Montag, 30. August 2010
P. S. Ich Liebe Dich
Na jedenfalls - was soll ich sagen... Zum Supersparpreis (nein, ich wiederhole nicht, wo ich virtuell shoppen war ;-)) eingekauft, zum Sonntagnachmittag aufs Sofa verzogen und... Mädels, ich kann nur sagen: An Taschentücher hatte ich gar nicht gedacht und soooo schnell hätte ich sie auch gar nicht auspacken können wie ich sie gebraucht hatte. Wow. Wahnsinn. Wirklich. Ich meine, mir gefällt ja vor allem immer die Botschaft im Film, da kann ich sogar zuweilen die eigentliche Handlung ausblenden, ich Meisterin im Verdrängen :-)
Dieser Film jedoch... der war so voller Botschaften, dass ich gleich zu Beginn des Films in ein Gefühlschaos stürzte, so dass ich mir nur unter Aufgebot des letzten Anstandes verweigern konnte, Rotz & Wasser mit den guten Kissen aufzufangen.
Den Alltag nicht mit Kleinigkeiten zerstören...
Den Augenblick genießen...
Dankbar sein für die wunderbaren Momente im Leben - denn nichts ist selbstverständlich...
Aufmerksam sein...
Aufmerksam bleiben...
Mich hat dieser Film an so manche Stationen erinnert.
Wege. Auswege. Fortgehen. Zurückgelassen werden.
Nächte, in denen ich erwachte und von einem Moment auf den anderen in Tränen ausbrach.
Nächte, in denen ich erwachte und von einem Moment auf den anderen Herzklopfen fühlte ob der Sehnsucht nach dem Leben.
Nächte, in denen ich gar nicht erst in den Schlaf fand.
Nächte, in denen ich ruhlos spürte: Da ist immer noch wer...
Loslassen können... und eines Tages feststellen: Nichts ist wirklich zuende.
Es beginnt jeden Tag neu. Das Leben... erwacht jeden Tag neu.
Manchmal bin ich so begierig, halte dieses Glas des Lebens mit beiden Händen und trinke mit diesem Gefühl, den Durst niemals stillen zu können. Manchmal halte ich dieses Glas spielerisch zwischen den Fingern. Manchmal kann ich in Gedanken da hingehen, wohin ich möchte, und diesen Augenblick kann ich so unglaublich genießen, dass es nicht entscheidend ist, ob dieser Augenblick auch wirklich gelebt werden kann oder diese Bilder nur in meinem Kopf bleiben...
...Nur um mich anzuziehen und mitten in der Nacht loszugehen... Einzutauchen in die City, unter die Menschen, Senden und Empfangen - und eben jenen Augenblick zu erleben, in dem Du jemanden anschaust und meinst, Deine eigene Sehnsucht, Dein eigenes Ich in den Augen dieses anderen Menschen zu erkennen.
Ich glaube daran, dass wir einander erkennen.
"...I Love You Till The End..."
Und mal abgesehen von all dem: Der Gerard... ist schon echt lecker, alleine dafür, Mädels, zieht Euch diesen Film rein ;-) Ich jedenfalls, ich habe fertig für heut und leg mich jetzt schlafen.
Sonntag, 22. August 2010
Tiefflieger
Was ich ja eigentlich hoch-romantisch finde. Und vermutlich jeder Zweite, der nicht grad ohne Schirm und Melone unterwegs ist, ebenso.
Wenn ich aber bedenke, dass ich letzte Nacht leicht trunken in meinem Liegestuhl einschlief, die klare Nacht verschlief und somit vermutlich mindestens zehn Herzenswünsche am Himmel ungesehen an mir vorüberzogen und ich genau dieses Vorhaben heute bei klarer Nacht und klarem Verstand gern nachgeholt hätte, ja dann... finde ich das weniger romantisch, sondern einfach nur schade.
Helma, so kann das nie was werden mit dem Traum vom Glück...
"Auf diesem alten Holländerrad fuhr ich mit dem Stolz eines jungen Mädchens vergangener Jahre, gekleidet in einen Rock aus gestärktem Tuch, eine geblümte Bluse, das Haar zu einem Knoten gewunden, hier und da lösten sich einzelne Strähnen, die ich immer wieder lachend aus dem Gesicht pustete. Vor mir fuhr er dahin, in seinen braunen, grobgewirkten Hosen und den Trägern über dem weißen Hemd, das nachlässig aus dem Hosenbund lugte. Und so radelten wir am Meer entlang, hoch oben auf der Düne, dem Leuchtturm entgegen und ohne ein Wort zu sprechen, stiegen wir vom Rad und nahmen uns an die Hand - im Gleichklang des ungesprochenen Wortes.
Als wir durch die niedrige Tür des Hauses traten, atmete ich den Geruch dieses alten Hauses. Dieser unverwechselbare Geruch nach frischem Leinen, altem Holz und grünen Äpfeln. Die Tür zum Zimmer lehnte nur an, sanft wurde sie aufgestoßen und noch ehe die Sinne das Zimmer vollkommen erfassten, atmete ich diesen Raum als Quell des Schöpferischen. Ein kleines Zimmer nur, viel Licht, altes Holz und mit Regalen voller Bücher und Schallplatten, einer beinah geleerten Weinkaraffe und bereits heruntergebrannten Kerzen auf dem niedrigen Tisch. In diesem Moment, so schien es mir, wurde ich eins mit diesem Zimmer, sah ich mich darin bewegen, sacht und voller Liebe jede einzelne Bewegung tun, sah mich hier lesen, schreiben, malen, die Muscheln auf dem Regal ablegen und die Karten an die gekalkte Wand pinnen, in der Hand zuweilen ein Glas Weißwein und mit einem Blick hinaus in den verwunschen wirkenden Garten. Und ich sah zu dem Mann an meiner Seite hinauf.
Teile mit mir dieses Leben, teile mit mir diesen Traum.
Und in den Augen des Mannes meinte ich einen Glanz zu sehen, der dem meiner eigenen Sehnsucht so ähnlich schien..."
Vielleicht... sollte ich ja weniger die Ildiko lesen, sondern endlich mein eigenes Buch zuende schreiben. Und mir damit den Traum von diesem alten, völlig unperfekten Haus am Meer erfüllen. Und der Traum von der Liebe... Vor Jahren sprach jemand zu mir "So aufrichtig, wie du die Liebe suchst, wird sie dich auch finden." So etwas Ähnliches stand heut auch auf meinem Kalenderblatt. Daran glaube ich wirklich. Und wenn es nicht heute ist, dann ist es eben morgen. Ich habe gelernt zu warten.
Samstag, 21. August 2010
If I Was A Painter
Jedenfalls war mir schon seit Tagen, Wochen nach einem neuen Bild und heut endlich hab ich das umgesetzt.
Das Ergebnis? Heut besser nicht. Ihr müsst wissen, die Flasche Weinschorle ist fast geleert, ich schreibe hier mit einem zugekniffenen Auge und obendrein gilt es, jedes zweite Wort zu korrigieren. Na wenigstens sehe und bemerke ich immerhin noch, dass ich mich überhaupt vertippt hab ;-)
Ich weiß auch nicht, wer mir die weiße Farbe in die Weintrauben gekippt hat - und wenigstens hab ich auch das rechtzeitig bemerkt, noch vor dem Vernaschen.
Die Mucke spielt, die Helma singt - und die Nachbarn kriegen vermutlich einen Hörsturz nach dem anderen.
