Dienstag, 10. September 2013

Das Sorgenkind der Station

So hat der Chefarzt heute meine Mom bezeichnet.
Das Wasser haben sie aus der Lunge gezogen, ihr verschiedene Medikamente über Infusion verabreicht und doch...
Es ist immer noch (oder wieder?) Wasser in der Lunge, das Fieber schießt immer noch und immer wieder hoch, die Entzündungswerte sind zu hoch - und noch immer weiß niemand, was eigentlich los ist.
Borreliose wurde getestet, ist es nicht.
Alle gängigen Infektionen wurden getestet, sind es nicht.
Dass sich die Infektion, die im Knie begann, ausgebreitet hat, soll so nicht passiert sein.

Und nun?
"Sie wollen noch ein MRT vom Knie und sie wollen das Nervenwasser punktieren", sagt sie hustend am Telefon.
Dass sie als Kind an Tuberkulose litt, soll jetzt auch noch mal in den Fokus gerückt werden.

Und ich bin immer noch viel zu weit weg.
Und was immer hier auch rumfliegt, ich hab es mir eingefangen und liege nun selber flach. Wie hier jeder gefühlt Dritte. Irgendwie ist es wohl auch kein Wunder. Zwei Tage 13 Grad, zwei Tage 30 Grad.
Bei mir weiß ich, woran es liegt.
Bei meiner Mom wären wir froh, wenn wir es nicht nur wüssten, sondern sie auch endlich gesund werden könnte.

Montag, 9. September 2013

Sags ihm


Grad wieder mal eine Folge im TV gesehen 
und mich gefragt:
"Ob Ally wohl die Mutter aller Bridgets, Christines und anderen
tollpatschigen, unglücklich verliebten und am Ende doch im
Honeymoon schwingenden Film- und Serientöchter war?"
Egal. 
Ich mag die Musik.
Und die Ally.
Und die Erinnerung an eine intensive Zeit.
Das wäre mal wieder ein Song für den nächtlichen Highway.

Donnerstag, 5. September 2013

Vorm Ertrinken gerettet. Im eigenen Heim.

Als ich vorgestern gegen 21 Uhr müde und k.o. nach Hause kam, fielen mir im Briefkasten zwei kleine Flyer im lustigsten PolDeutsch entgegen.
Man suchte Schrott aller Art - klar, kann man Geld mit verdienen, wenn genug zusammen kommt. Nichtsdestotrotz jedoch konnte ich auf diese Art und Weise endlich loswerden, was bei der letzten Sperrmüllabholung erfolgreich ignoriert (und entsprechend murrend unsererseits wieder in den Keller getragen) wurde: ein Fahrrad, dessen Räder sich zu einer 16 verformt hatten; ein Geschirrspüler, der bereits vor 2 Jahren seinen Dienst erfolgreich versagte, ein alter Nähmaschinentisch (ohne Nähmaschine, hatte aber gut als Fernsehtisch fungiert), ein uralter Drucker... na ja und so Zeugs halt.
Meine Söhne waren ja nun nicht soooo begeistert, als ich gestern Abend gegen 19.30 Uhr heimkehrte und erklärte: "Ich bereite das Abendessen und ihr tragt das Zeug an die Straße."
Dazu muss man allerdings auch sagen: Der Geschirrspüler befand sich bis gestern in meiner Küche - auch wenn er, wie bereits gesagt, schon seit 2 Jahren keinen Dienst mehr verrichtete, dieses faule Elend. Aber so eine Lücke sieht ja auch irgendwie bescheiden aus, außerdem hatte ich lange auch keinen Plan, wie ich die Lücke hätte füllen mögen - und ich hatte keine Lust auf den umständlichen Sperrmüllweg.
Aber wenns ruft "kostenfreie Abholung", dann mobilisiert sich auch eine Helma Ziggenheimer.
Zu Beginn der gestrigen Aktion jedenfalls stoppten alle Bemühungen gleich wieder, als wir feststellen mussten: Der Geschirrspüler endet mit zwei Schläuchen - und die wiederum enden an meiner Küchenwand.
Eigentlich kein Thema.
Eigentlich...
Ich heiße ja schließlich nicht Hulk, sondern Helma, meine Kräfte sind entsprechend limitiert - und die Jugend noch.. äh.. ahnungslos im Umgang mit Schrauber und Zange. Zu ihrer Entschuldigung müsste ich aber sicherlich anfügen, dass sie solche Sachen bei mir bis dato auch nicht erledigen brauchten - und dass gewisse Schrauben und Muttern nicht nur schlecht "anzupacken" waren, sondern sich über die Jahre hinweg auch ordentlich "angemottet" hatten. Angesichts der Uhrzeit, meiner körperlichen und seelischen leicht instabilen Verfassung (und überhaupt habe ich keine Geduld für Dinge, die sich nicht eins-zwei-flott erledigen lassen) griff ich beherzt zur Geflügelschere: "Jungs, das ham' 'mer gleich."
"Ist das denn kein Druckschlauch?" wurde ich heute, als ich während der Mittagspause diese Anekdote zum Besten gab, vom Kollegen gefragt - und ich grinste vielsagend: "Der erste nicht!"
Den ersten Schlauch habe ich demzufolge erfolgreich abgesäbelt.
Beim zweiten...
"Mutti, du hast das Wasser nicht abgestellt!"
"Ja, das seh ich nun auch! Hol einen Eimer, aber flott!"
Sekunde. Minute. Und das Wasser spritzte. Und Helma duschte. Mitten unter der Küchenspüle.
"DEN EIMER, JUNGS!" brüllte ich verzweifelt.
"Ja doch, gleich, ich bin nur kurz auf dem Klo."
Alter Falter. Da fällt dir nix mehr ein. Nur Dilettanten im Hause Ziggenheimer, die Mutter eingeschlossen.
Jedenfalls kam das Jüngelchen dann mit Eimer und der andere schraubte endlich den Zulaufhahn zu.
Die Familie vor dem Ertrinken gerettet.
Jetzt hätte nur noch gefehlt, dass die Polen oder Russen oder Rumänen oder wer auch immer das Zeug gar nicht abgeholt hätten. In dem Falle wäre dann vermutlich bei mir ein Punkt erreicht, wo ich mich hingesetzt und einen Brief an Angie verfasst hätte mit dem Hinweis, doch bitte die Grenze nach Osten wieder zu schließen - es wäre eh kein Verlass auf die Brüder. Ich weiß, ist gemein und ungerecht. Ist aber gerade so mein ich-sitz-auf-meinem-Pulverfass-und-irgendwann-muss-sie-raus-die-ganze-Hühnerkacke-Gefühl.
Aber sie dürfen bleiben.
Heute Morgen gegen acht waren sie da und luden alles erfolgreich ein.
Na bitte. Manches geht eben doch.

Quelle Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/Bundesarchiv_Bild_183-2004-0512-508,_Berlin,_Erfrischung_aus_dem_Wasserschlauch.jpg


Dienstag, 3. September 2013

Tausend Kilometer an einem Tag für eine Stunde

...bin ich heute gefahren, nur um MEINE zu besuchen.
Ein halbes Jahr lang Schmerzen, nun seit zehn Tagen Klinik - und niemand weiß, was hier geschieht.
Woher das Fieber, woher das Wasser in der Lunge?
Zwei Sätze, und schon wird sie müde.
Aufrecht sitzen kann sie nicht, flach liegen auch nicht. Aufstehen darf sie nur, wenn sie zur Toilette muss. Ihre Hände und Arme zerstochen. Der Körper abgemagert.
Und die Augen... So müde und erschöpft.

Mit lustigen Anekdoten aus meinem Alltag habe ich ihr ein Lächeln auf die aufgeplatzten Lippen gezaubert.
Und draußen vor der Tür habe ich hemmungslos geweint.

Nun bin ich wieder zu Hause und vor lauter Sorge finde ich keine Ruhe.
Wie schnell sich doch vieles relativiert, wenn man Angst hat.




Sonntag, 1. September 2013

Der Morgen danach

"Mein lieber Sohn,

hinter Dir liegt Deine erste Nacht mit einem Mädchen - und ich habe mich an, so hoffe ich, alle Spielregeln gehalten. Ich habe mich brav in meinem Kämmerlein aufgehalten, fast ausschließlich Musik gehört und sogar überlegt, ob es eine Alternative zur Badezimmerbenutzung gibt (das kleine Ding ist das einzige, das mein und Dein Zimmer trennt). Wenn man morgens um drei Uhr noch wach liegt und überlegt, ob man jetzt vielleicht doch mal aufs WC könnte oder ob man es bis zum Morgen aushielte, wo Ihr mit Sicherheit schon oder noch schlaft, dann kann einem das schon den einen oder anderen Schweißtropfen auf die Stirn treiben.
Hey vergiss nicht, die Situation ist auch neu für mich und ich habe es leider, leider versäumt, mir rechtzeitig einen Knigge "Verhaltensregeln für die Mama, wenn der Sohn die erste Freundin bei sich schlafen lässt" zu besorgen.
Also schlich ich um exakt 3.45 Uhr leicht gekrümmt und x-beinig in mein Badezimmer und erwachte pünktlich um exakt 8.24 Uhr: Frühstückszeit! Von Dir weiß ich, dass Deine kleine zarte Freundin ständig Hunger hat (kann ich gut nachvollziehen, übrigens) und während ich noch überlegte: "Wie mach ich das jetzt eigentlich: Decke ich den Tisch für uns drei oder ist das uncool? Stell ich Euch ein Tablett vor die Tür oder könnte Deine Freundin dann denken, dass ich mit ihr nichts zu tun haben möchte?" Schwierig, mein Sohn, aber vielleicht fehlt uns da ja auch nur ein wenig Routine?
Wenigstens stellte ich Dir über whatsapp die Frage, wie Ihr denn wünschtet zu frühstücken - aber eine Antwort kam leider nicht. Ich vermute mal, dass Du es tunlichst vermeidest, an Dein Handy zu gehen, solange Du nicht allein bist. Auch junge Liebe ist hochdramatisch eifersüchtig, und mir ist diese Kette plus Eisenkugel an Deinem Bein nicht verborgen geblieben. So wie mir auch nicht verborgen blieb, dass Dein Handy bei eingehenden Nachrichten nur noch akustisch, aber nicht mehr visuell signalisiert, dass da Nachrichten eingehen. Ja und dann weiß man ja nicht, wer da schreibt und ob Du eventuell Kopf & Kragen riskierst, wenn Du an Dein Handy gehst.
Also habe ich erst mal den gut gefüllten Kühlschrank sortiert und Euch ein Frühstück zubereitet, das einem Prinzen mit seiner Prinzessin bestimmt alle Ehre gemacht hätte. Aber das kommt ja irgendwie auch hin, oder?
Ja und weil immer noch keine Antwort von Dir kam und ich mich aber auch nicht wagte, an die Tür zu klopfen, da habe... ich Dich einfach angerufen. So von Sofa zu Sofa.
Wieso kommst du denn nicht einfach rein, hast Du mich kopfschüttelnd gefragt und ich musste lachen: Ich hab mich nicht getraut!
Bitte erinner Dich: Auch für mich ist das alles neu, und so ein bisschen Restunsicherheit bleibt!
Als Du dann Euer Frühstückstablett holtest, flüsterte ich Dir noch schnell die Frage zu: "Gehts dir gut?" und eigentlich hatte ich ein Grinsen oder so erwartet, von mir aus auch ein vielsagendes, aber nein, Du schautest mich an und meintest: "Irgendwie nicht, mir ist übel."
Na ja Junior... Solange Du mit Morgenübelkeit erwachst und nicht Deine Freundin, bin ich aber doch schon beruhigt!
So, und jetzt frühstückt Ihr im Bett und guckt irgend nen Horrorfilm auf meinem Laptop und ich bekam dafür Deinen alten Schinken. Na ja, die Hauptsache ist ja, dass ich bloggen kann.
Dann lasst es Euch mal schmecken und eines wollte ich Dir noch sagen:
Ich hab Dich echt doll lieb und freu mich über jeden Schritt, den Du tust und der mir zeigt, wie gesund Du Dich entwickelst. Mein kleiner Sonnenschein ist ein junger Mann geworden, der weiß, was er will und wie er es bekommt. Ich bin wahnsinnig stolz auf Dich, dass Du Deinen Weg gehst und Dich auch nicht verbiegen lässt.

