tage, aber das private lass ich an. Wenn wirklich was Wichtiges ist, kann sie mich erreichen.
Sie hilft mir immer, wo sie kann.
Ich bring das nicht fertig, sie da jetzt hängenzulassen. Kann sein, sie ruft gar nicht an - aber die Möglichkeit wollte ich ihr lassen.
Ansonsten habe ich genau das vor: Am Wasser langlaufen (das Hotelzimmer steht quasi direkt am Ufer!!!), den Kopf freipusten lassen, Musik hören oder auch nicht, barfuss am Ufer stehen, schlafen, wann und wie lange ich will; malen (ich hab Skizzenblock und Bleistift dabei) oder Lesen (zwischen dem Malzeug liegt auch ein Buch ;))
Ich mach jetzt Frühstück für die Jungs und mich - und dann gehts los :)

Goldi hat gesagt…

Das Innere Kind...ja, wenn man es annimmt, ihm all das gibt, was es damals gebraucht hätte, erlebt man vieles was einem bis heute evtl. im Weg gestanden hat ganz neu, ein sehr schönes Thema, wenn es auch hart werden kann, denn manchmal sieht man damit auch "Dinge" die so absolut schief gelaufen sind. Aber die Chance sie im Heute zu ändern ist ein großes Geschenk.

Vibes Bild hat gesagt…

Mann, Mann, Mann, bin ich chaotisch. Erst meine ungewollte Kommentar-Spamnami-Flut (nochmals großes Tschulligung!)... jetzt DAS. Tz.... ich werd echt alt. Liebe Helma, möglicherweise hat es mit meiner neuen Antiviren-Software zu tuen, die meinen Computer und Browser komplett auf den Kopf stellte, möglicherweise damit, dass ich meine abonnierten Lieblingsblog - allzeit bereit - per Ipad lese... Wie dem auch sei: über diesen Beitrag stolperte ich erst heute... Ts.. Ich gelobe Besserung, aber, bittschön, ohne Gewähr. *Bleistift statt Zigarette anzünd*nachdenklich dran rumpaff*

Aaaalso. Weischt... ich glaube, dass wir in unzählige Corsagen gepopelt werden.. mit den Lebensjahren. Da gibt es das, was wir "mit-bringen", unsere Wild-Natur, die zu der Festplatte noch 99 Module mitliefert, die indes allesamt aktiviert werden müssen. Dazu kommen wir aber garnicht, weil die Wild-Natur alleine befeilt wird. Das nennt man dann ordentliche Erziehung und bildet das erste Korsett. Je nachdem, wie es dann läuft, kommt nur wenige Jahre später die Ausbildung hinzu und mit dieser die Anstellung und damit das nächste Korsett. Quetsch. Und parallel womöglich noch früh binden, früh Kinder kriegen. Ächz. Noch ein Korsett. Und so wächst man dann vor sich hin.... durch die Jahre...

Wenn man sich das indes an einem Baum vorstellt... einer jungen Pflanze, die noch ganz zart und biegsam ist.... dann erschließt sich recht schnell, dass dieser/ diese mit 4Millionen Wachstumsstäben eine recht ranke Form annehmen, nie aber die offenbaren wird, die sie eigentlich in sich ver-birgt.

Und wir Frauen des letzten Jahrhunderts *Hustenanfall* sind oftmals noch so erzogen... da wird zwar an ein paar Stellen gepflegt rumrevolutioniert, aber alles vertretbar....

Und dann fällt möglicherweise das erste Korsett ab, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, das zweite Korsett ab, weil man sich von der Beziehung trennt, das dritte Korsett ab, weil die Eltern in weite Ferne driften, das vierte Korsett ab, weil der Arbeitgeber wechselt, und dann steht man da....

und geht erst einmal auf wie ein Hefeteig. Und in uns drin...diese ganzen Optionen und Träume, beginnen sich zu räkeln und regen und rebellieren innen drin alle rum, rufen durcheinander.... "He, ich bin dran", "nein, ich..."... und dann fühlt man sich vor den Kopf gestoßen und ersetzt im Prinzip die Korsette, die Zensoren, die eine bislang eingeschränkt haben... und verdammt sich selber zum still sein. Möglicherweise hat man noch einen ganz interessanten Entwurf B von sich.... den man sich selber zugesteht.... aber irgendwie ist der es auch nicht...

