Donnerstag, 14. Januar 2016

SMS für mich

"Ich bekomm kein Auge zu und muss in nicht einmal 2 Stunden aufstehen, kannste vergessen, dass ich das bestehe [...] Ich hab heute Morgen darüber nachgedacht, was Du immer zu mir gesagt hast: "Was soll werden, wenn ich nicht mehr da bin?" und wirklich, bei dem Gedanken wurde mir ganz anders. Ich hab dann immer sofort im Gedächtnis, wie Du ankommst und mich umarmst oder mich anlächelst [...] Egal was war, Du hast mich NIE im Stich gelassen. Du bist für mich echt der wichtigste Mensch, den es gibt, und die einzige Person, der ich 100 % vertraue, immer die einzige, mit der ich über alles reden kann. Ich will einfach, dass Du weißt, dass ich Dich über alles liebe! [...]"

Mir ist oft gesagt worden, ich nähme den Söhnen zuviel ab, ließe sie nicht wirklich selbständig sein - und ich weiß, dass die, die das sag(t)en, recht haben. In gewisser Weise. Denn viele Dinge, die ich heute für sie tue, tue ich vordergründig deshalb, um sie finanziell zu entlasten. Warum? Weil ich es kann - momentan. Weil ich ihnen ersparen möchte, was ich selber durchlebt habe. Jahre der völligen Mittellosigkeit, des ewigen Kampfes ums Überleben, des Kampfes darum, die Kinder so versorgen zu können, dass sie zwar wissen, dass nicht alles möglich war und warum, aber dass sie nicht die Sorge und die Belastung spürten, die mich tags um den Verstand und nachts um den Schlaf brachten.
Der Jüngere war damals 7, der Ältere 13 und mit dem, das der völlige Lebensumbruch mit sich gebracht hatte, waren wir alle gefordert. Noch mehr wollte ich ihnen nicht zumuten, und später, als sie größer und groß wurden, hatte ich mich so daran gewöhnt, eigene Sorgen und Kummer kaum teilen zu können, dass ich es auch nicht mehr tat.
Erst jetzt, seit vielleicht ein oder zwei Jahren, spreche ich eine deutlichere Sprache - auch dem Vater gegenüber, belege mit alten Kontoauszügen, wenn Sohn I mich zweifelnd anschaut: "Der Vater sagt etwas anderes, und wem soll ich jetzt glauben?"

Als ich meine Kinder auf die Welt brachte, wusste ich, dass wir als Eltern Verantwortung tragen. Aber ganz ehrlich? Mir war nicht bewusst, wie groß diese Verantwortung wirklich ist. Mir war - ehrlich gesagt - auch nicht bewusst, wie viel man zerstören kann.
Ich kann nicht ändern, was war; nicht ändern, wie es war. Auch wenn ich seit Jahren versuche, Erlebtes zu kompensieren, aufzuarbeiten, aufarbeiten zu lassen und wenn ich mich selber hinten anstelle, damit es den Söhnen besser geht, besser als mir damals und möglichst nicht in dem tiefen Fall, in dem ich mich einst befand, dann tue ich das nicht aus schlechtem Gewissen heraus. Ich will mir nicht erkaufen, was ich früher falsch machte oder versäumte. Ich will sie auch nicht bewahren vor Erfahrungen, die man selber machen sollte, um im Leben bestehen zu können. Aber wenn ich erlebe, wie "stark" und gesund Sohn II sich entwickeln konnte und Sohn I nicht, dann begreife ich einmal mehr die Verantwortung.

Dass die (meisten) Mütter ihre Kinder und deren Schutz anders empfinden als die (meisten) Väter, habe ich oft gelesen. Dass die Mütter und die Väter die Kinder auf ihre eigene Weise behandeln - und dass deshalb Mutter UND Vater wichtig sind für die Kinder. Jedenfalls, wenn es eine gesunde Beziehung zum Kind ist. Dass meine Söhne den Halt bei ihrem Vater nicht hatten und nicht haben, versuche ich nicht zu kompensieren. Weil ich das nicht kann. Aber eins wollte ich immer: dass meine Jungs wissen, dass ich da bin. Dass sie mit allem zu mir kommen können. Dass ich sie immer unterstützen werde - solange ich es kann. Ich muss nur noch die Balance lernen, sie zu unterstützen, aber sie dennoch loszulassen. Ich glucke nicht auf ihnen. Wirklich losgelassen aber habe ich sie wohl auch noch nicht, weiß nicht, kann ich nicht sagen.
Manchmal sage ich dann: "Mach doch einfach mal (wie du denkst), wenn ich nicht da bin, um mich fragen zu können, muss es ja auch gehen."