Und bevor Ihr Euch sorgt: Die Kerzen sind schon ausgeblasen, die Farben sorgsam verstaut. Nur - was beginne ich jetzt mit dem jungen Abend?
Nun, trotz der vier Kilo weniger dank dieser Woche brauch ich keine Bewerbung an Germanys Next Topmodel zu schicken und mit meinen Sangeskünsten mich auch nicht bei X-Faktor zu bewerben. Aber echt mal - was ist das schon gegen das pure Lebensgefühl, das mich mal eben wieder durchflutet? Nichts - sag ich Euch - einfach gar nichts ;-)
Also fülle ich heut keine entsprechenden Bewerberbögen aus, drehe lieber "A Wonderful Thing" von Lovebugs noch ein bisschen auf und setze damit vermutlich die Sympathien der letzten Nachbarn, die sich noch nicht über mich beklagt haben, aufs Spiel, höre jetzt auf zu schreiben (es ist echt anstrengend, dauerhaft ein Auge zuzuklemmen ;-)) und lege mich hinaus auf den Balkon und in den Liegestuhl. Vielleicht klappts ja heut mit ner klaren Nacht und der einen oder anderen Sternschnuppe. Bescheiden, wie ich meistens bin, habe ich mir auch nur einen einzigen, aber dafür einen Herzenswunsch für den Fall eines Falles aufgehoben ;-) Obwohl... Wenn ich noch mal so drüber nachdenke, der eine oder andere... ist eigentlich auch ein Herzenswunsch. Na mal gucken, was mir bei der ersten Schnuppe spontan einfällt ;-)
Elf Minuten
Und was ich heute geschickt bekam, macht mich noch ein Stück mehr zum Fan seiner Bücher...
im allgemeinen ereignen sich diese begegnungen, wenn wir an eine grenze gelangen, wenn wir emotional sterben und wiedergeboren werden müssen.
die begegnungen warten auf uns - aber meistens versuchen wir zu verhindern, daß sie sich ereignen.
wenn wir verzweifelt sind und nichts mehr zu verlieren haben oder wenn wir begeistert sind, dann manifestiert sich das unbekannte, und unser universum ändert seine wegrichtung... "
paulo coelho "11 minuten"
Ist es nicht irgendwie genau das, was ich erst diese Tage wieder hier hineinschrieb?
...in elf Minuten kann so vieles passieren... Ein neues Leben beginnt mit einem Schrei, ein anderes geht zuende mit einem letzten Seufzer, eine neue Liebe beginnt, eine andere geht zuende, die eine Bahn wird verpasst, weil in der anderen, die zehn Minuten später kommt, DER Mensch deines Lebens sitzt. So kann man endlos "weiterspinnen"... Doch was ich sagen will: Alles ist irgendwie immer für etwas gut und genau das... hat mir in den letzten sieben Jahren immer wieder auf die Beine geholfen, egal, wie schlecht es mir ging.
Nein, ich renne jetzt nicht vor den Spiegel, mach mich zurecht und stürze los in irgendein Cafe. Ab heute habe ich beschlossen: Ich lasse einfach passieren. Gegen unser Universum... haben wir doch sowieso keine Chance, oder? ;-)
Doch jetzt wende ich mich den ganz irdischen Dingen zu und gehe los, meinen Kühlschrank auffüllen. Das schaffe ich zwar nicht in elf Minuten, aber... in zweimal oder dreimal elf Minuten... Denn was ich schon vor langer Zeit begriffen habe... Jeder einzelne Tag birgt elf Minuten, in denen alles möglich ist.
Freitag, 20. August 2010
Briefe An Helma
Ich meinte doch "Briefe an Julia"...
Hach ja, da waren sie wieder, meine drei Probleme:
Kein Mann, keine Liebe, keine Liebesbriefe.
Wobei, ich will ja nicht sagen, dass ich noch nie welche bekommen hätte. Nee, also in meinem Liebesleben war nicht immer eine solche Flaute wie derzeit. Obwohl... vielleicht sollte ich ja einfach nur mal mein Anspruchsdenken herunterschrauben? Oder an meinen Erwartungen feilen? Hmmm. Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Wurde ich vor Jahren noch gescholten, dass ich immer nur an die anderen dachte und nicht an mich, so kam ich irgendwann in die Phase, in der nur noch meine Frau Mama zu mir sprach: "Gib nicht immer soviel, du bekommst das gar nicht zurück" - bis hinein in die Phase, in der meine Therapeutin mir sinnbildlich über den Kopf streicht und sagt: "Na endlich passen Sie auch mal auf sich auf."
Komisch nur, dass die meisten männlichen Vertreter das etwas... nun ja... differenzierter sehen. Aber auch nur so lange, bis die Trennung vollzogen wurde.
Jedenfalls, die für mich schönsten und wichtigsten Liebesbriefe habe ich aufgehoben. Also nicht in dieser kitschigen Variante aus Blumenkistchen, Parfümstäubchen und ner (inzwischen völlig verlausten) Locke vom Ex-Liebsten. Nein - hübsch verpackt im jeweiligen Umschlag in allen möglichen Farben, hübsch aufgestellt auf meiner Kommode, hübsch anzusehen... Nur irgendwann, und das wird jedem von Euch klar sein, reichts auch nicht mehr, in alten Zeilen zu lesen. Und mir persönlich ist es ehrlich gesagt lieber, mir solche Filmchen anzuschauen, als anderen Pärchen beim Knutschen zugucken zu müssen. Wobei... Wenn ich jetzt ins Kino gehe, wird vermutlich alles um mich rum knutschen, nur ich bin wieder die Blöde... Aber gut, egal. Trotzdem. Sollte ich wirklich in ein Tief stürzen, dann hilft mir neben Mucke, Sport und Putzen vor allem eins: die Lektüre von Ildiko von Kürthy. Vor allem in ihrem "Mondscheintarif" und ihrem "Herzsprung" les ich immer wieder gern, vor allem in der Badewanne, sogar auf dem Klo, und irgendwie gehts mir dann immer wieder besser, in echt. Vielleicht, weil ihre Protagonistinnen mit denselben Schwächen und Kümmernissen leben wie ich und am Ende doch mit Humor, Charme und ner gesunden Portion Eigenkritik ihren Prinzen bekommen? Humor und Eigenkritik besitze ich, Charme doch hoffentlich auch. Könnte ja also auch bei mir klappen. Eines Tages. Oder? Wobei... Mir fällt grad ein... Ildiko hat noch keine Story über ne Prinzessin geschrieben, die den Frosch bis zur Erschöpfung küsste - und es wurde trotzdem kein Prinz draus. Vielleicht ne Marktlücke? Also Ildiko, mach dich ran, Helma braucht dich!
Oder muss ich wie immer alles selber machen? ;-)
Donnerstag, 19. August 2010
Wann Wirds Mal Wieder Richtig Sommer?
Dienstag, 10. August 2010
Zukunftssorgen? Ich Wüsste Nicht Wieso!
