Die Frau mit dem roten Kleid, die Kaffee liebt
Sonntag, 1. März 2026
Die Milch ist für die Kälbchen
Dienstag, 10. Februar 2026
Circle of Life
Es war im Mai 2023, als es unser erstes Enkelchen im 8. Schwangerschaftsmonat nicht lebend auf diese Welt geschafft hat. Was dem folgte, war eine Zeit voller Schmerz und Trauer. Und selbst, wenn man schon eigene Kinder hat, wird man den tiefen Schmerz der Eltern, die ihr Kind verlieren, nur im Ansatz nachempfinden können. Vermutlich wird man niemals so wirklich begreifen. Ein Schmerz, der sich intensiviert insbesondere dann, wenn in der darauffolgenden Zeit Monat für Monat ein weiterer Schwangerschaftstest negativ bleibt.
Es war im letzten Dezember auf dem Weihnachtsmarkt, als ich sie anschaute und dachte: "...Irgendwas... ist anders an ihr." Was es war, vermochte ich da noch gar nicht in Worte zu fassen oder zu beschreiben. Im Nachhinein würde ich sagen, es war... das Leuchten. Ihr Leuchten. Und nur einige Tage später folgte ein Schwangerschaftstest, diesmal mit den zwei ersehnten Streifen. Vor wenigen Tagen haben wir erfahren: Dieses Mal wird es ein Junge. Uns alle, selbst die werdende Mama, eint ein gleiches Gefühl der Zuversicht und der Hoffnung. Dieses Mal wird alles gut gehen.
Vor etwa einer Woche träumte ich von meinen Eltern. Mein Vater schaute mich ernst an und sagte: "Wenn deine Mutter stirbt, sterbe ich auch." Ich bin aufgewacht davon.
Zwei Tage später rief ich wieder meine Mama an. Im letzten Sommer war mir ihre rechte Hand aufgefallen. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Sie war gestürzt, sagte sie, und hatte sich mit der rechten Hand aufgestützt. Ihre Hand, die Handinnenfläche, die Finger, die Handoberfläche, der Unterarm - alles war blau. Wirklich richtig blau - ohne eine einzige freie Stelle, und sei sie noch so klein. Ich fand das sehr ungewöhnlich und irgendwie auch bedenklich. "Mir gehts gut", winkte die Mama ab. "Das heilt schon wieder."
Im November waren mir ihre blauen Flecken aufgefallen. Von denen sie nicht wirklich wusste, wie sie zu denen gekommen war. "Bitte lass das untersuchen. Im Sommer die Hand, jetzt die blauen Flecken. Das ist nicht normal."
Sie ist dann beim Arzt gewesen und nach dem ersten Bluttest umgehend in die Hämatologie überwiesen worden. Die Bluttransfusion wurde noch vor Heiligabend verabreicht, die Werte im Januar etwas unter dem Normbereich. Die Werte Ende Januar wieder unmittelbar vor dem kritischen Bereich. Was dem folgte, war keine erneute Bluttransfusion, sondern eine Chemo. Die Diagnose: MDS. Was das bedeutet, musste ich googeln. Ein Begriff, den ich mir nicht merken kann. Myelodysplatisches Syndrom. Eine Form von Blutkrebs, in ihrem Alter nicht mehr heilbar. "Ich mach mich jetzt nicht verrückt", hör ich sie noch immer sagen, "mir gehts gut soweit und ich mach mich da jetzt einfach nicht verrückt."
Ich selbst.. hab den Rest des Wochenendes nur geweint. Und trag noch immer ganz schwer an dieser Diagnose und der Prognose. Kann nicht darüber sprechen, ohne ins Stocken zu geraten, ohne mit den Tränen zu kämpfen. Liebes Universum, ich bin noch nicht soweit. Man ist niemals bereit für einen Abschied dieser Art, aber bitte..
Man sagt, alles steht und fällt mit der Mama.
Und ich glaube, darin steckt einfach immens viel Wahrheit.
Ich habe mich gefragt, ob es das jetzt sein soll, dieser berühmte Kreislauf des Lebens.
Gestern, im Ergebnis des MRTs von vor zwei Wochen, hat mir meine Ärztin mitgeteilt, dass in meinem Fuß mehrere Verletzungen stecken, mehr als ich bis vor kurzem gewusst habe. Morgen habe ich einen weiteren Termin mit einem Chirurgen, der festlegen soll, wie es weitergehen wird. Doch was immer er mir auch sagen wird: Am Sonntag werden mein Ältester und ich uns auf den Weg zur Mama machen. Wir werden eine Woche lang Zeit mit der Mama haben. Zeit, Kaffee zu trinken. Karten zu spielen. Mensch-ärger-dich-nicht zu spielen. Krimis zu schauen. Bis dahin muss ich mich sammeln und wappnen. Möglichst jetzt alle Tränen leerweinen, damit ich nachher, wenn ich bei ihr bin, keine mehr habe - und sie mit meinen eigenen Sorgen nicht belaste. Sie wird dieselben Dinge gelesen haben wie ich. Wie fühlt sie sich damit? Wie geht es ihr damit? Kann sie nachts schlafen? Empfindet sie wirklich diese Ruhe, die sie nach außen ausstrahlt?
Dieser Tage erinnerte ich mich an meine Großeltern. Zeit ihres Lebens, so lange ich mich erinnern kann, haben die beiden gezankt, waren sie wie Hund und Katze und konnten dennoch nicht ohne einander sein. Meine Großmutter starb im September 1989. Der Großvater folgte ihr im März 1990.
Ich denke an meinen Traum von vor ein paar Tagen. Und daran, dass man jeden Tag glaubt, man hätte noch so viel Zeit. Bis man eben keine mehr hat.
Sonntag, 8. Februar 2026
36
Manchmal, spätestens aber an Tagen wie diesen, bin ich erschrocken, wie irre schnell die Zeit vergeht. Kinder sind unser Indikator für unser eigenes Alter. Dann, wenn wir dem Spiegel nicht trauen mögen oder die Zahl im Pass ignorieren wollen.
Heute ist Dein 36. Geburtstag.
Sechsunddreißig.
Unglaublich. Eine Zahl, die Du selber gar nicht (mehr) hören möchtest - und die Dich auch immer weiter entfernt von einer Zeit, in der Du Dich gut und ein Stück weit auch unbeschwert gefühlt hast. Vor allem eng verbunden mit Deinem Bruder, der Dir in Eurer schwierigsten Zeit vermutlich der einzige war, der genau wusste, wie Du Dich fühlst - und mit dem Du auch vorbehaltlos alles besprechen konntest. Dich mitteilen konntest. Allen, auch Dir, war immer klar: Das wird nicht so bleiben. Eines Tages wird jeder seiner Wege gehen. Du hast nur nicht damit gerechnet, dass dieser Moment so früh eintreten würde - und haderst bis heute damit, dass Dir genau dafür Dein ganz persönlicher Abschluss fehlt. Auch wenn Du irgendwann realisiert hast, dass genau dieser Abschluss vermutlich schon vor einigen Jahren vollzogen wurde, ohne dass Euch beiden das so wirklich bewusst gewesen wäre.