Deine Dich liebende Mutter.

P.S.: Ich hoffe, es ist nicht schlimm, dass von den frisch gebackenen Brötchen und den frisch gekochten Eiern jeweils zwei fehlten. Von irgendwas muss ich schließlich auch leben."

Samstag, 31. August 2013

Schalldicht



....bin ich "abgeschottet" mit diesen Tönen ;)

Nichtsdestotrotz fiel mir gerade auf, dass ich in letzter Zeit verstärkt auf Songs reagier,
die von unerfüllter Liebe und von Trennungsschmerz handeln.
So wie auch dieser hier.
Dabei... geht es mir doch gut?
Oder weiß hier jemand etwas, das ich nicht weiß?
Mir fiel aber auch auf, dass gerade diese Songs
etwas Positives in mir auslösen.
Versteh einer die Welt.

Sie ist süß und sie ist siebzehn

Quelle: http://www.flickr.com/photos/cindy47452/3952524275/
Aha.
So also sieht die erste richtige Freundin meines Sohnes aus. Okay, also Geschmack hat er. Ich dachte ja auch, dass ich vielleicht doch irgendwie ein Problem damit hätte, wenn Junior seine ersten über-Nacht-Erfahrungen macht (ja ich weiß, so was geht auch am Tage und überall, aber was ich nicht weiß und so, ne, alles klar?) - so von wegen erwachsen werden und so. Aber nee - gar nicht. Ich habe ihr brav die Hand gegeben und mich brav in mein Zimmerchen zurückgezogen. Tür zu. Kopfhörer auf.
Nichtsdestotrotz musste ich vor lauter Aufregung erst mal eine Schokowaffel zu mir nehmen.

Ziggenheimer aus der Asche



Ein paar Tage wars ziemlich ruhig um mich und auch wenn man mir das nicht angemerkt haben mochte: Dieser freie Fall hatte sich eigentlich schon vor ein paar Wochen, vielleicht Monaten angekündigt.
2012 war in der Tat mein ausgesprochenes Sonnenjahr - und 2013 hat mir von Beginn an eine Last mitgebracht, von der ich mir zuweilen nicht sicher war, ob ich sie tragen kann - oder will.
Aber das ist ja irgendwie alles Papperlapappski - na klar trage ich sie, was auch sonst. Alles andere wäre ja aufgeben und das hab und hatte ich nun wirklich nicht vor.
"...the sun is still shining in the deep blue sky..."
Und das wird auch immer so sein.
Auch wenn ein Ereignis dem nächsten folgte, geprägt von Angst, Sorge, Unsicherheit - und mit zu wenig Raum für Fröhlichkeit und vor allem Unbeschwertheit. 
Der Text des Annie Lennox Titels, den ich schon vor zwei Tagen aus den Tiefen meines Fundus' ausgegraben hab, ist ja nun alles andere als leicht & unbeschwert - und dennoch beflügelt er mich. 
So sehr, dass ich fast ausschließlich nur diesen hörte, als ich heute Nachmittag durch die Innenstadt tingelte, hier ein Käffchen, dort ein Eis (haut mich, aber das von McDonalds mit den Smarties ist und bleibt mein Lieblingseis) - und während die meisten Leute sich vor dem Sommerregen versteckten und sich irgendwo unterstellten, lief ich einfach weiter durch die Straßen. 
Ich liebe den Sommerregen. Große, schwere, warme Tropfen - sie schmecken auch ganz anders als die Regentropfen im Herbst und sowieso im Winter. Ich mag sie auf meiner Haut, ich mag sie auf meiner Zunge und ich mag sie auf meinen nackten Beinen. 

"Wie sind denn hier eigentlich die Preise?" fragte mich ein netter älterer Herr in der Tiefgarage, während er dabei war, bedächtig seinen gut gefüllten Stoffbeutel abzusetzen.
"Saftig!" entgegnete ich prompt. Zwei Stunden für fünf Euro - da überleg ich schon jedesmal, ob es nicht preiswerter ist, ein Bußgeld zu kassieren für Parken mit abgelaufenem Parkschein. 
"Urrrr näää!" flog mir feinstes Sächsisch entgegen. "Da fahr' sch meinen Wagen wieder naus und gugge mal, ob ich was anderes finde."
"Viel Glück dabei", musste ich dann doch lachen. 

Ja und dann zu Hause... empfand ich auch zum ersten Mal wieder nach der kleinen Pause Lust aufs Bloggen. 



Musik hören und Bloggen. Die Beine ausgestreckt. Vermutlich werde ich diese Position auch bis morgen früh nicht mehr verändern und maximal für den Gang ins Badezimmer einen Schritt vor meine Zimmertür wagen. Denn Junior bringt heut zum ersten Mal seine Freundin nach Hause. Und er bringt sie nicht nur mit, er behält sie auch gleich über Nacht. Nun ja. Zeit fürs Kopfhörer rausholen! Und dann Mucke on - schön laut.

Freitag, 23. August 2013

Freitagabendausklingenabendessenzubereitenbegleitmusik

..."I cook with wine.
Sometimes I even add it to the food."

Yes it works!
Ich muss nur aufpassen, dass ich die gelben Seiten nicht im volltrunkenen Zustand empfange.
Die würden mir vielleicht was erzählen!
Wobei... Ich könnt mir vorstellen, dass mir das bei gefühlten 1,798543 Promille auch... herzlich egal wär ;)

...und der Song ist geil.
Endlosschleife.



Zeit der Socken

Gestern war irgendwie ein komischer Tag. Es war recht kalt, mich fror, dann war mir wieder heiß (und wer jetzt hier was von Beginn der Wechseljahre faselt, kriegt was mit dem Stock) - und gen Nachmittag war mir so heiß und schlapp zugleich, dass ich mich nur noch nach einem sehnte: Heimkommen, duschen und ins Bett legen. Möglichst nicht mehr ansprechen und erst recht nicht anfassen - aua.
Ja und dann kam ich heim und zuckte im ersten Moment zurück: In der Tür geirrt oder war man bei Ziggenheimers eingebrochen?
Weder noch.
Das Kind hat seit vier Tagen endlich seine Freundin (nein, nicht die bewusste 15jährige, die ihm das Zungenknutschen beibrachte) und diese hatte angekündigt: "Samstag komm ich zu dir."
Was dem folgte, kann man sich nur schwer ausmalen, wenn man es nicht gesehen hatte (leider hatte ich es versäumt, Fotos zu machen): Chaos in jedem Zimmer, überall hatte er was ab- und hingestellt und im größten Chaos stand der Bengel mit dem Handy und chattete, während er mir zurief: "Gut, dass du kommst. Ich will umräumen und Ordnung machen, wenn sie Samstag kommt, aber ich hab noch keine Idee, wies aussehen soll. Du vielleicht?"
Wer's noch nicht weiß: Umräumen, gestalten - das ist eine meiner Leidenschaften. Ich könnte das wirklich aller halben Jahre machen - aber bitte nicht gestern Abend. Auf meiner eigenen to-do-Liste standen doch noch Unmengen, außerdem gings mir elend!
Egal.
Augen zu (ach nee, besser nicht), also Zähne zusammenbeißen und räumen, putzen, einräumen. Ist schon irre, dass man soooo großartig gar nichts verändert - und es dennoch komplett anders aussieht. Schon cool.
Na ja und Abendessen bereitete ich zwischendrin, während ich über Kisten und Säcke in meiner Küche steigen durfte. Ein Döner hätte ja auch gelangt, aber wir konnten uns nicht einigen, wer den holt.

Es war irgendwann gegen eins, als ich todmüde und vollkommen erschöpft in mein Bett sank, mich fror es wieder, aber zu einem nächtlichen heißen Bad hatte ich irgendwie keine Mauke mehr. Und was hilft in diesem Fall immer? Genau: Oma Ziggenheimers Stricksocken.
Irgendwie kann ich mit warmen Füßen einfach besser schlafen - und so war es auch letzte Nacht. Ich glaub, ich hab kaum gelegen, da schwirrte ich schon ab ins Nirvana. Ich, die sonst immer ewig wachliegt und Rotationsübungen im Bett vollführt. Als heute Morgen der Wecker klingelte, wusste ich überhaupt nicht, wer ich war, wo ich war - so tief empfand ich den Schlaf noch immer. Also noch ein bisschen liegenbleiben und die süße Müdigkeit im Körper genießen.
Natürlich bin ich wieder eingeschlafen und natürlich hab ichs verschlafen. Aber nur ein klitzekleines bisschen - das ich auf der Autobahn wieder wettmachen konnte.

Ein bisschen wehmütig dachte ich dann doch: "Die Glut des Sommers ist wohl vorüber, jetzt beginnt wieder die Zeit der Stricksocken."
Schlimm finde ich das aber auch nicht. Ich liebe den Herbst sehr. Besonders, wenn er golden ist.

Montag, 19. August 2013

Heute schon getwittert?

Als die gelben Seiten in der letzten Woche vermeldeten: "Ich hab da was für dich, das gefällt dir ganz bestimmt", da wusste ich nicht, ob er von Sportschuhen oder Unterwäsche sprach und dachte: Ich lass mich dann mal überraschen.
Als er dann am Wochenende da war, war die Überraschung in der Tat groß: Weder das eine noch das andere, nicht mal annähernd richtig lag ich. Es handelte sich um einen Twitter-Account und ich war versucht, die Augen gen Himmel zu drehen und zu sagen: "Orrrr nee oder? Melde ich mich extra von Portalen ab, damit ich nicht zuviel Ballast hab, kommts nächste?"
Ich hab die Augen nicht verdreht und auch meine Worte wesentlich diplomatischer abgefasst als es jetzt dort steht. Die gelben Seiten schmunzelten nur und meinten: "Jetzt warte erst mal ab, ich zeig dir mal was."

