Dienstag, 10. Dezember 2013

Und da waren sie wieder, meine drei Probleme

Frei nach diesem Otto-Spruch, erinnerte ich mich jedenfalls heute Morgen daran, als ich - leicht schweißgetränkt - aus einem Angstschlaf erwachte.
Jetzt gehts wohl wieder los, oder was?
1. Alpträume
2. Verfolgungswahn
3. äh... weiß ich noch nicht
Nicht nur der Schmerz kommt wild in Schüben - meine Angstträume auch. Momentan verändern sie ihre Gestalt. Neuerdings erwache ich nachts, weil ich im Traum sehe und höre, dass jemand mein Zimmer betritt - und eben glaube, dass dieser Spuk real ist. Letzte Nacht hörte ich diese Schritte so deutlich, dass ich herzklopfend davon erwachte. Und für den Restschreckmoment dieser Phase zwischen Schlaf und Erwachen sah ich noch einen Mann; allerdings sah ich nur seine Beine und seine derben Schuhe. Also quasi das, was ich tatsächlich sehen würde, wenn ich im Bett liege, wie ich eben liege, ohne hochzuschauen. Fuck war das echt! Wenigstens grad noch rechtzeitig erwacht.
Seltsamerweise träum ich sowas derzeit jede Nacht. Es ist nicht immer derselbe Traum, aber es ist immer derselbe Ablauf. Selbst tagsüber erlebe ich manchmal Augenblicke, so wie gestern Abend.. Ich kam nach Hause, die Hände vollgepackt mit Einkaufstaschen (die Jugend war mal wieder ausgeschwirrt, wie immer, wenns was zu tun gibt *gnarz*) und als ich so nach meinem Schlüssel suchte, überkam mich dieses Gefühl, als ob mich jemand beobachten würde. Klar hab ich mich umgeguckt, ich mein, finster wars, der Mond schien helle - ach nee, der schien nich, es hat ja geregnet, und als ich dann zur Haustür reingehuscht bin und die Tür ins Schloss fiel, hatte ich irgendwie immer noch das Gefühl, da wäre wer. Als ich dann noch die Treppen hochstieg, glaubte ich, gleich träfe mich irgendwas in den Rücken..
Und in meinem Zimmer selbst... Eine Schreibtischlampe steht auf dem Tischchen neben meinem Bett. Will ich also keine Festbeleuchtung, schleiche ich durchs dunkle Zimmer und drücke dort aufs Knöpfchen. Seit ein paar Tagen kann ich das nicht. Dann klopft mir wild das Herz in der Brust und meine Phantasie gaukelt mir vor, gleich springt mir jemand an den Hals. Nur leider nicht vor Freude, sondern mit nem Messer.
Kurioserweise denke ich das nur in meinem Zimmer - in keinem anderen der Räume meiner kleinen süßen Behausung.
Ja Mensch, ich weiß auch nich! Alkohol gibts bei mir wirklich selten, nicht mal in Pralinen, also daran kanns nicht gelegen haben. Und würde ich so ganz mutterseelenallein leben, würde ich ja glauben: "Jetzt Helma, jetzt isses soweit, jetzt wirste närrisch." Aber daran kanns auch nicht liegen - denn ich leb ja nicht allein. Zwar kommt mir das oft so vor, insbesondere dann, wenns um die Hausarbeit geht oder aber im Badezimmer der Stapel frischer Handtücher innerhalb von 2 Tagen wieder dezimiert wurde (und keiner wars!), aber.. nee.. die Realität sieht dann doch anders aus.
Sind das jetzt Urängste, die nur das "Prinzip Angst" zeigen und von der ich wahre Ursachen erst ergründen müsste? Na bloß manchmal hab ich aber auch wirklich genug von dem ganzen Seelenmüll. Man kann doch nicht immer nur philosophieren, manchmal WILL ich einfach auch oberflächlich sein. Dann will ich einfach nur nen Kaffee trinken, mir über den Bauch streicheln und den Gott nen lieben Mann sein lassen. Fertsch.
Aber irgendwie... funzt dat nich so as ick dat will.

Kommentare:

yellow snow hat gesagt…

Ich würde es nicht Seelenmüll nennen.
Ist wahrscheinlich bei jedem anders,aber ich bin mir sicher (was meine Träume anbelangt)das sie immer die Zusammenfassung von Situationen des "wach sein" sind.
Ob vom letzten Tag oder von vor 10 Jahren...und falls ich Glück habe von gestern und vor 10 Jahren.
Wenn ich Zeit habe,darüber nachzudenken,fällt mir oft ein,was da konzentriert auf einen Punkt gebracht wurde.

Muss auch nichts mit Mann,Schuhwerk,schlechter Beleuchtung zu tun haben.
In Deinem Fall aber bestimmt mit Unbehagen.
Ich hoffe,das kommt hier jetzt nicht wie so esoterisches Geschwafel rüber.Ich sehe es eher analytisch...ein kleines Geschenk der Instinkte,die sich mit dem Geist rumplagen müssen.