Du warst vom ersten Tag an ein besonderes Kind - und das empfinde ich und meine ich in jeder Beziehung positiv. Du warst ein kleiner Goldschatz, ausgesprochen wissbegierig, neugierig, entdeckerfreudig und so beweglich im Geist, dass Du den Kindern in Deinem Alter in einigem weit voraus warst. Im Gegenzug hast Du nie viele Freunde gehabt. Du brauchtest auch nie viele Freunde. Bei Dir ging Qualität vor Quantität. Bindungen, die Du knüpfst, die knüpfst Du für immer. Wenn sie sich verlieren, hängst Du ihnen zumindest im Inneren sehr lange nach, vielem davon bis heute.
Am tiefsten ist bis heute das Band zu Deinem Bruder, und mir ist bewusst, warum. Auch weil er die einzige Konstante war in Deinem Leben, als die Familie auseinanderbrach. Er war jemand, der Dir Halt gab. Dinge, Relikte aus dieser Zeit trägst Du bis heute bei Dir. Wie zum Beispiel zwei kleine Stofftiere. Die Augen habe ich x-mal schon wieder angenäht, Risse gestopft. Man kann sie kaum noch anfassen, ohne zu befürchten, sie fielen auseinander. Aber Du hängst an ihnen, so, wie Du an der einstigen Zeit hängst, die für Dich Sicherheit und Stabilität bedeutete. Als Deine Welt noch in Ordnung war - zumindest von außen betrachtet.
So beweglich Du in Deinem Geist jedoch warst und bist, so sehr hängst Du im Leben an Struktur und Gewohnheit. Es fällt Dir nicht so leicht, Dich auf neue Situationen einzustellen. So war das schon als Kind. Du hast Dich schwer getan mit Planänderungen. Hast immer und immer wieder hinterfragt, warum wir dies und jenes doch nicht so, sondern anders machen.
Was das bedeutet, wissen wir alle. Nicht umsonst bist Du einer der vermutlich größten Fans der Figur von Sheldon Cooper. Kannst die Texte mittlerweile auswendig und soufflierst sie, bevor sie über den Bildschirm flimmern.
Aber Du bist auch in anderer Hinsicht ein ganz besonderer Mensch: Ich kenne wirklich niemanden, der so aufrichtig ist wie Du. Der so mitfühlend ist wie Du. So hilfsbereit. So respektvoll und zuvorkommend Dritten gegenüber. Auch wenn wir zu Hause diese Seite an Dir immer wieder mal vermissen ;) Zu Hause, so denke ich mir, fühlst Du Dich sicher. Zu Hause kannst Du sein, wer Du bist. Kannst zeigen, wer Du bist. Wenn Du verletzt bist, verstellst Du Dich nicht. Wenn Du scheißwütend bist, bekommt das jeder zu spüren. Zu Hause bist Du pur und unverfälscht, mein großer stachliger Igel mit dem weichen Kern im Inneren, den er nicht mehr oft zeigt. Das zeigt Selbstschutz und es zeigt mir Resignation.
Was Dir fehlt, habe ich schon vor langer Zeit verstanden. Was Dich bewegt, ebenfalls. Auch, warum Du in Situationen so reagierst, wie Du eben reagierst: ruppig. Es braucht lange und Du brauchst auch das Gefühl, dass die Zeit dafür da ist. Aber wenn, dann öffnest Du Dich. Erzählst. Lässt die Dinge raus, die Dich belasten, beschäftigen, die Dich wütend machen. Über die Du lange nicht sprichst und Dich dann in dieser Zeit festhängst in eine Gedankenspirale, aus der Du dann nicht mehr herausfindest. Oder auch nicht herauskommen magst. Gedanken, Einstellungen manifestieren sich - und dann wird es schwierig..
Meine Reaktion, meine Antworten sind für Dein Empfinden oft nicht das, was Du hättest hören wollen. Dann fühlst Du Dich missverstanden. Aber glaub mir.. Ich kann Dich wahnsinnig gut verstehen und sehr, sehr vieles auch nachempfinden. Es gibt jedoch - wie bei so vielem im Leben - immer eine zweite Seite. Es ist diese Seite der Medaille, die ich versuche, Dir dann aufzuzeigen.
Ich glaube, ein großer Fehler, den Menschen begehen können, ist, eine Erwartungshaltung gegenüber anderen aufzubauen. Man muss doch dann zwangsläufig enttäuscht werden - weil der andere entweder gar nichts davon weiß; er aber schlichtweg auch gar nicht in der Verpflichtung ist, diese Erwartung zu erfüllen. Zu befriedigen. Zufriedenheit.. mein Hase.. ruht in einem selbst. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich, zuallererst. Jeder Mensch muss für sich selbst dafür sorgen, dass sein Leben so ist, dass er sich wohl darin fühlt - und sich auch glücklich darin fühlt. Dann erst, und daran glaube ich persönlich wirklich, ist auch wirklich erst Platz darin für einen anderen Menschen.
Nicht immer erfüllen sich unsere Herzenswünsche. Nicht immer erfüllt sich das, wonach wir uns sehnen. Aber weißt Du.. In meinen dunkelsten, schmerzhaftesten und schwierigsten Zeiten habe ich mir immer gesagt: "Wer weiß schon, wofür das alles gut ist. Irgendwie wird es seinen Sinn haben." Und mein Hase - es hat sich bis zum heutigen Tag immer und immer wieder bestätigt: Es hat am Ende alles seinen Sinn. Manchmal dauert es nur einfach unfassbar lange, eh wir darauf kommen. Den Sinn erkennen. Den Sinn dafür, warum dies oder jenes sich nicht erfüllt hat. Daran glaube ich auch ganz sehr bei Dir. Ja, es mag sein, dass andere Menschen in Deinem Alter bereits eine Familie haben. Zweimal im Jahr in den Urlaub fahren. Arbeiten gehen. Kinder bekommen (haben). Du hast lange darunter gelitten, dass Dein Leben bis hierher ganz anders verlaufen ist. Aber.. Du sagst eben heute auch von Dir, dass es nicht das Leben ist, was DU führen möchtest. Was DICH glücklich machen würde. Und ich finde das genau richtig so. Jeder muss für sich selber entscheiden, wie er leben möchte. Womit er leben möchte. Womit er glücklich ist. Du weißt schon eine ganze Menge über Dich selbst - und auch über das Leben; selbst dann, wenn Du im Gegensatz zu anderen die meiste Zeit auf Deiner eigenen inneren Insel verbracht hast. Aber Du bist - nicht nur aus meiner Sicht - hoch intelligent, Du erfasst ungemein schnell Situationen, Schwingungen, Stimmungen und entwickelst in Bruchteilen ein unbeirrbares Gespür für Falsch und Richtig. In Dir steckt noch immer der Junge, der eigentlich nur geliebt werden möchte um seiner selbst Willen. Der fühlen möchte, dass er liebenswert ist. Einfach nur dafür, dass Du Du bist. Ohne Dich verbiegen zu müssen. Und zugleich steckt in Dir der junge Mann, der so enttäuscht und frustriert ist von dem, wie die etwa zehn letzten Jahre seines Lebens verlaufen sind.