Twitter kannte ich bis dahin nur vom Hörensagen, dass man halt eben Statusmeldungen und so abgibt und Leute verfolgt, wofür man im wahren Leben übrigens ins Gefängnis kommt. Na oder wenigstens Bußgeld zahlen muss. Für mich war das bis Freitag jedenfalls eine Plattform, die mich nun so gar nicht reizte.
Bis eben das Eigentliche ins Spiel kam: Die Verbindung zu einer Musikplattform, die nennt sich Rdio, ähnlich iTunes, würde ich mal sagen, aber vom Handling her... vielleicht auch nicht das Verkehrteste. Dachte ich allerdings auch nur - bis Freitag Abend!
Denn natürlich wollte ich meinen eigenen Account, wollte ein eigenes Profilfoto und meinen eigenen Kunstnamen. Was ich allerdings nicht so toll fand: Wer sich anmelden will, muss erst mal insgesamt 10 Leuten folgen, damit diese Anmeldung überhaupt abgeschlossen wird. Was für'n Käse, also echt ey.
"Nimm doch irgendwen und nachher schmeißt sie wieder raus", zuckten die gelben Seiten die Schultern.
Hmmpff. Okay. Na gut.
Ich habe mich angemeldet, meinen Namen kreiert, ein Profilfoto reingestellt und  fünf oder sechs Titel auf meine Timeline gesetzt. Dann wollte ich ein paar Leuten wieder "ent-folgen", wie man so schön sagt.

Ja.
Nach dem ersten Versuch dessen bin ich nun gesperrt.


Ich habe gegen Regeln verstoßen - aber ich weiß nicht, gegen welche.
(Die verweisen lediglich auf eine Seite, wo drin steht, dass ich keine pornografischen oder hetzerische oder sonst ähnliche Dinge tun bzw. veröffentlichen darf. Und hey, das auf dem Foto sind meine eigenen Beine, soooo schlecht finde ich das Foto nun auch wieder nicht und unter die Rubrik "pornografisch" fallen sie auch nicht.)
Ja und ich bin jetzt gesperrt - und weiß nicht, für wie lange.
Ich weiß vor allem nicht - wie ich was hätte tun dürfen oder wie eben nicht.
Das einzige, was mir mitgeteilt wurde, war eine Captcha-Nachricht mit der Frage, ob ich in Zukunft Twitter besuche wie es sich gehört. Hab ich erst mal Ja gesagt und mein Kreuzchen gesetzt, den Code gesetzt... Ja und nun warte ich immer noch. Seit Freitagabend. Ich war so erzürnt, dass ich am liebsten diese Twitter-Kacke gleich wieder gelöscht hätte. Erst soll ich wahllos Leuten folgen, die ich gar nicht will - und darf sie dann nicht mal wieder rausnehmen?
Irgendwo fand ich dann ein Feld, wo ich denen eine Nachricht schreiben durfte - und das hab ich gemacht. Habe denen reingeschrieben, dass mir nicht bewusst ist, wo ich was falsch gemacht hätte und ich um Aufklärung bitte - ansonsten lösche ich den Account wieder (und dann besucht mich im Mondschein!).
"Du musst natürlich gleich wieder einen draufsetzen", monierten die gelben Seiten an - aber mir war das egal. Manchmal kann mich auch mal die Diplomatie im Mondschein besuchen. Immer nur nett is nich mehr.
Eine Antwort hab ich übrigens bis heut nicht gekommen. Aber war ja auch grad Wochenende. Sperren geht jederzeit. Entsperren aber wohl nur dienstags und donnerstags von 26 bis 29 Uhr.

Legenden der Leidenschaft

All jene, die für Brad Pitt schwärmen, hingen gestern Abend sicherlich vor dem TV und zogen sich die x-te Wiederholung besagter Leidenschaften rein.
Ich bin kein Pitt'scher Anhänger (auch wenn er ja ganz niedlich ist), aber die Leidenschaften gab es auch - nach einigen Tagen Abstinenz - bei mir zu Hause.
Eigentlich wollte ich ja schlafen, konnte aber wie immer nicht, Buch lesen ging irgendwie auch nicht und überhaupt war gestern alles irgendwie doof. Man kennt das ja. So dann und wann.

Ich hab den Film schon mal gesehen, aber nicht mehr so recht um die Ereignisse gewusst. Nach und nach, während des Schauens, fiel mir das eine oder andere wieder ein, doch bis dahin hatte ich auch schon wieder viel zu viel gesehen.
Leidenschaften verbinde ich mit großen Gefühlen, Herzschmerz, na ja, das ganz große Kino eben, nur kitschig darfs nicht sein. Diese Leidenschaften von gestern Abend aber waren vor allem eins: blutig.
OK, auch ein kurz skizzierter Krieg sollte realistisch dargestellt sein und nicht den Eindruck vermitteln, dass man da nicht nur "Eene Meene Muh und raus bist du" spielt.
Trotzdem. Mord und Totschlag, ein Hauen und Stechen zog sich durch den Film, und am Rande, wenn auch an den richtigen Stellen eingebettet, lag die unerfüllte Liebe von Susannah zu... ach, nun hab ich seinen Namen vergessen, na ja, nennen wir ihn doch beim richtigen - Brad Pitt.
Ich habe den Film nicht mehr bis zuende geschaut, weil es mir einfach zuviel wurde.
Der in der Werbung zwischendrin bereits angekündigte nächste Film wäre auch kein besserer geworden: Da rennt auch immer nur ein bis an die Zähne bewaffneter Glatzkopfwilli durch die Gegend und ballert um sich, als gäbs kein Morgen mehr. (Okay, gibts ja dann für die einen oder anderen auch nicht mehr.)
Dass sich diese Leute dann gerne noch Action Held nennen lassen, entzieht sich mittlerweile recht umfänglich meines Verstandes. Als gäbe es nur die Sprache der Waffen. Gut, bei den Amis ist das ja insgesamt nicht unbekannt.
Doch wenn man sich mal so durch die Programme zappt... Da kanns einem doch wirklich übel werden, oder nicht? Entweder erschlagen, erschießen oder zerschneiden sie sich - oder aber wir bekommen Real-life-Stories vorgesetzt, für die Mutter Berta noch ein Extra-Scheinchen obenauf gelegt bekommt, wenn sie ihre Tochter Schantal-Schackeline mal so richtig eins übers Mundwerk gibt.
Igitt.

Also schaltete ich die Kiste einfach wieder aus und dafür meine Klaviermusik an und zog mich still und leise in die Kissen zurück. Dachte an den Mittag mit den gelben Seiten und dessen Opa, der sich mit 90 Jahren noch die vierte Frau ausgesucht hatte. Ein süßes Paar, finde ich, auch wenn sie so viel redet, dass regelmäßig ihr Essen kalt wird und das Eis zerschmilzt. Trotzdem. Er 97, sie 87 und so liefen sie Hand in Hand friedlich und einträchtig vor uns her und irgendwie ging mir dabei das Herz auf.
Er sagt, es geht ihm gut und ihm tut nichts weh und nur die tausend Zettel in seiner Wohnung erinnern daran, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Sie ist eine pensionierte Deutschlehrerin, die bis heute diese Leidenschaft zur deutschen Sprache hegt und ihre Schüler vermisst.

Ja und so seh ich immer noch dieses Bild vor mir, er im feinen Zwirn zum Sonntagsessen, sie in ihrem Kleid und der weißen Strickjacke, und sie laufen so friedlich und harmonisch vor uns her, dass mir einfach nur...
Ach mir fehlt das. Mir fehlt das wirklich sehr.
Ruhe. Gelassenheit. Entspanntheit. Kein Mord und Totschlag. Keine Diskussionen bis zum Umfallen.
Einfach nur mal wieder... Friede. Harmonie. Die beiden genießen ihr Leben, so gut es geht, während unsereiner glaubt, er täte das auch - und dabei rennt er lediglich hektisch und gestresst durch die Gegend, bis er selber das Pensionsalter erreicht hat. Wenn man sich denn nicht vorher abgemurkst hat.
Manchmal wünschte ich, ich wäre auch schon siebzig. Wenns denn nicht so schade um die dreißig Jahre bis dahin wär. Irgendwie... verlangt mir das Leben so viel ab, wie ich grad nicht ertragen kann. Oder nicht will. Mir fehlt das Schön(geistige), das Positive, das Sonnige. Ich hatte zuviel von dem anderen und jetzt bin ich gestern Abend an so einem Punkt gewesen, wo ich dachte: "Ich mag mein Leben nicht mehr tragen, ich mag einfach nicht mehr..."
Glücklicherweise gabs dann heute Morgen im Büro Schokoladenkekse.


Mittwoch, 14. August 2013

Kieselsteine in meinem See

Eigentlich hätte ich noch eine volle halbe Stunde Arbeitszeit. Doch kaum hat der Chef das Haus verlassen, greife ich zu Stift und Blog (mein Wortspiel für heute ;)).
In den letzten Wochen und Monaten hat sich so viel Arbeit, Anstrengung & Co. bei mir aufgeladen, dass ich inzwischen einen Punkt erreicht hab, wo ich das Gefühl habe zu verbrennen, von innen und von außen.
Auf der Skala des Burnouts erreiche ich 11 von 16 Punkten und sei höchst gefährdet. Seit Wochen plagen mich Magenschmerzen, mein Sport verschafft mir keinen inneren Frieden und keinen freien Kopf mehr, nachts kann ich nur schlecht schlafen und morgens nach dem Aufstehen bin ich schon nach zwei Stunden vollkommen erschöpft. Für meine Hobbies fehlen mir Zeit und Kraft und jeden Tag wünschte ich mir, ich könnte einfach nur schlafen, schlafen, schlafen. Selbst nach ruhigen entspannten Wochenenden bin ich müde und ausgelaugt. Mein Magen schmerzt wieder, seit Wochen schon, und als ich vor zwei Tagen die Online-Apotheke nach einem adäquaten Mittel aufschlug, dachte ich mir mitten beim Blättern: "Mädel, was machst du hier eigentlich? Du bekämpfst die Symptome, nicht die Ursache!"

Was also musste ich tun? Mich von Dingen lösen, die Zeit und Energie kosten und die jetzt nicht lebensnotwendig sind. Das fängt, so denke ich, im Kleinen an. Mein Facebook-Konto habe ich deaktiviert. Seit Tagen schau ich keinen TV mehr. Meine Telefone bleiben abends konsequent aus. Arbeit mit nach Hause nehme ich nur noch im Fall von Alarmstufe Rot. Die Hausarbeit wird wieder mit auf die Jugend verteilt (ich finde, fünf Wochen Urlaub sind durchaus genug, damit sie voller Saft & Kraft wieder loslegen können), von den Anrufen beantworte ich nur die, die ebenfalls den Marker "Alarmstufe Rot" tragen.
Gestern Abend wollte ich auf die Hausarbeit pfeifen, ok, das ist mir nicht ganz so gelungen. Ordnung muss sein, na ja und die Wäsche bügelt sich auch nicht von allein. Dafür habe ich mir nebenbei Badewasser eingelassen und mir einen Tee dazu gekocht. Die Musik spielte und ich lag einfach nur da im warmen Wasser und wollte an nichts mehr denken. Ich wollte nicht mal mehr etwas fühlen. Kennt Ihr diesen Punkt, wenn man sich derart ausgebrannt fühlt, dass man nicht mal mehr das Bedürfnis nach den elementaren Dingen hat? Wenn man sich so angespannt fühlt, dass man glaubt, man muss sofort zerspringen, wenn auch nur irgend jemand etwas sagt? So ging es mir in den letzten Tagen. Beinah allergisch reagiere ich auf auch nur den kleinsten Misston, auf die kleinste Forderung; ich spür ein Aggressionspotential in mir, das ich eigentlich so gar nicht von mir kenne.
Als ich Sonntagabend erfuhr, dass mein Ex-Mann auch nach mittlerweile 11 Jahren immer noch nicht müde ist, Schlechtes von mir unter die zu verteilen, die es sich anhören wollen, und es sich damit auch wagte, den Kindern frech in ihr Gesicht zu lügen, ja sie sogar vor Dritten vorzuführen und selbst unmöglich zu machen - da platzte mir, gelinde gesagt, der Arsch.
Im Nachhinein weiß ich nicht mehr, wieso mich das so aufgeregt hat, es ist doch nichts Neues. Dennoch hat es mich tief getroffen, dass dieser Typ inzwischen nicht mal Halt davor macht, seine eigenen Kinder - ich formuliers mal so rum - zu beschmutzen. Sicherlich wäre ich als Mutter auch traurig, wenn mein Kind mich nicht zu seiner Abschlussfeier einlädt. Gleichwohl hätte ICH zumindest mich gefragt, warum es das nicht tat. Und dann mein Kind gefragt.

