Manche, wie ich heute Abend sehen durfte, leiden an Fettverteilungsstörungen.
Ich leide an Schlafstörungen.
Drum lieg ich hier wach, während die meisten von Euch vielleicht schon schlummern dürfen.
Und nachdem Sohnemann irgend so eine Sendung schaute, die man getrost "Dr. Sommer im TV" nennen dürfte, lief das Programm weiter, während er in sein Bettchen stieg und ich mir die Kopfhörer aufsetzte, damit ich die Musik auch angesichts der Uhrzeit ein wenig aufdrehen durfte.
Ja. Und dann sah ich sie. Die Mädels, die unter ihrem Äußeren leiden. Busen zu klein. Arsch zu groß. Zähne kaputt. Haare kaputt. Ob sich eigentlich nur die bewerben dürfen, die so richtig schön angearscht wurden bei der Verteilung von Bauch-Beine-Po-Problemzonen?
Bei denen der Vorher-Nachher-Effekt so richtig derbe auf den Zuschauer krachte?
Grundgütiger, was habe ich mir da heute wieder angetan. Na ja, zu meiner Entschuldigung sei gesagt: Ich hab ja nicht wirklich geguckt, ich hörte doch Musik. Außerdem hat Friederike mir zugute gehalten, dass ich immer noch unter Medikamenteneinfluss stehe und somit für nichts zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Bloß ehrlich mal. Da regen sich die B-Promi- und die Medienwelt über zwei Plastikgirls auf, die irgendso 'ne Werbung für irgendwas Billiges machen und ja die 13jährigen Zuschauermädels ach so geschädigt werden könnten durch diese Art der Suggestion von wegen dünn, vollbusig - und billig. Hmm. Und watt is mit solchen Sendungen, die an Frauen rumschnippeln und absaugen und aufpolstern und damit gezeigt wird, dass ein auf schlank gesaugter Körper mit völlig überschminkten Frat... äh... Gesichtern und ordentlich Plastikkissenholz vor der Hüttn endlich schön ist??? Boah ey, is mir schlecht. Ich sach ja nix gegen Menschen, deren Nase krumm und schief ist und die darunter leiden. Die so geboren oder deren Körper durch einen Unfall oder eine Krankheit geschädigt oder auch entstellt wurden. Für diese Menschen ist die Schönheitschirurgie natürlich ein Geschenk.
Aber weeßte, gesunden Leuten ein bisschen Busen aufzupolstern, den Arsch wegzusaugen und verfaulte Zähne zu verblenden und DANN zu sagen: "JETZT kann sie auch von INNEN strahlen", also nee Leute wirklich. Das nenn ich Massenverarsche vom Feinsten. Schlimm genug, dass ich mir das jetzt auch noch mit angesehen habe. Schönheit von innen... Nee. Komm gar nicht drüber weg. Könntsch mich stundenlang echauffieren.
Aber okay, hätte ich vorzeitig weg- oder ausgeschalten, wäre ich jetzt vermutlich um eine bedeutsame Erkenntnis ärmer geblieben: Im nachfolgenden Beitrag erfahren wir, dass der Akt unter Faultieren gerade mal 5 Sekunden, die Erschöpfungsphase des Männchens aber anschließend cirka 4 Stunden dauert. Na. Bin ich mal froh, dass der Mensch kein Faultier ist. Jedenfalls.. äh.. die meisten. Hoffentlich :)
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Merry Smellness
Heute ist mein letzter Faulenzertag, habe ich beschlossen. Ab morgen wittere ich wieder Büroluft. Wenigstens für die letzten Tage, bevor der Weihnachtsurlaub beginnt.
Lustig irgendwie... Wenn man jeden Tag in die Arbeit geht, fehlt einem die Zeit für so einige Sachen. Kühlschrank abtauen. Rechnungen bezahlen. Weihnachtsgeschenke einkaufen. Weihnachtskarten schreiben.
Ich habe jetzt zwei ganze Wochen lang brav das Bett gehütet, nein Quatsch, aber mir doch von Herzen Ruhe gegönnt. Viel geschlafen, viel gelesen, bisschen geschrieben.
Aber im Grunde nix von dem gemacht, was ich eigentlich hätte tun können. Oder sollen? Nun beginnt der Countdown, noch zehn Tage, dann fahren wir ans Meer - und ich freu mich wahnsinnig darauf. Weihnachten... zu Hause. Irgendwie ist und bleibt es ja doch ein zu Hause.
Heißt: Alles das, was ich in den letzten beiden Wochen auch nicht gemacht habe, fällt in die kommenden Tage. Hübsch nach der Arbeit. Ist mir noch zu helfen? Nein. Vermutlich nicht.
Woher kommt das eigentlich, dass, wenn man Zeit und Ruhe hat, trotzdem nicht macht, und losstürmt, sobald der Doc grünes Licht anknipst? Ich bin mir sicher: Hätte er mich noch bis Weihnachten krank geschrieben, dann würde mein Kühlschrank in diesem Jahr nicht mehr abgetaut. Die Weihnachtsgeschenke am 20. Dezember bei amazon eingekauft, das Kind am 24. Dezember zum Briefkasten geschickt und auf die Deutsche Post geschimpft: "Gebühren erhöhen und dann dauert das!"
Apropos wittern. Sprach ich nicht eingangs vom Wittern? Manche Leser von Euch werden sich vielleicht noch an die Story erinnern - Helma hatte den Kanal doch schon mal voll, und als ich gestern Nachmittag in meiner Küche stand und Wasser in das Becken laufen ließ, wusste ich sofort: "Ett is wieder soweit!" Leicht entnervt den Schrank ausräumen, leicht entnervt alle Zu- und Ableitungen abschrauben, durchspülen - leider nein: Das Wasser stand, wo es stand: im Abwaschbecken.
Komplett entnervt die Hausverwaltung informiert und dieses Mal wenigstens versprach sie umgehende Hilfe. Umgehend hieß: heute Morgen ab acht Uhr. Erschienen sind die Monteure Punkt neun Uhr und während sie vermutlich noch glaubten, sie hätten leichtes Spiel bei mir, lief das Wasser auch nach fünf Stunden des Kurbelns, Machens und Tuns nicht ab. Dafür hatte sich in meiner Küche - mal wieder - ein unangenehmer Gestank ausgebreitet. Super. Dann klingelte die Nachbarin an der Tür: "Sinn dä Klemmner bei Ihnän? Bei uns läuft das nämmich auch nich mehr ab!"
"Zu Ihnen kommen wir gleich", strich sich Monteur I leicht entnervt über die Stirn und nachdem sie beschlossen hatten, quasi das Lager zu wechseln, es von der Nachbarwohnung aus noch mal zu versuchen, da klingelte die Mieterin aus dem Erdgeschoss: "Na saachen Se ma, wird da bei Ihnen was gemacht?" - "Äh. Ja. Es wurde was gemacht. Die Herren sind jetzt nebenan." - Und kaum wurde die Tür zur Nachbarwohnung geöffnet, polterte Miss Erdgeschoss auch schon los: "Na saachen Se ma, könnense nich bescheid sagen, wennse da was dran bauen? Bei mir läuft alles in die Küsche - a-l-l-e-s - und es sieht schwarz aus und stinkt!" Kniefall im Geiste, ich sahs förmlich vor mir, dann noch mal der leicht entnervte und zugleich um Vergebung bittende Ton: "Zu Ihnen kommen wir dann auch gleich."
Auch Junior rümpfte sichtbar un-begeistert die Nase: "Scheiße ey, was is denn hier los?"
Ich entgegnete ungerührt: "Na gut, dass du endlich da bist, ich geh dann mal duschen und fahre zum Arzt."
Inzwischen ist gut durchgelüftet, habe ich in jedem Zimmer Kerzen entzündet, die zarten süßen Duft verströmen und mir.. gehts wieder gut. Vor allem, wenn ich auf den wunderschönen Strauß mit weißen Blumen schau, den mir der heutige Überraschungsgast des Tages, Frau I. aus M., ins Haus brachte. Wow. Blumen bekomm ich so gut wie nie geschenkt. Außer zu Geburtstagen.
Wenn also das Magengeschwür für ein was gut war, dann dafür, dass ich innerhalb einer Woche gleich zwei Blumensträuße geschenkt bekam. Einen davon von Cheffe persönlich.
Jetzt nur nichts ausreizen und morgen wieder arbeiten gehen. Sonst holt er sie womöglich wieder ab :)
Aber das Wichtigste heute: Mein Wasser fließt wieder ab - und es duftet wieder bei mir nach Keks und Zimt.
Lustig irgendwie... Wenn man jeden Tag in die Arbeit geht, fehlt einem die Zeit für so einige Sachen. Kühlschrank abtauen. Rechnungen bezahlen. Weihnachtsgeschenke einkaufen. Weihnachtskarten schreiben.
Ich habe jetzt zwei ganze Wochen lang brav das Bett gehütet, nein Quatsch, aber mir doch von Herzen Ruhe gegönnt. Viel geschlafen, viel gelesen, bisschen geschrieben.
Aber im Grunde nix von dem gemacht, was ich eigentlich hätte tun können. Oder sollen? Nun beginnt der Countdown, noch zehn Tage, dann fahren wir ans Meer - und ich freu mich wahnsinnig darauf. Weihnachten... zu Hause. Irgendwie ist und bleibt es ja doch ein zu Hause.
Heißt: Alles das, was ich in den letzten beiden Wochen auch nicht gemacht habe, fällt in die kommenden Tage. Hübsch nach der Arbeit. Ist mir noch zu helfen? Nein. Vermutlich nicht.