Wir feiern heute Deinen Geburtstag - und ich bin Dir zutiefst dankbar dafür, dass Du Dich umentschieden hast und wir doch alle an Deinem Tag zusammen sein werden. Auch wenn ich weiß, dass Du es nicht aus Überzeugung, sondern eher nur mir zuliebe so entschieden hast. Ich bin trotzdem dankbar. Und ich möchte, dass Du wirklich weißt und auch wirklich verstehst, dass es noch nie, wirklich noch niemals einen Anlass gegeben hat, von Dir enttäuscht zu sein. Ganz im Gegenteil. Du hast uns so oft überrascht und zum Staunen gebracht. Bitte, bitte lass Dir niemals etwas anderes sagen oder einreden, egal, wie nah Dir diese Menschen stehen mögen, die so etwas ausdrücken.
Du warst ein besonderes Kind, und Du bist ein besonderer junger Mann, der seinen Weg finden wird. Das hast Du immer. Auch wenn die Dinge bei Dir immer (viel) später kamen als bei anderen. Aber Du wirst Deinen Weg gehen - und Du wirst das Leben führen, das Du Dir vorgestellt hast. Daran glaube ich, davon bin ich in meinem Inneren zutiefst überzeugt.
Danke, dass es Dich für uns gibt.
Deine Mama
Dienstag, 3. Februar 2026
Ich leuchte auf meinem eigenen Stern
Mittwoch, 14. Januar 2026
About Me and the New Year's Eve
Sonntag, 28. Dezember 2025
Zitronen zu Weihnachten
Montag, 8. Dezember 2025
Dieses "Wir schenken uns nichts", das jedes Jahr 39,95 Euro kostet
Und ehe man es sich versah, neigt sich das Jahr einmal mehr dem Ende zu. Der Countdown für die Weihnachtstage hat begonnen, Weihnachtsmärkte haben geöffnet - und wenn der Pegel stimmt, kann man dann auch mal über den ungewohnten Anblick von Pollern und sonstigen Sperren hinwegsehen. Besser, man hat als man hätte. Oder so. Na ja.
Seit ich in diesem November begonnen habe, den Mann auf eine winzige Ecke im Ankleidebereich unseres Schlafraums aufmerksam zu machen und ihn zu bitten "Bitte ignorieren, hier schaust du bitte nicht rein" (und ja, ich vertraue ihm, und ja, ich musste vorbeugen für den Fall, dass er etwas anderes in den Behältnissen vermutete), wiederholte er da und dort die jährlich wiederkehrende Frage: "Wir müssen uns doch nichts schenken, ich hab auch nichts für dich?" oder die "Deine Kinder verdienen doch selber Geld, die können sich das doch selbst kaufen". In den ersten Jahren unseres finalen Miteinanders hab ich mir die Zeit genommen, ihm zu erklären, warum ich das tue. Inzwischen rolle ich nur noch die Augen (natürlich erst, nachdem ich ihm meinen entzückenden Rücken zugewandt habe) und antworte lakonisch: "Natürlich können sie sich alles selber kaufen. Ich finde es aber auch einfach schön, den Menschen, die ich liebe, eine Freude zu machen." Oder ich kürze noch weiter ab mit "Orrrrr bitte, nicht immer dieselben Diskussionen."
Punkt.
In den letzten Jahren war es etwas schwieriger für mich, Vorfreude auf die Weihnachtstage zu entwickeln. Noch immer liebe ich diese Zeit - eine in meiner Erinnerung wundervolle, besinnliche, nach Zimt und Orangen atmende, verwunschene, geheimnisvolle und liebevolle Zeit des Jahres. Ich liebe diese Zeit zwischen den Weihnachtstagen und dem neuen Jahr, die in meiner Erinnerung angefüllt ist mit heißem Kakao, Stricksocken, Flanellhosen und Strickpullover, während ich auf dem Sofa lümmle und Trickfilme oder Märchen schaue. Oder "Love Actually" - ein Film, den ich schon x-fach gesehen und noch immer nicht überbekommen habe. Ein so wunderbarer Film; Kitsch und Klischee sind mir dabei völlig egal - ich liebe diesen Film.
Aber eben... in meiner Erinnerung.
In den Jahren der Fernbeziehung bedeutete die Weihnachtszeit vor allem eines: Stress im Job und an den Weihnachtstagen pendeln, um wenigstens zwei oder drei Tage mit dem Mann zu haben.
Dann nach M zum Mann zu ziehen, bedeutete vor allem eines: Stress im Job und an den Weihnachtstagen nach L zu pendeln, weil ich es nicht über mich brachte, meine Söhne an Weihnachten allein zu wissen.
Seit 2 Jahren wieder in L zu wohnen, bedeutet vor allem eins: unfassbarer Stress im Job seit Verkauf der Firma, Umstellung von einem voll funktionsfähigen Unternehmen auf Konzerntochter - und an den Weihnachtstagen jeden Tag ein "volles Haus" zu haben, weil die Familie aus M zu Besuch kam - oder wir mit allen an die Küste pendelten.
Genau genommen wird vermutlich ausgerechnet das anstrengendste Jahr von allen - nämlich dieses Jahr - das entspannteste Weihnachten der letzten zwanzig Jahre werden. Die Familie aus M bleibt in diesem Jahr in M. Der Mann und ich werden in diesem Jahr nicht verreisen und meine eigenen Söhne und die Mama des Mannes werden nur an wenigen Tagen zu uns kommen. Das Coolste an allem jedoch wird werden, dass ich planmäßig ab 19. Dezember Urlaub nehmen kann - bis zum 9. Januar. Voraussetzung ist, dass Fast Close, Rückstellungen, Erlösschätzung und Aufwandsschätzung stehen - und keine Fragen offen bleiben. Letzteres glaube ich eher nicht - aber Urlaub darf ich erstmal nehmen. Auch wenn ich zwischendurch vielleicht mal erreichbar sein muss. Damit kann ich sehr gut leben - wenn ich bedenke, wie die letzten Jahre waren. Und wenn ich bedenke, dass mein Jahr mit 25 Tagen Resturlaub und bei cirka 300 Überstunden enden wird, dann habe ich mir das auch verdient.
Umso mehr freu ich mich in diesem Jahr aufrichtig auf die Weihnachtstage, die ich ganz nach meinem Gusto zelebrieren werde. Wo ich morgens nicht aufstehe, sondern mir ein Käffchen in mein Bett hole, lese, wieder einschlafe, vielleicht den ganzen Tag lang nicht aus den Flanellhosen herauskommen werde, vielleicht etwas backe, etwas brutzle, Märchenfilme schaue, Postkarten male, auf dem Teppich liege und Musik höre, meine Söhne besuche, mit den Eltern telefoniere... und die Ruhe genieße. Mich darauf freue, die Dinge zu verpacken, von denen ich hoffe, meinen Liebsten eine Freude damit bereiten zu können. Auch dann, wenn der Mann jedes Jahr neu fragt: "Wollen wir das nicht einfach lassen mit dem Schenken? Wir kaufen uns doch sowieso, was wir wollen." Und ich dann immer wieder dieselbe Antwort gebe: "Mir geht es nicht ums Kaufen müssen. Mir geht es darum, meine Liebsten zu überraschen. Ich finde es schön, mir etwas auszudenken und zu sehen, wenn die Menschen sich freuen."