In meinem Umfeld höre ich immer wieder: "Ihr müsst euch endlich lösen." Ja ich hab mich davon gelöst, äußerlich vor 11 Jahren, innerlich befrei ich mich von gewissen Mustern und Denkstrukturen - und das dauert leider immer noch etwas an. Aber es ist schon viel besser geworden. Finde ich. Im Gegensatz zu der Zeit bis vor zwei, drei Jahren. Aber ich kann doch meinen Söhnen nicht sagen, dass sie sich um ihren Vater nicht mehr scheren sollen. Sie sind erwachsen, sie sehen ihn kritisch - aber sie lieben ihn. Er ist ihr Vater. Ihrer Meinung nach ist sowieso dessen Freundin an allem schuld. Insofern bat ich meine Söhne lediglich: "Was der Vater über mich erzählt, interessiert mich nicht und ich möchte auch nicht, dass das hier in meiner Wohnung thematisiert wird. Wenn ihr aber ein Problem habt, über das ihr sprechen wollt oder wo ihr nicht wisst, wie ihr es lösen sollt - ich bin immer für euch da."
Sie fanden es gut - und ich auch.

Und so muss ich das auch mit allem anderen handhaben. Damit es mir endlich wieder besser geht.

Denn am Sonntag reiste ich mit einem Heilpraktiker durch halb Deutschland, und ins Gespräch über die Physis, die Psyche, das Messbarkeit und die Nichtmessbarkeit von Symptomen, Krankheiten und Erscheinungen ließen ihn einen Satz äußern, der mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht: "Der Mensch ist nicht auf die Welt gekommen, um zu leiden. Seine Natur hat es eingerichtet, dass es Warnmeldungen abgibt, wenn etwas falsch läuft. Und man muss sich im Ganzen betrachten, als ein ganzes System, wo man die Komponenten nicht voneinander trennen kann. Stell dich wie einen See vor. Überall, wo man Kieselsteine hineinwirft, entstehen Wellen. Je mehr Kieselsteine geworfen werden, desto mehr Wellen entstehen. Am Anfang sieht man darüber hinweg. Bis zu dem Tag, wo die Wellen etwas bewirken."

Vermutlich bedeutet das, dass ich meine Baustellen doch mehr oder weniger zeitgleich abarbeiten muss. Die Kieselsteine aus dem See tragen muss - am besten mit einem Kescher. Ich weiß nur nicht, wie ich das anstellen soll. Und außerdem bin ich.. viel zu müde.
Vielleicht sollte ich wirklich doch mal eine Kur beantragen und erst einmal eine Grundlage schaffen. Denn momentan... kann ich überhaupt nichts mehr bewegen.

Donnerstag, 8. August 2013

Wenn ich nicht so müde wäre...

...würde ich voller Saft & Kraft meinen Bürojob zuende bringen, würde nach Hause eilen, das Abendessen für Junior und mich zubereiten, würde ihm ein bisschen Bares dalassen fürs Wochenende und auch noch ein eigenes Menü zaubern, damits nicht nur wahlweise Pizza und Döner gibt, würde Wäsche waschen, trocknen, bügeln, die Wohnung putzen, die Tasche fürs Wochenende einpacken, die Verabredung wahrnehmen, die ich schon gefühlte zwanzig Mal verschieben musste, würde noch meine Bettwäsche wechseln (letzte Nacht lag ich irgendwie komisch und heut Morgen stellte ich fest, dass es voller Krümel war? Wo kommen die her? So weiße, kleine....), meine Blumen gießen und sie ein wenig auf ein Wochenende ohne mich einschwören...

Ja, das alles würde ich.
Aber ich bin zu müde, so wie überhaupt in den letzten Tagen. Und der Schlaf ist auch nicht so erholsam, vielleicht ist es ja doch die Wärme? Die uns Menschen kaputt und sogar aggressiv macht? Letzteres durfte ich vor gut einer Stunde feststellen, als ich im Dienstwagen ein paar Diensteinkäufe erledigte. Meine Fresse, sind die Leute unentspannt. Kann doch mal passieren, dass einem datt Wägelsche absäuft, wenn man dieses Fabrikat nicht nur nicht gewohnt ist, sondern auch statt der Handbremse ziehen nur an so nem Knopp rumfummeln muss?
Und das Rückwärtsfahren beherrschen auch wir Frauen, da muss Opi nich hinter mir warten, wenns vorne raus nicht geht. Arrrrgghhh!
Wenigstens träumte ich letzte Nacht mal was richtig Schönes, hatte ich auch schon ewig nicht mehr: Ich träumte, ich wäre an einen azurblauen, glasklaren See mit weißem Sand geradelt, mit Fischerbooten im Hafen - und die Farben waren so intensiv, dass es auch das erste Mal seit langem war, dass mich der Wecker von diesen Bildern und überhaupt aus meinen Träumen reißen musste.

Doch sonst...  Werde ich mir jetzt noch ein Käffchen an den Tisch holen, sehnlichst den Feierabend herbeibeten, nach Hause fahren, Junior Geld für seinen Döner in die Hand drücken, meine Tasche packen und meine Bettwäsche wechseln. Und dann schlafen. Schlafen. Schlafen. Alles andere... mach ich vielleicht morgen früh. Oder wenigstens das Wichtigste. Von den Pflichten läuft mir ja nix weg. Leider.

Mittwoch, 7. August 2013

Ja wie war denn das nun...

...mit den Urheberrechten?
Bislang war ich davon ausgegangen, dass wir Blogger fremde Fotos und/ oder Grafiken benutzen können, solange wir die Quelle mit angeben. Womit wir dann auch, so meine Annahme, nachweisen, dass es eben nicht unsere Feder ist, mit der wir uns da schmücken. Außerdem, so glaubte ich naiverweise, machten wir damit ja zugleich auch Werbung für den anderen?

Doch nein. Heute erreichte mich zu einem Post von vor einem Jahr die nüchterne Aufforderung, die urheberrechtlich geschützte Grafik umgehend zu entfernen.  Ein wenig erschrocken und irritiert schlug ich den bewussten Post auf und ja, ich hatte es nicht versäumt, die Quelle anzugeben.

Wer ist nun im Recht?
Ganz klar: Herr Stangl. Gut für ihn, nicht gut für mich. Guckst Du hier.
Ein Post ohne Bildmaterial wird ja auf Dauer langweilig. Und immer erst selber etwas kreieren, dazu fehlt mir leider oft die Zeit. Und gegen eigenes Fotomaterial haben die gelben Seiten berechtigte Einwände, sofern sie "mehr als gut für mich" zeigen.
Na ja. Werde ich mir also ein zweites, mobiles Malutensil besorgen (für virtuelle Grafiken fehlt mir leider das... äh... Fachwissen :)), mich erneut auf die Suche nach meiner Kamera begeben (Handyfotos sind ok, wie mein Gemüsesuppenpost hoffentlich beweist; aber leider auch nicht immer soooo ausreichend) und hoffen, dass es am Ende auch weiterhin hoffentlich mehr auf den Inhalt ankommt *hüstel*.

Dienstag, 6. August 2013

Da meint man's schon mal gut...

....kauft sich die frischesten Zutaten aus dem Biomarkt, ausschließlich Gemüse übrigens, kein Fleisch, kein Fett (und das nicht eines Diätenwahns willen, sondern weil man bei Hitze auch nicht nur Melone essen kann), stellt sich außerdem in die mittägliche Gluthitze des Wochenendes, schnippselt, als gäbs kein Morgen mehr - und es sah ja auch wirklich appetitlich aus....


...und lecker geschmeckt hat es ja auch... Aber dann hatte ich drei Tage lang Magenkrämpfe. Wieso? Warum? Woher? Keine Ahnung, aber es war stellenweise irgendwie... ziemlich übel.
Was fürn Scheiß.

Also... back to the roots - und schon gings mir und meinem Magen wieder gut. Hä hä.


Wer bescheißt hier eigentlich wen?

Vor gut zwei Wochen stieg ich morgens müde und schlaff auf die Waage - das Ergebnis: minus satte vier Kilo. Womit ich das verdient hatte, wusste ich nicht mal. Weder hatte ich an meinem Keksverhalten etwas geändert, noch habe ich mich angesichts der kreislauferschlaffenden Hitze zu auch nur irgendeiner Sportart hinreißen lassen können.

Der folgende Morgen zeigte: Die vier Kilo minus waren wieder da. Ich bin ja immer für Plus - aber auf der Waage?

Ich steig ja nun nicht so regelmäßig auf die Waage, mein bester Kontrolleur sind immer noch meine Klamotten: Passen sie wie eh und je, ist alles im grünen Bereich.
Dennoch wagte ich vorgestern einen erneuten Versuch und siehe da: Wieder satte vier Kilo minus.
Ja, Ihr dürft raten, was mich heut Morgen erwartete: Klar - ein sattes Viersterne... äh... -kiloplus.

Irgendwie hat das Ding von Waage auch so geknarzt - oder war das etwa ein eingebauter Lachsack? Eine versteckte Kamera?



Montag, 5. August 2013

Zehn Dinge, die ich gar nicht mag

1. Zahnarzt
2. Hammelfleisch
3. Streit
4. Früh aufstehen
5. Tiere in meiner Wohnung, und schon gar keine achtbeinigen
6. Menschen, die stinken
7. ....  ach, mir dauert das jetzt alles viel zu lange!