Woher kommt das eigentlich, dass, wenn man Zeit und Ruhe hat, trotzdem nicht macht, und losstürmt, sobald der Doc grünes Licht anknipst? Ich bin mir sicher: Hätte er mich noch bis Weihnachten krank geschrieben, dann würde mein Kühlschrank in diesem Jahr nicht mehr abgetaut. Die Weihnachtsgeschenke am 20. Dezember bei amazon eingekauft, das Kind am 24. Dezember zum Briefkasten geschickt und auf die Deutsche Post geschimpft: "Gebühren erhöhen und dann dauert das!"
Apropos wittern. Sprach ich nicht eingangs vom Wittern? Manche Leser von Euch werden sich vielleicht noch an die Story erinnern - Helma hatte den Kanal doch schon mal voll, und als ich gestern Nachmittag in meiner Küche stand und Wasser in das Becken laufen ließ, wusste ich sofort: "Ett is wieder soweit!" Leicht entnervt den Schrank ausräumen, leicht entnervt alle Zu- und Ableitungen abschrauben, durchspülen - leider nein: Das Wasser stand, wo es stand: im Abwaschbecken.
Komplett entnervt die Hausverwaltung informiert und dieses Mal wenigstens versprach sie umgehende Hilfe. Umgehend hieß: heute Morgen ab acht Uhr. Erschienen sind die Monteure Punkt neun Uhr und während sie vermutlich noch glaubten, sie hätten leichtes Spiel bei mir, lief das Wasser auch nach fünf Stunden des Kurbelns, Machens und Tuns nicht ab. Dafür hatte sich in meiner Küche - mal wieder - ein unangenehmer Gestank ausgebreitet. Super. Dann klingelte die Nachbarin an der Tür: "Sinn dä Klemmner bei Ihnän? Bei uns läuft das nämmich auch nich mehr ab!"
"Zu Ihnen kommen wir gleich", strich sich Monteur I leicht entnervt über die Stirn und nachdem sie beschlossen hatten, quasi das Lager zu wechseln, es von der Nachbarwohnung aus noch mal zu versuchen, da klingelte die Mieterin aus dem Erdgeschoss: "Na saachen Se ma, wird da bei Ihnen was gemacht?" - "Äh. Ja. Es wurde was gemacht. Die Herren sind jetzt nebenan." - Und kaum wurde die Tür zur Nachbarwohnung geöffnet, polterte Miss Erdgeschoss auch schon los: "Na saachen Se ma, könnense nich bescheid sagen, wennse da was dran bauen? Bei mir läuft alles in die Küsche - a-l-l-e-s - und es sieht schwarz aus und stinkt!" Kniefall im Geiste, ich sahs förmlich vor mir, dann noch mal der leicht entnervte und zugleich um Vergebung bittende Ton: "Zu Ihnen kommen wir dann auch gleich."
Auch Junior rümpfte sichtbar un-begeistert die Nase: "Scheiße ey, was is denn hier los?"
Ich entgegnete ungerührt: "Na gut, dass du endlich da bist, ich geh dann mal duschen und fahre zum Arzt."
Inzwischen ist gut durchgelüftet, habe ich in jedem Zimmer Kerzen entzündet, die zarten süßen Duft verströmen und mir.. gehts wieder gut. Vor allem, wenn ich auf den wunderschönen Strauß mit weißen Blumen schau, den mir der heutige Überraschungsgast des Tages, Frau I. aus M., ins Haus brachte. Wow. Blumen bekomm ich so gut wie nie geschenkt. Außer zu Geburtstagen.
Wenn also das Magengeschwür für ein was gut war, dann dafür, dass ich innerhalb einer Woche gleich zwei Blumensträuße geschenkt bekam. Einen davon von Cheffe persönlich.
Jetzt nur nichts ausreizen und morgen wieder arbeiten gehen. Sonst holt er sie womöglich wieder ab :)
Aber das Wichtigste heute: Mein Wasser fließt wieder ab - und es duftet wieder bei mir nach Keks und Zimt.
Merry Smellness!
Montag, 10. Dezember 2012
Dinner For One
Eigentlich halte ich mich schon für einen modernen Menschen.
Auch wenn ich wieder gern Briefe mit dem Füllfederhalter schreib. Wenn mir nicht grad wieder die Patronen ausgegangen sind.
Auch wenn ich in meiner Wohnung gerne Modernes mit Antikem mische.
Ikea meets Flohmarkt.
Auch wenn ich gerne den "Polizeiruf 110", DEFA-Filme und russische Märchen schaue, die mitunter schon dreißig Jahre alt sind.
Bei Weihnachtsmusik bin ich aber eher die, die - seit den Zeiten von Wham & Co. - die rockige Variante wählt.
Teig für Plätzchen wird zumeist nicht mehr aus mehreren Zutaten zusammengeknetet, sondern fertig in der Schachtel gekauft.
Und im Hause Ziggenheimer kommt auch des Nachts kein Nikolaus mehr durch den Schornstein geflutscht - nee, bei uns steht der Nikolaus frühmorgens, wenn noch alles schläft, mit wirren Haaren und dicken Augen aus dem Federbett auf, füllt gähnend die Stiefel der noch schlafenden Kinder und schlurft dann erst mal zum Zähne putzen.
Eines aber, wenn ich an Weihnachten und den bevorstehenden Wechsel in ein neues Jahr denk, ist all die Jahre gleichgeblieben: Ich liebe Märchen. Moderne Märchen. Märchen, die der Seele und dem Auge schmeicheln.
Und ich liebe dieses eine Pärchen, das es schon seit gut fünfzig Jahren gibt - und das irgendwie... nie zu alt wird.
Auch wenn ich wieder gern Briefe mit dem Füllfederhalter schreib. Wenn mir nicht grad wieder die Patronen ausgegangen sind.
Auch wenn ich in meiner Wohnung gerne Modernes mit Antikem mische.
Ikea meets Flohmarkt.
Auch wenn ich gerne den "Polizeiruf 110", DEFA-Filme und russische Märchen schaue, die mitunter schon dreißig Jahre alt sind.
Bei Weihnachtsmusik bin ich aber eher die, die - seit den Zeiten von Wham & Co. - die rockige Variante wählt.
Teig für Plätzchen wird zumeist nicht mehr aus mehreren Zutaten zusammengeknetet, sondern fertig in der Schachtel gekauft.
Und im Hause Ziggenheimer kommt auch des Nachts kein Nikolaus mehr durch den Schornstein geflutscht - nee, bei uns steht der Nikolaus frühmorgens, wenn noch alles schläft, mit wirren Haaren und dicken Augen aus dem Federbett auf, füllt gähnend die Stiefel der noch schlafenden Kinder und schlurft dann erst mal zum Zähne putzen.
Eines aber, wenn ich an Weihnachten und den bevorstehenden Wechsel in ein neues Jahr denk, ist all die Jahre gleichgeblieben: Ich liebe Märchen. Moderne Märchen. Märchen, die der Seele und dem Auge schmeicheln.
Und ich liebe dieses eine Pärchen, das es schon seit gut fünfzig Jahren gibt - und das irgendwie... nie zu alt wird.
Wünsche an das Universum
Vor kurzem schrieb mir jemand:
Und da stand ich nun. Unmöglich, einen klaren Wunsch zu erfassen, der bescheiden genug blieb und dennoch vor dem Universum bestehen konnte.
Morgen früh, nehme ich an, habe ich nicht Kreislauf. Oder Magen.
Morgen früh, nehme ich an, habe ich einen Mörderschnupfen.
"Und wenn Du [...] Wünsche hast, dann schicke sie an das Universum,
es wird sich um diese Dinge kümmern und Du kannst entspannt sein.
Denn es meint es gut mit uns - wieso auch immer."
Ja. Und dann stand ich da heute Nacht, die Terrassentür geöffnet, ich atmete eiskalte, klare Luft und schloss die Augen. Und ich dachte an meinen innigsten Wunsch. Doch noch bevor ich ihn an wohin auch immer zu richten vermochte, da kam noch ein Gedanke auf. Und noch einer. Verdammt. Welcher dieser Wünsche hätte es verdient, an das wohin auch immer gerichtet zu werden? Welcher von ihnen war nicht zu klein, zu nichtig? Wo beginnt man und wo endet man? Was ist das Wichtigste? Der Weltfrieden? Oder der Frieden erst mal vor der eigenen Haustür?Und da stand ich nun. Unmöglich, einen klaren Wunsch zu erfassen, der bescheiden genug blieb und dennoch vor dem Universum bestehen konnte.
Morgen früh, nehme ich an, habe ich nicht Kreislauf. Oder Magen.
Morgen früh, nehme ich an, habe ich einen Mörderschnupfen.
![]() |
| http://hhumanoid.tumblr.com/post/31863542669 |
Sonntag, 9. Dezember 2012
Vertrauensbeweis Oder: Alles reine Kopfsache?
Heute Abend fiel es mir wieder ein.
Der ultimative Vertrauensbeweis.
Irgendwie macht mir ja alles Angst: zu schnell, zu weit, zu hoch.
Wie reagiert man in Paniksituationen?
Wenn ich vor etwas weglaufen will oder gar muss, fühle ich mich wie gelähmt.
Wenn ich mit dem Rad einen Berg hinunterrase, hab ich Angst, dass ein Rad blockiert und ich weit über den Lenker hinausfliege.
Wenn ich mit dem Auto zu schnell fahre, hab ich Angst, ein Reifen platzt mir und alles gerät außer Kontrolle...