"Aber ich hab für dich nichts", warnt der Mann mich vor und ich muss dann immer lachen: "Musst du auch nicht. Ich mach das, weil ich es schön finde. Und wenn ich euch eine Freude machen kann, genügt mir das völlig."
Und so meine ich es auch. Für mich ist das Herz wichtig, nicht der Kopf. Meistens jedenfalls.
Umso erschreckender empfand ich heute ein Insta-Posting, das mir - aus welchen Gründen auch immer - vor die Füße gespült wurde. In diesem berichtete eine Frau, sie habe in der Bahn einen fünfzehnminütigen Streit eines Paares mitgehört, in dem die Frau sich bei ihrem Mann beklagte, dass er entgegen der Jahre zuvor in diesem Jahr keinen Weihnachtskalender für sie hatte, sie hingegen für ihn aber schon. Was mich an dieser Story erschreckte, war die mehrheitliche Auffassung, dass der Mann sich bei seiner Frau zu entschuldigen hatte - und dass er seine Frau ganz offensichtlich auch nicht liebe, weil er sich eben A) nicht entschuldigte und B) immer noch der Meinung war, dem Wunsch seiner Frau nach einem Weihnachtskalender nicht entsprechen zu müssen.
Erst wollte ich ja nicht auf auch nur einen Kommentar eingehen, eingedenk der auch hier immer wiederkehrenden Worte des Mannes: "Wieso tust du dir das immer wieder an? Du hast doch nun wirklich genug eigene Sorgen." Was ja auch stimmt. Nur manchmal.. denk ich eben auch: Vielleicht kann man ja auch etwas Gutes in die Welt bringen, indem man an das Gute erinnert? Insofern brachte ich mich dann doch noch ein, indem ich die Frage erhob, warum wir denn eigentlich etwas schenken? Tun wir es, nur weil der andere sich das so wünscht und es so haben möchte? Ist es jedoch nicht eher so, dass das Schenken Freude bereiten sollte? Sowohl dem, der beschenkt wird - als insbesondere auch dem, der etwas von sich ab/geben möchte? Bereitet das Schenken überhaupt noch Freude, überhaupt Genuss, wenn Schenken zur Pflichtübung ausartet? Was gibt uns das Recht, die Gefühle von Dritten beurteilen zu dürfen? Ihnen unterstellen zu dürfen, dass der Mann seine Frau nicht liebt, nur weil er ihr den verfickten Weihnachtskalender nicht gekauft/ gebastelt/ geklöppelt hat? Gibt es nicht an all den anderen 364 Tagen im Jahr genug Gesten, mit denen ein Mensch seine Liebe ausdrücken kann? Die es auch dann immer noch gibt, selbst wenn sie im Alltag ganz oft übersehen werden?
Die Antwort darauf an mich war... irgendwie ernüchternd. Sie kam von einer Frau, die mir schrieb: "Der wesentliche Punkt ist, dass das Schenken eine Vereinbarung war, die er einseitig gekippt hat. (...)" Äh... Was? Eine Vereinbarung? Ich möchte, dass wir uns jedes Jahr einen Kalender schenken und das hat der andere dann auch jedes Jahr zu erfüllen?
Getoppt wurde die Antwort an mich von dem Satz "Die Geste ist halt nix wert, wenn sie vom anderen nicht verstanden wird. Es zählt weniger die Geste und mehr die aktuelle Tat."
Oh wow. An dieser Stelle fand ich es nicht mehr bedenklich. Ich fand es gruselig.
Der Gedanke von Weihnachten... ist vermutlich nichts mehr von dem, wie wir das im Allgemeinen heute handhaben. Trotzdem denke ich... Wenn wir die Dinge, die wir tun, nicht mit oder nicht aus Liebe tun, sondern eher aus Zwang, dann können wir es doch eigentlich auch gleich ganz lassen, oder?
Ich wünsche mir "kein Müssen" und keine "Pflichtveranstaltung". Ich wünsche mir ein fröhliches, entspanntes, liebevolles Miteinander und dass es uns gut gehen möge. Und dass mein Weihnachtsurlaub auch wirklich ein Weihnachtsurlaub wird. Dann bin ich glücklich - und das wünsche ich Euch allen auch, falls wir uns nicht nochmal "vorher" lesen :)
Donnerstag, 6. November 2025
Mein Sharky wird 30
Mittwoch, 23. Juli 2025
Eine Frage des Vertrauens
Dienstag, 8. Juli 2025
So oder so
Die Stille war etwas länger. Die Gründe hierfür verschiedener Natur. Das Projekt, zwei Töchter miteinander zu verheiraten, lief auf Hochtouren, verlangte unfassbar viel ab; intellektuell und auch körperlich. Daneben das Alltagsgeschäft. Am Abend das eigene Leben. Das beinah zum Erliegen kam, weil die Energie verloren ging zwischen frisch gebrühtem Kaffee im Büro und den Deadlines, die sich zuweilen im Sekundentakt akustisch bemerkbar machten. Manchmal dachte ich: Das halte ich vielleicht nicht lange durch. Dann wieder dachte ich: Es ist ein spannendes Projekt. Eins, an das ich glaubte. Fast bis zum Schluss.
Schon im vergangenen Jahr, mit dem Blick auf geplante Strukturen, überkam mich ein merkwürdiges Gefühl. Die Frage des eigenen Wertes. Das unsichere Balancieren auf Eis, immer auf der Hut, jederzeit wegrutschen zu können, vielleicht keinen Rückhalt mehr zu finden.
Es war das Jahr 2003, das mich eins gelehrt hatte, keinen Worten mehr zu trauen, und seien sie auch noch so wohlgeformt. Es war das Jahr 2006, das mich schlussendlich mein komplettes Urvertrauen kostete. Und so habe ich auch nicht vertraut, nicht den Worten aus dem vergangenen Jahr und nicht aus diesem Jahr. Genau genommen habe ich es kommen sehen, was aktuell geschieht. Doch etwas kommen zu sehen, bedeutet nicht, dass es keinen Schmerz verursacht, sobald es eintritt. Das, was schmerzt, ist nicht die Veränderung, die mich betrifft. Das, was unfassbar schmerzt, ist die Art und Weise, wie vorgegangen worden ist. Offiziell erst in zwei Tagen. Inoffiziell.. schon länger. Die Unaufrichtigkeit. Die glatte Lüge, die mehrfach wiederholt worden war in den letzten Monaten. Scheinheiligkeit. Scheinsicherheit. Es gibt keine Sicherheit. Nirgends.
Was es mit mir gemacht hat, kann ich nur schwer in Worte fassen. "Betäubt" beschreibt meine letzten Tage und Wochen vermutlich am ehesten. Der tägliche Kampf, den Kopf oben zu behalten und professionell zu agieren, während ich mich am liebsten ganz unprofessionell nur in meinem Zuhause verkriechen, niemanden sehen und hören, nur Musik hören und malen wollte. Jedoch das Malen.. Nicht einmal hierzu kann ich mich derzeit aufraffen. Die Ideen sind versiegt, tief unten im Brunnen, dem das Zugseil riss.
Ich fühl mich so leer.
