Donnerstag, 15. Oktober 2009

Sex & City - Der Film

Also für jeden, der früher die Serie geschaut hat, muss doch dieser Film das absolute "Muss" gewesen sein. Auch ich habe mir die Serie angeschaut - leider zu sporadisch, wie ich heute finde. Konsequenz und Disziplin sind wohl nicht gerade die Attribute, mit denen ich mich schmücken darf. Und offenbar wirkt sich dieses Manko auch im Schauen von Filmserien aus ;-)
Aber im gesegneten Zeitalter von DVD & Co. ist das Verpassen von Kinofilmen heutzutage glücklicherweise kein Drama mehr.
Anlehnend an die Geschichte dieses Filmes sollte man höchstwahrscheinlich auch das Gucken solcher Filme ähnlich gestalten: Freundinnen einladen, den Prosecco entkorken, schauen, kommentieren, sich amüsieren...
Gut gut, bei mir ist das nicht so gewesen. Sondern eine eher nüchterne Vorstellung: Kalter Oktobertag, allein zu Haus einkuscheln, DVD raus, Füße ausgestreckt und einmal drücken auf "Play".
Ach Gott, was habe ich geschwelgt in Zeiten, die ich so zwar selber noch nie, aber dennoch gerne mal erlebt hätte. Freundinnen, die beinah alles miteinander teilen (außer die Männer natürlich ;-)), Freud & Leid, die in jeder Situation einander beistehen (da fällt mir ein, ich müsste mal wieder die eine oder andere anrufen...) und voller Freude ausflippen, wenn sich eine entschließt zu heiraten (obwohl - letzteres hatten wir ja gerade erst vor ein paar Wochen ;-))
Jedenfalls... Nach dem Ende des Filmes wurde mir eines bewusst: Helma, es wird Zeit, sich wieder zu verlieben. Vorbei die Zeiten haariger, stachliger Beine, vorbei die Zeiten nachlässig gezupfter Augenbrauen, vorbei die Zeiten des gleichmütigen Schulterzuckens ob der inzwischen-Größe 40/42, vorbei auch die Zeiten der bequemen Gesundheitslatschen, lässigen Shorts und kurzerhand zusammengebundenen Haare, wenn die sich nach schlaflosen Nächten nicht einigen konnten, in welche Richtung sie stehen wollten.
Also ab sofort wieder den Bauch einziehen, die Schultern straffen, den Kopf erheben, sobald man die Haustür hinter sich schloss. Ab sofort wieder geschminkt zum Müllcontainer gehen - frau weiß ja nie!
Und vielleicht noch gleich heute eine Internetanzeige aufgeben?
Was gibt es eigentlich heute, Jahre nach meinem allerersten Internetauftritt für Seiten, die zu mir passten?
Das eine oder andere Gesicht... Moment mal... Hatte ich das nicht vor eben diesen Jahren auch schon mal gesehen? Waren sie nun auch wieder hier? Oder... oder etwa... oh mein Gott!! immer noch??
Grundgütiger, was würde mich hier erwarten?
Ob ich mich zwei, drei Jahre jünger mogele? 37 klingt immerhin angenehmer wie 40.
Stelle ich ein aktuelles Foto dazu oder eines von vor zwei, drei Jahren, als die Ränder um die Augen noch nicht so tief und die Krähenfüße noch nicht so offensichtlich waren?
Solche Internet-Fragebögen sind schon... ziemlich neugierig, die wollen auch wissen, wie viel ich wiege. Glaubt mir überhaupt jemand, dass ich schon seit Monaten nicht mehr auf meiner Waage stand? Wenn ich sage, dass es die pure nackte Angst vor der Zahl ist, die mir das letzte bisschen Illusion raubte, würde mich das höchstwahrscheinlich glaubwürdiger machen.
"Das Foto wird geprüft, die Bearbeitung nimmt etwa 2 - 3 Werktage in Anspruch."
Na gut. Anspruch klingt immer gut - gerade im world wide web.
Bis jetzt jedenfalls hat sich kein Schwein für mein Profil interessiert.
Kein Bild - kein Interessent.
Meinen detailliert und bestimmt locker und auch amüsiert klingend ausgefüllten Fragebogen interessiert hier kein Schwein - solange ich kein Foto dazustelle.
Nun ja. Dann schenke ich mir jetzt locker und amüsiert noch ein Glas Weißweinschorle ein, warte noch ein paar Minuten angespannt auf den ersten Besucher meines Profiles (der erste Besucher meines bildlosen Profiles bekommt einen Preis) und dann beginnt wieder das, was ich beinah vergessen hätte: die Erwartung, die Spannung, die Vorfreude mit jedem Klick ins Internet. Na denn mal Prost - Helma erwartet euren Besuch ;-)




Mittwoch, 14. Oktober 2009

Gute-Nacht-Geschichten

Diesen Film hab ich heut Abend geschaut. OK OK, er ist nicht mehr neu und vielleicht ist es für Euch auch schon ein alter Hut.
Ich jedenfalls hab ihn heut zum ersten Mal gesehen und ich fand ihn... niedlich. Doch. Ja. Niedlich. Vater erzählt Sohn und Tochter abends, wenn sie nicht schlafen können, gute-Nacht-Geschichten und dreißig Jahre später erzählt Onkel (vormals Sohn) den Kindern seiner Schwester (vormals Tochter) eine Woche lang jeden Abend gute-Nacht-Geschichten. Und was der Protagonist recht schnell begreift: Die Geschichten, die er sich ausdenkt, passieren tags darauf in der Realität. Vielleicht nicht haargenau so, aber doch... denkbar ähnlich. Und er begreift ebenso schnell: Die Kinder sind es, die die Geschichten bestimmen. Er liefert die Grundidee, die Kinder schmücken den Fortgang aus und legen auch das Ende fest.
Natürlich - und das begreift Ihr sicher ganz schnell ;-) - versucht nunmehr er, die Geschichten zu steuern und zu lenken - in Richtung "glücklich mit der schönsten Frau der Welt, einem Ferrari im Stall und etwa zehn Millionen Dollar im Sparstrumpf"... Ebenso klar natürlich ist, dass Kinder ihre so ganz eigene Auffassung von Glück und Recht haben ;-)
Was locker-leichte Unterhaltung ist, niedlich gemacht und auch zum Schmunzeln verleitend, erweckt so zirka dreißig Minuten nach Filmende die Gedanken: Welche gute-Nacht-Geschichte würde ich mir eigentlich ausdenken? Ich meine, sei'n wir doch ehrlich, würden wir nicht alle versuchen, der Geschichte eine Wendung zu geben, von der wir annehmen, dass jenes "Happy End" genau das sei, das wir uns schon immer wünschten und dass es nur das sei, das uns glücklich machen könne?
Nun, der Held unserer Geschichte - soviel sei "verraten - war am Ende "super-happy", wenngleich auch seine "Bedtimestory" eine völlig andere Wendung genommen hatte als zunächst gedacht.
Und irgendwie... denke ich mir: Ist es nicht im wahren Leben... irgendwie auch so? Wie verbissen jagen wir mitunter einem Traum hinterher und wenn er sich erfüllt hat... müssen wir ernüchtert feststellen, dass es gar nicht (mehr) das ist, was wir eigentlich wollten. Was wir ursprünglich wollten. Dass irgendwie... alles ganz anders ist. Oder... sind eher wir es, die inzwischen verändert sind? Heißt es nicht umsonst "Der Weg ist das Ziel"? Offen gesagt, mit diesem Satz konnte ich noch vor ein paar Jahren überhaupt nichts anfangen. Ich konnte nicht begreifen, welcher Sinn im Weg steckte.
Wenn ich so an die letzten - sagen wir mal zehn - Jahre zurückdenke, was sich ereignete, wer mir begegnete, wie oft ich stürzte, dann muss ich sagen: Der ganze Körper ist bedeckt von Blessuren, die nicht alle sichtbar sind. Aber alles in diesen zehn Jahren hat mich verändert. Jedes Ereignis, jede Begegnung, jeder Sturz.
Und bin ich heute genau da, wo ich immer sein sollte?
Ich will Euch mal was sagen: Es geht mir gar nicht mehr darum, sobald an ein bestimmtes Ziel zu kommen. Was ich bitte nicht verwechselt wissen möchte damit, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dinge, die ich verwirklichen, die ich umsetzen möchte. Aber das... ist etwas anderes.
Was ich vielmehr meine, ist: Ich habe gelernt zu warten. Ich habe gelernt, auf den richtigen Moment zu warten. Und ich habe gelernt, dass manche Dinge im Leben ihre Zeit brauchen.
Wenn ich nur einen Augenblick lang darüber nachdenke, was in den letzten zehn Jahren passiert ist und was ich genau daraus gelernt habe, dann sind das für mich die wertvollsten Jahre, in denen ich gelebt habe.
Früher habe ich mir immer gewünscht, es gäbe einen Spiegel, in den ich schauen könnte und der mir zeigte, wie mein Leben in vielleicht zwanzig Jahren wäre. Nur mal einen kleinen Blick riskieren und das befriedigende Wissen erlangen: Ja oder Nein.
Heute wünsche ich mir das schon lange nicht mehr. Wüsste ich, dass ich in zwanzig Jahren an Krebs stürbe, würde mich vermutlich die Angst davor zerfressen und Glücksempfinden zerstören. Wüsste ich, dass ich in zwanzig Jahren mit genau dem Menschen an meiner Seite grenzenlos glücklich wäre, den ich mir in meinem Leben wünschte, würde ich vielleicht keiner Begegnung mehr "dazwischen" die rechte Bedeutung beimessen: "Er ist es ja nicht..."
So aber... weil ich es nicht weiß, das passiert... Bleibt alles offen. Alles ist möglich. Jeden Tag, jedes Jahr. Jeden Tag legt uns das Leben unsere Möglichkeiten in die Hände und nur wir selbst entscheiden darüber, was wir daraus machen oder nicht. Jede Möglichkeit in unseren Händen, die wir drehen und wenden, erleben wir bewusst, so wie wir alles um uns herum bewusst wahrnehmen.
Dieser Satz "Für jede Tür, die sich schließt, öffnet sich eine neue" hat in den letzten Jahren für mich eine besondere Bedeutung bekommen. Ganz gleich, ob im Job oder im Privaten. Jedes Ende von etwas hat den Grundstein für etwas Neues gelegt. Natürlich - das ist ja das Leben. Und jedes Neue hat neue Möglichkeiten, neues Positives und Wunderbares mit sich gebracht. Und neue Stolpersteine. Ich für mich jedenfalls habe gerade durch die Stolpersteine das meiste über mich selbst gelernt.
Natürlich bin ich noch immer... "unfertig". Aber heute fühle ich mich wohl. Heute geht es mir gut. Heute erwache ich jeden Morgen voller Neugier auf das Leben. Heute spüre ich vor allem, dass ich lebe. Dass ich atme.
Auch wenn ich über meinen kleinen Grünen jammere, über meine adipöse Bauchdecke oder den K(r)ampf mit dem Finanzamt :-) Aber auch das gehört zu meinem Leben dazu - und heute lebe ich es bewusst, intensiv - und voller Dankbarkeit. Heute freue ich mich über jeden einzelnen Schritt, den ich gegangen bin und noch immer gehen kann. Über das, was ich erreicht habe und über die Menschen, die ich in meinem Leben weiß. Und das sind Dinge... die ich vor zehn Jahren nicht gesehen und nicht begriffen habe.
Besser... spät als nie. Oder? :-)



Personal Trainer

Wie schon "angekündigt", befinde ich mich ja seit einigen Tagen auf der Suche nach einem Personal Trainer. Einen, der mit mir kämpft, mit mir schwitzt und der standhaft mein Gejammer erträgt, wenn ich nach fünf Minuten Joggen um eine Pause bettele :-)
Und so stecke ich mittendrin in der Testphase (man will ja schließlich nur den Besten für sich :-)) und ich muss sagen... Der erste Favorit ist schon... ziemlich anstrengend...
Mich totzustellen, das hat nur am ersten Tag funktioniert, dann musste ich ran:
Einmal joggen zum Park, dann eine Runde durch den Parcours. Leute, das war echt anstrengend: Schnelligkeit, Wendigkeit, Balance, Gleichgewicht - nicht zu vergessen ein leichtes Krafttraining... Was soll ich sagen: Mein Personal Trainer joggte geschmeidig wieder heim, während ich ausgepumpt und ausgeleiert wie ein überdehntes Gummi hinter ihm her schlich, ab und zu letzte Kräfte mobilisierte, um wenigstens so zu tun, als joggte ich noch ein Stück mit heim, aber dann angekommen, gab es nur noch eines: schönes heißes Badewasser einlassen, mich darin aalen, bis sich auch der letzte verbiesterte Muskel entspannt hatte, dann in den schönen dicken weichen Bademantel hüllen, rauf auf die Couch, ne lecker aromatische Tasse Tee dazu und dann die DVDs aus dem Schrank gekramt.
Natürlich ist Euch klar, dass sich an diesem Tag nichts, aber auch absolut nichts mehr bei mir bewegte. Gerade zum Abendessen bereiten konnte ich mich noch einmal aufraffen, aber auch nur, weil der Hunger stärker biss wie der Muskelkater :-)
Ich weiß noch nicht, ob es nun bei diesem Trainer bleibt. Fakt ist aber, dass ich anschließend auch ohne Make up eine äußerst gesunde, tomatenrote Gesichtsfarbe hatte, dass ich mich heut, wo der Schmerz ein wenig nachgelassen hat, fast richtig fit fühle und... ja... mir ein Gegenargument gegen diesen Personal Trainer im Moment nicht einfällt :-)


Samstag, 10. Oktober 2009

Was Recht Ist

...kommt wieder. So heißt es doch, oder? Erzählte ich Euch nicht erst vor kurzem, dass ich einen Fünf-Euro-Schein fand und den blöderweise der Bedienung im Lokal gab, weil ich nicht mehr sicher war, welcher von beiden Gästen neben mir ihn verloren haben mochte?
Heute abend jedenfalls - auf einer Geburtstagsfeier, wo insgesamt um die fünfzig Gäste (fluktuativ, versteht sich ;-)) anwesend waren, fand ich wieder so einen Schein - auf dem Weg zum Auto, als kaum noch jemand da war. Also dieses Mal jedenfalls habe ich ihn behalten - und so kurz nacheinander einen zweiten Fünfeuroschein zu finden war wohl ein Zeichen, dass ich in der Tat das letzte Mal zu dumm war ;-)
Jedenfalls fühle ich mich heut Abend endlich besser nach meinem gestrigen, ganz privaten Drama.
Man muss wohl nur Geduld besitzen. Denn einen Tag und drei Gläser Gin Tonic später sah meine dramatische Welt schon wieder ziemlich anders aus. Daran konnte auch ein missmutiger Kommentar: "Du solltest öfter ausgehen, dann kannst du die neue Werkstattrechnung zahlen", nichts mehr ändern.
Noch nie in meinem Leben war ich in den Genuss von Gin Tonic gekommen, die Wirkung dessen hatte ich damit zugegebenermaßen unterschätzt - aber was eben so richtig cool ist, wenn du ein Kind hast, das schon beinah zwanzig Jahre alt ist und einen Führerschein besitzt: Du kannst dich entspannt und seelenruhig neben dein großes Kind hocken, weist ihm allerhöchstens den Weg und schreibst nebenbei sms. Ist doch genial, oder? Und niemanden interessierts, ob du was getrunken hast oder nicht. Höchstens die Kinder, weil zwar im Player eine jugendohrgerechte CD lag, Mama Ziggenheimer jedoch auf halber Strecke den Gesang ihrer ureigensten Lieblingstitel anstimmte ;-)
In diesem Sinne - ich sing Euch noch n Gute-Nacht-Lied - verabschiedet sich für heute -
Eure Helma :-)

Freitag, 9. Oktober 2009

Drei Tage War Der Daewoo Krank...