Stünde ich am Fenster eines brennenden Hauses, würde ich dann springen oder würde ich mir einreden, dass ich sowieso neben das Sprungtuch falle oder irgendeiner loslässt und ich auf den Boden knall - oder rettet man mich ja doch noch über die Leiter?
Kommt man dann überhaupt zum Nachdenken oder reagiert der pure, nackte Überlebenstrieb?
Ist es am Ende... doch immer wieder nur reine Kopfsache?
Diese Frage, diese Aufforderung, der ich schon vor Jahren nicht nachkommen konnte: "Schließ die Augen. Ich steh hinter dir. Und dann lass dich fallen, ich fang dich auf."
Wovor hatte ich Angst?
Dass der andere abgelenkt sein könnte? Durch ein Auto, eine Person, einen Ruf?
Dass der andere sich ausgerechnet im entscheidenden Moment am Kopf kratzen musste?
Dass vielleicht gerade das Telefon klingelte?
Dass der andere danebengreift und dann nur lacht: "OK, blöd, aber ist ja nix passiert"?
Ich wollte. Ich wollte wirklich. Aber ich konnte es nicht. Allein beim Gedanken, die Augen zu schließen und mich buchstäblich in die Hände des anderen fallenzulassen - ich konnte es nicht. Erst fing ich an zu zittern, dann zu albern - und dann zu weinen.
Bis heute kann ich es nicht. Aber vielleicht... schaff ich es noch.
Der ultimative Vertrauensbeweis.
Irgendwie macht mir ja alles Angst: zu schnell, zu weit, zu hoch.
Wie reagiert man in Paniksituationen?
Wenn ich vor etwas weglaufen will oder gar muss, fühle ich mich wie gelähmt.
Wenn ich mit dem Rad einen Berg hinunterrase, hab ich Angst, dass ein Rad blockiert und ich weit über den Lenker hinausfliege.
Wenn ich mit dem Auto zu schnell fahre, hab ich Angst, ein Reifen platzt mir und alles gerät außer Kontrolle...
Stünde ich am Fenster eines brennenden Hauses, würde ich dann springen oder würde ich mir einreden, dass ich sowieso neben das Sprungtuch falle oder irgendeiner loslässt und ich auf den Boden knall - oder rettet man mich ja doch noch über die Leiter?
Kommt man dann überhaupt zum Nachdenken oder reagiert der pure, nackte Überlebenstrieb?
Ist es am Ende... doch immer wieder nur reine Kopfsache?
![]() |
| http://weheartit.com/entry/23424518/via/marilamas |
Wovor hatte ich Angst?
Dass der andere abgelenkt sein könnte? Durch ein Auto, eine Person, einen Ruf?
Dass der andere sich ausgerechnet im entscheidenden Moment am Kopf kratzen musste?
Dass vielleicht gerade das Telefon klingelte?
Dass der andere danebengreift und dann nur lacht: "OK, blöd, aber ist ja nix passiert"?
Ich wollte. Ich wollte wirklich. Aber ich konnte es nicht. Allein beim Gedanken, die Augen zu schließen und mich buchstäblich in die Hände des anderen fallenzulassen - ich konnte es nicht. Erst fing ich an zu zittern, dann zu albern - und dann zu weinen.
Bis heute kann ich es nicht. Aber vielleicht... schaff ich es noch.
Freitag, 7. Dezember 2012
Deliver Me
Nicht neu, aber immer wieder... ach, entscheidet selbst :)
Es gibt diesen Song in verschiedenen Variationen, aber nur bei Sarahs Variante bekomm ich diese Wahnsinns-Gänsehaut... Vielleicht auch, weil ich es mit dem Film "Brokedown Palace" verbinde, den ich vor Jahren sah... Mit einer wahnsinnig guten Clare Danes. Ein Film um zwei Freundinnen, die nach dem Schulabschluss Ferien in Asien machen - und durch Unbedachtheit im Gefängnis landen.
Ein Film darüber, jedenfalls ist das meine Interpretation, wie viel Freundschaft wert ist, was sie noch wert ist in Zeiten von Schwierigkeiten; wie weit geht die Ehrlichkeit zu sich selbst? Und nein, ich verbinde mit diesem Film nichts in meinem realen Leben - aber er hat mich schon vor Jahren sehr berührt. Nicht zuletzt eben auch... mit dem bezeichnenden Ende des Films - unter Begleitung dieses Schluss-Titels...
Leider gibts diesen Titel nirgendwo im Netz zu kaufen, jedenfalls nicht als Einzeltitel. Watt soll ich mit ner kompletten CD, wenn mir nur ein Titel gefällt? Ich will ja auch keine Kuh kaufen, bloß weil ich ein Glas Milch trinken will :( Und auf dem bei itunes eingestellten Original- Soundtrack fehlt genau dieser Titel. Danke, dass es youtube gibt. Ich wollt schon vor lauter Frust das Internet löschen *smile*
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Es ist Nikolaus
...und wie jedes Jahr ist mein Stiefel der einzige, der leer bleibt. Beharrlich hab ich ihn trotzdem jedes Jahr mit hingestellt. Manchmal soll sich das ja auszahlen.
Als dann heute pünktlich das Mama-Päckchen eintraf, dachte ich noch: Cool, so komm ich doch noch zu meinen Lebkuchen - auch wenn ich sie momentan immer noch nicht essen kann.
Aber denkste: Auf dem Päckchen deutlich in Druckschrift standen die Namen von Junior I und Junior II.
Was blieb mir also, als schweren Herzens das Päckchen weiterzureichen und zu seufzen: "Ist für euch, dürft ihr selber aufmachen."
Oh Mann.
Blöder Nikolaus.
Blöder Weihnachtsmann.
Alles blöd.
Oder??
Ich schenk mir jetzt einfach mal... ein Glas... äh... Wasser ein.
Als dann heute pünktlich das Mama-Päckchen eintraf, dachte ich noch: Cool, so komm ich doch noch zu meinen Lebkuchen - auch wenn ich sie momentan immer noch nicht essen kann.
Aber denkste: Auf dem Päckchen deutlich in Druckschrift standen die Namen von Junior I und Junior II.
Was blieb mir also, als schweren Herzens das Päckchen weiterzureichen und zu seufzen: "Ist für euch, dürft ihr selber aufmachen."
Oh Mann.
Blöder Nikolaus.
Blöder Weihnachtsmann.
Alles blöd.
Oder??
Ich schenk mir jetzt einfach mal... ein Glas... äh... Wasser ein.
Und da ist er
![]() |
| http://weheartit.com/entry/36148259/via/missadriene |
Heute Nacht starrte ich sinnlos ins Dunkel, gemischte Gefühle, gemischte Gedanken.
Warum noch hier und immer noch nicht woanders sein?
Worauf warten?
Der Streit mit Junior, der mich perplex macht, sprachlos.
Das Missverständnis zwischen Menschen, die sich mögen und nicht in der Lage sind, das zu klären.
Irgendwie... ist und bleibt es merkwürdig.
Wir Menschen sind ausgestattet mit zwei Armen, die man umeinander legen kann.
Wir haben Augen, um zu sehen, Ohren, um zu hören - und eine Stimme, um zu sprechen, uns verständlich zu machen.
Wir haben das Wort, wir haben die Schrift.
Wir haben das Telefon.
Wir haben das Handy.
Wir haben Internet.
Wir haben alle Möglichkeiten, um uns bemerkbar zu machen, uns verständlich zu machen, um aufeinander zuzugehen.
Merkwürdig nur...
Je mehr wir haben, desto weniger tun wir.
Und bleiben stumm in den denkbar falschesten Momenten.
Heute Morgen begann das Schneetreiben. Noch bevor Junior das Haus verließ und in die Arbeit fuhr. Und ich musste daran denken: Was würde sein, wenn ihm jetzt irgendwas passiert - und wir haben es nicht bereinigt?
Als zwei Stunden später das Telefon klingelte und er mich leise um Verzeihung bat und sich erklärte, begann ich zu weinen. Und hätte ihn am liebsten in die Arme genommen. Das mach ich heut Abend.
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Run
Lauf.
Und wenn du dich umschaust,
wenn du zurückschaust,
dann nur,
um zu sehen,
wie weit du schon gekommen bist.
Auch wenn ein einziger Augenblick,
ein einziges Wort,
gesagt oder eben nicht gesagt,
dich dazu bringt,
abzustürzen.
Dann steh auf.
Und lauf weiter.
Warten auf den Schnee Oder: Angst essen Seele auf
Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich lag am Fenster, ich hatte die Kopfhörer und hörte streichelzarte Melodien, die sich leise und sanft in meine Sinne schmeichelten.
Und ich sah dem Schneetreiben vor meinem Fenster zu, sah zu, wie wunderbar hell die Stadt in der Nacht wird, sobald die Welt getaucht ist in weiße Schneeflocken.
Ich mag das.
Ich mag diese Stimmung.
Und heute Nacht lieg ich hier. Der Schnee von letzter Nacht ist fort, noch bevor die Sonne aufging. Ich habs genau gesehen.
Und ich lieg hier. Und warte. Und warte. Darauf, dass die Schneeflocken treiben. Dass die Stadt hell wird.
Dann hab ich auch keine Angst mehr. Keine Angst mehr vor dem Dunkel. Keine Angst mehr vor der Nacht.
"Angst essen Seele auf", schrieb mir heut jemand. Ein Filmzitat. Ich kenne diesen Film nicht. Nur den Titel.
Und ja.
So ist es wohl.
Es ist schwer, mit Angst und ohne Zutrauen zu leben. Jeden Tag morgens zu beginnen und abends zu beschließen. Ich weiß, dass ich als Kind immer Angst im Dunkeln hatte.