Gestern Morgen bin ich nun operiert worden. Mir gings danach nicht so gut. Die üblichen Begleiterscheinungen wohl, von denen ich nach jeder früheren OP verschont geblieben war. Übelkeit, Kopfschmerz - und, klar, Wundschmerz. Gepaart mit der Enttäuschung, dass die OP nicht vollständig geglückt ist. Der Fuß schlussendlich beidseitig aufgeschnitten, aber nur ein Teil konnte entfernt werden. Der andere steckt tief in der Gelenkkapsel und der Körper hat in all den Jahren eine Art "Schutz" herumgebaut, so dass eine Entfernung nur möglich wäre, wenn man die Gelenkkapsel öffnet, etwas Knochen abträgt und Gefahr läuft, Sehnen und Nerven zu beschädigen. Dieses Risiko erschien dem Chirurgen zu hoch.
Was meiner Freundin die Anmerkung per sms entlockte: "Das Gemehre am Fuß ist wohl sinnbildlich für Deine Ist-Situation... Nüscht löst sich leicht auf, aber Du bist dran."
Bis zum Abend hin war ich sehr müde und irgendwie durch den Wind, nicht einmal nen Tatort oder Krimi mochte ich sehen (ICH! als größter Krimi-Fan ever!), weil mir nur nach Berieseln, aber zum Nachdenken nicht wirklich in der Lage war. Wünschte meinem Jungen noch ganz viel Glück und Erfolg beim heutigen, knapp vierstündigen Test für eine mögliche Ausbildung beim Zoll. Die Alternative, falls es bei und mit der Polizei nicht klappt. Mehrere Eisen im Feuer, solange er keine Zusage von irgendwoher hat. Das bedeutet Stress für ihn in diesem Monat, heute hierhin, morgen dahin, viel Lernen und Vorbereiten, aber er ist jung, er schafft das; natürlich schafft er das - und ziemlich viel Geld für mich. Aber wenn er damit seinen Weg findet, wenn es damit möglich ist, ab 1. Februar tatsächlich die Ausbildung zu beginnen, mit der er sich seinen großen Traum erfüllt und der in letzter Instanz auch für mich vieles einfacher macht - dann will ich nichts diskutieren müssen. Dann will ich einfach nur... da sein.
Ich wusste immer, dass mein Sohn das weiß und dass er es schätzt. Er hat es nie gesagt, aber er hat es mir immer gezeigt.
Doch wie sehr er das schätzt, wie sehr er mich schätzt, das sagte bzw. schrieb er zum ersten Mal so deutlich letzte Nacht.
"Natürlich wirst Du das schaffen", habe ich ihm heute Morgen geantwortet. Per SMS, weil whatsapp nicht funktionierte. Einen Weg gibt es nämlich immer.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Helma,
Ich finde deine Art und Weise , wie du mit deinen Jungs umgehst ganz "normal". Auch ich wurde schon wie oft angemault von anderen sogenannten Vollblutmüttern, warum unser Grosser denn noch bei uns zu Hause wohnt, warum ich das für ihn tu und jenes für ihn mache...Das hat in meinen Augen auch nichts damit zutun, dass ich meinem Grossen den Allerwertesten abwische!(das hat man mir so gesagt!) Ich mach es einfach gern.
Als Mutter tut man doch alles für seine Kinder, wenn man weiss, dass es ihnen dann gut geht!
Ich wünsch dir noch eine gute Besserung und nicht zu dolle Wundschmerzen. Gib dir genügend Zeit, damit dein Körper sich erholen kann. Ich war jetzt eine ganz lange Zeit nicht mehr im www. Es scheint, dass ich so einiges verpasst habe.
Liebe Grüsse N

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Eben - "Ich mach es einfach gern." So geht es mir auch. Ist ja nicht so, dass sie völlig unselbständig wären. Sohn II hat mir immer gezeigt, dass er all das bewusst wahrnimmt und entsprechend schätzt. Nur so direkt gesagt hat er es nie - und die sms heute Morgen.. hat mich dann doch überrascht und auch sehr berührt.
Und den Test heut hat er natürlich erst mal geschafft und für "war ok, ging gut" befunden :)

Pünktchen hat gesagt…

Liebe Helma, ich hatte Gänsehaut, als ich die Zeilen des Sohnes an dich gelesen habe. Was für eine Liebe! Psychologen sprechen der Mutter eine weitaus größere Bedeutung zu als dem Vater. Alles im Leben eines Kindes steht und fällt mit der Mutter, sagen sie. Natürlich spielen auch Väter eine große Rolle. Aber meist eher eine Untergeordnete. Oft höre und lese ich, daß man seine Kinder loslassen muß. Ich weiß natürlich, was damit gemeint ist, aber ich frage dich ernsthaft: läßt irgendjemand ernsthaft seine Kinder los?? Ich glaube, das passiert wirklich erst dann, wenn man aus diesem Leben scheidet. Du machst das schon ganz richtig: da sein, Sicherheit und Rückhalt geben, unterstützen und begleiten. Sie werden dennoch stolpern und fallen, sich Blessuren holen, Schmerzen erleiden. Vor all dem kann man sie nicht bewahren. So lernt man mit der zeit eigene Wege zu gehen.