...nun heizt er wieder - Gott sei Dank.
Möchte man meinen...
Also die Heizung funktioniert wieder - ich habs selbst an diesem eigentlich herrlichen Sonnentag getestet. Aber die Krokodilstränen konnte ich trotzdem nicht zurückhalten.
Was nutzt schon allein die Heizung, wenn die neue TÜV-Plakette ausbleibt? Und ich sie mir nur anpappen darf, wenn ich noch mal sechshundert Euro zahle?
Manchmal komme ich mir wirklich vor wie jene eierlegende Wollmilchsau...
Als Mutter sollst du perfekt funktionieren, damit aus deinen Kindern auch was Ordentliches wird.
Als Ehefrau oder Freundin oder was auch immer sollst du perfekt funktionieren, damit das Seelenleben des Ehemannes oder Freundes gerettet ist.
Als Angestellte sollst du perfekt funktionieren, damit dein Chef genügend Geld für sein 5. Haus und 15. Auto verdient. Nicht zu vergessen dabei natürlich das handaufhaltende Finanzamt, der lange Arm von Papa Staat.
Als Ex-Frau sollst du perfekt funktionieren, damit dein Ex-Mann sich auf deine Kosten ein schönes Leben machen kann.
Eine Frau für alle Fälle - na klar! Eine Frau wie aus dem Bilderbuch.
Ach ja, den Faden könnt ich ewig weiterspinnen. Und mich sinnlos verlieren in Selbstmitleid, Frust und Wut.
Ich bin weder so eine Frau noch so eine Wollmilchsau, verdammt.
Und wie begegnet man diesem ganzen Ärger am besten? Mit ner Flasche Weißweinschorle? Wieso eigentlich nicht? Wenn ich genau drüber nachdenke, hatte ich seit Wochen keinen solchen kostbaren Tropfen mehr in meiner ausgedörrten Kehle. Aber meine Bauchdecke ist ja auch schon adipös und Alkohol macht das nicht besser...
Also auch keine Schokokekse...
Das Leben kann schon ziemlich beschissen sein - Mann Mann Mann...

Nur Einen Mausklick Entfernt

...von der großen Liebe?
Ich weiß gar nicht, wie viele Menschen sich heutzutage über das Internet kennen lernen - und ich empfinde diese Möglichkeit noch immer als eine der besten Erfindungen der Menschheit. Natürlich abgesehen von Strom und warmem Wasser "aus der Wand" und so ;-)
Selbst meine Kinder - wie Ihr wisst - tummeln sich im world wide web und lassen da die Sau raus, was ich im realen Alltag so manches Mal vermisse:
"Hääääääää? Redest du gerade mit miiirrrr? Meintest du mich?" :-)
Da gibt es ja Seiten ganz speziell für Schüler und mein "Kleiner" (er hasst es inzwischen, wenn ich das sage, aber... er ist ja nun mal der Kleine - auch in 50 Jahren noch ;-)) testet diese ja nunmehr seit Wochen und begegnet dort Mädels, die zwar bei uns um die Ecke wohnen, die ihm aber bis dato im Realen niemals aufgefallen waren ;-) Wobei es mich echt schon zuweilen sprachlos macht, wie es die zwölf- oder dreizehnjährigen Mädchen mitunter verstehen, sich auf ihren diversen Fotos in Szene zu setzen. Da machen sie uns Frauen ja beinah noch was vor ;-)
Mein Großer nun besitzt auch Profile auf diversen Seiten - doch überhaupt mal jemanden anzuschreiben, das hat er sich bis heut nicht gewagt. Wenigstens wollte er mir - nachdem ich ein paar seiner Lieblingsfotos in seine Profile stellen durfte - die Mädels zeigen, die ihm so gefielen.
Nur um mitten im Satz erschrocken und mit einem entsetzten Aufschrei innezuhalten: "...Mutti, was machst du denn daaaaa???"
Ja Mutti war initiativ. Von nix kommt schließlich nix und immer nur schön Bildchen betrachten, damit lockst du heutzutage auch bloß niemanden mehr hinterm Ofen hervor.
Vorausgesetzt, angegebenes Alter und Figur (was man anhand der Fotos letztlich immer nur hoffen und vermuten kann) stimmten überein, sendete ich einen Flirtkontakt nach dem anderen "Hey - Dein Foto gefällt mir!"
Mehr als diese vorgegenen Sätze kann man als sogenannter Nicht-Premium leider nicht senden - aber so hatte der Junge wenigstens nicht mal nur geguckt, sondern auch offen sein Interesse bekundet.
Ihm jedoch standen die Haare zu Berge.
"Was sollen die denn jetzt von mir denken???!!!??"
"Na dass dir ihr Foto gefällt, was sonst", entgegnete ich völlig entspannt und gelassen, während ich mich weiter durch die dargebotenen Profile klickte und da und dort entweder einen Flirtkontakt sendete oder aber nur mit entsprechenden Worten kommentierte.
Beinah fühlte ich mich erinnert an meine Zeit, als ich selbst noch in den Weiten des Internets zu Hause war und bis heute sagen kann: Ich bereue nichts :-)
Erinnerte mich an die eine oder andere Anekdote, über die sich die männlichen Jäger und Sammler missmutig ausließen, wenn die Frauen es mit Alter, Gewicht und sogar der Zahl der Kinder nicht so genau nahmen (wobei man zu unserer Ehre hinzufügen muss: Ihr Männer schwindelt auch nur, dass sich die Balken biegen ;-)). Eine Geschichte davon fand ich am lustigsten: Ein junger Mann Mitte zwanzig auf der Suche nach einer leicht älteren Frau, die er dann auch fand. Sie, Ende dreißig, kinderlos, nettes Foto, und bezeichnete sich bei einer mittleren Größe mit 65 Kilo zu Recht als schlank. Man schrieb sich eine Zeitlang nett hin und her und befand, es sei doch allerhöchste Zeit für ein Date. Am vereinbarten Treffpunkt starrte er desinteressiert an ihr vorbei: Er erkannte sie schlichtweg nicht :-) Hätte er ihr intensiv in die Augen geschaut, hätte er sie womöglich an der Farbe ihrer Augen oder an der Biegung ihrer Wimpern erkannt - doch ansonsten stimmte nichts, aber auch gar nichts von ihrer Beschreibung. Die Frisur war komplett anders wie auf dem Foto (Hand in die Steckdose gehalten und Dauerwelle bekommen ;-)). Weder wog sie die angegebenen 65 Kilo noch war sie ein Mensch, der sich mit Fug und Recht schlank nennen durfte. Als man sich dann doch noch erkannte - weil sie ihn ansprach - ließ er sich schlussendlich dennoch zu einem Kaffee überreden - Mann wollte ja nicht unhöflich sein... Im Laufe des Gesprächs beim Kaffee gestand sie ihm dann das 1. Kind... Mit jedem Date wurde es ein Kind mehr - und während ich unter Lachtränen fragte, wie oft sie sich getroffen hätten, jappste er und gestand: "Viermal! Ich weiß auch nicht, sie hatte mir irgendwie einfach leid getan..."
Während sie ihm vorhielt, dass er nur auf Äußerlichkeiten fixiert sei und auf innere Werte wohl so gar nicht abfuhr - hielt er ihr den ersten inneren Wert entgegen: "Wie wärs denn mal mit Ehrlichkeit gewesen? Du wiegst - ich schätze mal - hundert Kilo statt fünfundsechzig, deine Haare sind blond und lockig wie von Sheepworld anstatt glatt und dunkel wie im Profil und statt kinderlos hast du gleich vier Kinder! Übrigens, deine große Tochter gefällt mir, hat sie schon einen Freund?"
Schuldbewusst musste sie zugeben, dass das Foto ca. fünfzehn (!) Jahre alt war und sie entschuldigte ihr frisiertes Profil mit der Wehklage: "Wenn ich zeige und reinschreibe, wer und wie ich wirklich bin, dann will mich doch erst gar kein Mann treffen."
Ich habe so gelacht, Leute, das könnt Ihr mir glauben.
Irgendwie kann ich die Frau schon verstehen. Nur... Was nutzt ihr jedes geschminkte Profil, wenn die Realität eine ganz andere ist? Da kannst du wirklich nur noch auf die Kraft deiner Aura hoffen, dass dein Gegenüber sich dennoch auf ein Käffchen mit dir einlässt und er nach und nach herausfindet, dass du ein ganz wunderbarer Mensch bist...

In diesem Sinne... immer noch grinsend und schmunzelnd ob der Erinnerung an die eine oder andere Geschichte, verabschiedet sich für heute käffchentrinkend Eure Helma, die übrigens auch heute ihren letzten Arbeitstag genießt und sich dann in wohlverdiente zwei Wochen Urlaub verabschiedet :-)
Prost!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Helma Hat Keinen Neuen

Endlich, endlich hatte ich eine Werkstatt gefunden, die sich nicht nur den Wechsel des Wärmetauschers in meinem kleinen Grünen antun wollte, sondern eine, die das auch noch zu einem Spottpreis tun wollte.
Ich meine, Spottpreis... Natürlich sind zweihundert Euro kein Spottpreis. Das sind immerhin vierhundert sauer verdiente Mark (Ja, ich rechne noch immer um! Da merkt man erst mal wirklich, wie man uns bescheißt - sorry! Und kann den Kauf des einen oder anderen Artikels tunlichst verweigern ;-)) Aber zweihundert Euro sind dann ein Spottpreis, wenn man für dieselbe Sache mindestens fünfhundert oder siebenhundert bis tausend Euro zahlen soll.
Als ich dann noch hörte, dass ich für fünfzehn Euro pro Tag einen Ersatzwagen bekäme, errechnete ich in heller Freude, was ich für das Budget von fünfhundert Euro noch tun könnte: Den fälligen TÜV und die Abgasuntersuchung und sollten doch noch einhundert Euro übrigbleiben, könnte ich davon noch die Winterreifen erwerben. Knallhart kalkuliert - was soll ich sagen! Kein Cent würde vergeudet. Für Milchkaffee oder so ;-)
Doch jegliche Kalkulation zerbröselte ins Nirvana, als ich - abgehetzt und wirklich auf die aller-allerletzte Minute in der Werkstatt erschien: "Einen Ersatzwagen? Da hab ich keinen mehr da, der letzte ging heut für einen Unfall raus." (Vierzig Kilometer Weg können schnell überwunden werden, wenn man den Großteil der Strecke über die Autobahn fährt. Der Rest des Weges jedoch führte durch Wald und über Feld und ich dachte: Wenn mir hier jetzt noch ne wilde Sau ins Auto rennt, dann hast du erst richtig den nassen Hut auf dem Kopf... Aber glücklicherweise blieb ich wenigstens davon verschont.)
Die Euphorie, die mich zuweilen überfällt, wenn ich - aufgeschreckt wie ein Huhn - durch die Welt renne, von einem Termin zum nächsten und ich diese nacheinander erfolgreich abhaken kann, zerbröselte ebenso wie die Kalkulation und ich schaute ihn ungläubig an: "Ja und nun? Ich muss ja wenigstens wieder nach Hause."
Und dieses Zuhause lag schätzungsweise vierzig Kilometer entfernt, auf umständliche Bahnfahrten hatte ich nun überhaupt keine Lust mehr, zumal ich dem Kind versprochen hatte: "Halb acht bin ich spätestens wieder da." Es hatte mich ja eigentlich begleiten wollen, aber wer bis achtzehn Uhr weder die Mathematik-, noch die Physik- und auch keine Deutschhausaufgabe erledigt hatte, der musste wohl oder übel daheim bleiben und erst die Pflichten erfüllen.
"Ich ruf mal schnell bei unserer Autovermietung an, wir haben da Sonderkonditionen."
Und die Sonderkonditionen sahen so aus: Das kleinstmögliche Auto - ein Smart - sollte den stolzen Preis von 192 Euro für zwei Tage kosten. Ehrlich - es hat nicht viel gefehlt, ich hätte dem Monteur einen Vogel gezeigt.
192 Euro für einen Elefantenrollschuh - als Monatspreis hätte ich mir das ja noch gefallen lassen ;-) Aber für zwei Tage!!!?? Vermutlich hatte nicht nur ich, sondern auch die Werkstatt knallhart kalkuliert. Aber nicht mit Mutter Helma.
"OK. Dann nehme ich das Auto wieder mit und wir müssen uns was anderes überlegen."
Ich bin ehrlich nicht sicher, ob ich dann auch noch mal in diese Werkstatt gefahren wäre - und höchstwahrscheinlich sagte sich der Werkstattbesitzer dasselbe. Was einmal da ist, sollte auch da bleiben - und so wurde kurzerhand ein Chauffeur zu Dienste befohlen mit der Maßgabe, sich bis morgen früh um einen adäquaten fahrbaren Untersatz zu kümmern. Zu angemessenen Konditionen, versteht sich.
Soweit, so gut.
Kein neues Fahrzeug.
Kein neuer Hörgenuss in einem Fahrzeug, in dem noch alle Lautsprecher tadellos funktionieren.
Kein neues Fahrgefühl zum Austesten.
Mit anderen Worten: Kein Neuer für Helma ;-)
Frauen sind ja im Allgemeinen multitaskingfähig - und sie können zur gleichen Zeit über Fehlverhalten im Straßenverkehr und entsprechende Bußgelder debattieren und nebenbei gedanklich überschlagen, was selbst im günstigsten Falle an ungeplanten Kosten für ein Leihfahrzeug Marke Europcar auf sie zukommen könnte.
In einem war ich mir sicher: Als erstes musste die Kollegin Maß genommen werden, die mir diese Werkstatt nicht nur empfohlen, sondern angepriesen hatte. Als zweites musste einer der beiden in Frage kommenden Kollegen befragt werden, ob sie Mutter Helma mit in die Arbeit nehmen könnten. Und wie zurück?
Das würde sich finden, im schlimmsten Falle würde ich mal eben wieder drei Überstunden machen.
Aber alles war besser, als das sauer kalkulierte Budget sinnlos anderen Leuten in den Rachen zu werfen.
Und so kehrte ich gegen halb neun heim, das Kind hatte vom schnell noch zubereiteten Abendessen die Hälfte verschmäht, aber wenigstens seine Aufgaben erledigt, reihum erledigte ich, kaum dass ich es ins Bett verabschiedet hatte, alle Koordinationsanrufe, um auch den morgigen Arbeitstag pünktlich zu beginnen, erledigte alles sonstigen wichtigen Telefonate, so dass - und das kommt wirklich nicht oft vor - der Akku bereits zu jappsen begann, mein eigener Akku sich ebenso bedrohlich leerte (ein Zustand ähnlich dem einer starken Unterzuckerung) und Freund Schmerz sich ausgesprochen unangenehm bemerkbar machte - na klar, der hatte mir gerade noch gefehlt zu meinem Glück. Als spürte ich nicht sowieso jeden Tag, dass er an meiner linken Seite hing.
Wenigstens... habe ich heute alles geschafft, das ich mir vorgenommen hatte. Auch wenn es Irrungen und Wendungen gegeben hatte, die ich so nicht unbedingt vorherzusehen vermochte. Aber das... gehört eben auch zum Leben dazu. Und da gilt es wohl... bei allem immer schön locker und geschmeidig zu bleiben ;-) Wenn man dass denn auch immer so hinbekäme ;-)
So, und jetzt leg ich mich zu Bett, TUI, das habe ich mir verdient.
Gute Nacht.