Ich weiß auf den Tag genau, wann ich mein Zutrauen verlor.
Es war der 15. August 2006.
Jeden Tag kämpfe ich dagegen an.
Und wenn ich die Menschen reden höre, schreiben sehe, wie jeder von ihnen irgendwie... mit denselben Ängsten kämpft, dann erschüttert es mich, wie... krank das alles ist. Wie krank die Menschen geworden sind. Wie war das früher, wenn wir Menschen kennen lernten? Wir haben nach dem Namen gefragt und nach einem Wiedersehen. Und haben uns darauf gefreut. Uns stundenlang zurechtgemacht vor dem Spiegel und sind erwartungsfroh losgestürmt.
Worte wie "beziehungsunfähig" oder "ich weiß nicht, ich brauch noch Zeit" oder "ich kann mich nicht öffnen, ich hab Angst" oder "lass uns lieber aufhören, bevor wir uns weh tun" gab es irgendwie einfach nicht.
Und heute?
Heute sind wir schon kaputt, bevor wir überhaupt das erste Date haben.
Hinterfragen jede Aussage, jede Geste, jeden Blick, interpretieren.
Manchmal erinnert mich das ein wenig an eine Geschichte von Paolo Coelho, die ich vor langer Zeit las. Der Mann mit seinem Auto, der einen Wagenheber braucht. Und er beschließt, an der Tür eines Fremden zu klingeln und darum zu bitten. Tausend Dinge gehen ihm durch den Kopf. Tausend Fragen. Was würde der andere sagen, was würde er denken? Würde er ihm unterstellen, den Wagenheber behalten zu wollen? Und als der Mann endlich an der Tür des anderen klingelt und der andere auch öffnet, schreit der Mann den anderen an: "Deinen Wagenheber kannst du behalten!"
Und ist es heute in Beziehungen nicht auch so?
Wir sehen.
Wir hören.
Wir interpretieren.
Anstatt den anderen zu fragen, ihn anzusprechen.
Wir legen uns zurecht, wie wir es empfinden, und so wird es zu unserer Wahrheit - ganz gleich, ob es tatsächlich so ist oder nicht.
Daran zerbrechen wir fast.
Und laufen weg, bevor die Chance überhaupt eine Chance bekommt.
Und der Mann, der die Tür öffnet, versteht gar nicht, was hier passiert....
Und dann gibt es noch Menschen, die sagen "Ich hab dich lieb", und du freust dich irgendwie. Bis du feststellst, er sagt das auch allen anderen. Und das letzte bisschen Zutrauen geht dahin, geht verloren.
An was soll man noch glauben?
Scheiß verrückte, falsche Welt.
Worauf soll man noch warten?
Ich warte noch immer auf den Schnee.
Darauf, dass das Dunkel hell wird.
Und wenn es nicht mehr schneien wird, dann... warte ich auf den neuen Morgen.
Und ich sah dem Schneetreiben vor meinem Fenster zu, sah zu, wie wunderbar hell die Stadt in der Nacht wird, sobald die Welt getaucht ist in weiße Schneeflocken.
Ich mag das.
Ich mag diese Stimmung.
![]() |
| http://weheartit.com/entry/18844530/via/LitttleMissSunshine |
Und heute Nacht lieg ich hier. Der Schnee von letzter Nacht ist fort, noch bevor die Sonne aufging. Ich habs genau gesehen.
Und ich lieg hier. Und warte. Und warte. Darauf, dass die Schneeflocken treiben. Dass die Stadt hell wird.
Dann hab ich auch keine Angst mehr. Keine Angst mehr vor dem Dunkel. Keine Angst mehr vor der Nacht.
"Angst essen Seele auf", schrieb mir heut jemand. Ein Filmzitat. Ich kenne diesen Film nicht. Nur den Titel.
Und ja.
So ist es wohl.
Es ist schwer, mit Angst und ohne Zutrauen zu leben. Jeden Tag morgens zu beginnen und abends zu beschließen. Ich weiß, dass ich als Kind immer Angst im Dunkeln hatte.
Ich weiß auf den Tag genau, wann ich mein Zutrauen verlor.
Es war der 15. August 2006.
Jeden Tag kämpfe ich dagegen an.
Und wenn ich die Menschen reden höre, schreiben sehe, wie jeder von ihnen irgendwie... mit denselben Ängsten kämpft, dann erschüttert es mich, wie... krank das alles ist. Wie krank die Menschen geworden sind. Wie war das früher, wenn wir Menschen kennen lernten? Wir haben nach dem Namen gefragt und nach einem Wiedersehen. Und haben uns darauf gefreut. Uns stundenlang zurechtgemacht vor dem Spiegel und sind erwartungsfroh losgestürmt.
Worte wie "beziehungsunfähig" oder "ich weiß nicht, ich brauch noch Zeit" oder "ich kann mich nicht öffnen, ich hab Angst" oder "lass uns lieber aufhören, bevor wir uns weh tun" gab es irgendwie einfach nicht.
Und heute?
Heute sind wir schon kaputt, bevor wir überhaupt das erste Date haben.
Hinterfragen jede Aussage, jede Geste, jeden Blick, interpretieren.
Manchmal erinnert mich das ein wenig an eine Geschichte von Paolo Coelho, die ich vor langer Zeit las. Der Mann mit seinem Auto, der einen Wagenheber braucht. Und er beschließt, an der Tür eines Fremden zu klingeln und darum zu bitten. Tausend Dinge gehen ihm durch den Kopf. Tausend Fragen. Was würde der andere sagen, was würde er denken? Würde er ihm unterstellen, den Wagenheber behalten zu wollen? Und als der Mann endlich an der Tür des anderen klingelt und der andere auch öffnet, schreit der Mann den anderen an: "Deinen Wagenheber kannst du behalten!"
Und ist es heute in Beziehungen nicht auch so?
Wir sehen.
Wir hören.
Wir interpretieren.
Anstatt den anderen zu fragen, ihn anzusprechen.
Wir legen uns zurecht, wie wir es empfinden, und so wird es zu unserer Wahrheit - ganz gleich, ob es tatsächlich so ist oder nicht.
Daran zerbrechen wir fast.
Und laufen weg, bevor die Chance überhaupt eine Chance bekommt.
Und der Mann, der die Tür öffnet, versteht gar nicht, was hier passiert....
![]() |
| http://weheartit.com/entry/33474390/via/TheBee_ |
An was soll man noch glauben?
Scheiß verrückte, falsche Welt.
Worauf soll man noch warten?
Ich warte noch immer auf den Schnee.
Darauf, dass das Dunkel hell wird.
Und wenn es nicht mehr schneien wird, dann... warte ich auf den neuen Morgen.
Dienstag, 4. Dezember 2012
Zurück zur Normalität
![]() |
| http://weheartit.com/entry/45098513/via/nevergiveupjustdont |
Einen ganz leichten Kaffee trinken.
Also habe ich mir heiße Milch gemacht mit leichtem Kaffeearoma.
Damit mal bisschen mehr Normalität ins Leben zurückkehrt :)
Darf ich ehrlich sein?
Bekommt mir noch nicht. So'n Schiet.
Und nach den letzten fünf Tagen mit ausschließlich Musik und ein wenig Bloggen und so ohne den TV-Blödsinn, da dachte ich vorhin: Schalte ich doch mal ein. Immer nur Musik.. Ist ja auf Dauer auch irgendwie... ermüdend.
Also schaute ich mir heute das Programm im Nachmittags- TV an. Grundgütiger.
Schon nach fünf Minuten wühlte es schmerzhaft in meinem Magen. Es ist zum Fürchten. Oder eben zum Abschalten. Dann lieber doch eine schöne DVD oder doch zurück zur Musik.
Lachen musste ich aber doch, als ich vorhin einen Werbespot zu "Kondome schützen" sah - und wer war der Werbeträger? Boris Becker.
Ausgerechnet der. Hätte der mal in der Besenkammer dran gedacht ;)
Aber OK, ich will gar nicht böse sein - nur das Grinsen konnt' ich mir dann einfach nicht verkneifen.
Und sonst?
Dieser Tage habe ich mich gefragt, wieso ich ein Magengeschwür bekommen hab. OK, Stress im Job - aber ich habe seit 2 Jahren einen Azubi - und seitdem so gut wie keine Überstunden mehr. Ich hab mir - wenn ich das so sagen darf - Anerkennung und Respekt dort erarbeitet und wenn die Arbeit auch viel wird, es macht ja trotzdem Spaß.
Lange hatte ich Existenzsorgen und wusste nicht: Was wird morgen? Was wird nächsten Monat? Noch längerfristiger zu denken, habe ich mir kaum erlaubt - und das hat mich sicherlich am meisten gestresst. Heute muss ich so sicherlich keine mehr haben, es hat mich selber genug Kraft gekostet und zuende bin ich damit sicherlich noch nicht, aber ich habe es vor allem sehr wenigen Menschen zu verdanken, denen ich mein ganzes Leben lang dankbar dafür sein werde. Aus tiefstem Herzen.
Alleinerziehend zu sein ist nicht so einfach wie es mir vielleicht dachte. Möglicherweise hab ich auch im Vorfeld gar nicht darüber nachgedacht, sondern eben einfach nur gehandelt. Wenn man den ganzen Tag arbeitet und sich anschließend um die Kinder kümmert, ihnen Essen zubereitet, die Hausaufgaben kontrolliert, Schnittwunden verarztet, mit Platzwunden in die Klinik fährt, Schulstress mit den Lehrern und Direktoren ausbalanciert, den ersten großen Liebeskummer mitträgt und sich nachts in schlaflosen Nächten fragt, ob sie einen Schaden aus diesem Scheidungskrieg mitgenommen haben, ob man immer das Richtige tat, wenn man es für die Kinder tat, dann glaube ich schon... Dass ein Magengeschwür sicherlich das kleinere Übel ist - als Resultat der schwierigen Jahre. Und ist es nicht auch so, dass Stress sich erst bemerkbar macht, wenn er nachlässt?