Fangen wir doch einfach mal mit meiner Zahnfee an. Immer für ein Schwätzchen gut (und sowieso für die geschenkten Kunststofffüllungen *hä hä*), führt sie diese Schwätzchen allerdings gerne auch mit ihrer Zahnarzthelferin weiter, während ich angstschweißdurchtränkt auf dem Stuhl liege, meine Augen, die, aufgerissen und groß wie meine jüngst auf dem Flohmarkt erworbenen Untertassen, zwischen beiden hin und her gehen, während Frau Doktor im Zahn rumbohrt, als hoffte sie, dort irgendwann auf Öl zu stoßen. Das Schärfste ist ja, dass die Frau Doktor nicht mal hinguckt, was sie da macht, ach i wo! Getreu dem Motto "Guck mich an, wenn ich mit dir rede", starrt sie ihrer Zahnarzthelferin in die Augen, die natürlich zurück, während ich den Bohrer bereits im Hirn angekommen fühle, wahlweise zu ersticken drohe am Sauger oder ertränkt an nicht abgesaugten Wassern..
Reden kannste ja nur leider nicht, wenn Du mehr Technik in der Gusche hast als R2D2, ergo bliebe nur noch, kläglich am inzwischen blutgetränkten Kittel zu zupfen: "Ha-mpf-haaa-hooo??!!!"
"Was ist? Tut dir was weh? Soll ich was nachspritzen?"
Griiiiimmmpppfffff!!!!
Ich! Hasse! Zahnbehandlungen!

Ja ich weiß, in solchen Momenten heiße ich Mimose Ziggenheimer - aber ich steh dazu: Lieber soll sie mich halb ins Nirvana spritzen und ich drei Tage lang wie die Glöcknerin von Notre Dame aussehen, als dass ich auch nur i-r-gend-was spüre! Mit Schmerzen kann ich nicht mehr so gut umgehen, seitdem diese mein täglicher und nächtlicher Begleiter geworden sind. Nur... faulige Zähne oder Lücken, zumindest im Frontbereich, sehen ja auch scheiße aus. Kannste ooch nich machen.
Also bleibt mir nur - wie auch heute - der unbeliebte, gern auch dreimal verschobene  Gang nach Zahncanossa.
"Spritze?" hatte Miss Zahnarzthelferin noch gefragt und ich entgegnete: "Alle, die Sie haben."
Ich hab ja auch Horror vor Spritzen (eben halt vor allem, das weh tut) - aber was sind schon rund drei bis fünf Stiche (ja, watt mutt, datt mutt - ich muss ja schließlich auf meinen Beruhigungspegel kommen) gegen schätzungsweise eine Stunde Bohren nach Öl?
Oh man ey... Als ich nach knapp eineinhalb Stunden schweißgetränkt vom Stuhl fiel, tippte mir die Zahnarzthelferin beruhigend auf die Schulter:
"Heiß heute, ne?"
Ja. Mir läuft seit Stunden der Sabber aus dem Mund, sobald ich versuche, was zu trinken. Ich nuschel, als hätte ich überhaupt keine Zähne mehr. Ich sehe aus wie von einer Gesichtslähmung getroffen.
ABER: Ich LEBE! Ha!

Quelle Foto: http://www.karneval-depot.de/WebRoot/Store15/Shops/61355973/4F70/27A2/8F87/E6CB/A41D/C0A8/28BA/6FAD/6_2144.jpg

Freitag, 2. August 2013

Es riecht nach Regen...

....und ich liebe es... Diesen Geruch nach warmem Sommerregen, den Geschmack der dicken Tropfen auf meiner Zunge.
Am liebsten hätte ich es, würden sie jetzt schon fallen - die weichen, großen Tropfen - und dann würde ich am liebsten barfuss auf der Straße tanzen. Nur bei meinem Glück und bei solchen Nachbarn wie den meinen würde ich gleich wieder angezeigt - nur diesmal vermutlich bei den Männern mit den weißen Jacken ;)

Hach ja, ich liebe sie so, diese Sommerabende, wenn die Tür zur Terrassentür offen steht, wenn ich die Nachtluft schmecke, die Stimmen vom See höre und mir entspannt ein Glas Wein eingieße...



...und was ich im Moment mindestens genauso sehr genieße, ist die Gelassenheit, die mich wieder überkommt. Der Gedanke von letztens lässt mich schon die letzten Tage nicht los. Der Gedanke an (m)ein erfülltes Leben. Dieses Bild in meinem Kopf, ich werde es grad so gar nicht los: Zum allerersten Mal kann ich mich sehen - irgendwann in dreißig, vierzig Jahren, mit silbernem Haar (wenn sie alle weiß geworden sind, möchte ich sie auch so haben - pur und unverfälscht), mit einer Strickjacke, einer Brille auf der Nase, einem Buch oder einem Pinsel in der Hand, ich werde auch dann immer noch auf meinem Laptop meine Gedanken aufschreiben, vielleicht bis dahin wirklich (m)ein Buch veröffentlicht haben, ich werde immer noch diese Gelassenheit spüren, die einem bleibt, wenn man weiß, dass man in seinem Leben geliebt wurde. Wirklich geliebt wurde. Ich werde immer noch laut Musik hören und vielleicht besitze ich dann einen Oldtimer-Cabrio, mit dem ich - wild wie eh und je - durch die Straßen brause und laut lache, weil die jungen Leute denken: "Ich will auch das, was die geraucht hat"
Ich werde mich über jeden Besuch freuen, der kommt und hoffentlich nicht allzu lange bleibt, ich werde immer noch Kaffee lieben und zubereiten und mir die Geschichten aus dem Leben anderer anhören.
Ich werde mich immer noch über einen Strauß Blumen freuen, der aussieht wie frisch und liebevoll gepflückt und nachts im Sessel vor dem TV leise einschnarchen, die nackten Füße mit den lackierten Nägeln ausgestreckt.
Und ich werde mein Gesicht lieben, genauso wie es ist - mit jeder Falte, mit jeder Runzel und mit genau diesem Funkeln in den Augen.

Schon möglich, dass am Ende alles ganz anders ist - aber wieso sollte ich mich mit düsteren Zukunftsvisionen belasten? Das Leben ist so voller Überraschungen - bislang ist immer alles ganz anders gekommen als gedacht. Und das war nicht immer das Verkehrteste.
Liebe Miss K., wie ich es Dir schon woanders schrieb: Niemand, der so aufrichtig nach Liebe sucht, wird sein Leben allein verbringen müssen. Niemand, auch Du nicht. Vertrau mir...
Ich hab auch lange gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu finden, um das Vertrauen in mir zu finden und die Hoffnung nicht zu verlieren. Du weißt ja, ich bin ein bisschen älter als Du - also lass es Dir von einer "alten" Frau gesagt sein...


...baby let us dance just a little bit more... at night.. to this song... close... so close...

Die Flasche ist beinah geleert und ich tanz hier ganz allein für mich... so als wär da noch jemand da...

Mittwoch, 31. Juli 2013

The National - About Today


...ich kenn diesen Film nicht...
Aber diese Musik geht mir sehr unter die Haut. 
Vielleicht... weil ich mich selber grad... irgendwie angeschlagen fühle. 

Herrscher auf verschiedenen Planeten

Bildquelle: http://www.clack.ch/images/uploads/2011q3/fraumann.jpg
Manchmal habe ich so ein Bild vor Augen; manchmal denke ich solche Worte wie in der Überschrift. Die gelben Seiten und ich... Rund zehn Jahre leben wir "allein", jeder für sich, immer noch, auch seitdem wir ein Paar sind. Und ich muss sagen: Doch... Man gewöhnt sich daran. Daran, den Tag zu bestimmen, Abläufe zu bestimmen. Man entwickelt Vorlieben und Abneigungen. Ich schlaf gern aus, er steht lieber früh auf. Ich liege halbe Nächte wach, lese, schreibe, höre Musik - er geht dann lieber gleich zu Bett.
Überhaupt auch, aber das erwähnte ich ja schon mal, bin ich auch zehn Jahre nach dem Ende meiner Ehe immer noch dabei, mich zu "schälen", mich so lange zu "häuten", bis eines Tages mein wahres Ich hervorkommt. (Und ich bin mir momentan nicht sicher, ob ich mich dann nicht selber vor mir erschrecke :)) Meine kratzige Stimme aus Hessen beobachtet diesen Vorgang auch schon eine Weile und schlug sich letztens begeistert Pfeifchen rauchend auf die Knie: "Ja mach mal weiter so, du bist dann fertig mit dir, wenn du im Altersheim bist!" (Pah. Jeder weiß doch, dass unsereiner aus dem Norden für gewöhnlich etwas länger braucht :))
Jedenfalls habe ich entdeckt, dass auch ich durchaus zickig sein kann. Ich dachte ja nie, dass ich so sein könnte, aber... ach ja doch.
Und das einzige, was heutzutage bei mir schnell gehen kann, ist der Aufstieg auf die Palme. In Nullkommanix sitze ich oben im Wipfel und wettere, was das Zeug hält.
Gabs bei mir, meine ich, noch vor wenigen Jahren so nicht.
Insofern kann ich nachvollziehen, dass die gelben Seiten zuweilen irritiert schauen oder fragen: "Könnte ich vielleicht bitte die Helma von früher zurückhaben?"
Nein. Kann er leider nicht.
Vor rund 15 Jahren bescheinigte mir ein Kollege: "Am Anfang warst du ein Mäuschen. Jetzt wirst du eine Frau, die weiß, was sie will. Ich würde sagen, deine Kinder haben dir gut getan."
Vermutlich war das der Anfang: Streit mit Behörden, Schulen, Kinderärzten, Vollidioten von Kinderärzten nach jahrelangen Fehldiagnosen und ergo Fehlbehandlungen und so weiter und so fort.
Überhaupt - und jede/r Alleinerziehende weiß das - die Erziehung von Kindern bzw. die Behauptung als Mama oder Papa lässt einen auch reifen. Grad in der Pubertät. Machtkämpfe vom Feinsten. Wenn da die Jugend Frust ablässt und mit den Türen knallt, wenn sie sich im Vokabular vergreifen oder mit ihren Hörnern durch die Wand wollen - ja spätestens dann lernt man, auf den Tisch zu klopfen. Wobei ich mir immer diesen Spruch verkniffen habe "Solange du die Füße unter meinen Tisch..." - denn den hab ich selber immer gehasst.
Ja und in den letzten Tagen, Wochen, vielleicht auch Monaten häufen sich Diskussionen mit den gelben Seiten, wo er doch immer mal fragt: "Was ist nur los, dass nichts mehr so ist wie früher? Was ist anders?"
Ich glaube... ich. Ich bin anders. Früher war ich oft einfach nur still und ruhig, habe mich eingepasst und angepasst. In Zeiten der Ehe, damit Situationen nicht völlig eskalierten. Und in den Zeiten danach, weil ich es einfach nicht anders gewohnt war. Zwar habe ich mein Mäntelchen nicht nach dem Wind gehangen, aber ich habe auch nicht immer alles ausgesprochen, das ich dachte.
Heute sage ich immer öfter, wie ich denke, wie ich die Dinge empfinde und lasse mich auch nicht mehr so einfach in eine Situation pressen, die mir nicht gefällt oder die mir nicht guttut. Ich muss mich nicht auf Krampf mit Leuten verstehen, die mir Magenschmerzen verursachen. Sicherlich muss ich das nicht jedem zwingend ins Gesicht sagen - aber ich kann, je nachdem, um wen es geht, den Umgang meiden oder mich, soweit möglich, einfach nur heraus- bzw. zurückhalten.
Ich kann mich auch Situationen entziehen, die mir nicht guttun oder mit denen ich irgendwie ein Problem hab. Ich kann mich zurückziehen auch da, wo ich früher unbedingt alles ansprechen, bereden, klären, bereinigen musste. Dann kann ich was essen und wahlweise die Musik dazu anstellen.
Ein Leben nach meinen Prinzipien... oder doch nicht?
"Muss denn alles immer nur nach dir gehen?" fragten mich die gelben Seiten vor ein paar Tagen.
Nein - das muss es und das soll es nicht. Und so empfinde ich es auch nicht. Wenn ich mein Leben betrachte, sehe ich einen Haufen Kompromisse und Zugeständnisse, die ich eingehe.
Aber eben nicht mehr um jeden Preis und auch nicht mehr nur des Friedens willen.
Das Zusammenleben wird eines Tages.. sicherlich lustig und herausfordernd.. Zwei Herrscher auf dann nur noch einem Planeten..
Gestern Abend las ich übrigens in einer Zeitschrift ein Interview mit Diane Keaton. Ich mag diese Frau total, weil sie so wahnsinnig natürlich wirkt, so ohne Botox, Lifting und z. B. barfuss an der Tankstelle - und das in Hollywood. Sie sagte sinngemäß, dass ihre Chancen, mit 40 Jahren noch heiraten zu können, gleich Null gingen, dass sie sich das mit 50 noch wünschte und jetzt, mit 67, interessieren sie Liebe und Leidenschaft nicht mehr. Stattdessen hat sie zwei Kinder adoptiert, interessiert sich für Immobilien und Architektur, neben der Schauspielerei natürlich. Sie hat sich ihr Leben eingerichtet und sich unabhängig gemacht.
Und es gefällt mir sehr.
Mit den gelben Seiten will ich leben. Und nur mit ihm. Danach - das ist mir klar geworden - kommt nichts anderes mehr. Entweder mit ihm oder allein. Sicherlich mit ein bisschen Chi-Chi und so, weil, das Leben endet ja dann nicht, aber dann nur noch ein Planet mit einer Herrscherin ;) Der Gedanke gefällt mir gut. Richtig gut.