Ausgetrickst!

Gestern war wieder einer solcher Tage, die du getrost "in die Tonne treten kannst", wie man hier in Ziggenheimer-Land so schön sagt.
Viel zu viel Arbeit, einen pünktlichen Feierabend wieder nicht geschafft, ungute Neuigkeiten und dann komm ich heim und begehe einen Kardinalsfehler...
Ich meine, wenn man einem pubertierendes Kind begegnet, das sich inzwischen im Stimmbruch befindet, dem sowohl im Gesicht als auch in niederen Bereichen :-) ein Haarwuchs quält, dem er sich geflissentlich zu entledigen versucht, das sich mit all diesen Gegebenheiten schon beinah als "Mann" empfindet, auf dessen Gunst man allerhöchstens zu hoffen hat und das obendrein auch noch derart stolz auf die in den letzten Jahren angeeignete notorische Faulheit ist, das er diese Faulheit nicht nur auf seinem Web-Profil zutage trägt, sondern auch in seiner ureigensten E-Mail-Adresse manifestiert, so DARF man dieses Kind doch gar nicht fragen: "Könntest du bitte...", sondern man muss kommen mit den Worten: "So, und jetzt tust du mal..."
Diese und ähnliche Vorgehensweisen zumindest hatte man versucht, mir bei meinem letzten längeren Klinikaufenthalt beizubringen. Nur entweder war ich nicht lange genug dort, um solcherart gedrillt zu werden, oder aber meine mir eigene Natur hatte sich wider besseren Wissens durchgesetzt, so dass ich immer wieder in bestimmte Verhaltensmuster zurückfalle...
Und so kam, was kommen musste:
"Würdest du bitte nachher mal zum Markt rübergehen und eine Tüte Zucker holen? Die habe ich nämlich vergessen."
"Nö!" war die prompte Antwort, begleitet von einer entsprechenden Abwehrhaltung, so dass es mir zunächst die Sprache verschlug und mir alsdann die trotzige Reaktion entlockte:
"OK, dann nicht! Aber komm nicht zu mir, wenn du was von mir willst!"
Frustriert entpackte ich in der Küche alle Einkäufe (außer eben den Zucker), haderte mit mir und begriff alsbald: Es gab jetzt nur zwei Möglichkeiten. Entweder ließ ich meiner Frustration freien Lauf, indem ich in Sekundenbruchteilen alle Mama-Ziggenheimer-Varianten durchspielte, angefangen von

1. Internetstecker ziehen
2. Fernsehstecker ziehen
3. keine Süßigkeiten diese Woche
4. (fiel mir so schnell nicht ein)

und verdarb damit nicht nur ihm, sondern eben auch mir den Tag und die Laune - oder aber - und das wiederum entspricht meiner eigentlichen Natur ;-) - ich fand eine Lösung, die uns beiden weder Tag noch Gemütszustand verdarb.
Und ich fand!
Der Blick an die hauseigene Pinnwand genügte - denn dort hing, vor einigen Monaten hingebungsvoll vom Kind gemalt, eine Blume und auf jedem Blütenblatt stand ein Wunsch, den ich an das Kind frei hatte.
Und was sahen meine trüben Augen?
Ein Blütenblatt mit der Aufschrift "freie Wahl". Und diese Option war noch nicht durchgestrichen :-)
HA!
Ich hatte ihn! Besiegt mit seinen eigenen Waffen! Ratzfatz war diese Zauberblume von der Pinnwand abgenommen und mit einem beinah schadenfrohen Gesicht stellte ich mich vor das faule Kind: "So mein Freund, hier steht ganz klar 'freie Wahl'. Hier hast du das Geld und jetzt hole mir die Tüte Zucker, damit ich uns einen lecker Tomatensalat machen kann!"
Mehr wie Augenverdrehen war seinerseits nicht drin, die Blume hatte schließlich ER mir aus freien Stücken gemalt - und nun musste er, ob er wollte oder nicht.
Und er ging - ohne ein weiteres Murren.
Selbstzufrieden, wie ich das gelöst hatte, ohne Stress und Unfrieden in den Ziggenheimerschen Wänden zu verbreiten, hätte ich mir beinah auf die Schulter geklopft, unterließ das jedoch und schwor mir nur eins: Das nächste Mal wird nicht gefragt, sondern einfach festgelegt.
Schließlich sind wir hier nicht im Hotel. Nicht wahr?

Samstag, 3. Oktober 2009

Broken

...man muss ja nicht zu allem etwas schreiben... Manchmal genügt es, wenn man einfach nur etwas hört und sich den Gedanken, Empfindungen, die einen dabei durchfluten, hingeben kann... Auch wenn sie nicht wirklich zum Inhalt des Songs passen.






Für mich jedenfalls... passt dieser Song herrlich in diesen wunderschönen Oktoberabend, nachdem ich am Nachmittag draußen in der Sonne und im goldgelben Laub herumgetollt bin und in diesem Überschwang diesen Fünfeuroschein nicht in die eigene Tasche steckte, sondern denen zurückgab, von denen ich meinte, dass sie ihn verloren hätten ;-)
Immerhin habe ich damit auf zwei Tassen Milchkaffee verzichtet *smile*

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wenns Arschl Brummt...

...is's Herzl g'sund.

So hab ich das irgendwo mal gelesen und an diesen Spruch musste ich denken, als ich nach einer Reihe von Eingangsuntersuchungen auf der Pritsche lag und auf das Herzecho wartete.
Mal abgesehen von dem Ganzen: Es ist irgendwie schon cool und vor allem ultra interessant, den eigenen kleinen Motor zu sehen, wie er da regelmäßig pumpt und arbeitet. Wie das überhaupt alles so funktioniert und in schöner Regelmäßigkeit jeden Tag, jeden Moment passiert, ist schon... irgendwie ein kleines Wunder der Natur. Finde ich.
Auch waren beide Ärztinnen ausgesprochen nett, erklärten mir auf offene, sympathische Weise neben all den Wirkungsweisen auch den Zusammenhang meiner vor einigen Jahren verschleppten bakteriellen Erkrankung und heutigen Beschwerden, während sie selbst sich wiederum begeistert zeigten: "Sie sind ja super zu schallen!"
Dass sie noch hinzufügten: "...Sie sind ja auch schlank; die meisten Patienten, die zu uns kommen, sind ja leider übergewichtig", ging mir runter wie Öl, das könnt Ihr mir glauben.
Ebenso die Bemerkung bei der Aufnahme: "...Ich muss noch Ihren Bauchumfang messen... Da ist ja fast gar nichts!" Na gut, da hatte es die Schwester mit Sicherheit nur gut gemeint, also nichts ist da nicht, das weiß ich schon selber ;-) Aber wer hört nicht schon gern mal ein Kompliment?
Zum Abschluss der mehrstündigen Untersuchungen gönnte ich mir endlich und gleich noch im Foyer den ersten Milchkaffee des Tages für sage und schreibe 1,20 Euro - und der war echt lecker. Also werde ich wohl künftig das Herzzentrum zum Kaffeehaus umfunktionieren ;-)
Aber eigentlich... ist es mir viel lieber, wenn ich dort nicht wieder hin muss. Und momentan... sieht es auch nicht so aus, dass ich das müsste.
Mein Fazit des heutigen Tages: Statt mich zum Mülleimer der Pharmaindustrie zu machen, werde ich neben meinem heimischen Sportprogramm zusätzlich jemanden suchen, der sich mit "richtigem" Sport auskennt. Und dann wollen wir doch mal sehen, ob mein kleiner Motor eines Tages nicht doch wieder die Leistung bringt, die er eigentlich bringen sollte ;-)

Mittwoch, 30. September 2009

Ich Wollt', Ich Wär Ein Huhn...

...ich hätt' nicht viel zu tun
...ich legte jeden Tag ein Ei
...und sonntags auch mal zwei...

Aber... ich weiß nicht recht: Bei meinem Glück fände sich mit Sicherheit auch dann noch jemand, der etwas an mir herumzumeckern hätte. Die Eier vielleicht die falsche Größe, zu groß, zu klein, und vermutlich würde ich aus reiner Ablenkung von der Routine auch mal kleine Küken im Ei verstecken, als dass sie einem einfach nur unter dem Arsch weggeklaut und gegessen würden.

Heute war so ein Tag, wo ich wieder einmal das Gefühl hatte, mit jedem zweiten Satz das Falsche gesagt zu haben oder mit jeder zweiten Aktion das Falsche getan zu haben. Wenn viele Menschen ein begrenztes Büro aufsuchen, kann das schon leicht in Chaos ausarten und aber auch den Stresspegel in einem selbst enorm hochsetzen. Der eine (als wie ich) hält das spielend aus, solange für die ausreichende Koffeinzufuhr einschließlich Kohlenhydraten (muss grad selber lachen) gesorgt ist. Andere wiederum sind weniger belastbar, die springen aus geringstem Anlass erst auf den Tisch, dann an die Decke, sie werden unfair, vergreifen sich in Wort und Ton und manchmal weiß ich wirklich nicht: Wie viel muss man eigentlich aushalten? Vermutlich ist meine Schmerzgrenze mittlerweile viel zu hoch; immerhin muss ja erst ein gewisser Pegel erreicht werden, damit ich überhaupt spüre, dass es noch mehr weh tun kann...
Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft, drei Stunden nach Feierabend das Büro zu verlassen, die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen und sowieso dank der Musik zur Ruhe in mir selbst zurückzukehren.
Einen schönen, angenehmen und entspannten Abend wünschte ich mir selbst - und doch liege ich nun hier, ziemlich müde und frustriert, die letzte Energiereserve für heute verbraucht und anstatt den Abend nunmehr so ausklingen lassen zu können, wie ich es mir eigentlich gewünscht hatte, ist mir einfach nur zum Heulen.
Immer auf die Befindlichkeiten anderer Rücksicht zu nehmen, kann auf Dauer ziemlich anstrengend werden, und dabei hätte ich mir selbst vor dem nicht so einfachen Termin morgen etwas... ja... Rücksicht? Zuspruch? gewünscht.
Was sich den ganzen Tag schon im Büro abgespielt hat, fühlte sich daheim in den eigenen vier Wänden nicht viel anders an und jetzt überlege ich, ob ich mir aus Frust den Bauch vollstopfen oder vor Wut heulen oder einfach nur ne Flasche Wein entkorken soll.
Vermutlich aber würde es mir jetzt wesentlich besser gehen, wenn ich den entsprechenden Leuten einfach mal gerade heraus gesagt hätte, dass ihr Verhalten schlichtweg unmöglich war. Im Nachhinein damit zu kommen, ist schon ziemlich blöd; also ist dieser Zug auch abgefahren. Beim nächsten Mal eher, Helma!
Wenigstens einem von Euch hat mein Los Wochos-Video gefallen, das ist immer noch besser wie gar nichts, immerhin ein was Positives an diesem Tag und jetzt hole ich mir meinen Schokopudding.

Der Tanz mit den Tan's

Ein anstrengender Tag ist zuende gegangen, irgendwie war er genauso zu lang wie schon gestern und obwohl ich gestern Abend vor dem Einschlafen und auch heute Morgen beim Herausquälen aus dem warmen weichen Bett schwor: Heut Abend gehst du zeitig schlafen - so wurde ja doch wieder nichts daraus.