Mental bin ich grad wieder so ein wenig in Knielage, aber... ich hab gelernt zu sagen, wenn mir etwas fehlt. Und dass das nicht falsch ist.
Ich frag mich nur, ob ich vielleicht... viel zu wenig gesagt habe - in all den ganzen Jahren, auch noch vor dem Ende meiner Ehe.
Oder ob es überhaupt jemanden interessiert hat. So wirklich ehrlich.
Heute jedenfalls... fühlt sich mein Leben echt besser an.
Fast so wie ich es mir immer gewünscht hab. Fast. Ein bisschen muss ich noch durchhalten.
Montag, 3. Dezember 2012
Flower Girl
Manchmal habe ich den Wunsch... einfach ein paar Sachen in einen alten, braunen Koffer zu packen, die Haare offen, ein irres, verrücktes Kleid tragen - und dann möchte ich mich in den Zug setzen und irgendwohin fahren, wo ich noch nie vorher war. Irgendwohin, wo es einfach nur... still und ruhig und schön ist.
Ein wunderschönes, aber verrücktes Kleid.
Nicht um aufzufallen.
Sondern um dem Moment etwas ganz Besonderes zu verleihen.
Etwas Seltenes. Das für immer bleibt.
Ich möchte einfach nichts denken müssen, nur fühlen, empfinden, Leichtigkeit, Unbeschwertheit - und sei es nur für diesen einen Tag.
Barfuss am Strand entlanglaufen, in diesem irren Kleid, Möwen füttern, irgendwo ein Glas Prosecco trinken und die fragenden Gesichter der Menschen denken... Wer ist sie? Woher kommt sie? Warum trägt sie so ein Kleid?
Ich frag mich grad... Wieso wünsch ich es mir immer besonders dann, wenn ich es sowieso gerade nicht kann? Und wieso tu ich es nicht dann, wenn ich es könnte?
Weil es immer irgendjemanden gibt, der sagt, dass es nicht geht?
Ich muss etwas ändern.
Damit ich antworten kann: "Doch, es geht."
Ein wunderschönes, aber verrücktes Kleid.
Nicht um aufzufallen.
Sondern um dem Moment etwas ganz Besonderes zu verleihen.
Etwas Seltenes. Das für immer bleibt.
Ich möchte einfach nichts denken müssen, nur fühlen, empfinden, Leichtigkeit, Unbeschwertheit - und sei es nur für diesen einen Tag.
Barfuss am Strand entlanglaufen, in diesem irren Kleid, Möwen füttern, irgendwo ein Glas Prosecco trinken und die fragenden Gesichter der Menschen denken... Wer ist sie? Woher kommt sie? Warum trägt sie so ein Kleid?
![]() |
| http://weheartit.com/entry/45134517/via/denisa_denu |
Weil es immer irgendjemanden gibt, der sagt, dass es nicht geht?
Ich muss etwas ändern.
Damit ich antworten kann: "Doch, es geht."
All You Need Is... Chocolate?
Little Miss Sunshine
Die gute Nachricht ist: Die Werte stabilisieren sich und die enormen Blutungen sind nur eine Stressreaktion des Körpers.
Er wollte eben nicht mehr.
Genauso wie ich nicht mehr will.
Also ich meine nicht, dass ich nicht mehr sein will.
Ich will nur nicht mehr... tun müssen. Erkämpfen müssen.
Dieser Tage verstärkt sich wieder in mir dieses Empfinden: Ich habe zu funktionieren. Ich habe fröhlich zu sein. Ich habe stark zu sein. Ich habe mir selbst zu helfen. Auch wenn es mir nicht gut geht. Oder irgendwie... gerade dann. Wenn Miss Sunshine nicht singt und nicht tanzt und nicht lacht - dann ist sie selber schuld und kann sich demzufolge auch nur selber in die Arme nehmen. Oder sich selber schreiben. Oder was weiß ich.
Aufmerksamkeit?
Zuwendung?
Oder gar... Nähe?
"Ich denk an dich"?
"Alles egal, Hauptsache, du wirst gesund"?
"In Gedanken bin ich bei dir"?
Ist es falsch, mir so etwas zu wünschen?
Und vielleicht gerade jetzt ... besonders? In Momenten wie diesen?
So häufig sind die noch nicht mal.
Bin ich so falsch?
Ich kann das nicht glauben.
Ich kann mir das nicht vorstellen.
Meistens weiß ich, dass ich mir allein helfen muss. Manchmal aber schmerzt es trotzdem unglaublich.
Jetzt muss ich zu meinem nächsten Termin. Um zu erfahren, wie es mit dem Magen weitergeht.
Gut natürlich. So hat es zu sein.
Er wollte eben nicht mehr.
Genauso wie ich nicht mehr will.
Also ich meine nicht, dass ich nicht mehr sein will.
Ich will nur nicht mehr... tun müssen. Erkämpfen müssen.
Dieser Tage verstärkt sich wieder in mir dieses Empfinden: Ich habe zu funktionieren. Ich habe fröhlich zu sein. Ich habe stark zu sein. Ich habe mir selbst zu helfen. Auch wenn es mir nicht gut geht. Oder irgendwie... gerade dann. Wenn Miss Sunshine nicht singt und nicht tanzt und nicht lacht - dann ist sie selber schuld und kann sich demzufolge auch nur selber in die Arme nehmen. Oder sich selber schreiben. Oder was weiß ich.
![]() |
| http://weheartit.com/entry/45088438/via/jumoret |
Zuwendung?
Oder gar... Nähe?
"Ich denk an dich"?
"Alles egal, Hauptsache, du wirst gesund"?
"In Gedanken bin ich bei dir"?
Ist es falsch, mir so etwas zu wünschen?
Und vielleicht gerade jetzt ... besonders? In Momenten wie diesen?
So häufig sind die noch nicht mal.
Bin ich so falsch?
Ich kann das nicht glauben.
Ich kann mir das nicht vorstellen.
Meistens weiß ich, dass ich mir allein helfen muss. Manchmal aber schmerzt es trotzdem unglaublich.
Jetzt muss ich zu meinem nächsten Termin. Um zu erfahren, wie es mit dem Magen weitergeht.
Gut natürlich. So hat es zu sein.
Sonntag, 2. Dezember 2012
Tethered....
Es ist immer und immer wieder erstaunlich, wie viele Songs es gibt... Über die Liebe... Es ist soviel darüber gesagt worden, gesungen worden, geschrieben worden - und irgendwie... wird es mir nie niemals über... Wenn es gut gemacht ist.. So wie dieses Video, diese Musik, das mir in der Gesamtheit Gänsehaut macht..
Heute, am späten Nachmittag bin ich durch die Straßen gelaufen. Kleine Schneeflocken rieselten herab. Ich liebe es. Ich liebe diese Stimmung, dieses Gefühl, das es in mir auslöst.
Schneeflocken mit der Zunge einzufangen, sie auf der Zunge zergehen zu lassen.
Mir war sehr schlapp zumute, meine Knie waren weich. Ich dachte, ich schaffe keinen einzigen Schritt mehr. Aber dann kehrte ich ein in dieses kleine Strandlokal. Ich trank einen Tee.
Er war noch sehr heiß, ich mochte spontan diesen karamelligen Geruch. Und mit einem kleinen Löffel braunem Zucker war er perfekt. Und ich schaute hinaus auf den See. Die kleinen Boote, angekettet am Steg, im Schein der Laternen. Sie wiegten sacht auf dem Wasser - und ich fühlte mich wohl. Mit diesem Tee. Mit diesem Blick hinaus auf das Wasser.
In diesem Moment fiel alles von mir ab. Kein Raum, keine Zeit mehr. Ich habe diesen Augenblick so unsagbar genossen.
Mag die Vorweihnachtszeit auch hektisch und stressig sein... Es liegt an Dir, ob Du das mitmachst - oder in Deinem eigenen Tempo gehst...
Samstag, 1. Dezember 2012
I Found You - Culture Kultür
....bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker :)
Die Mörder-Medikamente und ihre Nebenwirkungen haben mich derzeit geschafft, der Blutverlust hat mich mittlerweile erschöpft und alles, wonach mir im Moment ist, ist neben Schlafen vor allem Musik hören. Auf dem Bett liegen, nur ein wenig Beleuchtung, es ist warm, die Heizung bollert und ich trage zwei Strickjacken - aber wenn ich so durch youtube hin und her flirre, hier und da reinhöre, dann bin ich mitunter schon nach den ersten Takten in einer ganz anderen Welt. Träume mich weit weg, irgendwohin, wo es warm und schön ist, wo das Meerwasser meine nackten Füße umspielt, wo der Duft von süßen, reifen Früchten in der Luft liegt, ein zarter Duft nach frischem Kaffee (mein Gott, mich lechzt danach, drei Tage Käffchenabstinenz sind fast eine Ewigkeit :))... Hach ja. Wende ich den Kopf und schau zum Fenster hinaus, dann ist es dunkel, überall leuchtet schon die Weihnachtsdeko und auf den Straßen ist es - mit Verlaub - arschglatt.
Weihnachten empfinden die Menschen mittlerweile ziemlich kritisch, konsumgeladen und vor allem stressig.