Fühl mich so hintergangen.
Aber am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder bleibst du liegen, pflegst deine Wunden und bedauerst dich selbst - oder aber du stehst auf und suchst nach Wegen. Ich habe mich für letzteres entschieden. Natürlich. Weil Aufgeben keine Option ist. Weil Aufgeben noch niemals eine Option für mich war.
Ich weiß nicht, was kommen wird. Wie es werden wird. Was werden wird. Ich weiß, dass die Zeit gegen mich arbeitet. Aber ich habe mich entschieden. Und diesmal endgültig.
Mittwoch, 21. Mai 2025
Emilio Piano ft. Lucie - Maison
Dienstag, 20. Mai 2025
The Butterfly Effect
Sonntag, 18. Mai 2025
Das Zusammenleben auf eigene Gefahr
Es ist schon etliche Jahre her, im Sommer 2014, da erzählte ich Euch von verbrannten Erden, die ich gelegentlich hinterlasse. Was mir auch erst in einem Gespräch bewusst geworden war:
Denn beim gestrigen Mittagessen mit den Kollegen und im Gespräch mit eben diesen fiel es mir wie Schuppen vor den Augen:
1. Der Kindergarten, in dem ich war - abgerissen.
2. Die Schule, die ich einst besuchte, gibt es nicht mehr. Dort herrscht Brachland, nur wenige Jahre, nachdem ich dort raus war.
3. Das Haus meiner Eltern, in dem ich aufwuchs, gibt es nicht mehr. Alles eingeebnet und begrast, kurz nachdem ich ausgezogen war.
4. Meine erste Arbeitsstätte auf der Insel, genauer gesagt: Die Abteilung, in der ich war, gibt es nicht mehr. Eingeebnet und begrast.
5. Die Schmerzklinik, in die ich 2008 geschickt wurde: Abgerissen - Brachland.
Als die Kollegin fragte, ob wenigstens das Krankenhaus noch stünde, in dem ich geboren wurde, stutzte ich kurz und vor Begeisterung kreischend und unter herrlichem Lachen gestand ich: "Scheiße, auch DAS steht nicht mehr! Die haben daneben ein neues gebaut und das alte abgerissen!"
Damals sinnierte ich darüber, ob ich dem Mann noch rechtzeitig davon erzählen und ihn warnen sollte, bevor der bestellte Umzugswagen heranrollte und das bisschen Hab & Gut von L zum Mann nach M bringen würde. Schlussendlich hatte ich ihm dann davon erzählt, freilich gespickt mit einer ordentlichen Prise Humor. Der Ärmste sollte ja wenigstens vorgewarnt, nicht aber auch gleich zu Tode erschrocken sein.
Vor zwei Tagen nun saßen wir abends bei meiner Mama in der Küche. Mit am Tisch ihr Bruder, dem im vergangenen Jahr die Frau gestorben war. Mit am Tisch auch eine der fünf Schwestern, deren Mann vor zwei Jahren verstorben war. Des Nächtens wieder zurück im Campermobil versuchte der Mann erneut zu sortieren, wie viel Geschwister meine Mama nun insgesamt hat und wer nun wer davon war. Ein wenig musste ich da korrigieren, also zählte ich auf:
1. Schwester A, das Nesthäkchen, deren große Liebe ist vor drei oder vier Jahren verstorben.
2. Schwester A, deren Mann ist vor zwei Jahren verstorben.
3. Schwester B, die lebt irgendwo in der brandenburgischen Pampa mit ihrem Mann; nähere Umstände sind mir nicht bekannt - und soweit ich weiß, dem Rest der inzwischen deutlich geschrumpften Familie auch nicht.
4. Schwester R, die vor etwa 9 Jahren verstorben ist.
5. Bruder K, dem die Frau vergangenes Jahr gestorben ist.
6. Schwester M, deren Mann schon vor etlichen Jahren gestorben ist.
7. Meine Mama mit meinem Papa, dessen Herzleistung trotz OP nicht mehr über 25 Prozent....
An dieser Stelle stockte ich und schaute den Mann an. Ob es jetzt mein Glück war, dass er sich mehr auf die Zuordnung konzentrierte? Weil ihm peinlich war, dass er Bruder K zweimal mit einem falschen Namen ansprach und Schwester A die Zweite mehrfach mit Schwester A dem Nesthäkchen verwechselte?
Der Mann hats ja grundsätzlich nicht so mit Komplimenten, er ist eher ein Mann der Tat. Was er aber doch hin und wieder mal sagt, ist, dass er dankbar ist dafür, dass wir uns begegnet sind und dass er es ist, den ich in meinem Leben haben möchte.
Er soll aber irgendwann mal nicht sagen, er sei nicht vorgewarnt gewesen - in jeglicher Hinsicht ;)
Donnerstag, 15. Mai 2025
Das Altern in Würde
Immer öfter lese ich in letzter Zeit von Promis, dass sie lieber in Würde altern als dass sie ihr Gesicht derart unterspritzen, glattziehen oder auch auffüllen lassen täten, bis sie entweder unfähig sind zu echter Mimik oder völlig verfremdet wurden. Betrachtet man sich im Vorher-Nachher-Vergleich Katie Price, Nicole Kidman oder auch Lindsay Lohan, stimmt man dem vermutlich vorbehaltlos zu, wobei insbesondere Katie Price ein trauriges Beispiel dafür ist, dass das Nachher-Foto kein Vorher-Foto mehr braucht. Lindsay Lohan hingegen sieht aktuell vermutlich besser aus als je zuvor - aber ich hätte sie tatsächlich nicht wiedererkannt. Schon irre, was alles so möglich ist. Das denke ich übrigens aktuell auch bei dem ganzen Hype um die Abnehmspritzen, die da so auf dem Markt kursieren. Erst gestern las ich, dass auch der Pocher mit einer dieser Spritzen ca. vierzehn Kilo abgenommen hat. Er meinte dazu: "Man hat einfach keinen Appetit mehr, das machts." Aber... Ich frage mich... Wenn das allein nur dadurch funktioniert, dass man weniger isst dank fehlendem Hunger, müsste dann die FDH-Variante nicht ebenso erfolgreich sein? Disziplin vorausgesetzt?
Seit ich seit 2019 selbst gegen meine Grunderkrankung nicht nur spritzen, sondern auch zusätzlich Cortison supplementieren durfte, bin ich selbst auch - gefühlt - explodiert. Natürlich könnte ich manchmal heulen, wenn ich in den Spiegel schaue und denke "Scheiße... Das war doch letztens auch noch nicht so." Oder sich die Kleidergröße manifestiert da, wo sie sich für mein Empfinden eigentlich nicht manifestieren sollte. Vor allem, wenn ich nur daran denke, was für einen scheiß Kraftakt es bedeutet, um jedes einzelne Kilo zu ringen, das nicht noch mehr dazukommen soll. Was bedeutet: Essen nur in der Zeit von 12 bis 18 Uhr, davor und danach nix mehr außer Wasser oder - freilich - Käffchen. Ohne Zucker, aber mit Milch. Veganer Milch übrigens. Was bedeutet: Jeden Tag mindestens sechstausend Schritte schaffen, Bewegungsziele erreichen (die Uhr erinnert mich daran) und mindestens jeden zweiten Tag dreißig Minuten hulern und mindestens fünfzehn Minuten rhythmische Sportgymnastik *kreisch* Anschließend lange genug dehnen dank Grunderkrankung, die verzeiht mir das sonst nicht.