Der Arbeitstag wieder viel zu lang und in meinem Kopf seit einigen Tagen die roten Warnlettern:
"Du musst nicht alles in sechs Stunden schaffen, was du sonst in acht Stunden bringen solltest."
Aber Ihr kennt das sicher auch, der Ehrgeiz packt, ja schon irgendwie auch eine gewisse Leidenschaft (selbst im Job, ja, doch, sowas gibts :-)) - nur um viel zu spät und viel zu müde heimzukehren.
Und daheim finde ich das Chaos vom gestrigen Abend - Papiere über Papiere, alle fein säuberlich auf dem Fußboden meines Zimmers ausgebreitet, kleine Häufchen gelegt sozusagen und unter dem Arm geklemmt noch zwei Ordner mehr und dann wird endlich mal ein Frühjahrsputz in den Akten vorgenommen. Mal so richtig ausgefegt, aussortiert und neu geordnet.
Ja genau, Ihr habt richtig geraten: Helma sucht schon wieder ihre Tan-Liste.
Gerade erst neu erworben und noch zu wenig genutzt, um dem Ding einen festen Platz in meinen vier Wänden zu geben, wo ich sie auch wiederfinden würde. Ich meine, manchmal glaub ich ja schon auch, ich bin oder werde paranoid: Gerade nachts, wenn alles schläft (nur ich noch nicht), reagiere ich auf jedes Geräusch, baut sich vor meinem inneren Auge ein Baum von einem Mann mit einem noch größeren Messer oder einer reißfesten Schlinge auf; achte ich, wenn ich mir das Haar wasche, immer darauf, dass ein Auge auf die Badezimmertür gerichtet bleibt und ja kein Schaum die Augen verschließt und... und... und... Also ich könnte Euch da Geschichten erzählen... Oder von meinen Alpträumen.
Aber das ist ja jetzt nicht das Thema.
Vielmehr überlege ich immer dann, wenn ich meine Tan-Liste nutze, wo ich sie wieder ablege, damit zwar der Dieb sie nicht, aber ich sehr wohl wiederfinde. Immer schön einen anderen Platz, nur keine Routine aufkommen lassen und es den Dieben nur nicht zu leicht machen. Schön gesagt, nicht wahr? Dafür, dass man in Wahrheit nur viel zu chaotisch ist, um all dem Hab und Gut mal einen festen Platz zu geben. Ich denke da nur an Nagelscheren. Was habe ich in meinem Leben schon für Nagelscheren erworben! Normalerweise könnte ich da einen Handel eröffnen. Aber immer dann, wenn ich eine brauche, finde ich keine. Ist schon merkwürdig.
Aber ich schweife schon wieder vom Thema ab.
Laut gejuchzt jedenfalls habe ich, als ich statt der begehrten Liste eine Tüte "Merci"-Schokobonbons aus einer Kiste hervorzauberte, die einst das Päckchen zum Kindertag war und noch Köstlichkeiten enthielt (nicht nur für die Kinder! nicht dass Ihr denkt, ich schicke meine Jungs zu Bett, damit ich in Ruhe schlemmen kann), an deren Existenz ich mich nicht mal mehr erinnern konnte.
Aber auch diese nächtliche, portionsweise zugeführte positive Energie vermochte meinen grauen Zellen nicht auf die Sprünge zu helfen - die Liste blieb verschwunden.
Und so entschloss ich mich schweren Herzens, die verbliebenen offenen Zahlen zu sperren und eine neue Liste zu ordern. Und ein weiterer Nachteil der Suchaktion war, dass es inzwischen Mitternacht geschlagen und ich nun überhaupt keinen Nerv mehr zum Abheften der Unterlagen hatte und sie einfach liegenließ.
Manche Dinge bekommen ja auch mal Beine - aber solche unliebsamen Dinge leider Gottes nicht. Die bleiben geduldig liegen und vermehren sich höchstens auf nicht mal unanständige Weise.
Also machte ich mich heute Abend an dieses Werk, nachdem ich meinem Sohn sämtliche Arbeiten unterschrieben, seinen Ausführungen zum heutigen Schultag gelauscht und gemeinsam mit ihm zu Abend gegessen hatte. Auch hatte es sich am Nachmittag bei Sonnenschein auf dem Balkon aus den verschiedensten Positionen selbst fotografiert und Mama Helma damit beauftragt, die nunmehr favorisierten Fotos in sein Internetprofil zu stellen.
"Meine Freundin will mehr Fotos sehen", meinte er beinah entschuldigend, woraufhin ich mir ein leichtes Augenverdrehen nicht verkneifen konnte: "Mensch, die wohnt doch gleich um die Ecke, trefft euch auf ein Eis, dann weiß sie, wer du bist und du musst nicht zwanzig Fotos ins Netz stellen."
"Nein. Erst muss der Pickel weg", erinnerte mich das Kind, das nicht nur unsagbare Eitelkeiten entwickelte, sondern augenscheinlich immer mehr einen eigenen Geschmack. "Style" nennt er das.
"Solange du noch keine 18 bist und bei mir wohnst, hast du keinen eigenen Geschmack zu haben", belehrte ich ihn, was ihm wiederum nur ein freches Lachen entlockte und damit war das Thema durch.
Und so vertiefte ich mich, als er schließlich zu Bett gegangen war, in meine Dokumentensortiererei und fand, dass es irgendwie schon beinah etwas Therapeutisches hatte. Ich meine, mein Kopf war übervoll, tausend Gedanken springen hin und her und diese Ahnung, irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben.
Inzwischen ist es übrigens 0:37 und es ist immer nur noch nur eine Ahnung. Aber vielleicht fällt es mir ja noch rechtzeitig ein.
Nebenbei schaute ich eine der neuen Folgen von Doc House - und solange mir ein Arzt wie er nur im TV begegnet, finde ich ihn absolut genial und sehenswert. Livehaftig jedoch würde ich mir eine solche Begegnung vielleicht doch lieber ersparen wollen. Wobei... Bis jetzt hat er ja fast allen Patienten helfen können - vielleicht ja auch... mir? Und war da nicht vor ein oder zwei Wochen die Rede von einem Schmerzpatienten? Eine Weile hatte ich ja geschaut, war aber leider kurz vor der Auflösung des Rätsels eingeschlafen und verschlief ebenso die Wiederholung in der Nacht. Nun ja. Shit happens. Sonst hätte man ja glatt eine neue Idee oder gar eine neue Paranoia entwickeln können ;-)
Und als ich dann irgendwann heut Abend todmüde ins Bett fiel, riss ich das Laptop mit in die Federn - ich hatte es ihm schließlich versprochen. Und eingeloggt auf seine Seite folgte ich - Zwillinge sind einfach zu leicht ablenkbar ;-) - dem Werbebanner an der Seite und entwarf... im Schweiße meines nächtlichen Blassgesichts folgendes Video ;-)

Auftritt von conni im Mexikantenstadl!

Ich hoffe jedenfalls, es hat Euch gefallen und falls nicht: Weh getan hats mit Sicherheit nicht. Also schlaft gut und träumt süß :-)
Ich lade mal jetzt noch die Fotos hoch und dann... sinke ich hoffentlich auch ganz bald in angenehme Träume :-) Eure Helma

Montag, 28. September 2009

Wenn Ein Schwan Singt

An diesen Song von Karat musste ich heute Morgen denken.
Nach dem ersten Schock.





Stell Dir vor, Du setzt Dich morgens in Dein Auto, legst Musik ein und begibst Dich auf den Weg in die Arbeit.
Du fährst der Sonne entgegen, es ist kalt (weil der Wärmetauscher noch immer defekt ist und Du noch immer keine Alternative ergründet hast) - aber Du fühlst Dich wohl nach einem entspannten, wunderbaren Wochenende. Eins, von dem Du denkst: So könnte es immer sein.
Aber natürlich sicherlich auch gut, dass es eben nicht immer so ist, Ihr wisst ja, wer immer auf dem Gipfel steht, verliert das Bewusstsein für eben jenes Glücksgefühl des Erreichten...
Jedenfalls, Du fährst mit einer Dir eigenen Leichtigkeit, Du bist im Reinen mit Dir und der Welt, auch wenn der Schmerz, der Dich am Wochenende beinah völlig losgelassen hat, wieder zurückgekehrt ist.
Auf den letzten Metern zu Deinem Büro siehst Du ein Auto - unsanft gelandet am Schild einer Verkehrsinsel. Und Du denkst: Oh Mist, das arme Schwein, sowas zum Montagmorgen...
Und dann stehst Du an der Ampel, vielleicht fünf Meter vor dem Verunfallten, und dann siehst Du sie, seine Füße, seine Beine und Du denkst... Moment... der liegt ja daneben?
Deine Augen sehen, was Dein Kopf gar nicht so schnell verarbeiten kann.. Die beiden Polizisten, die teilnahmslos danebenstehen - fehlte nur noch, sie steckten die Hände in die Taschen. Die beiden Passanten, die verzweifelt Herz-Druck-Massage ausüben und einer dann aufsteht und die Schultern hochzieht...
Du hast noch nie so sehr auf die Grün-Phase gehofft... Und musst so lange zusehen, was Dir an die Nieren geht... Helfen kannst Du nicht - es sind ja schon Helfer da. Und gaffen - wie sehr ich das Gaffen hasse! Aber Du kannst ja nicht weg... Und der Mensch liegt da, reglos, und Du fragst Dich: Hat er eine Frau, hat er eine Familie? Haben sie heut Morgen noch gemeinsam gefrühstückt, bevor jeder in die Arbeit fuhr und nur einer kehrt wieder heim? Großer Gott, wie muss die Frau sich fühlen, wenn sie denkt, alles ist wie immer - und dann kommt die Polizei: "Wir müssen Ihnen etwas mitteilen".. ??? Ein Tag wie immer, dachtest Du, und innerhalb von Sekunden ist alles ganz anders? Wie oft hören wir das jeden Tag in den Medien, aber wie sehr anders fühlt es sich an, wenn es fünf Meter vor Deinen Augen passiert??
Ein paar Minuten später, Du bist im Büro, hörst Du den Alarm des Krankenwagens und eine halbe Stunde später kommt der Chef in das Büro: "Da draußen liegt einer, den haben sie schon zugedeckt"...
Fassungslos waren wir alle - irgendwie... Was Du eben immer nur aus Entfernung in den Medien hörtest, spielt sich direkt vor Deinen Augen ab - und das macht Dich so hilflos... Und erinnert Dich daran, worum es im Leben wirklich geht... Und Du hoffst, dass, wenn er Frau und Familie hat, sie sich nicht im Streit trennten. Das ist sicherlich kein Trost, aber... es machte es doch alles sonst noch viel schwieriger, oder nicht?
Irgendwie... war ich den ganzen Rest des Tages neben mir... und wünschte, ich wäre längst daheim - bei den Menschen, die ich liebe; bei meinen Kindern, bei meiner Familie.
Und die Erinnerung ist wieder da... Auf den Tag genau vor zwei Jahren... Der Unfall meines Lieblings-Kollegen. Bis heute kann ich nicht glauben, dass er wirklich nicht mehr wiederkommt. In meinem Kopf noch die Erinnerung an unseren letzten gemeinsamen Tag, abends im Büro, wir balgten uns um das letzte Stück Kuchen... Und nur ein paar Stunden später der Anruf des Chefs "...er ist tödlich verunglückt..."
Bis heute sehe ich ihn mit uns in der Runde sitzen, wenn wir unsere Besprechungen führen. Ich sehe ihn sitzen, wo er immer saß, mir schräg gegenüber, ich sehe sein leicht ironisches Grinsen und sein verschwörerisches Augenzwinkern, das er mir zuwirft. Und bis heute habe ich das Gefühl, er ist immer noch da. Bis heute kann ich sein Foto nicht in unserem Büro aufhängen.

Der Termin heut in der Neurologie, der Termin bei der Krankenkasse, der Einkauf, der Kostenvoranschlag aus der Werkstatt... Alles ist irgendwie neben mir abgelaufen. So als hätte ich das Gefühl, mich hier nur mit Nichtigkeiten aufzuhalten, anstatt dort zu sein, wo ich wirklich sein wollte...
Oh Mann.
Wie sehr habe ich meinen Jungen geherzt und geküsst für die drei Dreier, die er in schriftlichen Arbeiten heut heimbrachte. Er war schon etwas erstaunt: "...aber es waren doch nur Dreien..."
Egal. Er war da, er war gesund, es ging ihm gut und... außerdem... Mit einem Dreier kann er nicht sitzen bleiben ;-)
Jetzt muss ich nur noch meinen Großen interviewen, ob die erste Fahrt so ganz allein gestern Abend auch wirklich gut gegangen ist. Dann... ist für den Moment auch meine Welt wieder in Ordnung. Im Großen und Ganzen...

Freitag, 25. September 2009

Ein Echtes Grinsen...

...machte sich heut Morgen auf meinem Gesicht breit, als ich den Kommentar zu meinem letzten Beitrag las.