Der eine oder andere von Euch weiß ja inzwischen, dass mein Junior II. einen minder glorreichen Wechsel vom Gymnasium auf die Realschule vollzog. Und während ich seinetwegen schlaflos nächtens zuweilen im Liegestuhl meines Balkons liege und in die Sterne schaue (ab heut Nacht solls übrigens losscheppern mit Sternschnuppen - da wisst Ihr, wo Ihr mich die nächste Zeit findet, immerhin hab ich noch nen Sack voller Wünsche! :-)) - wettete das Kind bereits mit Freunden um fünf Euro, dass es trotz der "Assi-Schule" nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre zu rauchen beginne (ich hör sie schon krächzen, meine Stinker-... ähm.... Stänkerstimme aus Hessen ;-)), außerdem hatte es sich sage und schreibe am ersten Schultag ne neue Flamme ausgeguckt (und sie ihn sich auch - echt, ich frag mich wirklich, wie der das macht - wieso gelingt mir sowas nicht? ;-)) und befand bereits nach dem ersten Schultag: "Mutter, die Klasse ist geil!"
Natürlich freut mich alles, was dem Wohlbefinden meiner Junioren förderlich dient, doch wenn ich daran denke, dass dieses Kind letztlich... nur an der Faulheit gescheitert war und dass ihm ein Gymnasialabschluss für die Zukunft sicherlich besser getan hätte, dann - so scheint es mir - werde ich wohl noch so einige Nächte auf dem Balkon zubringen müssen! Vor allem, wenn man weiß, dass die Jahrgänge ab 1964 mindestens bis 67 arbeiten dürfen (aber ich bin überzeugt, bis dahin... geht noch was ;-)) - und wer diese rund fünfzig Jahre Arbeitsvergnügen nicht grad auf dem Bau zubringen will - für den wird die gute Schulbildung wie noch vor ein paar Jahren nicht mehr ausreichen.
Andererseits... Wieso mache ich mir überhaupt Gedanken? Bei der innerparteiischen Debatte um die Rente ab 67 zwischen von der Leyen - Gabriel - Steinmeier konnte ich mich eines Schmunzelns nicht erwehren.
Wenn ich mal zitieren darf:
"SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier trat dem Eindruck eines Streits mit Gabriel in dieser Frage entgegen. "Wir lassen uns da keinen Grundsatzstreit einreden", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). "Wir werden in Europa und Deutschland mittelfristig länger arbeiten müssen", sagte Steinmeier. Gabriel weise darauf hin, dass die Menschen auch die Möglichkeit haben müssten, länger zu arbeiten. "Das sind nur zwei Seiten ein und derselben Medaille."
Cool. Ich meine, ich bin niemals auf einem Gymnasium gewesen (ich vermute mal, die drei da oben aber schon), in Mathe war ich auch immer froh, wenn die Stunde rum war (O-Ton meiner damaligen Lehrerin: "Fräulein H., Ihnen kann ich das ja sagen: Sie haben in der Prüfung eine Zwei geschrieben. Aber eine Zwei bekommen Sie als Abschlussnote von mir nicht. Denn das würde ja bedeuten, dass Sie gut in Mathe waren. Aber Sie waren nie gut in Mathe!" :-))
Aber zumindest hab ich geschnallt, dass eine Medaille immer nur zwei Seiten hat - wie man sie auch dreht und wendet. Ob Steinmeier bei seiner Aussage wohl einen Kubus vor Augen hatte? Wir werden es nie erfahren!
Fakt ist jedoch: Der Oettinger kann kein Englisch, der Steinmeier keine Mathematik - und aus ihnen ist dennoch was geworden! Warum also sollte ich mir jetzt noch um den Filius Gedanken machen? Augenscheinlich ist nicht nur in Amerika, sondern auch bei uns alles möglich! Also wenn Ihr mich fragt - ich sehe in meinem Sohn schon den übernächsten Bundespräsidenten! :-)
Freitag, 6. August 2010
Ich Sing Den Badewannentango
Also kurzum: Einen dieser Tage, der wie dafür geschaffen war, heimzukommen, die hochhackigen Sandaletten von den Füßen zu streifen, einen Schritt weiter das Kleid abzustreifen, noch einen Schritt weiter das Haar zu lösen, die Musik in den Player zu legen und mit einem Lächeln auf den Lippen das Badewasser einzulassen.
Und mal ehrlich - diese Musik ist doch wie geschaffen für einen genau solchen Moment, nicht wahr?
Den echten Sound werde ich Euch wahrscheinlich nicht "rüberbringen" können - aber... so wie hier die Musik durch meine kleine Wohnung perlt, rieselt es mir über die Haut und empfinde ich ein unglaublich intensives Lebensgefühl. Ja, ich weiß, ich wiederhol mich - das passiert mir schließlich immer, wenn ich einen Song höre. Dann gibts ja immer nur zwei Möglichkeiten: Entweder geht er mir irrsinnig unter die Haut oder direkt in die Beine ;-)
Direkt in die Beine... Das erinnert mich an etwas. An etwas Wunderschönes, das mir vor Jahren einmal passiert ist. Wir Menschen sind ja, wenn ich das so sagen darf, akustische und optische Wesen. Neben all den anderen Sinnen natürlich. Ich weiß nicht, wie das bei Euch ist, aber wenn ich mit jemandem telefoniere, den ich nicht kenne und auch noch nie gesehen habe, dann formt sich immer spontan ein Bild "der-oder-die-könnte-so-oder-so-aussehen". Ums mal so zu sagen: Ich hab bis jetzt nur ein einziges Mal richtig gelegen ;-)
Andererseits... habe ich in meinem ganzen Leben auch nur ein einziges Mal erlebt, dass mir die Stimme eines Menschen, den ich zu jenem Zeitpunkt noch überhaupt nicht kannte, so... "direkt" ins Ohr ging, durch den Körper in den Bauch rieselte und von da direkt in die Knie. Wow... Das war ein Gefühl, das war ein Moment! Das sind so Augenblicke, die man einfach niemals mehr vergisst - und deren Einzigartigkeit man sich am liebsten für immer bewahren wollte...
Augenblicke, die ich mir immer wieder zu mir zurückhole, zurück in den Alltag, weil sie mir die Sehnsucht, das Träumen und das Wohlfühlen zurückschenken - und mich öffnen für das Leben und das Lieben.
"...so take this broken wings and learn to fly again..."
Dieses Gefühl von frei sein, dieses Schmecken von Freiheit... nur um sich am Ende des Tages einfangen zu lassen und in den Armen eines anderen Menschen auszuruhen... Dort, wo ich mich angekommen fühle. Dann zählt auch nicht mehr, wie oft der Flügel brach...
Was Ihr grad macht, weiß ich nicht. Ich leg mich jedenfalls jetzt in die Badewanne und lasse mich völlig in diese Musik fallen...
Mittwoch, 4. August 2010
Dienstag, 3. August 2010
Wo Wohnen Denn Ihre Eltern?
Wieso tust du dies? Wieso tust du das? Wieso kommen immer erst die anderen, wo bleibst du?
Es gibt Tage, da frage ich mich das auch selbst.
Es gibt Tage, da wünsche ich, auch ein Egomane zu sein, der erst einmal genüßlich an sich selbst denkt und auch noch glaubt, vollkommen selbstlos zu sein.
Ich meine, wann bleibt mir schon mal Zeit auszugehen?
Wann bleibt mir Zeit, Leute zu treffen, ohne nach dem ersten Glas Wein am Tisch einzunicken?
Wann habe ich die Möglichkeit zu sagen: Danke, dass du mir hilfst?
Oder die Möglichkeit zu sagen: Danke, dass du das für mich getan hast?
Selten genug - wenn Ihr mich fragt!