Meine Güte, ich bin auch mal übel in eine Nadel getreten, die meine Mutter total cool mit einer Zange wieder aus meiner Ferse zog. An mein Geschrei von damals erinnere ich mich noch gut. Tut mir sehr leid, daß man nicht alles hat bei dir rausholen können. Aber vielleicht gibt es ja dennoch weniger Beschwerden ab jetzt, wenn die Wundverhelung abgeschlossen ist. Ich wünsche dir jedenfalls gute Besserung und deinem Sohn das quentchen Glück, was man ab und an braucht im Leben.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebes Pünktchen, ich höre auch oft "Lerne endlich, sie loszulassen" und weiß nicht recht, wie ich das anstellen soll. Vom Gefühl her kann ich ohnehin nichts anderes tun als ich tue.
Es ist für mich eher so.. als dass ich sie auf ihren Weg bringen will - und gehen sollen sie ihn dann natürlich selbst. Und wenn ich als Mama etwas dazu tun kann, warum soll ich das dann nicht tun? Die Frage ist dann nur: Wenn es so ist - wie viel ist dann zu viel?

Von der Nadel hat meine Mum damals nichts gewusst. Nur mein Bruder und ich. Das Blöde war, dass ich sie mir bereits beim Sturz so fest reingerissen habe, dass man sie vom ersten Moment an nicht mehr sehen konnte. Nicht einmal das Ende der Nadel :( Sie ist im Vorderfuß im weichen Bereich, also nicht da, wo die Hornhaut ist, eingedrungen. Insofern war mir schon damals klar: Wenn man an die Nadel ran will, muss man den Fuß aufschneiden - und genau davor hatte ich als Kind unglaublich Angst.
Und nun warte ich einfach die Wundheilung ab und schaue, wie sich das entwickelt.
Ich danke Dir!

Goldi hat gesagt…

Siehste alles überstanden :-* Blöd das nicht alles raus ist, aber wenn es abgekapselt ist, macht es sicher am wenigsten Probleme, ich kenn das mit den Abkapselungen ja zu genüge...

Die SMS von Deinem Sohn ist wundervoll für eine tolle, wundervolle Mutter. ♥
Ich habe keine Kinder und auch nicht annähernd so etwas wie eine Mutter, aber ich kann aus meiner Sicht schreiben und ich finde es unsagbar schön, wenn ich sehe und lese, dass es Mutter/Kind Beziehungen wie die Deine/Eure gibt.

Loslassen? Ganz ehrlich wozu? Sind Kinder, weil sie ihren Eltern vertrauen, weil sie sie lieben und geliebt werden, weil sie lieber auf deren Erfahrung und Liebe zurückgreifen als auf Person XY unselbständig? In mir kommt bei solchen Aussagen immer ein Keim von "die können nicht ertragen, dass es bei anderen so wie es ist, gut ist" auf.

Das was ich von Dir lese und das was Du über Dich und die Jungs schreibst, vermittelt mir den Eindruck, als ob Du sie zu selbständigen, denkenden und liebevollen Menschen erzogen hast. Sie werden ihren Weg gehen, Fehler machen, auf die Nase fallen aber sie haben etwas, was ihnen in allen Lebenslagen immer die Stärke geben wird, die sie aufstehen lässt, sie haben die Gewissheit, dass ihre Mutter sie liebt, sie unterstützen und ihnen halt geben wird. Ein Reichtum, der in meinen Augen Grundlagen für charakterstarke Menschen ist.