Ich weiß aber auch, dass es nicht allein die Grunderkrankung ist, die mir diesen Kampf erschwert. Ein gewisses Alter bei Frauen bedeutet nicht nur "Juhu - ab jetzt Sex wann immer wir jetzt wollen!", sondern auch, dass sich Prozesse im Körper verändern: Die einen werden schneller, die anderen langsamer - und das leider nicht zu unserem Vorteil. Das gilt nicht für alle Frauen, aber ich habe diesen besonderen Preis gleich doppelt gewonnen.
Versteht mich nicht falsch: Für mich muss ein Mensch nicht gertenschlank sein, um schön zu sein. Ich kenne etliche Frauen, die deutlich mehr Kilos und entsprechende Rundungen haben - und das sind wirklich schöne Frauen! Einigen folge ich auf Instagram, und das auch, weil ich mir immer anschaue: Wie toll ziehen die sich an und wieso sieht bei denen alles immer so klasse aus und wieso kriege ich das nicht hin? Und dann denke ich wieder: Weil bei denen alles anders verteilt ist am Körper. Bei mir stimmt irgendwie die ganze Symmetrie nicht. Na ja, was solls, ich kanns nicht ändern. Nicht alles jedenfalls. Zu einer Abnehmspritze kann ich mich trotzdem nicht durchringen. Einerseits hat mein Körper schon genug mit sich zu tun, Grunderkrankung plus eine entgleiste Schilddrüse. Was das kleinste Organ im Körper anrichten kann, wenn das aus der Bahn kommt, hätte ich mir auch mal nicht so vorgestellt. Ist schon irre. Was das für den Körper bedeutet inklusive der ganzen Medikation, das reicht schon, um nach meinem Ableben auf dem Sondermüll zu landen. Ich leuchte im Dunkeln! :) Und bei all dem Hype frage ich mich andererseits auch immer: Was bedeutet es für den Körper, so derart in das System einzugreifen, dass Stoffwechsel-/ Prozesse anders laufen? Was wird das mit ihm machen, so auf Dauer? Und was macht es mit einem selbst, wenn man seine Ernährung nicht umstellt, eines Tages aber aufhört zu spritzen und dann wieder auseinandergeht wie ein süßer Brei? Oder wenn man erfolgreich umstellen konnte, der Körper dann aber mit anderen Dingen kämpft und man trotzdem wieder zunimmt? Also auf Lebenszeit spritzen? Was wird das erst für den Körper bedeuten? Ich für mich denke: Es ist sehr verlockend zu wissen, man spritzt sich was, futtert weniger, genießt die Komplimente und dass man ein oder zwei Kleidergrößen reduzieren kann. Ob das den Preis um die eigene Gesundheit wert ist, wage ich jedoch noch immer zu bezweifeln. Ich sehe das etwas ähnlich wie bei der Corona-Impfung: Was die Spritze wirklich im Körper bewirkt, werden wir frühestens in ein paar Jahren sehen. So wirklich sehen. Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung. Meine Freundin zum Beispiel sagt: "Vielleicht schadet die mir irgendwann. Aber dann hab ich bis dahin zehn Jahre toll ausgesehen." Sie meinte es wirklich so, weil sie schockiert und frustriert war, als sie von der betriebsärztlichen Untersuchung einschließlich Wiegen und Messen zurückkehrte und niemand sie mehr ansprechen durfte. Uns trennen circa zwanzig Kilo. Vielleicht denke ich anders, wenn ich diese zwanzig Kilo mehr drauf haben täte? Ich glaube schon, dass diese Spritzen dank ihrer Auswirkung ein guter Anfang für Adipositas-Patienten sind, die unter ihrem Gewicht körperlich und auch seelisch leiden. Für mich persönlich kommt sie trotzdem nicht in Frage, und das aus rein gesundheitlichen Aspekten heraus.
Ich spüre aber auch an anderen Dingen, dass ich eben keine zwanzig mehr bin. Meine Haut zum Beispiel, die reagiert mittlerweile deutlich empfindlicher. Haut & Haar waren bei mir immer Dinge, die ich problemlos "belasten" konnte. Mit ständig wechselnden Haarfarben, allen möglichen Cremes, Lacken, Sprays. Das Haar wuchs bei mir gefühlt rasant, mit ihm die Nägel. Das hat sich verändert. Die Haare wachsen immer noch ganz gut, die Nägel deutlich langsamer und sie sind auch deutlich brüchiger geworden. Im letzten Sommer machte mich meine Nichte auf eine Marke aufmerksam, mit der man Puder auf den Nagel auftrug und diesen dank spezieller Tinkturen haltbar machte. (Ich schreibe hier bewusst nicht, von wem und so, weil ich keinen Bock auf diese "Mach die Werbung kenntlich"-Kacke hab.) Jedenfalls war ich anfangs ganz begeistert davon. Nachteil ist jedoch, dass man diesen Belag nicht so ohne weiteres wieder abbekommt und allermeistens nachfeilen muss. Da leidet aber der natürliche Nagel. War mir irgendwie zu umständlich. Dann las ich irgendwann von den Gelen, die man selber auftragen, modellieren und unter UV-Licht aushärten kann. Hab ich auch probiert. Is ne ziemliche Sauerei, dauert gute zwei Stunden und dann reißt in der Regel am zweiten oder dritten Tag schon der erste Nagel ein. Wobei ich sagen muss: Ich bevorzuge ja immer den natürlichen Look und dazu gehört auch eine natürliche Länge, die nur knapp über die Fingerkuppe hinausragt. Trotzdem. Die andere Sorte, die ich testete, war zwar widerstandsfähiger, aber ne noch größere Sauerei dank cremiger Konsistenz vor dem Aushärten. Ach neeeee. Der letzte Versuch waren jetzt Folien, die man aufklebt, aushärten lässt und dann zurechtschneidet und feilt. Mein Fazit: Diese Folien halten wirklich sehr gut und auch deutlich länger als diese Polygele. Aber ich vertrage sie nicht. Beim ersten Versuch habe ich das noch gar nicht gecheckt und nicht in Verbindung gesehen - aber meine Hände juckten wie der Teufel. Ich bin beinah wahnsinnig geworden davon. Runtergemacht hatte ich die Folien, weil mir die dunkelblaue Farbe nicht mehr gefiel. Ein paar Tage lang trug ich dann nur meinen Naturnagel spazieren. Vor unserem Kurzurlaub dachte ich, ich mach jetzt mal helle, natürlicher wirkende drauf und ab dem zweiten Tag dieselbe Scheiße: Die Finger juckten bis zum Irre-Werden, aber auch sämtliche Nagelbetten entzündeten sich. Heute morgen habe ich mir alle Nägel wieder abgerissen und in die Tonne geworfen. Das war mein letzter Versuch. Der Juckreiz hat sich schon jetzt wieder etwas beruhigt, die Entzündung der Nagelbetten auch. Wenn es ein was Positives an dem Ganzen gibt, dann das, dass mein Naturnagel seitdem wieder deutlich gesünder und stabiler aussieht, auch wenn das vermutlich ziemlich paradox klingt. Ich werde jetzt jegliche Irritationen in Ruhe ausklingen und abheilen lassen und dann kommt da wie früher maximal nur noch n schöner Lack drauf und Ende.