Und ich sagte mir: Mensch Helma, es ist wirklich piepegal, solange ich mich wohl fühle und meine Unterwäsche nicht im Campingausstatter einkaufen muss.
Was jammer ich hier eigentlich rum?
Gibt doch nun wirklich Schlimmeres, nicht wahr?
Genau!
Na dann... lasse ich mich doch gern auf die Runde Pfannkuchen einladen, zu der ein Kollege heute Morgen gebeten hat ;-)

Manchmal... brauchen wir eben doch nur einen kleinen Schubser von außen - quasi den Freifahrtschein zum Schlemmen - aber schlimm finde ich das nicht, für mich ist das völlig ok so ;-)
Danke Frau Petra :-)

Donnerstag, 24. September 2009

Schönheitsrezepte

Jeder hat ja so seine Mittelchen, um der eigenen Natur auf die Sprünge (oder die adipöse Bauchdecke) zu helfen :-) Legt sich Gurkenscheiben oder Teebeutel auf die Augen, reibt sich mit Kaffeesatz die Apfelsinenbeine oder geht für teuer Geld bei Douglas Cremes für jede Hautfalte shoppen. Lässt sich regelmäßig das Haar schneiden oder rasiert sie sich woanders weg.
Ja ja, Ihr merkt das richtig - mich beschäftigt diese eine Bemerkung durchaus, sie kitzelt mich, sie stachelt mich und trotzdem frage ich mich: Wenn mein kleiner süßer Bauch, der erst unterhalb des Nabels beginnt (und nicht wie bei anderen schon fast unter dem Kinn) schon adipös sein soll - was ist denn dann bitte sehr meine Rückfront?
Etwa vorbei die Zeiten, als es hieß: "...schöner Apfel-Po..."?
Etwa vorbei die Zeiten, als es hieß: "...geiler J-Lo-Arsch..."?
Na ich hoffe doch nicht ;-)
Standhaft jedenfalls habe ich mir an diesem heutigen restlichen Tag Karamell-Cappuccino und Karamell-Waffeln (made in Holland, Leute, die sind teuflisch lecker ;-)) verkniffen (trotzdem drehen sich grad ständig meine Gedanken darum, was ich beißen könnte, das mir nicht gleich auf die Bauch-Beine-Po-Zone schlägt ;-)

Ich meine... Ich könnte es ja auch so machen wie viele andere Frauen: einfach anfangen zu rauchen. Ich kenne so einige Damen, die sich auf diese Weise den eigenen Appetit verderben. Nur... Hat rauchen dafür nicht andere unangenehme Begleiterscheinungen?
Die erste: Du stinkst.
Die zweite: Du bekommst hässliche Zähne.
Die dritte: Du bekommst eine schlechte Haut.
Die vierte: Raucherhusten... ist schon ziemlich eklig...
Die fünfte: Du zündelst quasi mit Geldscheinen.
Fünf Argumente, die mir spontan in den Kopf kommen.
Oder übertreibe ich? Ist das alles gar nicht sooo schlimm? Und sind das unangenehme Begleiterscheinungen, die uns auch ohne Rauchen treffen können?

Ich meine, jeder Mensch fragt sich doch sicherlich mindestens einmal im Leben: "Wer weiß, wie ich aussehe, wenn ich alt geworden bin?" Also ich persönlich frage mich das schon manchmal - aber nicht aus Angst, sondern wirklich aus Interesse. Und ich weiß natürlich nicht, wie das sein wird, so in dreißig, vierzig Jahren. Aber sooo hier möchte ich dann doch nicht aussehen - bei aller Liebe ;-)

Leute, Holt Die Kinder Rein...

...Ziggenheimer Junior I. hat nen Führerschein :-)

Hat er es nun also doch geschafft, im 2. Anlauf den ersehnten Schein erhalten, den er anschließend bei einem Frühstück bei McDonalds ausgiebig begutachtete und nebenbei Freunde und Familie über das freudige Ereignis telefonisch informierte.
"Das schreit nach einem Milchkaffee!" lud ich mich spontan bei ihm ein, woraufhin er lachte und sprach: "Du kannst dir auch gern ein Stück Kuchen dazu aussuchen!"
Das jedoch... sollte ich lieber lassen. Hatte ich den gestrigen Abend stundenlang in der Notfallambulanz zugebracht, nachdem mich erneut heftige Schmerzen im Brustkorb überfallen hatten, so musste ich hernach im Bericht zur Kenntnis nehmen "...Bauchdecke adipös..."
Hallo?
Warum dann nicht gleich "...elefantös..."?!!??
Also Ihr könnt mir glauben, seit gestern Abend überlegte ich schon, ob ich das hier so preisgebe oder nicht - denn wenn man das so liest, muss man ja glauben, ich sei kein Urvieh, sondern ein Schlachtross und ich möchte mir schon äußerst ungern dieses Mäntelchen umhängen!
Lachen musste ich aber dennoch, weil mir mein Papa einfiel, der nach einer OP den Begriff "Adipositas" im Bericht zu stehen hatte und sich im Bekanntenkreis erkundigte, ob jemand wüsste, was das für eine Erkrankung sei...
Scheint wohl also in der Familie zu liegen. Also sind die Gene schuld und nicht die diversen Süßigkeiten, die mit jeder Büromaterialbestellung inzwischen beinah wöchentlich hier eintreffen und schwesterlich mit der Frau Kollegin geteilt werden: sie die Gummibären, ich die Kekse :-)







Doch bis heute Morgen hatte ich mich wieder beruhigt, zumal mir auch die Worte der Ärztin wieder einfielen: "...Sie sind eine große schlanke Frau, da gehen diese und jene Untersuchungen ganz unkompliziert..."
Na bitte.
Da schmeckte auch der letzte Schokokeks heut Vormittag entsprechend wieder, vor allem unter Begleitung meines heutigen Musikbeitrages; ich werde vielleicht nur ein bisschen an meinem täglichen Sportprogramm feilen und mir anstatt der Übungen zur Schmerzbekämpfung ein BAUCH-Beine-Po-Progrämmchen basteln. Ich meine, die Wichtigkeit besteht ja letztlich darin, sich überhaupt sportlich zu betätigen - und das wäre ja dann auch hiermit erledigt.
Dann würden auch so manche Chat-Begrüßungen "Na du Saufzahn vs. Hallo Fressziege!"
hoffentlich wieder sanfter gestimmt :-)
Trotzdem verbiete ich mir ab heute zusätzlich meinen Morgen-und-Nachmittag-und-Abend-Cappuccino Marke Karamell, die Kaffeesahne im Büro (daheim gibts schließlich auch nur Milch) und leider auch die Schokokekse *seufz*
Und wehe - ich lese im ärztlichen Bericht nach der Rundumuntersuchung am 1. Oktober noch mal so ein grausames Wort! Ich finde es nämlich nicht schlimm, mit vierzig Jahren auch in die Konfektionsgröße vierzig zu passen. Solange ich mit fünfzig Jahren nicht auch... *smile*



Mittwoch, 23. September 2009

Bis Ins Hohe Alter

...sollen Zwillingegeborene (ach... die Geschichte schon wieder ;-)) ihr jugendliches Aussehen behalten. Nun ja, ob da was dran ist oder nicht, dürft Ihr mich in fünfzig Jahren noch mal fragen.
Muss grad lachen: Wäre ja mal interessant, wo ich in fünfzig Jahren bin und von wo aus ich Euch antworte...

Wo möchte ich denn eigentlich sein? Hmmm.... Also eigentlich muss ich da gar nicht lange überlegen: am Meer!!!!!! Natürlich - und so einigen von Euch wird das auch nix Neues sein. Es könnte höchstens sein, dass diejenigen unter Euch sagen: "Nicht reden - machen!" Zumindest hab ich diesen Satz heut schon mal um die Ohren bekommen, wenn auch in einem anderen Zusammenhang. Das ist wohl der Nachteil eines Kommunikationsgenies: Im Reden sind sie erst mal gut... *grins*
Und wenn ich Euch jetzt sage, dass ich, Helma Ziggenheimer, ja bereits an den Grundlagen arbeite, dann verdreht Ihr sicherlich auch bloß stöhnenderweise die Augen: "Habsch oooch alles schon tausendfach gehört!" :-)
Aber hey, nicht alles kann und muss sich sofort erfüllen, umso nachhaltiger ist das Wohlgefühl und die Freude über das Erreichte, je schwieriger es zu verwirklichen war.


Jedenfalls... Als ich heut via E-Mail dieses Bild hier gesendet bekam, warf ich mich lachend auf den ächzenden Bürostuhl, klatschte mir begeistert auf die Schenkel und dachte:
"WOW - genauso seh ich mich - in eben 60 Jahren!!"

Wobei ich als Nichtraucher zwar keine Zigarette anzünden, wohl aber heimlich die mit Likör gefüllten Sahnehäubchen von der Geburtstagstorte mopsen und allen erzählen würde, dass da ja niemals welche drauf waren und in den Zeiten des (T)Euro das Schwein von Bäcker am Material sparen wollte ;-)

Und da momentan weit und breit keine Geburtstagstorte in Sicht ist und ich bis zum Feierabend noch eine Stunde Zeit habe, schenke ich mir ein Käffchen ein und entnehme der Schachtel den vorletzten Schokokeks.
Übrigens... Wie sieht eigentlich eine Waage aus??? :-)

Dienstag, 22. September 2009

Yamamoto IV.

Nachdem ja nun die 3. Sitzung Yamato nicht den gewünschten, erhofften oder vielleicht sogar ersehnten Effekt mit sich brachte, erfüllten sich diese Wünschen und Hoffnungen mit der heutigen vierten Sitzung.
Kam ich da so in die Praxis gehetzt, eine halbe Stunde zu spät (was ich eine dreiviertel Stunde vor Therapiebeginn per E-Mail aus dem Büro angekündigt hatte; Telefongespräche nehmen sie nämlich nur in einer Stunde pro Tag entgegen), konnte ich gleich durchschreiten in den Frauenruheraum, belegte die goldene Mitte der drei Betten und empfand mich einmal mehr als Opfer und die Ärztin in der Rolle eines Stachelschweines, das gezielt ihre Nadeln in verschiedene Regionen meines Körpers jagte.
Zack zack zack.
Schon saßen sie, kaum dass verkrampfte oder verhärtete Muskelstrukturen ertastet wurden, während nebenher das Routineprogramm abgespult wurde: "Wie geht es Ihnen? Wie war die letzte Sitzung?"
Dass mich keiner falsch versteht: Diese Ärztin ist mir ungemein sympathisch, wirklich, obwohl wir hochgerechnet wohl kaum mehr wie zwanzig Minuten in diesem Leben miteinander gesprochen haben. Aber wie das so ist im Leben: Viel zu oft genügt ein einziger Moment, der über Für und Wider entscheidet.
Auch wenn ich im Aszendenten eine Waage bin, die nicht nur als wankelmütig, sondern vor allem auch als entschlusslahm bezeichnet wird - und wenn ich ehrlich zu mir bin, ist das in der Realität wohl genau auch so. Wobei ich zu meiner Ehre hinzufügen muss: Ob nun Zwillingegeborene im Sonnenzeichen oder nicht (wer also daran glaubt oder nicht), in der Tat bin ich in vielen Dingen ziemlich wissbegierig; Dinge, die mich interessieren (und ja du, da gibts so etliches ;-)) - da will ich alles genau wissen und erkunden - und sammle damit eine entsprechende Fülle an Informationen, die meine Erkenntnisse von gestern über den Haufen werfen und ich somit mittels besseren Wissens zwar meine Überzeugungen ändere, aber niemals mein Mäntelchen nach dem Wind hänge. Auf diesen kleinen, aber doch sehr bedeutsamen Unterschied muss ich unbedingt verweisen ;-)
Jedenfalls, diese ganze such-und-stich-mich-Prozedur dauerte auch heute wieder nicht einmal fünf Minuten, entsprechend kurzgefasst war auch die Reaktion auf vergangenen Mittwoch: "Nun ja, so etwas kann passieren, aber ich würde dennoch nicht die Akupunktur als Ursache sehen." Selbiges ahnte ich ja selbst, nur kam ich gar nicht dazu, auf die Umstände des Mittwochs einzugehen. Also beschränkte ich mich heute lediglich auf das, was mich in der Tat eher "forschungswissenschaftlich" :-) interessierte: die Vorgänge in meinem Körper.
Der Druck im Brustkorb, den ich seit letzten Mittwoch eben nicht losgeworden bin; die verstärkten Schmerzen im linken Arm. Meine Unruhe, die Nervosität, die... ja... Unentspanntheit. Wobei ich hinzufügen muss, dass zu meiner heutigen Frustration auch das Telefonat mit der gegnerischen Versicherung bezüglich des Unfalles vor einigen Wochen herrührte. Aber dazu später.
Ihre Antwort?
Zack - noch eine Nadel.
"Wirds besser?"
Noch mal gefühlt, noch mal gedrückt.
"Oh ja! Was ist das für ein Punkt?"
"Dieser Punkt betrifft die Blase!"
Ich begann zu lachen: "OK... Wenn sonst nix funktioniert - die geht!"
Blase. Niere. Dickdarm. Wirbelsäulenübergang vom Rücken zum Hals.
"Mehr mache ich bei Ihnen heute nicht. Es ist einfach so, dass ich für das Geld, das Sie bezahlen, auch das meist mögliche tun möchte. Aber manchmal... ist es wohl eben doch zuviel", fügte sie hinzu und... entschwand mit wehendem Kittel zu ihren anderen Patienten, nicht ohne mir noch zuzurufen: "So, eine halbe Stunde ruhen!"
Jedoch was soll ich sagen: Bereits heut Abend spüre ich wieder jene deutliche Entspannung in mir, die mich bereits kurz nach dem Sandmännchen müde werden ließ und auf einen langen erholsamen Schlaf in der Nacht hoffen lässt.
Und was diese gegenerische Versicherung betrifft... Ach, ich glaub, das erzähle ich jetzt besser nicht. Sonst steigere ich mich gleich wieder hinein wie heut Nachmittag - und dann ist es aus mit gesundem erholsamen Schlaf. Ich würde sagen... ich knipse jetzt alles aus, schaue noch ein wenig in die Ferne (das ermüdet so wunderbar ;-)) und dann... hoffe ich auf süße Träume, die ich Euch natürlich auch wünsche :-)

Carpe noctem ;-)
Eure Helma

Alkohol Kann Leben Retten

Na super.
Vor ein paar Minuten flatterte mir eine E-Mail ins Haus, nach deren Lesen ich um eine Erkenntnis bereichert wurde: Alkohol kann Leben retten - zumindest glauben das die amerikanischen (!) Wissenschaftler.
Die Russen jedenfalls haben laut Artikel diese Studie mit "großem Interesse" aufgenommen :-D

Nun gibt es ja dieses Klischee vom wodkatrinkenden, stiefelbefußten, in grobe Joppe gekleideten Russen, der in der Taiga durch den Schnee stapft und den Abend bei Brot und Glas um Glas Wodka beschließt.
OK OK, das ist natürlich nur ein Klischee - so wie wir wahrscheinlich die kleinen Mädchen mit ihren geflochtenen Zöpfen und überdimensional großen Haarschleifen vor uns sehen, wenn wir an "Sowjetunion" denken.