Du kannst sowieso nicht anders als auf Dein Herz, Deinen Bauch und Deinen Verstand zu hören, lass Dir von diesen "Beratern" nichts anderes erzählen und beginne nicht an Dir zu zweifeln und wenn doch, dann lies die SMS dann weißt Du sicher, dass Du alles richtig gemacht hast und richtig machst :-*

Nicola Hinz hat gesagt…

Das war wirklich eine rührende Nachricht von deinem Sohn - ich nehme an, in solchen Momenten bekommt frau dann doch den millionenfachen Ausgleich für all die Sorgen und Anstrengung, die so hinter einer liegen. : ) Ich gratuliere auch zum "gut gegangenen" Test! (Habt ihr das offizielle Ergebnis denn schon? Wenn nicht, drücke ich natürlich weiterhin fest die Daumen!)
Liebe Grüße
Nicola

rollringelpiez hat gesagt…

Ja ... das sind die "Momente" mit dem sonst manchmal verwünschten Nachwuchs. Die Zeichen, wirklich etwas richtig gemacht zu haben ... denn sonst würden sie das nicht schreiben und fühlen. Schön ist das!

Dein Fuß ... nun ja ... einfach Driss. Die Frage ist, welche Probleme das noch nicht entfernte Teil macht und wie sehr sie dich beeinträchtigen. Aber das kannst nur du entscheiden ... und auch, ob du eine weitere OP riskieren möchtest mit diesem hohen Risiko.

Erstmal jedenfalls gute Besserung für die gerade erfolgte chirurgische Metzelei.
Daumendrücken aus der Ferne!

tikerscherk hat gesagt…

Glückwunsch zu einem so liebevollen Sohn. Da verschmerzt sich die Sache mit dem Fuß hoffentlich besser.
Trotzdem doof- gute Besserung!

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Goldi, ich fühle mich oft hin und her gerissen. Ich nehme ihnen ja nicht alles ab und lasse sie schon auch alleine gehen. Aber es ist wohl auch so, wie es schon zu Kindergartenzeiten hieß: "Die Kids verlassen sich ganz schön auf ihre Mum."
Andererseits... Genieße ich eben auch, dass sie zu mir kommen, mit was auch immer. Ich genieße das Gefühl, dass sie mich einbeziehen, mich fragen bzw. in manchem einfach auch nur meine Ansicht, meine Meinung hören wollen. Der Große weniger, der Jüngere mehr. Dafür erlebe ich dann mit dem Großen so Sachen wie Ende 2014, wo er mit einem Packen an unsinnigen Versicherungsverträgen nach Hause kam, die er am liebsten auch vor mir verborgen hätte ;) - und das nur, weil er jemandem vertraute, von dem er sagt "Wir sind befreundet." Bloß dass der Freund eben für Geld auch die eigene Oma verkauft.
Aber bei manchen Argumenten... habe ich eben auch oftmals das Gefühl, dass da eher eine gewisse Eifersucht dahintersteckt. Die ich auch schon offen und direkt nachgefragt habe.
Fazit aber: Der Große ist nie ein Mitläufer geworden - was sein Vater immer befürchtete. Im Gegenteil. Er wirkt zart und sensibel (und das ist er auch) und man unterstellt solchen Menschen immer, sie seien schwach. Aber: Er hat seinen eigenen Kopf, seine eigene Meinung, die er auch konsequent vertritt - und er ändert diese erst, wenn er sieht, dass er auf einem Holzweg war. Da ist er ganz genau wie ich :) Er wird in 3 Wochen 26 und dass er aber noch nicht wirklich 26 ist, das war schon immer so. Das ist sein Wesen von klein auf an, ganz gleich, welche Erziehung er bekommen hat. (Er wäre eben nur wesentlich sicherer in der eigenen Einstellung zu sich selbst, wenn...)
Der Jüngere ist noch dabei, sich zu finden - und immer dann, wenn er unsicher ist oder wie auch immer, dann kommt er zu mir.
Und über beides bin ich eben auch richtig, richtig froh. Wo ich dann immer denke.. Was genau sollte ich jetzt wirklich ändern? Und wann?

Liebe Nicola - ja genau: In solchen Momenten wie gestern Morgen, da geht einfach nur das Herz auf, auch wenn ich immer wusste, dass der Junge sieht und schätzt, dass ich immer da bin. Das aber mal so gesagt zu bekommen, das war schon sehr... ja doch, sehr berührend.
Er hat noch einiges anderes geschrieben, doch das ist mir zu persönlich, um das hier reingeschrieben zu haben.
Ein Ergebnis haben wir noch nicht, auch noch nicht vom Test vom 05.01.
Er wurde nur gestern angerufen und es wurde gesagt, dass, wenn er durch den Arzt-Check kommt, er dann auch definitiv angenommen ist. Dass es dann nicht wie z. B. bei der Landespolizei erst in eine nächste Runde geht, bevor Auswahlen getroffen werden.
Wir sind also echt gespannt :)