Die dritte Erkenntnis des Alterns: Meine Augen werden nicht besser. Sie sind sogar ziemlich schlecht geworden. Darüber hab ich, glaub ich, schon mal geschrieben. Könntsch jetzt nachgucken, habsch aber keine Lust. Wenn ich also bei anderen lese, dass die Freundinnen im Halbdunkel putzen und so, dann erinnert mich das an früher, als eine Kollegin mal sagte: "Wenn ich keine Lust auf Staubwischen hab, lass ich einfach die Jalousien runter." Es ist ja aber auch wirklich irgendwie gemein: Du saugst und wischt Staub und wenn die Sonne um die Ecke kommt, siehts so aus, als hättste drei Tage nix gemacht. Was brauchen also meine müden trüben Augen? Genau, Licht. Und offenbar inzwischen mehr Licht als Licht. Im Badezimmer jedenfalls, da putzte ich bis vor kurzem immer mit normaler Beleuchtung. Nun haben wir dort ja auch noch eine sehr helle Deckenbeleuchtung. Die ich für gewöhnlich nie nutze, weil ich mich zu keiner Tageszeit anschreien lassen möchte - auch nicht von einer Deckenbeleuchtung. Unlängst aber - ich weiß nicht mehr, warum - habe ich dieses Licht eingeschaltet. Und war entsetzt. Ich dachte immer, ich sei ordentlich und (in gewissen Bereichen meiner Wohnung) auch penibel. Es war das Licht, das mir sagte: "Vergiss es, Frollein. Setz deine Brille auf oder mach mich an. Die Zeiten von 'oben ohne' sind vorbei."
Wie ist das jetzt also mit dem Altern in Würde? Sich nehmen wie man ist? Spontan hättsch gerufen "Ja na klar!" Die Realität ist ja aber auch so, dass ich schon öfter mal vor dem Spiegel steh und denke "Wenn der Mann DAS geahnt hätte vor zwanzig Jahren, ob er mich dann immer noch gewollt hätte?" Wäre ja auch nix Ungewöhnliches, dass man gegen ein zwanzig Jahre jüngeres Modell eingetauscht wird. Is ja auch keine Neuigkeit, dass ein Mann besser sehen als denken kann *kreisch* Hab ich gelegentlich Angst davor? Nein, hab ich nicht. Tatsächlich nicht. Mein Leben endet damit nicht. Es wird dann nur ein anderes. Und würde ich einen jüngeren Mann haben wollen? Nein, auch nicht. Ich hätte gar nicht mehr genug Energie, mit ihm mithalten zu können. Er würde mit mir das Leben verpassen, das ich schon hatte.
Und genau dieser Punkt ist es, der mir das Altern in Würde wiederum schmackhaft macht: Ich war früher gar nicht ich selbst, sondern das Ergebnis meines Umfelds und meines Bedürfnisses, wirklich ehrlich geliebt zu werden. Früher dachte ich immer, dass das das Lebensziel wäre. Heute weiß ich, dass es das nicht ist. Auch wenn ich es sehr genieße und ich auch sehr dankbar dafür bin, dass es im Moment so ist.
Mittwoch, 14. Mai 2025
Jan und Tini auf Reisen
Diese Kindersendung wird vermutlich eher nur uns Ossis bekannt sein - aber als ich just heute Nachmittag erwog, mal wieder bloggen zu wollen, da fiel mir genau dieser Titel wieder ein. Und warum? Weil der Mann und ich aktuell auf Reisen sind. Zwar nur für wenige Tage - aber ich glaube, das genügt mir auch fürs erste so.
Seit einiger Zeit denkt der Mann darüber nach, einen Camper kaufen zu wollen. Vor einigen Jahren sind wir ja mal für vierzehn Tage durch Italien gereist - in einer Light-Version eines Campers. Meine bevorzugte Art zu verreisen ist ein Camper nun nicht gerade, aber ich dachte, ich lasse das mal auf mich zukommen und probiere es einfach mal aus. Die Light-Variante bedeutet, Du kannst zwar während der Reise darin schlafen, musst aber immer einen Umbau vornehmen: Das Bett wegräumen, wenn man Essen zubereiten will bzw. das Bett wieder aufbauen, wenn man darin schlafen oder so will. Light-Version bedeutet auch, es gibt keine Dusche und auch keine Toilette an Bord. Und DAS wiederum war dann im Nachhinein der Casus Knacktus: Öffentliche Toiletten oder gar Duschen sind mir ein Graus - und je älter ich wurde, desto mehr kultivierte ich diese Aversion. Solange ich nicht wirklich muss und es nicht wirklich pressiert, so lange halte ich lieber an und aus und warte, bis ich das heimische Badezimmer erreicht habe. Was freilich im Urlaub eher schwierig würde. Hotelzimmer ist ja noch okay - für die Zeit, die ich dort bin, bin ja dann auch nur ich dort. Natürlich ist mir bewusst, dass wir alle kein Rosenwasser ablassen (würde ich aber gerne!) - aber ich habe immer, wirklich IMMER das Pech, dass vor mir jemand seine Notdurft verrichtete, der entweder nicht weiß, wie man eine Örtlichkeit auch wieder ordentlich verlässt - oder der seinen Torpedo im Steingut platzierte, die den olfaktorischen Ausdünstungen nach mindestens drei Tage im Gedärm vor sich hingesäuert hat. Und diese - im wahrsten Sinne des Wortes - scheiß Wand steht dann auch! Und ich, wirklich, mich trifft das IMMER, renne dann genau gegen diese Wand. Und ich will das nicht mehr. Weder will ich bei anderen Leuten übernachten und gegebenenfalls das Badezimmer zur Sperrzone erklären, noch möchte ich selber gegen Wände laufen. Ich bin da sehr eigen geworden: Ich brauche mein eigenes Bett, mein eigenes Badezimmer und Punkt.
Deshalb nun also diese Campervariante mit Dusche und WC. Die kosten nicht gerade kleines Geld, also haben wir uns gesagt, wir testen erstmal den einen oder anderen und entscheiden dann, welchen wir nehmen. Gesagt, getan.