Dennoch hat es mich sehr amüsiert, dass der... sagen wir mal... ebenso überdimensionale Genuss von Wodka bei Unfällen mit Hirnverletzungen lebensrettend wirken soll. Bislang nur reine Statistik - Ursachen sind noch nicht erforscht.
Und ebenso amüsant empfand ich den Schlusssatz des Artikels:

"Auch russische Fachleute verweisen allerdings darauf, dass es nicht ratsam ist, zur Vorbeugung gegen starke Hirnverletzungen prophylaktisch permanent betrunken zu sein, da die Wahrscheinlichkeit, sich solche Verletzungen zuzuziehen, mit Sicherheit erheblich schneller zunimmt, als die vermutete Schutzfunktion."

Das Lustige ist nur... dass gemäß genau jenem zitierten Artikel verhältnismäßig mehr nüchterne Patienten verstarben als die sturzbetrunkenen... Also nicht betrinken, weil wir uns dann Verletzungen zuziehen könnten, bei denen wir im nüchternen Zustand aber verhältnismäßig öfter sterben? Ja was denn nun?

Den kompletten Artikel könnt Ihr übrigens hier nachlesen:
http://www.aktuell.ru/russland/panorama/alkohol_kann_bei_hirnverletzungen_lebensrettend_wirken_2828.html

Wie auch immer - ich würde sagen: Es muss ja nicht gleich flaschenweise Wodka sein, vielleicht tuts ja auch das obligatorische Gläschen Rotwein (soll gut sein fürs Blut) oder mein Gläschen Weißweinschorle (DEN Guteffekt erfinde ich auch noch ;-))
Prost Gemeinde! :-)


Sonntag, 20. September 2009

Nein, Isch Möschte Nischt.

Und mit diesem Satz bekenne ich mich:
Ich bin Hape Kerkeling-Fan.
Schon immer gewesen. Zumindest, seit ich seine Gags kenne.
Und kennt Ihr seinen Song "Gisela"? Was habe ich gelacht!!


Was ich vor allem von Anfang an an diesem Menschen mochte: Seine Witze zielten niemals in das Verletzende, selbst beim größten Spaß bewahrte er sich einen gewissen Respekt, was man ja nun von den meisten anderen Comedians oder auch Möchtegern-Comedians (muss man einfach mal so sagen) nicht behaupten kann. Ich meine, es ist doch so: Je schmutziger, je vulgärer es wird, umso mehr lacht das gemeine Volk. Mehr Volk - mehr Kohle... Über Cindy aus Marzahn kann ich zwar auch lachen - aber nur bedingt. Es gab schon Aussagen in ihren Shows, da hab ich echt schlucken müssen und mich gefragt: "Ist das jetzt wirklich noch... Spaß? Hat das jetzt wirklich noch etwas mit Humor zu tun?"

Ähnlich schockiert bzw. fassungslos war ich am heutigen Nachmittag, als mir stadtauswärts von einer großen deutschen Landeshauptstadt hinaus auf die Autobahn eine junge Frau folgte: Ein Auto, so groß und dennoch schnittig, dass mein kleiner Grüner da locker zweimal hineingepasst hätte; eine Wallemähne, wo Frau auch ohne Kennerblick sofort weiß: Da war ein Figaro für mindestens 200 Euro am Werk und zu guter Letzt noch ein derart perfekt geschminktes Gesicht, das selbst von meinem Rückspiegel aus betrachtet ein Kunstwerk war.
Und was macht genau diese junge, eigentlich hübsche Frau in ihrem adretten Fahrzeug?
Schiebt sich ihren Zeigefinger derart in die Nase, dass man meinte, sie hätte sich auf Schatzsuche in ihr Hirn begeben. Aber das nicht bloß man eben schnell und ganz verschämt, sondern mit einer Inbrunst, die mich derart schockte, dass ich die rote Ampel übersah und glattweg über die Kreuzung fuhr... Mann, hatte ich ein Schwein, dass gerade an dieser Ampel kein Blitzgerät aufgebaut stand und auch sonstige Häscher nicht auf der Lauer lagen...
Was mir einmal mehr zeigte: Auch die Dame von Welt in ihrem noch so großen Wagen mit ihren Designerlocken und dem Zobel, den sie nicht an der Leine, sondern um die Schulter gelegt führt - auch diese Dame ist letztlich... nur eine von uns. Wobei ich persönlich ein schlichtes Taschentuch bevorzuge, sobald ich merke, dass da was ist, was nicht unbedingt dort sein muss. Aber ich hab ja auch mein letztes Geld nicht für ein Statussymbol ausgegeben, bloß damit das gemeine Fußvolk starrt und staunt...

Nein also... Nein - isch möschte das nischt :-)

Donnerstag, 17. September 2009

Panik Room

Gestern war... irgendwie kein wirklich guter Tag. Alles begann schon mit der Akupunktur, die vom ersten Moment an nicht die Wirkung der ersten beiden Sitzungen zeigte.
Obschon ich immer wieder versuchte, mich ausschließlich auf mich selbst zu konzentrieren, mich selbst immer wieder zur inneren Ruhe mahnte - es gelang mir nicht. Die Nadeln schmerzten und eine der Permantnadeln verlor ich bereits nach wenigen Stunden.

Kaum in das Büro zurückgekehrt, erzählte mir ein Freund vom Selbstmord seines Freundes.
Kaum am Abend in mein Heim zurückgekehrt, erzählte mir mein Papa von der überraschenden Operation meines Bruders.
"Er liegt noch auf der Intensivstation, aber die Ärztin denkt, dass er über'n Berg ist."
Kaum das Kind zu Bett gebracht, überfiel es mich.
Ein Zustand, den ich so noch nicht kannte.
Ein Zustand, der mir beinah Angst machte.
Kennt Ihr dieses dringliche Gefühl einer Ahnung, wenn man das Gefühl hat, etwas Schlimmes geschieht - und du weißt es noch nicht, aber du spürst es kommen?
Mir hat es den Hals zugeschnürt, mir hat es den ganzen Körper verkrampft, viel zu lange konnte ich nicht zur Ruhe, nicht in den Schlaf finden. Lag mit offenen Augen und schaute in die Nacht, dem Weinen nah - und doch so verkrampft, dass auch das nicht möglich ist. Das Zittern, das nicht enden will...
Bilder tauchten auf aus dem Nichts.
Der Unfall vor drei Jahren.
Mein Kopf, der durch die Scheibe fliegt.
Der Knall von berstendem Glas und Blech.
Meine blutverschmierte Hand, die einen Finger des Helfers umklammert: "Danke..."
Der Absturz in das Bodenlose, wenn du am Ende des Tages feststellst, dass die Menschen, die du liebst, dich nicht auffangen können. Oder wollen...



So viele Bilder, so viele Erinnerungen waren auf einmal da und ich kann überhaupt nicht sagen warum. Die Beklemmung, die mit diesen Bildern aufstieg. Die Ahnung, die sich Stück für Stück verstärkte, dass irgend etwas geschehen wird, etwas, das du nicht beeinflussen kannst.
Dieses dringende Bedürfnis, all die Menschen, die du liebst, anzurufen, nur um dich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist, dass es allen gut geht, dass nicht geschehen ist...
Aber mitten in der Nacht?
Kann man einem anderen Menschen verständlich machen, was in einem vorgeht, wenn doch... eigentlich gar nichts passiert ist?
Kennt Ihr dieses Gefühl, wenn man meint, nicht genügend Atem schöpfen zu können, dass der Raum zu klein und zu eng wird und das Herz zu groß für die Brust? Dass es so kraftvoll schlägt, dass du glaubst, den Herzschlag im ganzen Körper zu spüren?

Ich war so froh und so dankbar, als heut Morgen auf dem Weg in die Arbeit die Sonne aufging... Mit jedem Strahl mehr fiel die Beklemmung der letzten Nacht von mir ab... und so sehr ich hier in der Arbeit auch herumalbern und Scherze machen kann... in meinem Inneren... sieht es völlig anders aus.
Aber auch das... gehört wohl zum Leben dazu.

Dienstag, 15. September 2009

Das Haus Am Meer...

...hier ist übrigens ein Trailer zu diesem wirklich, wirklich schönen Film... Er kam inzwischen wohl auch schon mehrfach im TV, aber... vielleicht sah ihn ja einer noch nicht... Dann tut es einfach... Ihr werdet es nicht bereuen. Denk ich.


Ghost - Nachricht Von Sam

dass patrick swayze nun doch verstorben ist, hatte ich noch gar nicht gewusst. die nachricht, die mich heut per e-mail von einer freundin ereilte, hat mich ziemlich betroffen gemacht. für mich hatte er eine intensität in seinem spiel, dass man glaubte, dass das, was er spielte, auch real sei.
unvergessen für mich auch "ghost - nachricht von sam", als er beim abschied zu ihr sagte:
"Es ist wunderbar, Molly. Die Liebe die wir im Inneren haben, die nehmen wir mit."

ich glaube, dass das wirklich das entscheidende ist: was wir hinterlassen, wenn wir gehen. ganz gleich, ob wir nur einen anderen ort zum leben wählen oder aber auch uns für immer verabschieden.

ich für mich glaube, dass die liebe - ganz gleich, ob zu unseren kindern, freunden oder dem menschen an unserer seite - das wirklich wunderbare ist. das, was wir leben wollen und müssen. dass erst mit der liebe unser leben wirklich reich und schön wird. und genau das, so empfinde ich das, hat er mit den beiden filmen "dirty dancing" und "ghost" ausgedrückt - auf eben diese irre intensive art und weise...
ich denke, es ist wirklich entscheidend, was wir in uns tragen, was wir mit uns nehmen. früher glaubte ich, dass eine liebe nur dann innig und wertvoll ist, wenn sie auch gelebt werden kann.
heute weiß ich, dass es nicht so ist. sondern dass ihre innigkeit unser ganzes sein bestimmt, ganz gleich, ob diese liebe auch wirklich gelebt wird oder nicht. sie ist es doch, die unsere träume, sehnsüchte und hoffnungen schürt, mit der wir unseren weg gehen und an der erfüllung unserer träume bauen. und sie ist es doch, die alles erst wunderschön macht. meint ihr nicht auch?

so vieles hat sich verändert, seit ich mich vor sechs jahren aus meinem bisherigen leben löste. ein leben, das man - von außen betrachtet - als gutbürgerlich bezeichnen kann. ein leben, das sicherlich schutz und halt bot. aber... wo war die liebe? wo war die wirkliche innige liebe, die menschen selig macht und ihnen einen glanz in den augen schenkt, der so unverwechselbar ist?
so vieles hat sich verändert seitdem auch in mir. und dabei glaube ich nicht einmal, dass ich ein anderer mensch geworden bin... vielmehr glaube ich, dass ich heute das lebe, was ich eigentlich immer war... dass ich früher nur genau dieser seite nicht den raum und den platz geben konnte, den es gebraucht hätte. aus welchen gründen auch immer...

verdammt, wo ist dieser teddy; warum habe ich eigentlich keinen teddy? immer ist keiner da, wenn man wen zum anlehnen und kuscheln und schmusen braucht ;-)
muss grad lachen... der herbst hat doch noch gar nicht begonnen - aber bei mir haben schon die vorzeitlichen melancholie-wehen eingesetzt... na das kann ja noch lustig werden *smile*

dann... wünsche ich euch noch einen wunderbaren hörgenuss... wenn ihr wollt, natürlich...





der titel heißt "leap of faith" und ich bin im nachhinein echt überrascht... wie gut meist der vom bauch her gewählte titel auch zur intention des blogeintrags passt... ich glaube an die liebe, ich glaube an das leben - und ich glaube vor allem an das gute. ich glaube daran, dass am ende alles seinen sinn macht. aber das... musste ich auch erst lernen - mit einem sprung...
und mir geht es gerade wie gestern abend: vollkommen aufgewühlt - aber im positiven sinne. voller sehnsucht, voller liebe an das leben, voller intensität. bloß gut, dass ich nicht immer und in jeder minute so bin. ich glaube schon, dass das anstrengend werden könnte. aber für jetzt... genieße ich so sehr den augenblick - und all die liebe der menschen, die mit mir sind. wie dankbar ich dafür bin, kann ich euch gar nicht beschreiben. aber ich bin es... und jeden einzelnen schluck dieses lebens möchte ich genießen - ohne reue... apropos schluck... da war doch noch eine weinschorle im kühlschrank... ok... bin dann mal weg ;-)

Montag, 14. September 2009

A Promise

...Wow... Die allererste positive Reaktion auf eine Musik überhaupt, die ich hier reingestellt habe... Ich freu mich wirklich total, dass ich jemanden für diese Melodien begeistern, damit etwas von meinen Gedanken und Empfindungen mitgeben, abgeben kann, ganz gleich, was der andere Mensch für sich daraus oder damit macht...

...Dann... möchte ich doch an dieser Stelle gleich noch den zweiten Lieblingstitel von dieser CD einspielen, vielleicht... gefällt Euch dieser ja auch so wie mir...





Wenn ich diesen hier höre, wird mir immer total warm... Und ich finde, er passt perfekt in einen goldenen Herbst... Diese wunderbare Stimmung aus Wollsocken, einem grob gestrickten Pullover, zusammengesteckten Haaren und weiten Jeans... In der Luft liegt der süße Geruch von Tee, frischen Knusperkeksen, es ist warm und heimelig und man ist gerade heimgekommen von einem Spaziergang durch das goldene Laub, die Wangen rot vom Wind, die Hände kalt - und dann kehrt man heim in dieses wohlige Heim und genießt diese Melodien...
Ja klar, das kann man nicht immer, das passt auch nicht immer. Aber... darum gehts ja auch nicht...

Könnt Ihr eigentlich schlafen? Also ich... ich bin grad so voller Sehnsucht und Freude auf das Leben, dass ich... irgendwie gar nicht recht in den Schlafe finde. Sitze hier, nein, liege hier auf meinem Bett, den Laptop auf den Knien und strahle vor mich hin wie ein Lampion in der Nacht... Ich muss wohl echt aufpassen, dass ich nicht wieder schneller in die schlaflosen Zeiten zurückfalle wie gedacht. Ach, hätte ich doch wenigstens einen Teddybären ;-)

Montagsblues

Also ich weiß ja nicht, wie Euch das geht - aber ich bin selbst zum Montagmorgen ausgesprochen ausgeschlafen, tatendurstig und voller Neugier als auch Vorfreude auf den Tag. Nun ja, zumindest trifft das alles zu, sobald ich meinen ersten Kaffee getrunken habe.