Geschwafel Part I, Part II folgt zugleich... *wie peinlich...*hurz*

Vibes Bild hat gesagt…

Geschwafel Part II.... öhöm...

...und rumms... hockt man da... im Nebel der eigenen Existenz, hat scheinbar den Faden zu sich selber verloren, weiß garnicht mehr, welche man ist.

Weiß man aber. Immer, liebe Helma. Ich glaube einfach, dass Du ein ganz zartes und hochsensibles Wesen bist, welches früh verletzt wurde und früh gelernt hat, dass perfekt zu sein, der beste Weg (Schutz?/ des geringsten Widerstandes?)ist... und diesen Anspruch an Dich hälst Du - da er Dir in den Jahraeonen der Umsetzung in Fleisch und Blut ging - aufrecht.

Und das ist doch viel zu viel, zu erwarten, alle Dämme könnten auf einmal brechen (und wiederum eine perfekte Helma an Land spucken). Würde man es überhaupt ertragen können? Eher nicht. Aber was bleibt ist die Sehnsucht und die Fremdheit im eigenen Leben. Dieses Gefühl, dass man mitten während der Zugfahrt aus selbigem flog... und sich nun an einer Strecke wiederfindet, die einer irgendwie fremd ist.

Und dann kommt durchaus das Innere KInd ins Spiel. Dieses Innere Kind erzählt Dir Unmengen an Geheimnissen, es hat den Goldenen Schlüssel zu Deinem Avalon in seinen Händen.... aber es überreicht Dir diesen Schlüssel nur in Puzzleteilen und dazu noch für eine Gegenleistung.. und diese Gegenleistung heißt Gehör.

Vielleicht will das innere Kind "einfach" nur wahr-genommen werden von der Großen Helma, vielleicht will es nur (weinen, lachen dürfen und) lieb gehalten werden, vielleicht will es auch nur einfach Eis mit Händen essen und sich dabei Gesicht und Kleider zusauen und nackt im Regen tanzen, oder es will unbedingt 10 Folgen Catweazle hintereinander schauen, ... Dann lass es das tuen. Dosiert. Sag ihm nicht, "Jetzt solltest Du malen" denn ich gehe davon aus, dass diese Kleine Mädchen schon genügend hörte, was es zu tuen und zu lassen hat und reinweg mit Trotz reagieren wird. Da kommst Du dann nach Jahrzehnten und sagst: "Los, mal jetzt". Nö, da würde ich auch bocken, die Arme verschränken und knurpseln. Erlaube dem Inneren Kind wild und ungestüm, klein und schwach, maulig und exzentrisch zu sein, aber so, wie "es" will...

Und wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Du dieses Innere Kind zum sprechen bekommen kannst, dann gib ihm ein Gesicht. Bastel (oder kauf) Dir eine Puppe, oder einen Teddy, der/ die Klein Helma ist ;-) Und immer, wenn Du ein wenig Zeit und Kraft übrig hast, dann ist Klein-Helma-Time. Und wehe, Klein-Helma wird in eine Kiste verstaut. Klein-Helma hat natürlich einen neu angestammten Platz, ihr wird RAUM zugestanden...

Ich glaube, die Müdigkeit und Kraftlosigkeit, die Traurigkeit, die ich zuweilen bei Dir spüre, sind Resultat eines großen inneren Kampfes,.... der unter anderem darin besteht, sich selber zu unter-drücken, die eigene Kraft klein-zu-halten, Klein-Helma zum Schweigen zu bringen...