Und genau genommen gingen mir diese Worte erst heute wieder durch den Kopf, nachdem ich schon die letzte halbe Nacht mit meinem Sohn gemeinsam am PC verbrachte, um einen Bafög-Antrag auf die Beine zu stellen. Neuland auch für mich behördengeplagten Bürger, der in seinem Leben mehr Papiere ausgefüllt denn damit erreicht hatte. Aber was will ich mich beklagen - glaubt man den einen oder anderen Kurzzeit-Auswanderern, so sehnen wir uns in nullkommanix nach dem wohlgeordneten deutschen Bürokratenstadl zurück.
Jedenfalls hatten wir, mein Sohn & ich, die Deadline vor Augen: noch exakt drei Tage plus Wochenende, um restlos alles auf die Beine zu stellen, das ihm entweder demnächst seinen ersten Arbeitsplatz oder aber ansonsten einen zweiten Ausbildungsplatz bescheren sollte. Schweißtreibend, kraftraubend - und als ich am frühen Morgen endlich ins Bett kroch, blieben immer noch genügend Fragen offen. Und an wem blieb das natürlich hängen? Eben!
Zwar klemmte sich das Kind heute Morgen selbst ans Telefon, um das eine zu klären, stieg anschließend geschniegelt und gestriegelt in den Wagen und fuhr zu seinem Vorstellungsgespräch (man - ich war stolz wie Oskar ;-)) - nur um nicht mehr wiedergesehen zu werden. Inzwischen durfte ich meinen Arbeitstag hinter mich bringen, meinen Zögling anlernen (Sturzgeburt: Sie kam eine Woche zu früh ;-)) und mich nebenbei durch den Behördendschungel wuseln, bis ich endlich die "richtige" und die richtig nette Dame vom Bafög-Amt an der Strippe hatte, die mir entspannt und überraschend ausgesprochen fachkundig (beim Telefonieren hatte ich echt unwillkürlich so ein Bild vor den Augen: Büromäuschen mittleren Alters, in perfekten Wellen onduliertes Haar, ein Kaffeepott und das angebissene Brot daneben, vielleicht noch ein angebissener Apfel zwischen all den Papieren und Dokumenten auf dem Tisch, am PC das Bild von Kind & Mann - oder nur Kind oder nur Mann ;-) - auf dem PC eines dieser unvermeidlichen Überraschungseierfiguren... wobei ich mir durchaus vorstellen konnte, dass die Realität höchstwahrscheinlich völlig anders aussah) alle Möglichkeiten aufzählte und als mich dann noch vergewisserte: "Und der Antrag kommt dann direkt zu Ihnen, oder?" da stellte sie mir doch glatt die Frage: "Das kommt drauf an: Wo wohnen denn Ihre Eltern?"
Jau!
DAS war ein Gefühl!
Dieses Gefühl hätte unbedingt einen richtig langen Moment genossen gehört! :-)
"Nein nein", wehrte ich schließlich bescheiden ab, "es geht nicht um mich, es geht um meinen Sohn. Er hat heut nur keine Zeit, sich zu kümmern und uns rennt grad bisschen die Zeit davon."
"Kein Problem!" wurde ich entgegen andererweitiger Behauptungen beruhigt, "den Bescheid bekommt Ihr Sohn ohnehin frühestens im Oktober, und was auch immer ihm zusteht, er bekommt es rückwirkend ab Antragstellung und auch immer für den vollen Monat bezahlt. Das heißt: Stellt der den Antrag am 30. August, bekommt er trotzdem für den ganzen Monat das Geld."
Noch mal: Jau!
Na das war doch mal ne Aussage! Erleichterung machte sich breit, so ganz neben der Belustigung: Drei Monate Bearbeitungszeit... Mann o Mann... Das müssten wir mal unserem Chef erzählen. Der kriegt schon schlechte Laune, wenn wir nur innerhalb von drei Stunden nicht das schaffen, was uns aufgetragen wurde ;-)
Und nun schaue ich auf die Uhr, es ist 19:42 Uhr und meine Söhne sind immer noch nicht daheim. Dabei steht Mutter Ziggenheimer schon in den Startpantoffeln, trommelt mit den Fingern auf dem Tisch (und zur Abwechslung auf der Tastatur meines PC) - immerhin ist heute Abgabetermin der Schulunterlagen und zumindest haben sie Ziggenheimer I. am Telefon versprochen, dass die Frist nicht ausläuft, sofern die Unterlagen noch heute im schulhauseigenen Postkasten landen - und wartet... und wartet... Ein Jahr Führerschein bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man im Großstadtdschungel zurecht kommt... Und wenn ich ihm dabei auch noch helfen soll, dann bitte möglichst so, dass ich wenigstens heute noch VOR Mitternacht ins Bett finde.
Wie sagte doch mein Zögling heut Nachmittag zu mir? "Na Sie habens aber auch nicht grad leicht, oder?" Wohlgemerkt: Sie ist erst den zweiten Tag bei uns :-) Jedenfalls: Das höre ich öfter mal und denke dann immer: Mensch Helma, und wann kommst du? ;-) Zumindest wärs ja schön, wenn ich das, was ich gebe, auch irgendwie zurückbekomme. Und wenns nur ausgebreitete Arme oder die eine oder andere Zuneigungsbekundung wären. Das macht mich nämlich nicht nur "reich", das macht mich vor allem auch stark.
Apropos "Stark"... Da fällt mir doch glatt der Song von "Ich & Ich" ein - kennt Ihr den eigentlich? Also ich finde den saugeil - den leg ich mir jetzt mal ein, drehe auf und putze meine Wohnung. Auf diesen Augen nämlich sind meine Kinder schon aus Prinzip blind ;-)
Montag, 2. August 2010
Ich Lass Mich Scheiden
Vor sieben Jahren hatte ich bereits schon einmal eine solche Entscheidung getroffen - und war anschließend eine Beziehung mit mir selber eingegangen. Zum ersten Mal so richtig, wenn ich das mal so sagen darf. Immerhin lernt man bei einer Trennung nicht nur den zukünftigen Ex-Partner von dessen echten Seite kennen - nein nein, auch sich selbst!
Mein Herr Vater hatte ja damals zu mir gesagt: "Komm mir jetzt ja nicht mit so nem Selbstfindungsscheiß und so!"
Ehrlich gesagt, hatten mich zu jener Zeit ganz andere, sozusagen "niedere" Sorgen gequält: Wie siehts aus am nächsten Monatsersten? Werde ich auch morgen noch auf den Tisch stellen können, wohinein die Kinder kraftvoll zubeißen konnten? Wenn ich noch daran denke, wie erschrocken ich war, als ich allein einen Mietvertrag unterzeichnen sollte! Ich! Die noch nie zuvor in ihrem Leben allein gelebt und entsprechende Verantwortung getragen hatte!
Immerhin habe ich es gewagt, beherzt und schwungvoll diese Unterschrift zu setzen, diesen Schritt in ein neues Leben, in die (Ver)Einigung mit mir selbst zu wagen. Ratgeberbücher oder ähnlichen Blödsinn habe ich nicht gelesen - ich verlegte mich vielmehr auf die Lektüren aus der Feder Ildiko von Kürthys und befand: Ihre Protagonistinnen sind mir selber gar nicht so unähnlich! Finden sich zu dick, zu groß, zu klein, zu schüchtern, zu laut, sind ständig pleite oder am Kämpfen mit ihren Vorgesetzten - und hauptberuflich ständig auf der Suche nach Mr. Right, den sie sowieso nicht bekommen, weil der wiederum eine bildschöne, gertenschlanke Raubkatze an seinem Arm hängen hatte. Bis sich herausstellt, dass an der nicht nur alles falsch ist (Augenfarbe, Haarfarbe, Hautfarbe) - sondern die auch noch gnadenlos auf Frauen steht. Na da hatte ich ja noch Hoffnung!