Clara Himmelhoch hat gesagt…

Helma, langsam macht mir dein Nervenkostüm Angst. Ich bin überhaupt kein Seelenklempner, aber offenbar müssen die Schmerzen bei dir irgendwie ans Licht. Da sie tagsüber nicht so richtig dürfen, machen sie das nachts in Form von schlechten Träumen. Das tut mir sehr, sehr Leid für dich, ich würde dir gern etwas Unbeschwertheit abgeben, doch deine Schmerzen möchte ich als Gegenleistung leider nicht haben.
In meinem Blogspot-Blog habe ich die gleiche Schrift wie du als Blogtitel.
Lass es dir dennoch gut gehen.

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Lieber Yellow Snow,
ja Unbehagen... Ich glaube schon, dass es das genau trifft - mir ist nur überhaupt nicht klar, woher das kommt. Oder vielleicht doch... Ach Mensch, manchmal versteh ich mich irgendwie selbst nicht.
Und nein, esoterisch klingst Du überhaupt nicht.

Liebe Clara, glaub mir mal, es gibt Tage, da hab ich selber Angst vor mir bzw. vor dem, was in mir ruht ;)
Schreib mir doch bitte mal Deinen Blogspot-Titel - ich hab den bis heut noch nicht gefunden!
Oder hab ich das etwa in einer Deiner Nachrichten überlesen????

Anna hat gesagt…

Obwohl ich die Eso-Tante und Sinnsucherin vom Dienst bin, halte ich nichts davon, alles psychologisieren zu müssen und in allem nach einem Sinn zu suchen. Dinge müssen auch einfach mal sein oder geschehen dürfen. Aber wenn du immer wieder ähnlich Erschreckendes träumst (und ich bekomme schon bei der Beschreibung Beklemmungen!), dann will da wohl was raus.

Und nee, ich glaube nicht, dass du närrisch wirst. ;) Dir geht's nur einfach nicht gut und wenn du träumst/schläfst ist das halt leider die Zeit, in der du dich nicht selbst unter Kontrolle hast und zack... laufen die unterbewusstseinsgesteuerten Dinge außer Kontrolle. :(

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Anna, eben, genau das meine ich: Ich interessiere mich wahnsinnig für Psychologie und so - aber ich halte es auch nicht für richtig, immer ALLES zu psychologisieren.
Vielleicht lasse ich in Phasen wie diesen einfach nur mal wieder nachts ein winzig kleines Licht brennen. Als Kind hat mich das immer unglaublich beruhigt. Vielleicht hilft mir das ja auch jetzt :) Denn noch bin ich mir nicht sicher, was da raus will - oder muss :(

Anna hat gesagt…

Sag mal, was mir gerade siedendheiß durch den Kopf ging: Ob deine Ängste vielleicht was mit diesem Typen zu tun haben, der Frauen auflauert? Dein Sohn hat dir doch da so eine Nachricht geschickt, die du hier kürzlich verbloggt hast...

Alles schon mal dagewesen hat gesagt…

Seit bei meinen Eltern eingebrochen wurde, sehe ich auch überall "Gespenster". Nachts werde ich wach und höre irgendwas. Dann lausche ich angestrengt und... nichts. Dann kann ich nicht wieder einschlafen. Ich mache aber mit Absicht überall viel Licht, um die Schatten zu vertreiben. Ich denke auch es sind die Nerven. Vielleicht ist irgendetwas passiert, was dir so direkt gar nicht bewusst ist, aber genau das ausgelöst hat. Ich drücke dir die Daumen, dass es sich bald wieder legt.
LG Susann

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Anna, beim Lesen Deines Kommentars musste ich dann doch lachen: Ja genau, so einfach und naheliegend könnte die Lösung manchmal auch sein! Dass sich im Hinterkopf diese unterschwellige Angst manifestiert oder man es eben überhaupt einfach im Unterbewusstsein mit sich herumträgt - was nachts dann freien Auslauf bekommt. Denn den Täter haben sie angeblich gefasst, jedoch gab es in den letzten Tagen wieder einige Überfälle, zuletzt im Bäckerladen bei meinem Lieblingskollegen um die Ecke.
Nun bin ich ja zwar in Wirklichkeit tatsächlich blauäugig, jedoch das sinnbildlich gesehen nicht, als dass ich nicht wüsste, dass die Kriminalität immer auf einem bestimmten Level wabert. Es hat sicherlich alles seinen Nutzen, aber manchmal bin ich eben doch nicht so sicher, ob diese ganzen Berichterstattungen die Leute nicht doch mehr bekloppt machen, als dass Positives draus gezogen werden könnte.

Liebe Susann, ja, dass meine Nerven überreizt sind, kann ich mir auch gut vorstellen. Die letzten Wochen und Monate waren doch sehr intensiv in jeder Hinsicht - und aktuell schleicht sich langsam, aber endlich auch etwas Entspannung ein. Und nicht umsonst heißt es ja, dass man Stress erst bemerkt, wenn er vorüber ist.
Also bleibe ich weiterhin guter Hoffnung - wie meistens :)