Wem das Ganze nun aber ausgesprochen schwerfällt, das ist meinem kleinen Sohn. Ich mein, sooo klein ist er ja auch nicht mehr mit seinen immerhin fast 14 Jahren. Aber als "Zweitgeborener" wird er wohl auf immer und ewig der Kleine bleiben ;-) Jedenfalls - Kaffee oder andere koffeinhaltige Sachen sind für ihn noch tabu - zumindest solange Mama Helma nicht hinguckt. Ob es wohl nun daran liegt, dass er morgens und vor allem montags morgens so schwer in die Puschen kommt?

Diese Diskussionen allmontaglichen Morgens - da könnte ich beinah eine neue Phobie erfinden. War das Kind noch klein an Wuchs und Alter, waren auch die Auswüchse erträglich. Inzwischen scheint es so, als nähmen mit dem körperlichen Wachstum auch stetig die Auswüchse zu. Ein Theater heute morgen - das spottet echt jeder Beschreibung. Es war auch nicht zum ersten Mal, dass Mama Helma die Stimme hob. Doch wo das Kind spätestens an dieser Stelle grummelnd und murrend folgte, erhob es heut den ersten widerstandsfähigen Spruch: "Vergiss es, ich geh nicht in die Schule."
Ich glaube, so einige von Euch erleben das höchst selten - aber da verschlug es mir doch einen Moment lang die Sprache. Mundtot quasi.
Was macht man eigentlich, wenn das Kind sich partout weigert?
Nur gut, dass es nicht ahnte, wie hilflos sich Mama in diesem Moment fühlte - es hätte genau das schamlos ausgenutzt.
"OK - dann lauf halt zur Schule - ich fahre dich nicht! Und eine Entschuldigung schreib ich dir auch nicht - das kannst du gern alleine ausbaden!"
Nun ist dieses gute Kind glücklicherweise noch nicht abgebrüht genug, um sich genau dem Schicksal zu stellen und der Welt zu trotzen. Mit einem trotzigen Heulen: "Lass mich bloß in Ruhe!" warf es sich den Ranzen über die Schulter, stieg in seine unter Schweiß und Kraft erworbenen Turnschuhe und schritt Mama Helma mindestens zwei Meter voraus zum Auto.
Heute nachmittag aber, kaum dass ich mein Heim betreten hatte, schwänzelte es um mich herum, umgarnte und umschmeichelte mich wie ein Kater sein Frauchen, schnurrte und schmuste, so dass ich schon beinah wieder lachen musste: Ohne Mama geht es eben doch nicht ;-)

Und so gönnte ich mir am frühen Abend seit einiger Zeit mal wieder ein herrliches, entspannendes Bad: Zauberhafte Klavierklänge perlten durch die kleine Wohnung, überall brannten Kerzen und verströmten einen wunderbar unaufdringlichen Geruch nach Zimt und Vanille, draußen senkte sich schon die Dämmerung und als ich da so im warmen Wasser lag, die Augen geschlossen, den Kopf angelehnt, der Musik lauschend, da kamen die Erinnerungen wieder auf... Die Erinnerungen an die Jahre, die Momente, die ich ganz allein mit mir selbst verbrachte. Mein erster Geburtstag nach meiner Ehe, den ich allein verbrachte. Mein erstes Weihnachten nach meiner Ehe, das ich ganz allein verbrachte. Doch was mich früher traurig und wehmütig stimmte, erfüllt mich heut umso mehr mit Dankbarkeit für all das, was ich in meinem Leben bekommen habe.
Allein dass ich hier so liegen konnte, so entspannt, so erfüllt irgendwie, den Kopf voller Träume und Sehnsüchte, die ich mir noch zu erfüllen gedenke, in der Brust noch das Nadelkissen, das mir helfen soll, mich von Freund Schmerz zu befreien, ich hier in meinem kleinen süßen Zuhause mit dem Wissen um die wenigen, aber so verlässlichen Menschen in meinem Leben - all das stimmte mich vielleicht nur ein ganz klein wenig wehmütig. Vor allem aber erfüllt es mich immer wieder mit Dankbarkeit. Und einem Glücksgefühl, dass ich genau diesen Weg hatte gehen können, den ich bis heute und bis hierher gegangen war. Nichts an den wunderschönen Momenten ist auch nur einen Hauch von selbstverständlich gewesen.
Jedoch diese Musik erinnert mich nicht nur an das Allein sein schlechthin. Sondern auch... an die vielen entspannten Momente, wenn ich nachts nicht schlafen konnte, mit offenen Augen und klopfendem Herzen in die Nacht schaute. Oder wie selbstvergessen im duftigen Wasser lag. Wenn ich ganze Sonntage im Bett verbrachte, dort frühstückte, Zeitung las oder Nachrichten schaute; final musste natürlich immer ein Liebesfilm zu Gemüte geführt werden. Oder zumindest überhaupt irgendetwas in dieser Art, irgendetwas Emotionales. Gegen Abend bin ich dann meist in die City eingetaucht, hab das Leben geschmeckt und geatmet... Ja, ich gebe zu, wenn ich dann wieder heimkam, ja dann... hab ich mich schon oft allein gefühlt. Doch trotz alledem... war es wohl die mit Abstand intensivste Zeit in meinem Leben. Die Zeit, in der ich am meisten über mein Leben und mich selbst gelernt habe. Und insofern... stimme ich auch hier jener unbekannten Frau zu, die erst gestern meinen Beitrag kommentierte: Auch ich möchte keinen Tag jünger sein...

Hört einfach mal mit rein in diese CD, die mich schon seit einigen Jahren begleitet. Eine wirklich wunderschöne Filmmusik zu einem sehr bewegenden Film - eine Musik, zeitlos, endlos, unendlich schön... Der Titel heißt übrigens "I Built Myself A Life". Wie passend... Und ich hab grad eine irrsinnige Gänsehaut...
Nun träumt mit mir... Holt Eure Träume hervor, Eure Sehnsüchte, die der Alltag verbirgt... Legt Euch wie ich einfach nur einen Moment lang zurück, schließt die Augen und atmet ganz tief ein...
Und dann sagt mir, ob auch Ihr diese unglaublich tiefe Zufriedenheit in Euch fühlen könnt - so wie ich...
Mein Gott, ist das Leben schön... (Will jemand von Euch etwa auch so ein Nadelkissen? :-))




Sonntag, 13. September 2009

In Deinen Armen

...inspiriert durch eine Filmmusik, hab ich einen neuen Song gefunden, einen wunderbaren Lovesong - wie ich finde. Überhaupt geht bei mir, das werdet Ihr ja schon wissen, so gut wie alles über die Musik. Mit ihr verarbeite ich so ziemlich alles, Freude, Glück, Traurigkeit, Trauer, Sehnsucht und Träume.

...(Let me sleep) In your arms...



Ich weiß nicht, wie Euch das geht, aber ich schlafe immer dann am besten, wenn ich nicht allein schlafen muss. Schon allein deshalb hatte ich eine Zeit lang ernsthaft erwogen, mir einen überirdisch großen Teddybären zu kaufen - schön weich und anschmiegsam. Und das Tolle daran wäre, wenn ich will, ist er immer da. Ohne dass er erst mal schnell seinen Terminkalender checkt oder gemütlich ein Bein über das andere legt: "Nö, also heut eigentlich nicht." Das weitere Tolle daran wäre: Ich könnte ihm mein Herz ausschütten, Tag und Nacht, könnte ihn quasi als Seelenmülleimer missbrauen, ohne dass er nach fünf Minuten die Augen verdrehte und mich unterbrach: "Hast du mir schon mal erzählt!"
Und das richtig Tolle wäre: Wenn ich nachts aus Träumen erwachte, brauchte ich nur die Hand auszustrecken, um ihn zu berühren und mir einreden zu können: Hey Helma, du bist nicht alleine.
Ein Teddybär, der an herrlich regnerischen Sonntagnachmittagen, die wir mit dicken Socken auf dem Wohlfühlsofa verbringen, mit mir unsere Lieblingsfilme guckte und in Erinnerungen schwelgte, ohne zu murren oder nebenbei noch andere Sachen zu machen.
Ein Teddybär, der mit mir die Momente genießt, in denen es mir einfach nur mal gut geht...
Als ich heute Abend wieder über die Autobahnen flog, diesen Song im Dauerrepeat (meine Kinder kennen das schon, die sagen dazu gar nix mehr), da fielen mir die Worte einer Moderatorin wieder ein, die unlängst im Interview auf die Frage, was ihr bei ihrer Krankheit am meisten geholfen habe, offen antwortete:
"Mein Mann. Sein Dasein und mich mit Liebe zu überschütten, das war für mich die beste Medizin."
Manchmal... können die Dinge so einfach sein, nicht wahr?
So simpel, dass sie beinah übersehen werden könnten...
Wenn Ihr mich fragt, ich bin ohnehin davon überzeugt, dass den meisten frustrierten Menschen nicht Gut oder Geld fehlt, sondern im Grunde die Liebe...

Der Kommentar übrigens zu meinem letzten Beitrag... Ich glaube, er kam genau im richtigen Moment. Er bestärkt mich darin, dass ich genau da weitermachen soll, womit ich begonnen habe. Und das werde ich auch tun. Vielen Dank an dieser Stelle an eine unbekannte Frau in den fernen Weiten des Internets.
The Show must gon on - ob im wilden Osten oder auf dem Mond. Und ich hab noch lange nicht ausgetanzt ;-)

Eure Helma

Samstag, 12. September 2009

Sie Haben Post

...dachte ich mir so, als ich heute meinen Briefkasten öffnete und mir so einige Briefe entgegen fielen, von denen sich die meisten als Werbung, wenige als Rechnung und einer als Brief von der Klinik entpuppte, die sich freute, mir mitteilen zu dürfen, dass ich ab dem 9. Dezember gerne zu ihnen kommen dürfte.
Noch auf der Treppe hinauf zur Wohnung las ich die Zeilen, überflog den Info-Teil.
Wieder kein Weihnachten zu Hause, war mein erster Gedanke.
Hatte ich doch bereits das letzte Weihnachten in einer Klinik verbringen dürfen. Und nun also wieder.
Damit wären zwar die paar freien Tage, die ich mir im goldenen Oktober noch gönnen wollte, gerettet, aber eben... kein Weihnachten daheim. Kein Oriatorum in der Kirche, auf das selbst ich als Heide mich sehr gefreut hatte. Was ist nun richtig und was ist nun wichtig?
Hatte ich mich noch vor einigen Tagen mit der Rentenversicherungsanstalt herumgestritten, weil ich eben nicht wieder stationär, sondern nur ambulant behandelt werden wollte ("...hier gehts nicht danach, was Sie wollen, sondern was die Ärzte entscheiden. Und die sehen Ihre Arbeitsfähigkeit erheblich gefährdet, darum wurde das so entschieden", wurde ich unfreundlich angefahren. So als sei ich eine jener Kandidaten, die sich auf Staats- bzw. Steuerzahlerkosten ein beschauliches Leben ermöglichen wollten. Immerhin... bin ich für die ja auch nur eine Nummer auf einem Blatt Papier, dachte ich mir so, biss mir auf die Zunge, zählte bis drei, bevor ich antwortete.), so ging mir nunmehr durch den Kopf, ob dies nicht vielleicht doch die bessere Variante sei. Ich hätte somit Zeit, meine ersten zehn Sitzungen Akupunktur zu beenden, meine ambulante Schmerztherapie weitgehend abzuschließen und die Frau Mama müsste dann nicht vier geschlagene Wochen in meinen vier Wänden, sondern nur rund zwei Wochen hier zubringen, bis die Weihnachtsferien begännen.
Eigentlich... doch keine schlechte Lösung, oder?
Eigentlich... doch die beste Lösung für Ziggenheimers Schmerzproblem, oder?
Ich meine, die Umgebung dort soll ziemlich trist und öde sein, die Jahreszeit würde sicherlich auch ihr übriges dazutun. Doch hatte ich mir ohnehin vorgenommen, dieses Mal mit dem Auto anzureisen. So könnte ich wenigstens, wann immer der Therapieplan es zuließ, die nächstgelegene Stadt aufsuchen und mir bei aller Trostlosigkeit wenigstens einen lecker Milchkaffee zu Gemüte führen.
Ob die sowas in der Pampa überhaupt kennen?
Ich meine... Hier in der Großstadt ist mir das schon passiert, dass ich mich genüßlich in einem chinesischen Lokal niedergelassen und einen Milchkaffee geordert hatte.
"Haben Sie auch Milchkaffee im Angebot?"
"Ja natürlich, Milchkaffee gibt es hier auch."
Als jener kam, staunte ich nicht schlecht: Eine Tasse, kaum größer wie eine Mokkatasse, daneben, hübsch übereinander gestapelt, zwei Näpfchen Kaffeesahne.
"Was ist das?" entschlüpfte mir auch prompt die Frage gegebenüber dem Ober, der freundlich nickte und knickste: "Ihr Milchkaffee! Kaffee mit viel Milch!"
Ich weiß, jeder andere hätte an dieser Stelle dieses Gebräu umgehend zurückgehen lassen, ich aber war so überrascht und überrumpelt, dass ich nur lachen konnte und sprach: "OK, dann probier ich mal Ihren Milchkaffee!"
Und werden Thüringer Urgesteine nicht gern auch als Hinterwäldler bezeichnet?
Vermutlich wird es jetzt, wenn das hier auch nur ein Thüringer liest, einen gekränkten Aufschrei geben und ich tue allen unrecht. Dann... lass ich mich doch gern mal vom Gegenteil überzeugen und versuche meinen Optimismus aufrechtzuerhalten, dass es diesmal eine gute, adäquate Klinik ist. Ich mein, ein Einzelzimmer bekomme ich diesmal. Teure Fernsehgebühren bleiben mir hier im Osten erspart - die haben erst gar kein TV-Gerät reingestellt ;-) Fragt sich dann also, was ich an den langen dunklen Abenden machen soll.
Stricken vielleicht - obwohl ich für sowas noch nie Geduld und Ausdauer entwickeln konnte.
Zeichnen vielleicht - aber das werde ich vermutlich sowieso wieder offiziell müssen, damit die Herren und Frauen Doktoren daran ablesen können, wie es in mir wirklich aussieht und ich mir jegliche Show (klappt normalerweise auch ganz ohne Schauspielschule) ersparen kann.
Lesen vielleicht - es fällt mir noch heute, drei Jahre nach jenem unseligen Verkehrsunfall schwer, mich auf ein Buch zu konzentrieren (selbst die Zeilen hier schreibe ich oft nicht in einem Zug; das liebe ich eben auch am Chatten: Es ist wie Telefonieren, aber du musst dich nicht jede Sekunde hundertprozentig konzentrieren, du kannst nebenbei fernsehen oder auch mal im Bad verschwinden, du kannst im Grunde tausend Dinge nebenbei tun - und wenn dir der Zusammenhang fehlt, scrollst du einfach mal paar Zeilen hoch ;-) Beim Telefonieren geht das schlecht, da merkt der andere sofort, wenn du nicht bei der Sache bist, und ist am Ende noch beleidigt, weil du dich offenbar nicht für ihn interessierst.)
Aber dann denke ich wieder daran, wie schnell die Zeit letztlich doch vorüber ging, schon angesichts der mit Therapien vollgepackten Tage. Dann noch bisschen Weihnachtsshoppen zwischendurch, ich könnte ja auch DVDs auf meinem Laptop gucken (na eben, genau, ich kann ja jetzt schon mal bisschen herumfragen, wo ich mir überall ein paar gute Filme ausleihen kann ;-))
Und... überhaupt... na eben... Wenn ich dieses Mal mit dem Auto dorthin fahre, dann bin ich ja auch an den Wochenenden wesentlich mobiler, flexibler und kann endlich mal die Städtetouren machen, die ich ohnehin immer schon mal vorhatte: Erfurt zum Beispiel (soll eine sehr schöne Altstadt haben) - na da muss ich doch gleich mal auf die Karte schauen, was da alles so im Umkreis liegt ;-)
Vermutlich... wird das alles eher zu dem Urlaub ausarten, den sich nunmehr auch mein geschiedener Mann gönnen will.
"Wieso willst du eine Kur beantragen? Was fehlt dir denn?"
"Nüscht", war die lakonische Antwort, "aber das steht mir zu, wieso soll ich das dann nicht machen?"
Das war auf dem gemeinsamen Weg zur Schule unseres Sohnes, die Fahrt dauerte ca. eine halbe Stunde und innerhalb dieser dreißig Minuten wurde mir einmal mehr bewusst, wie vollkommen verschieden wir waren, wie sehr ich mich in genau jenen Minuten nach meinem Zuhause sehnte, nach dem liebevollen und vor allem respektvollen Umgang, den wir dort genossen - und wie wenig ich heute verstehen konnte, wie das so lange mit ihm und mir hatte gutgehen können.
An dieser Stelle halte ich es mit Silbermond, die da sangen "...ich bereue nichts, nicht einen Tag, nicht einen Augenblick..." - man erfährt, man lernt - und man nimmt mit für die Gegenwart, damit die Zukunft eine andere wird... Nichts ist umsonst passiert, nichts ist umsonst geschehen, davon bin ich sowieso grundsätzlich überzeugt und bei allem, was mir noch zu meinem Glück fehlen möge: Es gibt so unendlich vieles in meinem Leben, das mir heut Spaß macht und Glücksgefühle schenkt - und DAS, liebe Leute, ist unbezahlbar.