Jedenfalls bereut hab ich das alles nicht. Es war für mich schon echt erstaunlich, wie viel man wirklich auf die Beine zu stellen vermag, wenn man es nicht nur muss, sondern vor allem auch so will. Immerhin waren mir jahrelang sämtliche Fähigkeiten abgesprochen worden - und jetzt Stück für Stück zu sehen, dass die Realität... doch irgendwie ganz anders war - also das war schon ein Erlebnis für mich! Und so schwor ich mir voller Euphorie die Treue und die Liebe ein Leben lang. Jawohl!
Wenn ich jedoch andererseits... immer wieder auf manche Dinge stoße, die ich selbst gerne schon tausendmal geändert haben wollte, aber immer noch so sind wie sie immer waren... Ich sage nur: TAN-Liste. Ich sage nur: große En
trümpelungsaktion. Grundgütiger, war ich fertig. Nein, ich BIN fertig. Lieg hier auf meinem Bett, in Küche Bad & meinem Zimmer alles blitzblank und piekfein - ach, was soll ich sagen: die Kammer auf der halben Treppe tipptopp und der Keller erst... Ach ja - und die TAN-Liste fand ich dann auch: da, wo sie auch hingehört - ich hatte mindestens zweimal alles durchgeblättert - und sie jedesmal überblättert. Und eine Großreineaktion gestartet, die mich schlussendlich kreuzlahm und gebogen fast bis zu den Knien erst in die Dusche und dann ins Bett steigen ließ.Copyright: spiegel.de
Wie oft ich mit mir selber gescholten und gewütet hab, habe ich aufgehört zu zählen. Wie oft sagten wir zu unseren Ex-Partnern: "Wenn sich das nicht ändert, bin ich weg, endgültig!" Ja - und wie oft habe ich das erst zu hören bekommen ;-) Und jetzt auch noch von mir selber!
Und dass ich um exakt 22:47 Uhr das Bügelbrett aus dem Schrank holte, hatte nichts mehr damit zu tun, dass mich der Reinlichkeitsfimmel gepackt hatte - nein, ich wollte lediglich noch mal einen Blick in meinen wohlaufgeräumten Kleiderschrank werfen und ich gebe zu: Der Anblick des Innenlebens verschaffte mir ein ähnliches innerliches Vergnügen wie das Vertilgen der schokolierten Pfefferminzdrops am heutigen Nachmittag. Der war wie neu! Das gute alte Stück!
Und nun, wo alles wieder an seinem Platz ist, die Kinder mir tatkräftig zur Seite standen (der Große half beim Schleppen, der Kleine schmierte uns die Brote ;-)), wir alle k.o., aber glücklich im Bett liegen - da wünsche ich Euch allen noch eine gute Nacht und schau mal, dass mir auch noch ein Stückchen Ruhe vergönnt sei. Frieden hab ich inzwischen auch wieder mit mir selbst und meinen Schrullen geschlossen. Ich mein, ich glaub schon, dass ich viel gelernt hab und damit heut auch... ein anderer Mensch geworden bin. Oder bin ich heute... einfach nur... endlich mein wahres Ich?
Im verflixten siebten Jahr jedenfalls habe ich soeben beschlossen: Ich heirate mich noch mal :-)
Samstag, 31. Juli 2010
Träume Sind Schäume
In der heutigen Zeit jedoch erfahren die Träume mitunter eine Deutung, dass einem himmelangst & bange werden kann.
Aus Kindertagen kenn ich übrigens noch den Spruch: "Was du die erste Nacht im eigenen Bett träumst, geht in Erfüllung." Oha. Mein lieber Schwan. Denke ich an meinen Traum der letzten Nacht, dann frag ich mich jetzt schon: Erfüllt sich nun genau das, was ich geträumt hab - oder erfüllt sich der Sinn dessen, was ich geträumt hab? Ob Zufall oder nicht (glaubt eigentlich jemand an Zufälle?), es scheint jedoch was dran zu sein, denn in eben dieser Kindheit habe ich genau solches erlebt. Aber haargenauso, das war schon fast... beängstigend ;-)
Vor einiger Zeit jedenfalls bin ich im Internet auf eine Seite gelangt, wo meine Träume zwar nicht tiefenpsychologisch bewertet werden, ich mir aber zumindest Stück für Stück meine eigene Deutung zurechtlegen kann - je nachdem, wie ich grad so aufgelegt bin ;-)
Wie auch immer - ein neuer Morgen hat begonnen, mit ziemlich viel Sonne und überhaupt auch ziemlichem Tatendrang. Verflogen die Wehmut vom gestrigen Abend, zurückgefunden in das hiesige Leben dank einer E-Mail von Freunden "na du Dauerurlauber" und "melde dich, wenn du wieder da bist, dann ziehn wir um die Häuser", dank eines vollgestopften Briefkastens mit - man höre und staune - nur einer einzigen Rechnung - die aber wiederum so schwindelerregend hoch, dass ich am Montag nicht zur Bank eilen, sondern lediglich zum Telefon greifen werde, dank des vertrauten Geräusches der Waschmaschine, die ich noch am Abend wieder einmal repariert hatte und dank auch der Einsicht: Hey, worüber beklage ich mich eigentlich? Ich meine, was ist schon fehlende oder mangelnde Nähe und Innigkeit in Zeiten von Kachelmann zum Beispiel, der höchstwahrscheinlich ein ähnlich hohes Gebebedürfnis hatte, so dass er das vermutlich unter Dutzenden Frauen zu verteilen wusste und womöglich dafür nun monatelang hinter dicken Mauern sitzen durfte. Auf dass Justitia entscheide, wem man glauben könne und wem nicht - und am Ende werden nur die beiden Beteiligten wissen, was dort wirklich passiert ist. Ich meine, wenn man liest, dass er am Tag der Entlassung in die Freiheit mit zirka zwanzig Freunden im Lokal feierte (wie viele von den zwanzig Freunden waren eigentlich Frauen?), dann mag ihm zwar vom bisherigen Leben nicht viel geblieben sein und von dem, was kommt, auch noch eine ziemliche Unsicherheit bestehen - aber zumindest ist er nicht allein im Kampfe, Justitia die Waagschale zu halten. Mal ehrlich, wer ist da schon nicht erleichtert, dass angesichts dessen lediglich ein paar gerechte und ungerechte Briefchen ins Haus flatterten, der Kühlschrank einen auf gestiefelten Kater machen wollte und die Seite neben mir nach wie vor leer ist?
Das sind ja nun wirklich keine Probleme, nicht wahr?
Und so träumt Helma weiter, weiter von der großen Liebe, die ihrem Leben entspannt zur Seite steht und auch morgen noch nicht vergessen hat, wie wichtig allein Streicheleinheiten sind. Die sind nämlich kostenlos, da kann nicht mal Aldi mithalten.
Freitag, 30. Juli 2010
Der Gestiefelte Kühlschrank
Einmal ausgestreckt auf das Bett fallen lassen - ja, das roch nach mir, hier roch alles nach mir, das war meins, nein, das IST meins. Hier fühl ich mich zu Hause, hier fühl ich mich geborgen.