Das ist es wohl auch. Als ich heute Morgen den Weg in den Supermarkt wagte, weil die Glühbirne in meinem Badezimmer ihren Geist aufgegeben hatte (und ein fensterloses Bad ohne Beleuchtung ist nun mal... äh... schwierig ;)), da dachte ich, ich träume, wir haben wieder Sozialismus und in den Kaufhallen gibt es gerade Bananen und Orangen im Angebot. Irre. Ich frage mich, was an einem 1. Dezember so anders ist als an einem 1. Juni oder 1. August. Glauben die alle an den Maja-Kalender, der ja in Bälde endet und nach dem also die Welt untergehen soll - und horten die Menschen nun alles, was sie noch kriegen können?
Ich meine, heutzutage kannst Du beinah rund um die Uhr einkaufen gehen, na jedenfalls jeden Tag außer Sonntags (und manchmal sogar dann), es gibt jeden Tag alles wie gehabt, nichts ist anders - doch die Straßen in der Stadt, die Parkplätze vor den Supermärkten und in der Innenstadt sind bis zum Brechen gefüllt. Wirklich irre.
![]() |
| http://weheartit.com/entry/40087911/via/vickymaltesers |
Ich mag dieses Gefühl, kleine Überraschungen auszudenken und das Gesicht sehen, wenn sie ihre liebevoll gepackten kleinen Schachteln öffnen.
Ich brauch keine Geschenke, die teuer, groß und prunkvoll sind. Oder gar Praktisches wie Küchengeräte oder so ein Horror.
Mir genügt etwas ganz Kleines, mit dem man mir das Empfinden und die Liebe zeigt.
Ich wünsch Euch einen schönen 1. Advent.
Freitag, 30. November 2012
Selbst ist die Frau
Sohnemann wunderte sich.
"Es ist doch erst halb sechs und du willst schon schlafen gehen?"
Sechs Stunden Klinik können einen schon schaffen, aber davon weiß der Knabe glücklicherweise noch nichts. Davon ahnte nicht mal ich was, als ich heute Morgen Punkt Acht Uhr Dreißig im Labor ankam und mir anschließend ein roter Zettel für die Klinik in die Hand gedrückt wurde. "Sie fahren jetzt sofort da hin."
Dort verbrachte ich die meiste Zeit auf einer Liege, eine Infusion nach der anderen, leider kein Fröhlichmacherzeugs wie damals nach dem Unfall, und mittlerweile bin ich so zerstochen, dass ich bei einer Drogenrazzia durchaus in Erklärungsnöte käme.
"Ihre Milz ist zu groß", runzelte der Ultraschaller und ich witzelte: "Na Gott sei Dank, ich befürchtete schon, Sie würden mir das von meiner Leber sagen."
Dafür war der Blutdruck wieder in den behaglichen 80er Bereich abgerauscht, was mir zusätzliche Infusionen einbrachte. "Ihnen fehlt Flüssigkeit", sagte die Schwester entschuldigend und ich guckte auf den Beutel, den sie mir da anhängte. "Wenn Sie mir mal meine Tasche gäben, da is auch noch ne Flasche Wasser drin."
Große Klappe meinerseits, ich weiß - aber mein einziges wirksames Allheilmittel im Kampf gegen die Widrigkeiten des Seins. Wenigstens schaff ich das noch aus eigener Kraft und muss dazu nicht erst Pillen schlucken.
Als ich zwei Etagen höher geschoben wurde in eine kleine Kammer mit zwei Monitoren und einem Arzt und ich diesen fiesen schwarzen Schlauch sah, wurde ich mutig: "Ohne Spritze lass ich Sie da aber nicht rein!"
Er hat mich angeschmunzelt, das ist das letzte, woran ich mich erinnern kann.
Als ich erwachte, lag ich abseits in Nummer Drei, meine Papiere lagen auf meinen Beinen und irgendwo sah ich da einen roten Stempel. Aha. Übeltäter gefunden, Schnelltest positiv. Na dann kann ich ja jetzt erst mal nach Hause fahren.
![]() |
| http://www.handymeile-nord.de/A-Shop/wecando1.jpg |
"Können Sie nicht!" schaute mich die Schwester entgeistert an. "Nach einer Narkose dürfen wir Sie nicht gehen lassen. Auch nicht zur Bahn. Sie müssen abgeholt werden." Ja toll. Und von wem? Junior I könnte in frühestens drei Stunden da sein und Junior II besitzt leider keinen Mopped-Führerschein. Stellte ich mir übrigens witzig vor: Junior II auf einem Mopped und Mutter Helma hängt hinten drauf und schläft im Fahrtwind... Ich könnt jetzt glatt ein Comic dazu malen. Na ja vielleicht morgen. Außerdem liegt Junior II selber grad auf 'nem Krankenlager und täte sich bedanken, würde ich sagen: "Los, steig in die Bahn und gib deiner Mutti Begleitschutz."
Erst mal jedenfalls bekam ich meinen Arztbrief und die Instruktion, wie es weitergehen würde.
"Wer holt Sie ab?"
"Ich ruf meinen Sohn an. Wenns Ihnen nix ausmacht, würd ich gern draußen vor der Tür warten. Ich muss mal an die frische Luft." Sechs Stunden Krankenhausmief gehen einem echt auf die Lunge. Verstand sie.
Manchmal ist es gut, dass Krankenschwestern etwas überlastet sind. Da ist es nämlich OK, wenn Patientin H vor die Tür geht - und nicht mehr wiederkommt :)
Zunächst ging ich nämlich in den angrenzenden Supermarkt, auch um meine Aufmerksamkeit und die Sinne zu testen, und weil das ganz gut funktionierte, ging ich anschließend direkt zu meinem Auto. Hey, bis nach Hause sinds zehn Minuten, das werde ich ja wohl hinkriegen. Natürlich kriegte ich das hin.
Wie lange ich nun anschließend schlief, weiß ich nicht. Mich hatte das Ding-Dong einer eingehenden Handynachricht geweckt. Böse war ich darüber nicht: Es hatte mich aus einem Traum geweckt, von dem ich mir sage "Es geht wohl wieder los, oder was?" Ich weiß noch, dass ich im Auto saß, dass ich von zwei Männern verfolgt wurde, dass ich mich sichern wollte von wegen innen alles verriegeln und so - aber nicht konnte.
Der Nachteil ist nur... Ich bin jetzt wach, hellwach sozusagen - und keiner spricht mit mir oder antwortet mir. Außer der Magen. Vorlautes Ding.
Mittwoch, 28. November 2012
Tombola des Grauens
Früher mochte ich das gar nicht - die Gleichmütigkeit des Lebens. Ein stiller Fluss des Lebens, der gemächlich und jeden Tag auf dieselbe Weise den Weg hinunterspülte.
Dann begann es, das andere aufregende Leben und ich lernte, für mich allein zu entscheiden, für mich allein zu leben.
Ja... Wenn ich heute so resümiere, dann habe ich wohl nicht gut auf mich geachtet. Nicht genug auf mich geachtet. Hab ich zuviel auf andere geachtet und mich selbst dabei verloren?
Heute Abend, ungefähr drei Monate, nachdem alles begann, habe ich mich endlich mal auf den Weg zu meinem Doc gemacht. Irgendwie ging nix mehr und selbst ein Sturmichel wie ich musste einsehen: "Jünger wirste eben oooch nich." Auch die unter der Hand angepriesenen Hausmittel wie Heilerde vermochten ihren Dienst nicht zu verrichten. Und das Zeug schmeckt wirklich wie.... "Datt is wohl een Vorgeschmack für viel später, oder?" richtete ich noch ein Grinsen in die Mittagsrunde.
Und so schwang heut Abend der Doc das Rädchen, die Tombola des Grauens und was kam dabei heraus?
"Sie haben den Hauptpreis, Sie haben ein Magengeschwür gewonnen!"
Mein allererster Gedanke ging zu meines Vaters Worten, der ja immer zu sagen pflegt: "Spotte nicht mit der Eule, das is auch nur 'n Vogel." Und hatte ich nicht erst letzte Woche noch im trauten Kollegenkreis gewitzelt: "Wenn das hier so weitergeht, krieg ich noch ein Magengeschwür!"? Ja Helma... Hättste dir lieber mal einen besseren Witz einfallen lassen. Frei nach: Wenn das so weitergeht, werde ich Bundeskanzler.
Dann kann ich auf Staatskosten durch die Welt reisen, Briefe unterzeichnen, die andere für mich ausgedacht und auch gleich noch geschrieben haben, sowie mich auf ein Kaffeekränzchen einladen bei denen, die Millionen Schulden verursacht haben, nur um dort sinnieren, wie wirs anderen Leuten wieder aus der Tasche ziehen.
Ha ha!
Schon wenn ich drüber nachdenk oder über die saftige Strompreiserhöhung, die mir gestern ins Haus geflattert kam, da bekomm ich ein zweites... nein nein nein, ich sprechs besser nicht aus, man weiß ja nie, ich habs kapiert!
Mein Puls war vermutlich auch nicht der Beste, mein EKG will er morgen noch mal wiederholen und beim Blutdruck staunte er: "155?" Das wollt ich gar nicht glauben. Dafür, dass er für gewöhnlich im 90er Bereich rumkriecht (mir kommt grad so in den Sinn... Diese Größenordnung könnte sich ja mal meine Hüfte vom Blutdruck abgucken? Wie war das noch mit Teamgeist?), staunten wir nun in geeinter Zweisamkeit, doch wischte ich seine Bedenken kurzerhand vom Tisch: "Wissense, datt is bestimmt noch von vorhin, isch hab misch förchterlich offgerescht beim Autofahren!" Da hat er dann doch gelacht, der Doc, und mir drei gnadenlose Zettel präsentiert.