Dienstag, 30. Juli 2013

Serena Ryder - Weak In The Knees (LIVE) - Rehearsal Hall, Toronto, Ontario


...ohne Worte...
..eigentlich..

In The Valley Below - Peaches (Official Video)


...we want live too long 
so lets love for one song..

Wenn die Arbeit getan ist und das Gefolge keine Lust mehr hat...

...dann kommt es auf dumme Gedanken und bastelt ein wenig an Dokumenten herum, deren Ausarbeitung dem Chef, der noch ein bisschen draußen herumfährt, bis heute Abend vorzulegen sind:


Mal sehen, ob dem Chef die neueste Kreation á la Helma Ziggenheimer ins Auge sticht. Schade nur, dass von uns keiner mehr sein Gesicht sehen wird - denn 19 Uhr pflegen wir gewöhnlich nicht mehr anwesend zu sein.
P.S. Das Originaldeckblatt findet er dann freilich eine Seite weiter :)

....und ab geht die Luzie!

Sonntag Nachmittag musste ich ja lachen.
Hatte es am Morgen noch den Himmel zugezogen und auch ein paar Verlegenheitstropfen geregnet, so zerriss die Wolkendecke bereits gegen Mittag - und zur Wärme gesellte sich die Sonne.
Wonach schrie das?
Genau - nach einem kühlen Bad im See und nach ein wenig Pigmente haschen. So erhälts vielleicht auch ein wenig die Urlaubsbräune.
Gehe ich also so beschwingten Schrittes im zarten Kleidchen und zusammengebundenen Haaren hinunter an den See und kommen mir im Gewusel drei Kerlchen entgegen.
(Überhaupt war ja mächtig viel los an diesem Nachmittag, wobei das "zum Baden gehen" von früher ja heute eher einem Catwalk der jungen Mädels gleicht: Aufgetakelt und richtig kunstvoll zurechtgemacht - bis zur ersten Welle! Vermutlich ist diese Form eines öffentlichen Auftritts dasselbe, was unsereiner in Bars oder Cafés oder im Onlinedschungel abzog: erst mal gucken und bei Gefallen anfassen.)
Ja und in diese Gedanken hinein kamen mir eben jene jungen Herren entgegen.
Wie alt die waren? Keine Ahnung, ich hatte ja nicht so genau hingeguckt. Irgendwas Mitte/ Ende zwanzig, würde ich denken.
Ich gucke also nicht hin, bemerke aber dennoch aus Augenwinkeln die Blicke, so schön von oben bis unten - und höre die gesungenen Worte "Du bist zu alt, du bist zu alt, du bist! zu! alt!"
Nicht mal den Kopf hab ich gewendet, ich bin erhobenen Hauptes weitergegangen und hab wirklich lachen müssen: Was kann ich schließlich dafür, dass die erst noch auf die Weide müssen, damit aus den jungen Hähnen erst noch kernige Männer werden?
Nur so und überhaupt nicht andersrum sollte Frau das sehen :)
Im Nachhinein ging mir dennoch durch den Kopf, wie gelassen und entspannt ich diese Bemerkung auffasste, während mir vielleicht vor ein paar Jahren noch der rosa Himmel auf den Kopf gefallen wäre. Ich bin sicherlich nicht die, die vor Selbstbewusstsein strotzt - aber ich bin auch nicht mehr die, die sich insbesondere nach so einem Spruch ins nächste Mauseloch verkriecht oder sich neuen Lebensmut beim Weinchen antrinkt.
Ich freu mich aber doch sehr, wenn zum Beispiel mein siebzehnjähriger Skorpion zu mir sagt: "Ich bin stolz, so eine Mutter zu haben." Oder der Dreiundzwanzigjährige mir zuflüstert: "Mutsch, meine Leute dachten, du seist meine Freundin."
Und ich freu mich, dass ich die Hürde 40 so entspannt genommen hatte und auch heute immer noch kein Problem mit grauen Haaren oder mehr Falten im Gesicht hab. Sind doch Lachfalten!? Und das finde ich positiv :) Mit der Fummfzisch wirds mir insgesamt vielleicht anders gehen - also genieße ich mal die paar Jahre noch. Fakt ist - zwanzig möchte ich heute nicht mehr sein, ehrlich nicht.
Heute fühle ich mich wohler denn je - ich bin älter geworden, irgendwie erwachsener und entdecke jeden Tag neu, dass das Leben noch laaaaaange lange nicht vorbei ist. Ganz im Gegenteil.


Sonntag, 28. Juli 2013

Schnee von gestern

Heute sollte ja mit 37 bis 42 Grad der heißeste Tag des Jahres werden - und das Thermometer zeigt momentan entspannte 29 Grad an. Entspannt deshalb, weil der Himmel sich heute zugezogen zeigt und auch ein angenehmes Lüftchen durch die Zimmer weht.
Während es gestern so heiß war, dass selbst das Baden im See nicht mehr ausreichte, um länger als zehn Minuten erfrischt zu sein. Eher glich der See einer pisswarmen Badewanne - aber gut. Besser als nix. Wenn man dann noch mal etwa viermal am Tage duscht, erreicht man schon ganz entspannt den Abend.

Übrigens habe ich gestern mal so richtig abgelacht: War ich doch auf dem Weg, Junior samt Freund vom Feriencamp abzuholen - und da ich diese Strecke maximal einmal im Jahr fahre, packte ich mir Frau Navi mit ein. Man sagt ja immer: "Navis sind Scheiße, weil es das selbständige Denken abbaut." Pah. Wer Autos mit Einparkhilfe und solchem Schnickschnack liebt, der darf auch nicht aufs Navi schimpfen.
Und außerdem konnte ich doch immer noch ganz stolz von mir behaupten, dass Frau Navi mich einerseits noch nie enttäuscht, ich andererseits aber das Beachten von Hinweisschildern dennoch aber auch noch nicht verlernt hatte. Na ja, sagen wir mal... Bis gestern Morgen. Ich war müde, ich war nicht ganz so gut drauf - und was mir dann hilft, sind Musik und Mitsingen gegen die Müdigkeit. Hat auch super funktioniert. So wie auch super funktionierte, dass ich bereits schätzungsweise 15 km eher auf den neuen Autobahnabschnitt auffuhr, der Frau Navi völlig unbekannt war. Aber ich lese ja noch Hinweisschilder!
Also rauf, Mucke on und Weitersingen. Bis ich just an einer Abfahrt vorbeirauschte, von der ich dachte: "Huch? Die kenn ich doch? Hätte ich hier nicht runter gemusst? Stand da nicht auch XY, wo ich doch hin will?" 
Ja stand da - und Frau Navi sagte: "In einem Kilometer bitte rechts von der Autobahn abfahren."
Wieso erst in einem Kilometer? Wo wollte die denn mit mir hin? In die Blaubeeren vielleicht? Sah mir fast danach aus, nach der Abfahrt, also hielt ich rechts und schaute noch mal auf das, was ich ins Gerät eingegeben hatte. Na gut. Hieß die Straße nun "Mühlenberg" oder "Am Mühlbach"? Hättste mal genauer hingeguckt, Helma. VOR Fahrtantritt. Also wechselte ich einfach mal die Eingabe und fuhr weiter auf gut Glück. Eine von beiden musste ja passen - und im Ort würde ich mich sicherlich zurechtfinden. War ja nicht so, als wäre ich hier noch nie gewesen. Richtig gelacht aber habe ich dann, als das Navi nach rechts zeigte und meinte: "In zweihundert Metern bitte links abbiegen."
Jahahahahaaa! Da staunste nich schlecht, wa? Nach rechts zeigen und nach links abbiegen wollen! Typisch Frau Sabine. Rein gefühlsmäßig konnte links aber nicht stimmen, denn wenn ich eine Abfahrt zu spät abgefahren war, musste ich ja nach rechts abbiegen, um wieder zurückzukommen. Habe ich auch gemacht - und mein Ziel nach etwa siebenhundert Metern erreicht. Eine Viertelstunde zu spät - aber die Jugend war ohnehin noch nicht fertig.
"Also jetzt nach P.?" vergewisserte ich mich bei Sohnemann, der schlaff und müde Platz genommen hatte.
"Nä!"
"Nee? Wieso nicht? Ist alles okay?"
"Nä! Die Alte is krank."
"Na sag mal, wie redest du denn von deiner Freundin?"
Kurzer missmutiger Seitenblick, vielsagende Handbewegung.
Keine weiteren Fragen, Euer Ehren. Meine Annahme von gestern - Schnee von gestern! Was genau vorgefallen war, mochte er mir nicht erzählen und ich wollte auch nicht nachbohren. Wenn er will, erzählt ers von ganz alleine. Später zeigte er mir nur eine Nachricht, die sie ihm am Morgen geschrieben hatte: "Also Ihr könnt doch nicht kommen, ich bin jetzt doch richtig krank."
Aha. Ich denke, selbst wenn ich 40 Grad Fieber hätte, würde ich den, an dem grad mein Herz hängt, sehen wollen - und seis nur für ein paar Minuten. Immerhin... gabs davon ja nicht sooo viele Möglichkeiten, wenn zwischen beiden doch schon ein paar Kilometer lagen. Ähnliches musste in Junior II vorgegangen sein und offensichtlich fühlte er sich genauso verschaukelt wie ich mich an seiner Stelle gefühlt hätte.
Ich habe nix weiter gesagt und gefragt.
Wir sind auf direktem Wege nach Hause gefahren und haben uns ein Kilo Eis gekauft.