Die Mucke angestellt und mit - ich geb zu - wenig Schwung die Wohnung in Ordnung gebracht, die Wäsche gewaschen, getrocknet, in den Schrank geordnet, die Blumen gegossen, die mir trotz der Wärme und so ganz ohne Wasser das Köpfchen gehalten hatten - doch irgendwie war da auch mächtig viel Wehmut.
Wenn man eine Zeitlang beinah ununterbrochen mit Menschen zusammen ist, die man gern hat und dann auf einmal wieder ganz allein ist... Also für mich ist das emotional schon eine ziemliche Umstellung, muss ich sagen. Wobei ich insbesondere in solchen Augenblicken auch immer wieder feststelle, wie typisch unterschiedlich Männer & Frauen sein können.
Wenn meine Freundin sich vorm Abschied noch ein paar Minuten ganz allein mit ihrem Freund wünscht, dann will sie in diesen Minuten jedenfalls nicht hören, worauf sie bitte zu achten habe und was sie nicht vergessen dürfe einzupacken. Möchte diese Minuten nicht mit alltäglichen Dingen füllen und auch nicht mit irgendwelchen anderen Menschen teilen. Sondern einfach nur einen innigen Moment erleben, in dem er ihr sagt, dass er sie schon jetzt vermissen wird.
Und er?
Ich meine, von mir selbst weiß ich ja auch, wie groß mein Bedürfnis nach Nähe und Anlehnung ist. Und mal abgesehen von der Tatsache, dass ich bislang nicht in den glücklichen Umstand gekommen bin, jemanden in meinem Leben zu wissen, der da genauso tickt wie ich... Moment mal... mir fällt grad ein... Hatte ich nicht erst im letzten Eintrag die Auffassung vertreten, dass zwei Menschen bloß nicht von derselben Gattung sein sollten, sondern lieber einander ergänzen? Hmm. Nun ja. Zumindest dämmert mir grad, warum die Männer immer nicht recht verstehen, was wir Frauen eigentlich wollen. Irgendwie... klingen wir ja hin und wieder doch recht widersprüchlich. Andererseits... Ist es doch auch wiederum ganz einfach. Praktisch soll der Mann schon sein - aber auch liebevoll. In der Realität jedoch... schließt sich das zu oft gegenseitig aus und warum das so ist - das hab ich noch nicht kapiert. Wenn man sich kennen lernt, ist Mann noch vorsichtig mit Gefühlsbekundungen - dafür gibt Mann sich sonst alle erdenkliche Mühe, ist aufmerksam: "Gehts dir gut? Möchtest du was trinken?" Oder hält einem die Tür auf.
Dann kommt die Mischphase: Mann ist noch (!) aufmerksam, aber die Gefühlsbekundungen kommen dazu. So lange, bis Frau auch damit anfängt. Dann hat er sie, weiß er. Und sie, die in der Regel damit gar nicht wieder aufhören wollte, wundert sich eines Tages, wieso er an den Baumarkt oder irgendwelche Filmserien auf DVD denkt, während sie beieinander liegen und sie sich sehnsuchtsvoll an ihn schmiegt. Und wenn er dann mitten in der Nacht anruft, klopft ihr das Herz bis zum Hals - aber nur eine Sekunde lang.
"Du, ich hab grad gesehen, beim Aldi gibts ab Montag super Schnäppchen - da dachte ich mir, das wäre doch was für dich!"
Na klar. Super. Ganz toll, wirklich. Das war jetzt genau das, was sie hören wollte!
Meine Freundin und ich schauen in solchen Momenten einander an - verstehen ohne Worte. Wenn sie in solchen Momenten allerdings ihren Freund anschaut, reagiert der allerhöchstens beleidigt: "Ich habs doch nur gut gemeint!"
Und diesen Spruch: "So sind wir Männer eben" können wir beide nicht mehr hören. Für uns ist das ne ganz schlaffe Ausrede, sich keine Mühe mehr geben zu wollen.
Jedenfalls... An meinem entstiefelten Kühlschrank wirds nix mit Frustessen und zur Tanke schaffen wir es heut auch nicht mehr. Das einzige, was die letzten Wochen schadlos überstanden hat und im Kühler verbleiben durfte, ist die Weinschorle. Na dann Prost!
Montag, 26. Juli 2010
Auf Die Letzte Minute
Vor gut zwei Wochen habe ich den- so meine ich - wohlverdienten Jahresurlaub angetreten und bis zum letzten Tag alle Dinge, die nun wirklich nicht mehr warten konnten, erledigt: Überweisungen getätigt, Abfälle entsorgt, den Spüler gereinigt... Das mögt Ihr für selbstverständlich halten, aber Hand aufs Herz: Wem von uns ist das nicht schon passiert, dass er aus dem Urlaub wiederkehrte und einen der Müllbeutel schon an der Haustür begrüßte, weil in ihm Leben auf mehreren Beinen entstanden war? Oder dass man zu den Pilzen, die einem aus dem Spüler entgegenwuchsen, nur noch die Pfanne auf den Herd stellen und ein Ei dazuschlagen musste? Wie oft wohl haben wir darüber gerätselt, ob wir nun wirklich das Bügeleisen von der Steckdose getrennt oder den Herd ausgeschalten hatten?
Puh - bis jetzt ist das alles gut gegangen, doch als mir am heutigen Nachmittag einfiel, dass in genau zwei Wochen die Schule beginnen würde und ich noch so viele diesbezügliche Punkte auf der To-do-Liste zu stehen hatte (Bücherkauf, Schulsachenkauf, Information an die Schule, ob das Kind denn auch an der neuen Schule dem Französisch-Unterricht folgen wollte, ganz zu schweigen von Zahnarztbesuchen, die wir höchstwahrscheinlich im heimischen Kalender zu stehen und ebenso höchstwahrscheinlich inzwischen verpasst hatten) - und ich aber auch erst in genau einer Woche an den heimischen Herd zurückfinden würde, da sinnierte ich einmal mehr über meine Lebensprinzipien und darüber, an dem einen oder anderen Prinzip vielleicht doch etwas herumfeilen zu wollen. An diesem Gedankenpunkt angelangt, befand ich jedoch, dass in gewissen innerlichen Unruhen auch eine gewisse innerliche... nun sagen wir... Würze steckte. Ich meine, ginge alles immer nur nach Plan, wäre alles immer nur perfekt und liefe entsprechend am Schnürchen, liefe alles und jedes wie im Bilderbuch - wem bitte sehr sollte ein solches Leben gefallen? Was für ein langweiliges Leben wäre dies? Wäre es denn nicht in der Tat unspektakulär, wenn es nichts zu korrigieren, nichts in Ordnung zu bringen und nichts einzuholen gäbe? Diese herrlich kleinen Aufreger, die uns ab und an zeigten, wie viel hundertachtzig-Grad-Leben noch in uns steckte?