So, und jetzt schenke ich mir noch ein Glas Weinschorle ein - hatte ich lange nicht ;-)

Mittwoch, 9. September 2009

Mrs. Igel

So habe ich mich heute gefühlt. Bzw. muss ich heute wohl so ausgesehen haben, nachdem während der zweiten Akupunktursitzung unzählige Nadeln in Kopf, Hals und Brustbein gestochen wurden :-) Als ich aufgefordert wurde, mich nun für eine halbe Stunde hinzulegen und zu entspannen, musste ich erst einmal überlegen, wo keine Nadeln steckten und war erleichtert, dass ich mich wenigstens auf die rechte Seite legen konnte. Denn links... geht das ja leider schon seit Jahren nicht mehr wirklich.
Und so angenehm der Nachhereffekt auch ist, das Tasten und Stechen war heut nun wirklich unangenehm. Ich wusste gar nicht, wo ich überall verkrampft bin. Vermutlich gibt es nicht einen einzigen entspannten Muskel in meinem Körper und das wiederum... würde ja auch so einiges erklären.
Jedenfalls, gerne legte ich mich eine halbe Stunde hernieder, um zu ruhen.Wenn nicht in den letzten kostbaren acht Minuten noch diese unmögliche Person von Krankenschwester hereingewedelt gekommen wäre, die nicht nur ein ausgesprochen aufdringliches und widerliches Parfüm mit sich herumtrug, sondern uns drei Damen vom Grill auch noch mit ihrer aufgesetzten Fröhlichkeit belästigte. Warum ließ sie uns nicht einfach schlafen? Der Stress fänge uns doch noch früh genug wieder ein und immerhin hatte jede von uns fünfundzwanzig Euro auf den Tisch gelegt, nur um dreißig Minuten lang einen Igel spielen zu dürfen.
Oder besser... Stachelschweine? Soweit ich weiß, schießen die bei Gefahr mit ihren Nadeln... :-)
Auch die ersten Permanentnadeln bekam ich heut aufs Brustbein gesetzt und bei dem nachmittäglichen Gespräch in der Berufsschule, zu dem der Vater meiner Kinder und ich gebeten worden waren, schaute mir die eine Lehrerin derart auffällig in mein Dekollete, dass ich schließlich versucht war zu sagen: "NEIN, das ist KEIN Pickelpflaster, das sind Permanent-Nadeln!"
Schade nur, dass ich damit meinen Großen nicht einmal tröstend in die Arme schließen konnte, nachdem er heut auch noch durch die Fahrprüfung gefallen war. Er hatte den Platz schon sehen können, auf den er zurückfahren und das Auto abstellen sollte - aber den Radfahrer, den hätte er beinah übersehen... Dafür, dass dieser nun einen Bogen um das Auto herum schlagen durfte, ließ der Prüfer meinen Jungen durchfallen.
Na ja, die Wiederholungsprüfung in zwei Wochen wird bestimmt den ersehnten Schein bringen. Zumindest hoffe und wünsche ich ihm das.
Wieder daheim angekommen, warf ich mich in meine Wohlfühlklamotten, besuchte den Einkaufsmarkt nebenan, ließ mir ein paar Leckerlis einpacken, um dann mit diesem Gourmetgehabe den "Bescheid im Eilverfahren" zu lesen, der mir heute per Post zugegangen war.
Hatte ich in diesem Jahr schon zweimal in eine Klinik gedurft, so sollte ich nun noch ein drittes Mal. Dieses Mal ins wunderschöne Thüringen, nur... ich wollte doch in eine Tagesklinik. Nicht wieder wochenlang von zu Hause weg. Und wäre das nicht auch wesentlich kostengünstiger für unsere so schon genügend gebeutelten Sozialkassen?
Ein Lachen konnte ich mir dennoch nicht verkneifen, als ich in Klinikbewertungen stöberte und die Beiträge las, von denen durchweg fast alle positiv waren - sofern sie von den eigentlichen Patienten geschrieben wurden. Angehörige der Patienten nämlich bewerteten die Klinik ausnahmslos schlecht und eine Tusnelda wetterte, dass ihr Mann durch den Osten schon seine Firma verloren hätte; nun stünden sie und ihre drei Kinder auch noch auf der Straße, weil dieser Mann mit seinen 48 Jahren noch mal neu und noch mal richtig beginnen wollte: Diese Klinik zerstört Leben und Familien!
Wir Ossis sind schon ein schlimmes Volk *grins*
Eine zweite Dame beklagte sich über augenscheinliches Sodom und Gomorrha in der Klinik - und kein Schwein sähe hin! Das ginge doch nicht an, dass dort jeder mit jeder könne und überhaupt!
Woraufhin sie von zwei eigentlichen Patienten ordentlich eins übergebraten kam: Nur weil ihr Mann dort fremdginge, könne sie sich doch nicht hierher setzen und die Klinik schlecht machen.

Mein Fazit für heute:
Die Infos, die ich finden wollte, auch auf der eigentlichen Homepage der Klinik, die fand ich nicht. Aber belustigt hat mich das, was ich anstelle dessen zu lesen bekam, außerordentlich und ich glaube, wenn das mit der Tagesklinik hier nichts wird, dann... freue mich mich vermutlich trotzdem auf diese vier Wochen im thüringschen Land. Und ich glaube, ich werde mich mit allem ausstatten, das mir Charakterstudien erlaubt. Diktiergerät, Bleistift, Skizzenblock...
Denn wie wir alle wissen: Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben :-)

Eure Helma

Dienstag, 8. September 2009

Turnen Auf Dem Fensterbrett

Dass ich Höhenangst hab, hab ich Euch ja schon erzählt. Deswegen werden auch bestimmte Fenster meiner Wohnung niemals geputzt werden: Die sogenannten Oberlichter, die sich leider nicht öffnen lassen und nur erreichbar sind, wenn man auf das Fensterbrett steigt.
Ich und rauf aufs Fensterbrett? Niemals. Dann lieber regenwassergewaschene Oberlichter, Rollo runter und das wars. Dieser Trick funktioniert übrigens auch, wenn man grad mal keinen Bock auf Staubwischen hat ;-)
Doch heut Abend befasste ich mich weder mit Fenster putzen noch mit Staub wischen. Durch meine kleine Wohnung perlte die Musik und Mutter Helma stand in der Küche, putzte Gemüse und zerschnitzelte das Suppenhuhn: Ihr wisst schon, eine lecker Kraftbrühe für das vor Tagen an einem Virus erkrankte Kind.
Dem lecker Duft folgend, kam dieses Kind zu mir, erzählte mir von seinem Tag (was soll es schon geben außer Trickfilm & Co. - aber was will ich mich aufregen, ich war als Kind auch nicht anders), bis es auf einmal mitten im Satz stutzte und fragte: "Höö? Was macht der denn da drüben?"
Seinem Blick folgend wandte ich den Kopf und beinah fiel mir das Schälmesser aus der Hand.
Im Haus gegenüber hatte sich das Fenster zum Kinderzimmer sperrangelweit geöffnet, zwei Kinder - das war unübersehbar - quälten Playstation & Co., während das dritte, dem augenscheinlich langweilig geworden war, auf das Fensterbrett stieg, darauf herumtanzte und sich dann auf den Bauch legte, die Beine nach draußen baumelnd...
Der erste klare Gedanke war: "Verdammt, pennen die Eltern?"
Der zweite klare Gedanke war: "Wie oft ist dein Kind alleine, wenn du noch in der Arbeit bist und auch nur nicht weißt, was dein Kind veranstaltet?"
Und der dritte klare als auch finale Gedanke war: "Da kann man doch nicht zugucken!"
Vor meinem inneren Auge schlug das Kind bereits auf dem Gehsteig auf, mir wurde übel, im Kopf begann es zu hämmern und mir wurde ebenso bewusst: Fenster aufreißen und rüberschreien darfst du nicht, vor Schreck lässt es vielleicht die Fensterbank los...
Alles ließ ich fallen, Gemüse, Messer, Hühnchen.
"Spatzl, ich bin mal kurz weg."
Der Mann im fremden Hinterhof winkte ab: "Kenn ich nicht, lassen Sie mich in Ruhe."
Das brachte mein Blut zum Kochen, aber was will man da rumdiskutieren? Manchmal ist es einfach nur schade um diese Energie. Wenn man diese Energie richtig kanalisiert, findet man sogar auf Anhieb den richtigen Klingelknopf :-)
Entgegen kam mir ein Hosenmatz, der mir kaum über den Bauchnabel reichte, in Shorts und Socken und mit völlig unbekümmertem Blick.
Ich erkannte ihn sofort, es war einer der beiden Computerspielfans und mit Hilfe dieses Dreikäsehochs holten wir seinen Freund vom Fensterbrett.
"Es ist niemand da, wir sind alleine", entschuldigte er sich.
"Noch einmal und ich ruf die Feuerwehr", schnaubte ich ihn an, "dann dürfen deine Eltern das bezahlen, die werden sich freuen!"
Dass dem nicht so wäre, mussten sie ja nicht wissen, aber vielleicht würde es verhindern, dass dieses Kind noch einmal auf dem schmalen Fensterbrett herumturnte.
Zumindest für heute hat es gewirkt: Das Fenster wurde sofort geschlossen, der Turner verschwand um die Ecke in einem anderen Haus. Mir selber wurde nachgeschaut, bis auch ich meine Haustür erreicht hatte und einen Moment lang überlegte ich, ob ich wohl demnächst eine Stinkbombe in meinem Briefkasten oder einen platten Reifen finden würde. Heutzutage weiß man ja nie. Aber ehrlich gesagt: Lieber stundenlang einen Stinkgeruch vom Körper schrubben als ein Kind auf dem Gehsteig liegen sehen.
Doch was mich erst richtig in Harnisch brachte... Auf dem Weg zurück in meine Wohnung sah ich die eine oder andere Gardine, die sich bewegte. Da haben noch mehr Leute zugeguckt. Und keiner hat reagiert? Vermutlich dachte jeder: Da wird schon jemand gehen...
Aber wenn sich jeder auf den anderen verlässt... geht am Ende niemand. Und dann??
Jetzt gieße ich mir erst mal ein Weinchen ein... N Schokoriegel wäre mir ja lieber, aber davon haben wir leider nichts im Haus. Und mein Großer hat auf meine Bittsteller-sms, ob ich mich an seinen Schoko-Katzenzungen vergreifen darf, noch nicht geantwortet. Wahrscheinlich muss er sich erst in Ruhe überlegen, was er dafür von mir bekommt ;-)
Aber was solls, ich bleib auch beim Wein. Und geb mir anschließend die nächste autogene Runde ;-)
Na dann... gute Nacht auch... und gesunden Schlaf :-)

Eure Helma