Freitag, 26. Juli 2013

Na endlich

Es ist ungefähr vier Jahre her, als das Interesse an den Mädchen in Junior II erwachte. Noch deutlich, als wärs gestern gewesen, erinnere ich mich an den ersten großen Liebeskummer - die erste "Liebe" aus dem Ferienlager. Als er heimkam, sich aufs Bett warf und anfing zu weinen, als gäbs kein Morgen mehr. Wie lange ich brauchte, um aus ihm herauszubekommen, was eigentlich passiert war.
Nichts. Das war ja das Drama. Und das Drama war vermutlich gleichalt und und hatte lange blonde Haare.
"Wie heißt sie denn?"
"Weiß ich nicht!"
"Wo wohnt sie denn?"
"Weiß ich auch nicht!"
Herzzerreißendes Schluchzen.
"Du musst was tun. Ir-gend-was! Aber tu was!"
Ja toll. Da stehste da. Finde mal ein Mädel unter schätzungsweise tausend Kindern - und du hast weder Namen noch sonst irgendeinen Anhaltspunkt.
"Ich hab aber ein Foto von ihr! Hab ich gemacht, als sie Tischtennis gespielt hat."
Na bitte. Ging doch. Bis ich das Foto sah.
"Kind, das ist das Mädel - von hinten??" ächzte ich.
"Na von vorn hab ich mich nicht getraut, das hätte sie ja gemerkt."
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben das Mädel gefunden, es wurden Handy-Nummern ausgetauscht - und das Kind entdeckte das Internet und hier insbesondere Schüler-CC. Eifrigst wurde sich nun gemailt, entdeckte das Kind außerdem die Freude an coolen Eigenfotos und entsprechenden Kommentaren im Profil.

So hatte es einst begonnen.
Im Jahr darauf hatte man sich übrigens wiedergesehen und als ich ihn abholte, hing sie ihm am Halse.
Draus geworden ist trotzdem nie was - die Liebe auf Entfernung funktioniert in diesem Alter wohl nicht wirklich ;)
Noch ein Jahr darauf war ich doch sehr überrascht, als Oma Ziggenheimer mir im gemeinsam verbrachten Urlaub erzählte: "Der hat so einige Mädels kennen gelernt." - "Echt? Wo denn?" - "Na am Strand. Ist einfach hingegangen und hat nach der Handynummer gefragt." Na das haute doch die Miez vom Baum! War das echt mein Sohn? Offenbar schon.
Im letzten Jahr dann begannen wilde Knutschereien und Fummeleien. Also jedenfalls weiß ich seit letztem Jahr davon. Immer neue Namen tauchten auf, die ich irgendwann auch nicht mehr auseinanderhalten konnte. Wobei ich ihm zugute hielt: Solange er sich nicht für eine entscheiden konnte, bliebs beim Knutschen. Das glaube ich ihm mal, weil ers freiwillig und von sich aus erzählte, ohne dass ich nachfragen müsste.

Ja und nun... ist die Entscheidung gefallen. Wer isses? Die einst 14jährige, die dem damals 16jährigen den Zungenkuss beibrachte und vermutlich noch mehr, hätte man eben nicht am Strand und damit in der Öffentlichkeit gelegen. Die Entscheidung hat er mir via whatsapp mitgeteilt mit der Frage, ob ich ihn morgen zu ihr fahre, nur ganz kurz, so auf der Rückfahrt, wenn ich ihn aus dem Camp hole. "Das dauert auch keine Stunde", versicherte er mir ebenso schriftlich.

Hach ja. Liebe is doch was Schönes. Auch wenns bei manchen länger dauert. Ich sags ja immer: Was sich finden soll, das findet sich auch :)



La Dolce Lotterleben

Bildquelle: http://static.cosmiq.de/data/question/de/dd7/ec/dd7ecc2edebc1cbac8f614f04973a825_1_orig.jpg
 
Als die gelben Seiten letztens auf der Geburtstagsfeier das Baby einer Kollegin auf dem Arm hielten und wiegten und so, da wurde ich prompt gefragt: "Na? Sieht er nicht gut aus damit? Und: Na? Wie wärs mit euch? Noch mal so was Kleines?"
Ich habe erst mal den letzten Schluck aus dem Glas Sekt hinuntergestürzt und versichert: "In DIESEM Leben nicht mehr!"
Schließlich habe ich zwei gesunde Söhne, die gelben Seiten ebenso - das genügt, man muss es auch nicht übertreiben.
Ganz ehrlich: Ich könnts auch nicht bezahlen. Wenn ich sehe, wie teuer Junior II geworden ist, seitdem er die weibliche Holdigkeit für sich entdeckt hat - das glaubt man kaum. Zwar ist er (erziehungsbedingt ;)) kein Kind, dem nur Markenklamotten ins Haus kommen müssen. Ganz im Gegenteil. Es muss nur cool aussehen. Leider sind aber eben auch diese Klamotten nicht billig.
Ach siehste, da fällt mir ein - ich wollt mir doch mal eine Nähmaschine zulegen? Schließlich wurde mir schon von zwei Seiten gesagt bzw. geschrieben, dass das ganz einfach zu erlernen sei. Na dann werde ich das ja wohl auch noch hinkriegen.

Ich liebe meine Söhne über alles und ich bin auch dankbar, dass ich sie habe.
Ich bin aber auch dankbar, dass sie jetzt erwachsen sind und mein Leben sich mehr und mehr entspannt.
Wie zum Beispiel aktuell: Sohn I ausgeflogen, Sohn II ausgeflogen - und Muttern führt daheim ein Lotterleben vom Feinsten: Kein Essen zubereiten müssen, ergo kein Abwasch nötig - nur arbeiten gehen, heimkommen, duschen, Beine hoch, Buch zur Hand oder ab ins world wide web - Käffchen dazu. Staubwischen? Äh nee - Jalousien runter tuns auch. Staubsaugen? Mach ich morgen. Bestimmt. Sechs Uhr aufstehen? Ach - weeeeiitt gefehlt: Sieben Uhr drück ich die Schlummertaste aus und bequeme mich erst dann ins Badezimmer.
So beginnt ein Tag auch richtig klasse, ich bin entspannt, es geht mir gut und ich komme entsprechend gelaunt ins Büro - nur um dort meine erste Tasse Kaffee in Empfang nehmen zu können - sofern die anderen nicht wieder schneller waren.
Außer heute Morgen. Heute Morgen dachte ich: "Musst ja eh noch tanken, dann holste dir gleich noch ein Käffchen und bisschen Frühstück dazu, hattest ja keine Zeit mehr, dir was zu machen..."
Ein belegtes Olivenciabatta mit Mozarella und ein Schokobrötchen. Mjamm!!
Wollte ich in der Arbeit auspacken. Huch! Wo ist mein Frühstück?
Mir dämmerts... Lotte Helma hats beim Kraftstoffversorger ihres Vertrauens liegenlassen. Scheiße - Fuck - Himmelarschundzwirn! Wo bekomm ich jetzt was zu essen her???
Einfach verschenken wollt ich das gute Zeug aber auch nicht - dann sollte es wenigstens mein Abendessen retten. Also Nummer rausgesucht und angerufen:
"Guten Morgen, hier ist Ziggenheimer. Ich war vor einer halben Stunde bei Ihnen und hatte neben Kaffee noch ein Ciabatta und ein Schokobrötchen, das habe ich leider liegen lassen...."
"Ja", fiel mir die gute Dame trockenen Humors ins Wort, "und Ihre Kreditkarte auch."
Ich glaube, es wird Zeit, dass die Söhne heimkehren. So'n Lotterleben hat nicht nur Vorteile.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Wer glaubt hier an Geister???

Ich!
Ich hab nämlich grad einen vor meinem Badezimmerspiegel vorbeihuschen sehen!
Frech zugezwinkert hatter mir ooch noch ;)



Das Dollste jedoch: Wenn der Geist versucht zu reden oder auch nur wenigstens zu grinsen, bröckelt gleich die Fassade!
Ha!
Und was kommt zum Vorschein? Eine hoffentlich erfrischte, gestraffte Helma - dank eines Rügenkreide-Wasser-Gemisches. Wenn das tatsächlich funktionieren sollte, schmier ich mir das noch woanders hin, ich wüsste da noch ein paar Stellen! 

Mittwoch, 24. Juli 2013

Best Part Of Me - St Leonards (Official Music Video)



....dancing all around....
..so ganz für mich allein..
..barfuss auf dem holzfußboden..
..dreh ich mich im kreis
mit geschlossenen augen..
..wunderbares lebensgefühl <3>



Ich liebe es...

...wenn die Musik zur Stimmung passt....

So nach dem Gewittergrollen, dem Regen, der noch wundervoll auf der Zunge schmeckt und dessen Geruch sich in den Winkeln meines Zimmers versteckt; wenn sich sacht die Vorhänge bewegen und nichts diesen Raum erhellt außer dem blassen Schein des kleinen Monitors...

Sorry Nachbarn, aber das... kriegt auch Ihr jetzt ordentlich auf die Ohren... So leise kann man so was nicht hören...


Tornado gesichtet

...oder na ja, sagen wir: das, was vom Tornado übrigblieb. Wollt Ihr sehen? Dann kommt doch mal zu mir nach Hause *grins*
Und nein, ich werde jetzt nicht hier rumheulen wegen der Hitze und so.

Auch wenn ich sagen muss: Im Urlaub konnte ich echt besser damit umgehen ;)

Fotos wie diese erinnern mich daran, wie schön das war... Morgens erwachen, in einen blauen Himmel schauen, Vogelgezwitscher... Badelatschen anziehen, Handtuch mitnehmen - und auf gehts zum Strand...
Später ein Eis oder ein Käffchen oder beides oder andere Leckereien, die nicht nur zum Essen sind ;)
Hach ja.

Seit drei Tagen erlebe ich wieder den Wahnsinn  des Alltags - und eine Hitze, die mir die Drohung an den Chef entlockte: "Entweder du erteilst hitzefrei oder wir kommen ALLE naggisch!" Na da wurde es aber eng ;) (Wer uns alle kennt, weiß, dass dies durchaus eine Drohung ist und nicht zwingend zur Leckerei ausartet :))
Arbeiten von früh bis spät, viel zu lange sowieso, dann kommste in eine viel zu warme, stickige Bude, kein Lüftchen weht, das Obst verdirbt schon nach zwei Tagen und die Milch schaffts schon eher, sauer zu werden, sobald sie nicht mehr im Kühlschrank steht....

Und meine Bude? Wie die aussieht?
Tornadomäßig... Bin ich von mir nicht gewohnt, ist aber so. Alles fällt mir aus der Hand und ich breche schon in Schweiß aus allein beim Gedanken, nur die Hand heben zu müssen, um alles in Ordnung zu bringen... Hier liegt was, dort liegt was, Staub hab ich auch noch keinen gewischt - aber wenigstens meine kleinen ich-steck-einfach-mal-ein-paar-Orangenkerne-in-den-Topf-Zöglinge gegossen, auch die, die dank fehlender Sonneneinstrahlung ganz in weiß gekeimt sind. Immerhin sind sie gekeimt!