Ein Rezept für den Magen.
Ein Belehrungszettel für das morgige Labor.
Und einen gelben Zettel für die amtlich verordnete Auszeit.
Den Tombola Bonus gabs dann noch gratis mit auf den Weg: "Wenn das bis Montag nicht besser ist, weise ich Sie in die Klinik ein." è basta. Da kennt er kein Pardon, der Doc.
Aber er kennt mich eben nicht. Die Helma Ziggenheimer. Das nordische Unkraut, das nicht vergeht. Die hat mal eben ihr Hamsterrad gestoppt. Vielleicht kapiert sies ja jetzt endlich. Besser spät als nie.
Dann begann es, das andere aufregende Leben und ich lernte, für mich allein zu entscheiden, für mich allein zu leben.
Ja... Wenn ich heute so resümiere, dann habe ich wohl nicht gut auf mich geachtet. Nicht genug auf mich geachtet. Hab ich zuviel auf andere geachtet und mich selbst dabei verloren?
Heute Abend, ungefähr drei Monate, nachdem alles begann, habe ich mich endlich mal auf den Weg zu meinem Doc gemacht. Irgendwie ging nix mehr und selbst ein Sturmichel wie ich musste einsehen: "Jünger wirste eben oooch nich." Auch die unter der Hand angepriesenen Hausmittel wie Heilerde vermochten ihren Dienst nicht zu verrichten. Und das Zeug schmeckt wirklich wie.... "Datt is wohl een Vorgeschmack für viel später, oder?" richtete ich noch ein Grinsen in die Mittagsrunde.
Und so schwang heut Abend der Doc das Rädchen, die Tombola des Grauens und was kam dabei heraus?
"Sie haben den Hauptpreis, Sie haben ein Magengeschwür gewonnen!"
Mein allererster Gedanke ging zu meines Vaters Worten, der ja immer zu sagen pflegt: "Spotte nicht mit der Eule, das is auch nur 'n Vogel." Und hatte ich nicht erst letzte Woche noch im trauten Kollegenkreis gewitzelt: "Wenn das hier so weitergeht, krieg ich noch ein Magengeschwür!"? Ja Helma... Hättste dir lieber mal einen besseren Witz einfallen lassen. Frei nach: Wenn das so weitergeht, werde ich Bundeskanzler.
Dann kann ich auf Staatskosten durch die Welt reisen, Briefe unterzeichnen, die andere für mich ausgedacht und auch gleich noch geschrieben haben, sowie mich auf ein Kaffeekränzchen einladen bei denen, die Millionen Schulden verursacht haben, nur um dort sinnieren, wie wirs anderen Leuten wieder aus der Tasche ziehen.
Ha ha!
Schon wenn ich drüber nachdenk oder über die saftige Strompreiserhöhung, die mir gestern ins Haus geflattert kam, da bekomm ich ein zweites... nein nein nein, ich sprechs besser nicht aus, man weiß ja nie, ich habs kapiert!
Mein Puls war vermutlich auch nicht der Beste, mein EKG will er morgen noch mal wiederholen und beim Blutdruck staunte er: "155?" Das wollt ich gar nicht glauben. Dafür, dass er für gewöhnlich im 90er Bereich rumkriecht (mir kommt grad so in den Sinn... Diese Größenordnung könnte sich ja mal meine Hüfte vom Blutdruck abgucken? Wie war das noch mit Teamgeist?), staunten wir nun in geeinter Zweisamkeit, doch wischte ich seine Bedenken kurzerhand vom Tisch: "Wissense, datt is bestimmt noch von vorhin, isch hab misch förchterlich offgerescht beim Autofahren!" Da hat er dann doch gelacht, der Doc, und mir drei gnadenlose Zettel präsentiert.
Ein Rezept für den Magen.
Ein Belehrungszettel für das morgige Labor.
Und einen gelben Zettel für die amtlich verordnete Auszeit.
Den Tombola Bonus gabs dann noch gratis mit auf den Weg: "Wenn das bis Montag nicht besser ist, weise ich Sie in die Klinik ein." è basta. Da kennt er kein Pardon, der Doc.
Aber er kennt mich eben nicht. Die Helma Ziggenheimer. Das nordische Unkraut, das nicht vergeht. Die hat mal eben ihr Hamsterrad gestoppt. Vielleicht kapiert sies ja jetzt endlich. Besser spät als nie.
![]() |
| http://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2012/08/hamsterrad.gif |
Montag, 26. November 2012
The Person You Are Calling Is Not Available At Present
Es hat heute ungefähr nur eine Stunde gedauert, dann meinte der Chef zu mir: "Du bist heute so ernst, du machst mir richtig Angst." Nachdem er mir noch zweimal dieses oder ähnliches unter die Nase rieb, platzte mir der Kragen: "Muss ich denn hier jeden Tag den Clown machen?"
Ich glaube, er war mindestens genauso erschrocken wie ich.
Und natürlich habe ich mich auch dafür entschuldigt. Also wenigstens für den Knalleffekt. Für die Worte an sich nicht. Ich glaube, er verstand, was ich sagen wollte.
Vielleicht wars ein typischer Montags-Blues (wobei, dem unterliege ich doch sonst nicht?), mich nervte jedenfalls schon am frühen Morgen die schätzungsweise dreißigjährige Oma mit ihrem scheiß Winzmini, die erst abrupt vor der grünen Ampel abbremste und stehenblieb??? (klar, es hätte ja auch mal wieder rot werden können!!) und dann stadtauswärts richtig schön mittig auf beiden Spuren fuhr, damit auch ja niemand an ihr vorbeikam!
Und wer beim Führerscheinlehrgang aufgepasst hat, weiß, dass an einer Kreuzung, wo sich zwei Autos gegenüberstehen, derjenige warten muss, der links abbiegen will. Wenn aber der Vollidiot von gegenüber wartet und wartet und wartet und erst dann gemächlich auch auf links abbiegen stellt - da könnte ich glatt über die Decke von New Blue hinauswachsen und Null Komma Drei Millisekunden!!!
Ja, mein Wochenende war einfach nur schön - und mein einziger Lichtblick. Alles andere nervt mich momentan komplett an.
Am meisten ärgert mich, wenn Leute mir ihre Meinungen aufzwingen nach dem Motto: "Es ist so, weil ich es so sehe."
Aha. Nur weil ich nicht jeden Tag dauerpräsent bin im Internet, ist jeder, der dort wartet, mein Notnagel für die Zeit, wenn ich mal wieder da bin. Vorzugsweise übrigens unter der Woche und jedes zweite oder dritte Wochenende. So ein Schwachsinn ey, da könntsch echt ausflippen. Zum einen beanspruche ich nie niemals, dass jeder mit mir dazusein hat. Oder dass ich mich beklagen würde, wenn andere eben auch mal anderes zu tun haben als das Internet. Zum anderen, und das dürfte dem einen oder anderen Kritiker aufgefallen sein, bin ich immer weniger online präsent. Zumindest bei Fratzenbuch oder im privaten Mail-und-Chat-Bereich.
Bei anderen heißts dann nur: "Ja hallo, ich hatte zu arbeiten." Ja was glauben die, was ich mache??? Ringelpietz mit Anfassen oder was??? Ich weiß auch gar nicht, wieso ich so einen Scheiß überhaupt rechtfertige. Es gibt nicht mal was rechtzufertigen. Wenn ich kann, bin ich da. Wenn ich nicht kann, bin ich nicht da. Und wenn hier jemand meint, das wäre nur an ausgewählten Wochenenden so, dann ist das sein Problem, nicht meins.
Was mich zusätzlich fertigmacht, aber so richtig fertigmacht, ist, dass ich in Streitigkeiten hineingezogen werde, die im Grunde nur am Rande mit mir etwas zu tun haben, wenn denn überhaupt - und wer ist am Ende die Blöde? Na klar.
Es kann nur eine geben.
Nämlich ich.
Wenn ich also offenbar keine Grenzen gezogen krieg, dann probier ichs ab sofort mit einem Feuerkreis. Das schreckt die einen oder anderen dann vielleicht ab, überhaupt erst an mich heranzutreten.
Ja, ich bin heute richtig RICHTIG mies drauf, und auch, wenn man das von mir normal so nicht kennt, ist es so und ich entschuldige mich auch nicht dafür. Ich habs echt bis oben hin, hingehalten, beschuldigt oder auch verarscht zu werden.
Immer nur da sein zu sollen, wenns grad gebraucht wird - und sonst kann ich mich gern trollen und kriege auch noch eine an den Latz dafür, dass ich Fragen beantworte.
Phhh.
Mir reichts.
Ich muss mich jetzt mal einfach nur um mich selber kümmern - und ich will es auch so. Wenn sich jeder selbst der Nächste ist, soll auch keiner über mich meckern. Schließlich habe ich seit zehn Tagen Magenschmerzen, seit drei Monaten wildes Herzstolpern - aber nett, dass wenigstens eine mal nach mir gefragt hat.
Also: Coming Soon. Oder auch nicht. Ich schalte meine Telefone aus und lese Mails nur noch dann, wenn ich das möchte. Und beantworten tu ich sie erst, wenn ich es kann. Jetzt gehts mir einfach mal nur um mich.
È basta.
Ich glaube, er war mindestens genauso erschrocken wie ich.
Und natürlich habe ich mich auch dafür entschuldigt. Also wenigstens für den Knalleffekt. Für die Worte an sich nicht. Ich glaube, er verstand, was ich sagen wollte.