Aber das sind ja nur Vermutungen und Eindrücke, Liebe. Und die wollte ich Dir mitgeteilt haben. Und Du kannst diesen Kommentar auch gerne nicht veröffentlichen ;-)

Nicht veröffentlichen wäre vollkommen ok, weil ich mich ja doch recht weit aus dem Kellerfenster neige mit meinen großmäuligen Interpretationen. Ich tues aber trotzdem... weil ich ja nun schon soooo unendlich lange bei Dir mitlese und immer wieder das Gefühl habe, wir sind uns recht ähnlich... und da gehe ich jetzt einfach mal das Risiko ein, dass der Kommentar bisserl arg großkotzig wirkt. Ist aber egal, wenn eine Prise davon vielleicht äh hülft. ;-)

So, jetzt habsch Dir spontan geschrieben, was mir so durch das wirre Köpflein schießt.

Mit liebstem, vibischen Grüßlein: Nana
PMS: Tschakkalakka, Du schaffst das!!

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Ich weiß, Du willst noch nen Part Zwo auflegen und ich bin wieder voreilig (ich rede mich an dieser Stelle mit der Ungeduld heraus, die mich seit ein paar Jahren plagt *ha ha*):
Diese Metapher mit dem Korsett... dem Baum... der Ursprungspflanze... Grad rückt sich in meinem Kopf was zurecht: Wahrscheinlich bin ich gerade in dieser Phase, bestimmte Lagen von mir abzuwerfen, jetzt habe ich Zeit für das Ich und für das Hier - und kann nicht sortieren, was in mir am lautesten schreit und was davon mir wirklich am Herzen liegt. Und wahrscheinlich bin ich genau von diesem Geschrei und Gewusel in mir.. erschöpft! Wahrscheinlich bin ich deshalb so müde und zuweilen antriebslos, weil ich immer noch versuche zu sortieren.. Stress ist ja oft genug vor allem eine Kopfsache.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Jetzt hab ich auch Part II gelesen. Am liebsten möchte ich weinen. Nicht aus Traurigkeit. Irgendwie... hat sich da grad eine Tür geöffnet und ich will da durchgehen.
Ich danke Dir unendlich, Nana. Vielleicht ahnst Du, wie sehr.

Frl. K. hat gesagt…

Liebe Helma, ich habe mir eigentlich geschworen, als Frl. K. nie wieder mit meiner "alten" Buchempfehlung hausieren zu gehen. Angesichts dieses Posts und der Kommentare muss ich es aber trotzdem tun, weil ich nicht anders kann. Wenn du sie noch nicht kennst, lege ich dir dringend "Die Wolfsfrau" ans Herz. Ich könnte mir vorstellen, dass in diesem Buch einiges steht, was dich berührt. Für mich war es einer der Augenöffner schlechthin und wunderbar geschrieben ist es außerdem. ;)

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebes Frl. K., warum nicht weiterempfehlen, wenn es doch gut ist - aus Deiner Sicht??
Ich erinnere mich, dass Du mir schon mal davon geschrieben hast - und jetzt habe ich Butter bei die Fische gemacht und es mir über Amazon bei Bücherland Thüringen bestellt. Die Rezensionen sind ebenfalls vielversprechend - und der Winter naht: Zeit zum Lesen...
Ich bin wirklich gespannt, was dabei herauskommt... Danke noch mal für den Tipp!

Frl. K. hat gesagt…

Du erinnerst dich... ;D Ja siehst du und das meine ich. Ich hatte es wirklich sehr oft erwähnt. ;)

Scherz beiseite: Ich wünsche dir viel Freude und noch mehr Aha-Momente beim Lesen. Und das ist tatsächlich eines der wenigen Bücher, welches ich alljährlich im Herbst/Winter raushole. Ist wie Hühnerbrühe für die Seele und gehört unbedingt in die Hausapotheke. ;)

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Hühnerbrühe! Scheiße, da war doch noch was!! Bin mal fix in der Küche!