Und so sind wir jetzt den dritten Tag unterwegs, bereisen das Inland bis hoch an die Küste und dann wieder nach Hause. Eine FIAT-Variante, bei der ich, als ich auf den Beifahrersitz kletterte, begeistert rief: "Huch! Hier sitzt man aber hoch!" Was ich mir auch zur Bedingung gemacht hatte, bevor wir uns so ein Teil mieteten: "Ich wünsch mir so eins, wo man nicht jeden Tag das Bett zusammenbauen und wieder auseinanderbauen muss. Wenn mir oder uns danach ist, möchte ich eine Pause machen und mich hinlegen können." Es gibt auch eine Miniküche und einen kleinen Kühlschrank. Das passt für Frühstück und vielleicht ein belegtes Brot zum Abendessen. Eingedenk der Tatsache jedoch, dass hinter mir gerade wirklich extrem anstrengende Wochen im Job liegen und wir auch nur sehr wenige Tage verreisen wollten, wünschte ich mir, für diesen knapp bemessenen Zeitraum nicht auch noch selber am Herd stehen zu müssen. "Lass uns abends ausgehen, wenn uns nicht nach Stulle ist", schlug ich vor. "Jeden Monat legen wir uns Geld fürs Verreisen zur Seite, dann lass uns das auch nutzen und uns nicht noch im Urlaub irgendwelchen Stress mit Kochen und Abwaschen und so n Schiet haben." Der Mann war einverstanden. Und so ließ sich der Reisebeginn auch erstmal ganz entspannt an. Das erste Ziel: Schwerin. Ich war während meiner Schulzeit zum letzten Mal dort. Ist also schon etwas her ;) Und ich war begeistert - vom Schloss, von den Parks und von den Menschen. Vor allem denen in der Suppenstube. Die macht vielleicht von außen nicht so viel her, vielleicht übersieht man die auch schnell. Aber dann verpasst man auch was: Erstklassiges Essen, wie wir das noch von Oma kennen - und ein wirklich sehr sympathisches Duo. Okay, die Instagram-Seite ist schon etwas älter und wird vermutlich auch nicht mehr gepflegt. Die Preise für eine Suppe liegen inzwischen bei 9 Euro - aber das sind sie auch wert und man wird vor allem auch satt. Wer mal in Schwerin in der Altstadt unterwegs ist, dem empfehle ich die Einkehr. Wir waren gestern und heute zum Mittagessen dort inklusive selbstgebackenem Zitronenkuchen zum Nachtisch. Heute Nachmittag sind wir schon wieder weitergefahren und als der Mann am Abend begehrte zu essen, da war ich eigentlich noch immer satt vom Mittag in der Suppenstube.
Ansonsten muss ich sagen, komm ich in diesem Camper auch ein bisschen an meine Grenzen. Die sich vor allem - wer hätte DAS gedacht - auf das Badezimmer beziehen. Dass die Schaumstoffmatratze was zum Angewöhnen ist, das Schlafen im Schlafsack auch erst wieder trainiert und die ganzen Räumlichkeiten natürlich ziemlich begrenzt sind - geschenkt. Damit kann ich leben. Aber das Badezimmer... Wir haben ja nun einige Videos angeschaut (also der Mann mehr als ich, ich bin da eher nicht so ausdauernd), aber zumindest weiß ich, dass es Badezimmer gibt, wo sich das WC in der Wand verstauen lässt, wenn man es nicht braucht. Und ich sag Euch: Das muss auch so. Der Raum is ja schon so klein. Und dann stehste da mit Deinen gut entwickelten Einen Meter Siebenundsiebzig, musst um Dich rum noch nen Duschvorhang ziehen, der Dir am Arsch klebt, sobald Du die Luke über Dir öffnest - und auch mit angewinkelten Armen stößt Du immer, echt IMMER irgendwo an. Entweder isses der Kopf oder der Ellenbogen - einen triffts immer. Weil das scheiß Klo einfach immer im Weg ist. Es gibt keine Beinfreiheit, es gibt überhaupt keine Freiheit.
Was ich aber sagen muss: Das Duschwasser heizt tatsächlich schnell auf. Heute Morgen, der Mann hatte mich nun schon einige Male genötigt, mich doch bitte endlich fertigzumachen, damit wir in die Suppenküche könnten, da fragte ich ihn: "Hast du eigentlich das Duschwasser schon aufgeheizt?" Hatte er nicht - und ich hab am Ende maximal zwanzig Minuten oder so gewartet und dann hatte das Wasser auch schon eine angenehme Temperatur. Und: Trotz - freilich - mangelndem Wasserdruck konnte ich bequem die Haare waschen und ausspülen. Bei mittellangem Haar durchaus keine Selbstverständlichkeit. Bei den kurzen Zwirsen des Mannes ja kein Thema. Allerdings, ne lange Mähne wird dann wiederum vielleicht auch etwas schwierig. Aber die haben wir ja beide nicht.
Der Mann hätte ja auch gerne Wasser und so gespart und meinte, ich könne ja auch mal die hiesigen Duschräume aufsuchen. "Das ist wirklich sauber dort!" Ja. Aber ne. Wozu mieten wir uns extra so ein Teil zum Testen, wenn ich dann doch in die öffentlichen Räume soll? "Du bist echt so stur manchmal!" grummelte er. Jo. Stur kann ich. Bin ja auch ausm Norden. "Wenn du nicht willst, dann willst du eben nicht", grummelte er weiter. Joar. Stimmt auch. War er es nicht eigentlich, der mich vor vielen Jahren dazu bringen wollte, mehr auf mich und meine eigenen Bedürfnisse zu achten? Jetzt mach ich das und es is auch wieder nicht recht ;)
Und was eben auch angenehm ist: Letzte Nacht musste ich dann doch noch zweimal aus meinem Schlafsack kriechen. Dem letzten Käffchen um ein Uhr zwounddreißig sei Dank. Jetzt muss ich aber nicht mehr den Mann bemühen, mich im Dunkeln zu begleiten, muss auch nicht raus in die aktuellen fünf Grad Nachttemperaturen, sondern kann ganz entspannt in dem Kabinchen verschwinden und genauso schlafmüde, wie ich aus dem Bettchen raus bin, auch wieder da hineinkrabbeln. Der Mann schwört ja auf die Variante der Längsschläfer. Ich selber bin mir da noch nicht so sicher, ob die Querschläfervariante nicht doch die bessere wäre. Allein aus Platzgründen. Allerdings dürfte es dann vermutlich nach zwanzig Uhr kein Käffchen mehr geben. Ob ich das will? ;)
Jedenfalls mein Fazit am Ende des dritten Tages unserer Reise: Für mich ist es okay, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Einen Camper wie diesen würden wir aber wohl nicht kaufen wollen. Dem Mann fehlt das Offroad und der Unterfahrschutz, mir ein bisschen Platz im Badezimmer. Es gibt mittlerweile auch Toiletten, wo sämtliche Ausscheidungen in einer Art Plastiktüte aufgefangen, auf Knopfdruck abgelöst und verschlossen werden und man diese nur noch entsorgt wie halt die Hundekacktüten. Inwieweit das ökologisch durchdacht ist, muss ich mal noch nachlesen. Vermutlich aber ökologischer als diese Chemietoiletten? Ein Raumwunder ist der Camper ansonsten; unterbringen kann man tatsächlich ausreichend viel, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so wirkt. Und wenn ich als Frau das sage, dann muss das stimmen. Bis vielleicht auf Kochgeschirr: Wer sich das im Urlaub antun will, der muss dann wirklich sparsam denken und mit Bedacht einpacken.
Im Moment sind wir jedenfalls an der Küste angekommen - und als wir aus dem Auto gesprungen und an das Ufer gelaufen waren, da breitete ich die Arme aus und rief "Juhuuuu, ich bin zu Hause!" Und dieses Gefühl genieße ich gerade sehr, sehr, sehr! Scheiß auf alle Badezimmer der Welt! :D