Der eine oder andere wird vermutlich sagen: "Ja... Man kann sich natürlich alles schönreden, nur damit man nichts ändern muss." Stimmt! Andererseits... Ich bin wie ich bin und wie ich es fast immer war - so wie jeder von Euch derjenige ist, der er immer war - mit all den Macken, Ecken & Kanten. Und weil so vieles bei mir eben nur auf die letzte Minute möglich ist (Crash-Diäten, bevor ich doch noch die 80-Kilo-Marke erreichen würde, nur so als Beispiel), werde ich - ebenso als Beispiel - vom Internetdating aufs Speeddating umsteigen. Ich vermute mal, DANN klappts auch erst mit dem Herzbuben. Ich kenn mich doch - manches wird sich einfach nie ändern. Das ist reine Ziggenheimersche Gesetzmäßigkeit - keine Chance, dem je zu entkommen. Letztlich kann ich nur hoffen, dass eben jener Herzbube vollkommen konträre Gesetzmäßigkeiten mitbringt. Ich meine, zwei vom selben Schlag... Das kann doch nicht gutgehen, oder? Zumindest habe ich diese (romantische?) Vorstellung im Kopf, dass zwei Menschen einander ergänzen, einander das Gefühl schenken, erst durch den anderen... nun sagen wir mal... vollständig zu sein - oder sich wenigstens so zu fühlen. Im Idealfall... ist meine Ergänzung auch nicht genervt davon - sondern trägt mich auch dann noch auf Händen, wenn er hierfür einen Flaschenzug benötigt.
Ja.. und wenn ich nicht gestorben bin - dann träume ich auch heute noch davon ;-)
Mittwoch, 21. Juli 2010
In Achtzig Tagen Um Die Welt
OK OK, in diesem Tempo würde ich es vermutlich nicht in achtzig Tagen um die Welt schaffen, aber schließlich heiße ich ja auch Helma Ziggenheimer und nicht Phileas Fogg. Und immerhin... habe ich in diesen acht Tagen - für meine Verhältnisse - genügend erlebt.
Bis zu einundvierzig Grad Hitze auf Rügen - das glaubt mir wahrscheinlich kein Schwein - war aber dort wirklich so heiß. Und glaube ich wiederum meinen Junioren, so ist dies noch immer so. Heißt: Wirklich wach und aktiv wurden wir Eulen erst in den Abend- und Nachtstunden, tagsüber lagen wir faul und satt in der Sonne oder wurden von den Junioren zu einer Schlacht um den Wasserball herausgefordert. Was immerhin zur Folge hatte, dass ich in nullkommanix einen sonnenverbrannten Pelz mit mir herumtrug, bei dessen Kühlung mit 1A-Qualitätsquark selbiger sofort zu Käse wurde. Nun, immerhin ersparte das der Seniorin unter uns den käuflichen Erwerb von Mozarella.
Ich meine, das ist schon ein Wahnsinns-Sommer, oder? Erst ist es den ganzen Wonnemonat Mai so kalt, dass Du denkst, der Sommer ist in diesem Jahr vom hohen Norden gleich direkt in den sonnigen Süden abgehauen und dann... Kehrt er zurück mit einer solchen Wucht, dass selbst der Asphalt Blasen schlug und uns Autofahrern zum Umlenken auf den Autobahnen zwang, das uns direkt an Seen und Flüssen gnadenlos im Stau stehen ließ und mich auf meinem Sitz buchstäblich zerfließen ließ. Aber was solls, lieber bei geschlossenen Fenstern im backofenähnlichen Auto tapfer ausgeharrt als von Bremsen und Hornissen gestochen, die nicht nur mein Auto umschwirrten und von denen ich eigentlich gehofft hatte, dass der letzte eisige Winter sie den Garaus gemacht hätte.
Wenigstens kam ich so in den Genuss eines herrlichen Gewitters, bei denen die Blitze spinnwebenartig über die Wolken krochen - ein herrliches Schauspiel, sag ich Euch. Sowas nennt man wohl auch Autokino mit freiem Eintritt ;-)
Jedenfalls bin ich einen Tag später am anderen Ende Deutschlands gelandet, nach ebenso tapfer durchstandener Reise und nicht enden wollenden Verspätungen, dafür dem iPod in den Ohren und der letzten Semmel aus dem rügenschen Carepaket. Hier jedenfalls ist es nicht annähernd so heiß, dafür hab ich mir inzwischen mein ansehnliches Sitzfleisch wundgeradelt, kleine Fische mit meinen eigenen Händen gefangen (natürlich nur zu Anschauungszwecken, sie wurden alsdann in den Fluss zurückgesetzt, ich schwörs! und hey - jeder fängt mal klein an, oder?) und dafür, dass ich live zusehen durfte, wie in Bayern Bier gebraut wird, durfte ich mir dann noch kostenlos den Bauch mit Bier, Weißwürsten & Brez'n und anschließend zwei Litern Limonade (nur um wieder
nüchtern zu werden, übernachten wollte ich dort jedenfalls nicht) vollschlagen und muss sagen: Die erste Hälfte meines Urlaubs habe ich - abgesehen von ein paar Albträumen - derart entspannend verbracht, dass ich an meinem ersten Tag im Büro einen Antrag auf Erholung vom Urlaub stellen werde ;-)
Na dann... kanns ja jetzt erst mal losgehen... Auf in die goldene Stadt und die nächsten Erlebnisse, von denen ich bis zum nächsten Urlaub träume :-)
Donnerstag, 8. Juli 2010
Frei Wie Ein Vogel
Ich mir auch - wenn ich das mal so sagen darf :-) Es ist wieder da, mein Leuchten. Irgendwann sagte mal jemand zu mir: "Du siehst aus, als würdest du immer lächeln."
Es ist ja nicht, dass ich danach aussehe.
Es ist ja vor allem, dass ich mich auch so fühle.
Ob es wohl wirklich ein Sonnenjahr wird, dieses Jahr?
Warum sollte es davon eigentlich nur eines geben? Liegt es nicht an uns selbst, in uns selbst, wie viel Sonne wir in unserem Leben spüren?
Jedenfalls habe ich heut abend selbst nach dem langen Arbeitstag und der anschließenden Schmerzsprechstunde noch schwungvoll meinen Gatten... ähm... Versicherungsfuzzi aufgesucht, ihn ein paar Verträge aus dem Schreibtisch zaubern lassen, ein paar kühne Unterschriften gesetzt und brüderschaftlich ein Riesenglas Wasser mit ihm geleert, probierte bei der Verabschiedung den Strohhut der männlichen Schaufensterpuppe aus ("Kostet dreihundert Euro, dann kannst du ihn mitnehmen!" "Den Mann oder den Hut?"), während er sich wunderte, dass ständig das "Ding-Dong" erklang, wie wenn jemand durch die Tür trat. Bis er meinen Fuß bemerkte, der während des Redens klammheimlich vorwitzig immer wieder vor und zurück ging... Albern, nicht wahr? Vielleicht sogar kindisch. Na und? Wer hat schließlich gesagt, dass das Kind nur im Manne bleiben darf?
Wir haben beide herrlich darüber gelacht und zum Abschied winkte er mir: "Vergiss nicht, deinen Chef noch vor deinem Urlaub die Verträge unterschreiben zu lassen!"
Was soll ich sagen... Natürlich habe ich das vergessen. So ist das halt mit Vögeln, die frei und unbekümmert davonflattern. Sie lassen ebenso unbekümmert die Hälfte liegen und kümmern sich dann darum, wenn sie wiedergekommen sind :-)
Mittwoch, 7. Juli 2010
Paul... Wer Ist Eigentlich Paul?
Nun - Paul ist in diesem Sommermärchen (oder doch eher ein Sommer-Albtraum?) unser WM-Orakel gewesen: Fünf Spiele lang hat es uns zuverlässig angezeigt, ob wir siegen oder verlieren würden - und als sich dieses Monstrum auf Spaniens Glaskasten niederließ, schwante mir Böses für unsere Helden in Weiß.Ziggenheimer der Große wiegelte noch hoffnungsvoll ab: "Mutter, der hat sich auch schon vertan!"