Ich habe keinen blassen Schimmer, warum bei Blogger
die Fotos nicht mehr richtig rum eingefügt werden können -
also dreht halt einfach euren Monitor! :)
So wie auch mein kleiner Oleander mich trotz der Urlaubspause nicht im Stich gelassen hat. Ja - auch über sowas kann ich mich freuen wie ein Kind  vor... äh... einigen Jahren  zu Weihnachten!


Übrigens war ich gestern trotz überlangem Arbeitstag und einer Affenhitze bis zum Umfallen noch auf dem Hauptbahnhof, um dem guten Sohne seine Rückfahrkarte zur Mutti zu sichern. Wer unseren HBF kennt, weiß, dass dies die wohl schönste Shoppingmeiler aller europäischen Hauptbahnhöfe geworden sein soll. Dass ich ergo auch noch shoppen war, ist nicht meine Schuld! Die gelben Seiten sind es, indem sie mich via Whatsapp blinkend ermahnten: "Denk bitte an den Bilderrahmen von NanuNana!"
Tja. Blöd nur, dass es diesen hier nicht gibt. Dafür andere schöne Sachen *hähä*

Ja... Watt soll ick sagen, wa?
Im Explorer sind se rischtisch rum, eingefügt aber...
Dann dreht Euch mal - und bei Risiken und Nebenwirkungen geht bitte zu EUREM Hausarzt!
Jedenfalls - das sind echt richtig dufte riechende Kerzen, die dritte, eine Lavendelkerze, steht im Badezimmer. Ich werde mir jedoch tunlichst verkneifen, auch nur eine davon anzuzünden - sonst wird das Bett, auf dem ich liege, durchaus zum Wasserbett - bei all dem Schweiße, der angesichts der dann weiter steigenden Hitze von mir abtropfen würde. Igitt. Also hab ich wenigstens mal schon die Deckelchen abgemacht und vielleicht füllt sich ja doch mit den Tagen so ein bisschen Geruch in die Räume. Immerhin: Je zarter Gerüche sind, desto eher verfalle ich ihnen.

Ja und angesichts all der schönen Dinge... bekam ich dann doch richtig dolle Lust, die Hände zu erheben und Ordnung zu schaffen auf meiner privaten Festung Lichtestein. Das Thermometer zeigt aktuell zwar immer noch 28 Grad, aber die Schwalben fliegen tief und irgendwie... grummelts grad herrlich.... Ach nee, war nur n Motorradfahrer. Na gut. Krachen solls heute trotzdem noch und irgendwie fühlt sich das auch so an, als wenn da noch was kommt. Und weil ich Gewitter total liebe und romantisch finde, das aber nicht inmitten von Chaos geht, da spielte ich ein bisschen Trümmerfrau und beseitigte meine ganz privaten Tornadohinterlassenschaften. Irgendwie bin ich ja doch immer wieder so ein bisschen überrascht, wie chaotisch grad noch alles aussah und es dann in Nullkommanix mit vier oder fünf Handgriffen schon wieder wohnlich und gemütlich geworden ist. Aber das ist eine Erkenntnis, die meiner Jugend das Leben beibringen muss - ich selber werde das wohl nicht mehr hinkriegen ;)

Wenn ich mal zu gar nix Lust hab - was treibt mich dann auf die Beine? Richtig - Liebeskummer oder Musik. Aktuell ist es die Musik :)



...Den Song habe ich schon vor Jahren bei iTunes eingekauft und mir bis heute nicht übergehört.
"Life is beautiful" - und wenn nicht, dann macht man sichs erst mal selber schön, und seis in den eigenen vier Wänden oder mit einer neuen Quarkmaske im Gesicht. Tu dir was Gutes, dann tut das Leben dir was Gutes. Hab ich mal irgendwo aufgeschnappt. Ich hoff, das stimmt auch. Ich tu mir nämlich andauernd was Gutes, und als ich heute Abend heimkam und mir ein Brief vom Finanzamt entgegenfiel, war ich schon ganz aufgeregt beim Aufreißen des Umschlags: Ein kleiner warmer Regen????
Aber ach... nee... Zwei ganze Monate hat das Schreibtischmonster gebraucht, um zu merken, dass er mir noch Daten abringen muss - die aber doch im Formular beantwortet stehen? Na der kriegt morgen was zu hören. Bloß gut, dass ich mir angewöhnt hab, immer von allem ne Kopie zu machen.
Doch wer weiß. Vielleicht hat jenes Schreibtischmonster ja auch einen Tornado gesehen. Nix Genaues weiß man ja nie.
Übrigens, jetzt donnerts in echt - draußen. Ich verzieh mich mal mit einem Buch auf meine Terrasse und schau mir das an - aber erst muss ich mir noch ein Käffchen zubereiten. Ohne Kraftstoff schließlich kein Motorbetrieb :)

Dienstag, 23. Juli 2013

Sind wir nicht alle ein bisschen königlich?

Im Urlaub - aus Mangel an den Möglichkeiten - habe ich mich wieder daran erinnert, um wie vieles man ruhiger werden kann, je weniger (oder eben auch gar nicht) man in eine Fernsehröhre guckt. Da haben doch echt schon diese zehn Tage ausgereicht, um meinen Flimmerkonsum derart einzuschränken, dass ich nach einem langen Tag wie diesem eher nur die Musik anstelle, die Gedanken treiben lasse - und etwas zu essen auspacke - und keine bewegten bunten Bilder vermisse. Na ja gut, kaum jedenfalls.
Ungeachtet dessen machts mir derzeit auch doppelt weniger Spaß, in die Ferne zu schauen. Oder findet Ihr etwa den Hype darüber normal, dass dieser Tage ein Baby auf die Welt kommen soll, von dem schon mit der Heirat der Eltern darüber sinniert und dank Computertechnik designed wurde, wie deren gemeinsames Kind mal aussehen könnte?
Wenn ein Kind auf die Welt kommt, empfinde ich es immer wieder als ein Wunder - aber obs nun schwarz, weiß, gelb oder royalblau ist - das ist mir dabei herzlichst egal. Hauptsache gesund, sag ich ja immer.
Ich meine, bei mir zum Beispiel waren vor etwas über 23 Jahren maximal die Eltern nervös - erstes Enkelkind und so,  klar - während einzig meine Oma sich entspannt eine Zigarette ansteckte und meinte: "Es wird nicht eher als errechnet kommen, du wirst bis zum Schluss gehen." Nun ja. Seien wir mal nicht pingelig. Der erste kam drei Tage, der zweite zwei Tage eher, aber das fällt wohl schon noch unter die Rubrik "ausgetragen" :)
Dafür hats beim Ersten auch schlappe eineinhalb Tage gedauert, bis er dann auch wirklich auf der Welt war (ja ick weeeß, mit dem Loslassen hatte ich offenbar schon früher so meine Probleme); dagegen wirkte der Zweite mit seinen sechs Stunden Wehenzeit geradezu wie Rudi Rennrüssel auf Gleitkufen.
Aber hat mich da jemand draußen in der Welt vielleicht bedauert, mit mir gefiebert, wurden da die Kamera paparazzilike bereitgehalten für das allererste Foto; hat jemand dem Kinde schon ein Gesicht oder wenigstens einen Namen geben wollen, noch bevors überhaupt als Quark in den Schaufenster gelegt wurde?
Und haben meine Jungs nicht - wie so viele andere Kinder dieser Welt auch - ebenso ihr Gutes geleistet und getan? Ihre Ziele erreicht? Und das nicht unter Zuhilfenahme aller Steuerzahlern unseres Landes - sondern ganz allein von Mutti.
Da erinnere ich mich übrigens auch grad an den Hype der kleinen Cruise: Als die auf die Welt kam, wurde sogar ein Kackhaufen (angeblich von ihr) vergoldet oder wenigstens als solches nachgebildet - und der Öffentlichkeit präsentiert. Igitt. Ob in Gold oder Braun - Kack bleibt Kack und es entzog sich partout meines Verstandes, inwieweit ein Babyhaufen kostbar zu sein hatte. Wenn sich der geliebte und geschätzte Fiffi von den Müllers schräg unter mir in den Vorgarten  hockt, sollste mal sehen, was passiert, wenn den Haufen keiner wegholt. Geschweige denn, was passieren täte, wenns Herrchen die Wiese mit seiner Toilette verwechselte.
Jahahahahaaa - das wär een Gaudi, wa?
Doch mal im Ernst: Warum is jeder Promi auch gleich was Besonderes? Der rülpst wie alle anderen auch und es kommen keine bunten Seifenblasen dabei raus - und wenn er pupst, riecht das genauso übel wie bei allen anderen.
Es gibt durchaus Menschen, die ich bewundere total für das, was sie tun oder erreicht haben. Ich unterscheide jedoch dabei nicht, ob prominent oder nicht - und verfalle ergo nicht in Maulaffenfeilhaltenschockstarre, bloß weil da ein bekanntes Gesicht an mir vorüberzieht. Genauso wenig, wie mir Leute imponieren, die mit fetten Autos und achtzig Sachen durch ne 30er Zone ballern, möglichst noch mit lautstarker Mucke, damits die letzten auch noch mitkriegen, dass da wer kommt (und dann noch entrüstet vor dem Kadi klagen, weil sie dafür wenigstens zahlen oder auch ne Zeitlang ihren Lappen abgeben sollen *kotz*).
Anyway: Am Wochenende - ich geb es zu - dürstete es mich ein wenig nach TV. Entzug und so, Ihr versteht? Aber irgendwie... wars mir dann nach einer Stunde auch schon wieder zuviel. Dünngeistiges wird auch dann nicht besser, wenn man es auf Uniriesenröhe aufbläst - und die wirklich interessanten Sendungen laufen dann, wenn ich des nächtigens auf der Terrasse liege oder blogge oder eben auch Musik höre.
Insofern ist auch glatt an mir vorbeigegangen, dass der kleine Prinz inzwischen auf die Welt gekommen ist. (Dank übrigens an meinen Kollegen Klausi, die Informationsquelle). Ich denke, die Kate kanns verschmerzen, dass nicht alle, die nicht sowieso schon vor der Klinik lungern, schussbereit mit ihren Kameras und Objektiven, wie blöde vor der Glotze oder dem Radio hocken und hektisch nach den Meldungen suchen.
Und wisst Ihr, was ich so richtig königlich finde? Den Geschmack des Käffchens neben mir! Prost.

Montag, 22. Juli 2013

Preisfrage

Woran merke ich, dass ich wieder im Büro bin und nicht mehr im Urlaub?

Ist doch pippi-einfach:
Ich habe frischen Kaffee gekocht und als ich welchen trinken wollte, war keiner mehr da!! Ich flipp aus hier!!!!

Bildquelle: http://funfire.de/bilder/4590/kein-papier-mehr-thumbnail.jpg

Ihr meint, das Bild passt nicht zum Thema?! Oh doch - weil ich immer die Angeschissene bin, verdammt noch mal!
(Manchmal komm auch ich Diplomat nicht ohne einen Kraftausdruck aus - was raus muss, muss raus, und da will ich nicht erst lange um den gequälten Brei reden, Himmelarschundzwirn!)