Vielleicht wars ein typischer Montags-Blues (wobei, dem unterliege ich doch sonst nicht?), mich nervte jedenfalls schon am frühen Morgen die schätzungsweise dreißigjährige Oma mit ihrem scheiß Winzmini, die erst abrupt vor der grünen Ampel abbremste und stehenblieb??? (klar, es hätte ja auch mal wieder rot werden können!!) und dann stadtauswärts richtig schön mittig auf beiden Spuren fuhr, damit auch ja niemand an ihr vorbeikam!
Und wer beim Führerscheinlehrgang aufgepasst hat, weiß, dass an einer Kreuzung, wo sich zwei Autos gegenüberstehen, derjenige warten muss, der links abbiegen will. Wenn aber der Vollidiot von gegenüber wartet und wartet und wartet und erst dann gemächlich auch auf links abbiegen stellt - da könnte ich glatt über die Decke von New Blue hinauswachsen und Null Komma Drei Millisekunden!!!
Ja, mein Wochenende war einfach nur schön - und mein einziger Lichtblick. Alles andere nervt mich momentan komplett an.
Am meisten ärgert mich, wenn Leute mir ihre Meinungen aufzwingen nach dem Motto: "Es ist so, weil ich es so sehe."
Aha. Nur weil ich nicht jeden Tag dauerpräsent bin im Internet, ist jeder, der dort wartet, mein Notnagel für die Zeit, wenn ich mal wieder da bin. Vorzugsweise übrigens unter der Woche und jedes zweite oder dritte Wochenende. So ein Schwachsinn ey, da könntsch echt ausflippen. Zum einen beanspruche ich nie niemals, dass jeder mit mir dazusein hat. Oder dass ich mich beklagen würde, wenn andere eben auch mal anderes zu tun haben als das Internet. Zum anderen, und das dürfte dem einen oder anderen Kritiker aufgefallen sein, bin ich immer weniger online präsent. Zumindest bei Fratzenbuch oder im privaten Mail-und-Chat-Bereich.
Bei anderen heißts dann nur: "Ja hallo, ich hatte zu arbeiten." Ja was glauben die, was ich mache??? Ringelpietz mit Anfassen oder was??? Ich weiß auch gar nicht, wieso ich so einen Scheiß überhaupt rechtfertige. Es gibt nicht mal was rechtzufertigen. Wenn ich kann, bin ich da. Wenn ich nicht kann, bin ich nicht da. Und wenn hier jemand meint, das wäre nur an ausgewählten Wochenenden so, dann ist das sein Problem, nicht meins.
![]() |
| http://www.kimberlywick.com/wp-content/themes/kw/images/shop/shop_were_closed_sm.jpg |
Was mich zusätzlich fertigmacht, aber so richtig fertigmacht, ist, dass ich in Streitigkeiten hineingezogen werde, die im Grunde nur am Rande mit mir etwas zu tun haben, wenn denn überhaupt - und wer ist am Ende die Blöde? Na klar.
Es kann nur eine geben.
Nämlich ich.
Wenn ich also offenbar keine Grenzen gezogen krieg, dann probier ichs ab sofort mit einem Feuerkreis. Das schreckt die einen oder anderen dann vielleicht ab, überhaupt erst an mich heranzutreten.
Ja, ich bin heute richtig RICHTIG mies drauf, und auch, wenn man das von mir normal so nicht kennt, ist es so und ich entschuldige mich auch nicht dafür. Ich habs echt bis oben hin, hingehalten, beschuldigt oder auch verarscht zu werden.
Immer nur da sein zu sollen, wenns grad gebraucht wird - und sonst kann ich mich gern trollen und kriege auch noch eine an den Latz dafür, dass ich Fragen beantworte.
Phhh.
Mir reichts.
Ich muss mich jetzt mal einfach nur um mich selber kümmern - und ich will es auch so. Wenn sich jeder selbst der Nächste ist, soll auch keiner über mich meckern. Schließlich habe ich seit zehn Tagen Magenschmerzen, seit drei Monaten wildes Herzstolpern - aber nett, dass wenigstens eine mal nach mir gefragt hat.
Also: Coming Soon. Oder auch nicht. Ich schalte meine Telefone aus und lese Mails nur noch dann, wenn ich das möchte. Und beantworten tu ich sie erst, wenn ich es kann. Jetzt gehts mir einfach mal nur um mich.
È basta.
Sonntag, 25. November 2012
Well Done! Oder: Der Sonntagskrimi
Ich gebe es zu: Ich bin einer der Fernsehzuschauer, die, wenn sie zu Hause sind, ständig irgendwie den TV laufen haben - damit überhaupt jemand zu mir spricht - aber nur selten hinschauen, geschweige denn von etwas gefesselt werden.
Als ich noch jünger war, war ich begeisterter Anhänger von ER - Emergency Room. Davor oder danach war ich mindestens ebenso glühender Anhänger von Ally McBeal. Und die ersten Staffeln von Greys habe ich auch noch treu mitverfolgt. Aber dann... Irgendwie muss ich gestehen, gibt es immer weniger zu sehen, von dem man sagen kann: Das MUSS man unbedingt gesehen haben.
Entweder sind die Sendungen derart mit Werbeblöcken zugespammt, dass eine Folge von eigentlich dreißig Minuten auf Minimum hundertzwanzig Minuten gedehnt wird, so dass ich in der Regel vor dem ersehnten Ende einschlafe oder entnervt vorher wegschalte - oder aber es wird einem ein derart geistiger Bullshit serviert, dass ich mich immer noch frage, wieso wir eigentlich nicht die Fernsehanstalten verklagen können für den täglichen Missbrauch unserer Sinne.
Klar kann ichs ausschalten - aber wer spricht dann noch mit mir? Meine Söhne nur, wenn sie merken, dass irgendwas fehlt. Essen. Trinken. Manchmal nicht mal das.
Was ich aber doch in den letzten Monaten immer häufiger schaue, ist das Formel 1-Rennen. Dass der Schuhmacher ein ausgesprochen guter Fahrer ist, würde ich auch gar nicht bestreiten wollen. Meine Sympathie gehört trotzdem dem Vettel. Ich mag dessen Auftreten. Seine Bescheidenheit. Seinen Kampfgeist.
Und was heute Nachmittag ablief, würde ich getrost als Krimi zum Sonntag anpreisen, noch vor dem Tatort. Mal nicht auf Pole, ok, aber dann gleich noch nach dem Start auf den letzten Platz zurückfallen, sich nach vorn kämpfen, Boxenstops, wieder zurückfallen, wieder vorkämpfen, Regen, Unfälle, Schlenker én masse, da wusste man echt bis zur letzten Runde nicht: Packt ers noch oder doch nicht?
Er hats gepackt!! Der kleine Große. Ein Glückwunsch auch von mir vom Sofa aus. Den Sieg hat er sich echt verdient. Klasse. Sowas guck ich gern. Reality TV der anderen Art :)
Doch jetzt husch ich ins Bett mit Wärmflasche und echtem chinesischen Tee. Der einzige, der meinen Magenschmerzen etwas entgegensetzen kann. Na denn Prost.
Als ich noch jünger war, war ich begeisterter Anhänger von ER - Emergency Room. Davor oder danach war ich mindestens ebenso glühender Anhänger von Ally McBeal. Und die ersten Staffeln von Greys habe ich auch noch treu mitverfolgt. Aber dann... Irgendwie muss ich gestehen, gibt es immer weniger zu sehen, von dem man sagen kann: Das MUSS man unbedingt gesehen haben.
Entweder sind die Sendungen derart mit Werbeblöcken zugespammt, dass eine Folge von eigentlich dreißig Minuten auf Minimum hundertzwanzig Minuten gedehnt wird, so dass ich in der Regel vor dem ersehnten Ende einschlafe oder entnervt vorher wegschalte - oder aber es wird einem ein derart geistiger Bullshit serviert, dass ich mich immer noch frage, wieso wir eigentlich nicht die Fernsehanstalten verklagen können für den täglichen Missbrauch unserer Sinne.
Klar kann ichs ausschalten - aber wer spricht dann noch mit mir? Meine Söhne nur, wenn sie merken, dass irgendwas fehlt. Essen. Trinken. Manchmal nicht mal das.
Was ich aber doch in den letzten Monaten immer häufiger schaue, ist das Formel 1-Rennen. Dass der Schuhmacher ein ausgesprochen guter Fahrer ist, würde ich auch gar nicht bestreiten wollen. Meine Sympathie gehört trotzdem dem Vettel. Ich mag dessen Auftreten. Seine Bescheidenheit. Seinen Kampfgeist.
Und was heute Nachmittag ablief, würde ich getrost als Krimi zum Sonntag anpreisen, noch vor dem Tatort. Mal nicht auf Pole, ok, aber dann gleich noch nach dem Start auf den letzten Platz zurückfallen, sich nach vorn kämpfen, Boxenstops, wieder zurückfallen, wieder vorkämpfen, Regen, Unfälle, Schlenker én masse, da wusste man echt bis zur letzten Runde nicht: Packt ers noch oder doch nicht?
Er hats gepackt!! Der kleine Große. Ein Glückwunsch auch von mir vom Sofa aus. Den Sieg hat er sich echt verdient. Klasse. Sowas guck ich gern. Reality TV der anderen Art :)
Doch jetzt husch ich ins Bett mit Wärmflasche und echtem chinesischen Tee. Der einzige, der meinen Magenschmerzen etwas entgegensetzen kann. Na denn Prost.
Abonnieren
Posts (Atom)