Aber Mutter - die schlug lieber noch mal in den Gazetten nach und erfuhr: Nee, liebe Leute, der Paul lag immer richtig - nur seine Art- und Kampfgenossen nicht...
"Oh Gott, mir wird ganz flau im Magen", stöhnte Ziggenheimer ob dieser Eröffnung - und dieses flaue Gefühl fand recht schnell die Bestätigung nach dem verdienten 1 : 0 der Spanier. Wir schauten auf die Uhr: Noch zwanzig Minuten für die Jogi-Bären, da war noch alles drin, aber dran glauben konnten wir dennoch nicht mehr.
Nun saßen wir da, halb aufgegessene Kekse, halb geleerte Chips-Tüten und die ungeöffnete Cola-Flasche - alles, was die Hüfte begehrte, zunichte gemacht in nur einer Stunde, was mich noch heute morgen auf der Waage schwer begeistert hatte - und nun... bin ich müde, den Rest der Wäsche für den bevorstehenden Urlaub bügel ich heut nicht mehr, nee, keine Lust mehr, ich werd jetzt mal in die Federn kriechen und halte es ansonsten mit der Meinung eines auf der Straße Deutschland Interviewten: "Nee, enttäuscht bin ich nicht wirklich, wir waren endlich wieder ein Team, es war eine super Saison und wir haben super gespielt."
Sei Nicht Der Schatten
Derart begrüßt vom heutigen Kalenderblatt, wagte ich heut Morgen - natürlich blank und ohne Uhr und ohne Schmuck oder ähnliches, das mein reales Gewicht ja nur verfälschen konnte - nach Monaten der Abstinenz wieder einen Schritt auf die Waage und wurde mit einer saugeilen Zahl überrascht, die ich, glaube ich, zuletzt vor drei Jahren gesehen hatte.
Nun weiß ich gar nicht, woher auf einmal die wundersame Wandlung kam... Also es ist noch gar nicht so lange her, da machte mir so ziemlich jede meiner Jeans bewusst, wie gut unsere Schokokekse im Büro schmecken - aber ein Laster muss man doch haben, nicht wahr?
Ob das neue Figurerlebnis vielleicht am zwar nicht täglichen, aber doch regelmäßigen Bodytuning liegt? (Grad stell ich mir die Frage, ob das Herumhopsen auf meinem Bett und das Tanzen in meinen heiligen vier Wänden zu meinen sportlichen Aktivitäten gezählt werden darf... Eigentlich schon, oder? Trampolins zählen ja schließlich auch zu den Sportgeräten. Davon krieg ich zwar sicher keine Muckis und auch keine ordentliche Kondi - aber Spaß machts, in Bewegung hälts und geschmeidig obendrein ;-)) Und wenn ich so meine Fotos betrachte... Jung hälts außerdem ;-)
Jedenfalls... Die Waage muss stimmen, sie muss die Wahrheit sagen, denn das Schattenbild, das sich mir heut beim Verlassen des Hauses präsentierte, schmeichelte meinem Auge, meinem Ego ähnlich meinem Spiegelbild (jedenfalls sehe ich das so ;-)) und trotzte damit jeder anderen Aussage, mit noch mehr Ehrgeiz ginge noch mehr. Geht bestimmt. Geht immer. Aber glücklich bin ich mit mir auch schon jetzt :-) Und werfe entsprechende Schatten ;-)
Sonntag, 4. Juli 2010
Geheimdienst
Also eigentlich schlief ich ja an diesem Abend bereits, ermattet von der Hitze und der Anstrengung, den halben Tag am Strand zu liegen ;-) Irgendwann kurz vor Mitternacht, die Vorhänge bewegten sich sacht mit dem Heranrollen des Gewitters, erwachte ich von Blitz und Donner, legte mich hinaus in den Liegestuhl, um auch ja nichts von diesem nächtlichen Getöse zu verpassen.
Natürlich geht so ein romantisches Gehabe von Petrus ja überhaupt gar nicht ohne Musik, und so packte ich sie aus, die Untiefen der 70er, 80er und 90er Jahre. Fand darin eine Band wieder, die einst zu meinen Lieblingsbands zählte und heute beinah in Vergessenheit geraten ist. Jedenfalls bei mir :-) Aber sie passt so herrlich zu der heutigen Nacht!!
Letzte Nacht träumte ich einen schon recht seltsamen Traum und heute in der Traumdeutung nachgeschlagen, erfuhr ich, dass mir Veränderungen bevorstehen, neue Wege - und dass diese nicht gegangen werden können, ohne Bisheriges hinter mir zu lassen.
Was soll ich sagen, ein bisschen mulmig war mir ja schon und wer jetzt sagt: "Alles Quatsch, alles Esoterikkacke", der mag vielleicht recht haben, vielleicht aber auch nicht, und was mich zunächst immer erst mal ängstigt (man weiß ja schließlich nie, nicht wahr?), erfüllte mich nur ein paar Stunden später schon wieder mit derart Zuversicht, dass ich jetzt noch immer hier in meinem Liegestuhl liege, mit so irrsinniger Sehnsucht nach dem Leben, mit klopfendem Herzen, mit großen Augen in die Nacht schaue und mein Kopf, meine Seele erfüllt sind von Bildern, die ich noch nicht gelebt habe und die nur darauf warten, mit Leben erfüllt zu werden.
"...dance just a little bit more"...
Ich kann noch nicht schlafen gehen, ich fühl mich auf wunderbare Weise viel zu aufgewühlt, aber ich wünsch Euch allen eine gute Nacht, süße Träume und ich wunder mich gerade, was ein einziger Titel schon in einem selbst bewegen kann ;-) Also ich finde das gut :-)
Montag, 28. Juni 2010
Just Married
Zeiten sind das... Schwanger mit der Aussicht auf drei Jahre Trächtigkeit und einen Ehemann haben, von dem ich bis gestern noch gar nix wusste. Jedenfalls staunte ich nicht schlecht, als ich in meinem Briefkasten ein Schreiben meiner Versicherung fand: "...wir nehmen Bezug auf das Gespräch mit Ihrem Gatten..." Wie geil! jauchzte mein bescheidenes Herz - und fragte mich, ob jener denn wenigstens auch gut aussah ;-)
Ein Telefonat jedenfalls genügte - und der "Gatte" entpuppte sich als mein Versicherungsfuzzi, der sich auf diesem Wege ein paar Informationen über meinen Versicherungsstatus erschlich, nur um mir anschließend ein adäquates Angebot unterbreiten zu dürfen ;-)
Immerhin erspart mir das nunmehr ein paar weitere Euro, die ich entweder in drei zusätzliche Milchkaffees pro Monat umwandeln oder in mein Sparsöckchen stopfen kann.
Dem lieben Göttergatten sei Dank - und mir kam so spontan die Idee, dem geplanten Mädelsabend dieser Woche einen Besuch in einem Hochzeitsausstatter voranzusetzen. Ich meine, wenn ich schon über Nacht verheiratet bin, dann will ich doch wenigstens mal in den Genuss gekommen sein, ein paar Brautkleider anprobiert zu haben, nicht wahr?
Und ich glaub, meine Mädels und ich - wir hätten extrem Spaß dabei :-) Vielleicht zeig ich Euch ja dann die Fotos ;-)