Liebe RRP, ich war heut zur Nachkontrolle und durfte zum ersten Mal das "Schnittgut" begutachten :) Also für einen chirurgischen Eingriff hat er das wirklich super gemacht - mit etwas Glück sieht man nach dem Abheilen vermutlich kaum noch etwas. Wenn ich da an andere Narben denke, die meinen Körper zieren...
Ich habe heut noch mal mit ihm über das verbliebene Nadelstück gesprochen. Er sagt, er befürchte, wenn wir das rausholen, werden wir mehr Schaden anrichten als Nutzen haben. Und er könne natürlich nichts 100 %ig versichern, aber er könne sich nur schwer vorstellen, dass das verbliebene Stück im Gelenk meinen Körper beeinträchtige, zumal der Körper den Fremdkörper verkapselt habe. Wir waren uns insofern einig, dass ich jetzt die nächsten Monate einfach abwarte und schaue. Der Schmerz im Körper ist ja das eine, aber ich hatte in den letzten Monaten eben auch Schmerzen im Fuß selbst - und mal sehen, vielleicht hat es gereicht, da nur das eine Teil herauszuholen. Wenn nicht, muss ich mich dem anderen noch mal stellen, dann geht es nicht anders.
Und ja: Wenn ein Kind so was schreibt, dann ist das einfach nur schön.

Liebe Tikerscherk, ich danke Dir! Im Moment bin ich entspannter und deutlich positiver als noch kurz vor der OP. Und ich möcht auch gar nicht bestreiten, dass ein so offenes Wort an mich mich auch doppelt aufbaut :)

Nana vom See hat gesagt…

Liebe Helma, von Herzen zeitnahe und durchschlagende Besserung! Gesundheitlich absolvierst Du aber auch wirklich die Iron-Woman.

Da hast Du bei Deinen Söhnen und im Umfeld alles richtig gemacht und das ist vielleicht das schönste Geschenk an eine Mutter. Ich wurde erst spät und ohne Schwangerschaftstreifen zum Muttertier. Mein Mann brachte seinen Sohn mit in die Ehe. Und ich habe im Grunde alles falsch gemacht, was ich falsch machen konnte. Dabei wollte ich so besonders wertvoll sein und habe ihn mit Liebe überschüttet. Das war nicht gut und nicht richtig. Für ihn. Für mich erschien es schlüssig und logisch. Dabei habe ich nur von meinen Bedürfnissen (zur Teenyzeit) auf ihn geschlossen und ihm vermitteln wollen, dass er dazu gehört.. zu mir. Jetzt ist er ja groß. Und sehr erwachsen. Und ackert fleissig aufs Abi hin. Letztens... da trafen wir uns auf dem Weihnachtsmarkt... er stellte uns seine Freundin vor. So eine Süße... Und dann auf einmal, als die Süße und der Gatte wegschauten, da beugte er sich vor, hauchte mir einen Kuss auf die Wange, zog mich fest in seine Arme und sagte "Danke". Und da dachte ich mir, dass es trotz meiner Fehler "gut gegangen" ist. ;-)

Werd gesund, Du Liebe!
...von einer, die ebenfalls Krimi versessen ist ;-)

ganga-salamander.blogspot.co.at hat gesagt…

Hallo Helma,
schade, dass die Nadel nicht mehr ganz herausgekommen ist, aber es hört sich so an, als wie wenn du durch die Abkapselung eh wenig Schmerz haben wirst. Ich hoffe es jedenfalls für dich.
Gratuliere dem Sohn und dir, dass er die Prüfung geschafft hat. Lampenfieber ist was scheußliches.
Ich finde du bist eine wunderbare Mutter und die beiden Söhne werden dir ewig dankbar dafür sein. Nicht loslassen, dass kommt dann eh von selbst. Sie werden dich halt noch brauchen. machen doch viele andere Mütter genau so bzw. die Kinder zeigen den Müttern, dass sie sie noch brauchen und zeig mir mal eine Mutter, die dann sagt, nein, da mach ich nicht mit, du bist schon groß genug,.
Du bist ja eh weggezogen und hast schon mal eine räumliche Distanz in eure Beziehung gebracht. Das reicht doch vollkommen aus.

Tja, wenn ich das mit dem Vater lese und was er dem Sohn so sagt, muss ich mich sehr sehr ärgern. Gut, dass du auch deine Sichtweise darlegen kannst bzw. herzeigen.

Ich hoffe, du hast dich bis heute erholt und dass diese Nachwehen der OP sich verabschiedet haben. Wir werden halt alle nicht jünger.
Liebe Grüße
ganga

Bohli hat gesagt…

Manche Bestätigungen und Rückmeldungen kommen dann wann sie niemand erwartet, Sie aber trotzdem gut tun. Gute Besserung, Krimis gibt es auch später in der Mediathek ;-)